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Hochwasserschutz am Omerbach wird deutlich verbessert

Eschweiler. Das so genannte „Starkregenereignis“ am 7. August 2009 bestätigte auf eindringliche Weise die Ansicht des Wasserverbandes Eifel-Rur, dass mit dem Hochwasserrückhaltebecken (HRB) an der Eifelstraße allein ein hundertjährlicher Hochwasserschutz am Omerbach nicht gewährleistet ist, sondern, wie in der Planung vorgesehen, drei Hochwasserrückhaltebecken erforderlich sind. Deswegen wurden mit der Eifelstraße, Diepenlinchenbach und Gressenich drei Standorte gefunden, die zusammen den gewünschten Schutz ergeben.

Aufgrund einer neuen Verordnung über den Bau von Hochwasserrückhaltebecken, die so genannte DIN 19700, war es erforderlich, die bereits genehmigten Planungen nochmals zu überarbeiten. Die geänderte DIN stellt vor allen Dingen neue Anforderungen an die Standsicherheit und Standfestigkeit von Dammkörpern bei einer Überströmung in Folge von extremen Niederschlägen. Hieraus resultiert eine noch größere Betriebssicherheit der Hochwasserrückhaltebecken.

An den beiden Standorten Diepenlinchenbach und Gressenich erwiesen sich zudem die Grunderwerbsverhandlungen als sehr schwierig. Deshalb wurde der Bau des Beckens an der Eifelstraße vorgezogen, da der Grunderwerb hier schneller vonstatten ging. Durch dieses Becken allein ist jedoch lediglich ein fünfzigprozentiger Hochwasserschutz sichergestellt.

Inzwischen konnte laut Auskunft des Wasserverbandes der Grunderwerb für die zwei noch fehlenden Hochwasserrückhaltebecken getätigt werden. Die Ausschreibung der Bauleistung wird in Kürze erfolgen, so dass davon auszugehen ist, dass der Baubeginn noch im Herbst 2010 erfolgt. Nach Fertigstellung der noch fehlenden Becken ist dann der hundertjährliche Hochwasserschutz hergestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt reduziert das HRB Eifelstraße den Abfluss in den Unterlauf des Omerbaches auf 5,9 Kubikmeter pro Sekunde. Im Zusammenspiel mit den beiden anderen Becken wird eine Reduzierung ab dem Becken Eifelstraße auf 4,5 Kubikmeter pro Sekunde erfolgen, also eine Verringerung von 1.400 Litern pro Sekunde.

Die Verbesserung der Wirkungsweise des HRB Eifelstraße wird zukünftig dadurch erreicht, dass das Wasser zum Teil schon weiter oberhalb in den anderen HRB zurückgehalten wird. Bei dem Starkregenereignis am 7. August 2009 trat der Omerbach oberhalb des HRB Eifelstraße über die Ufer und floss teilweise am HRB vorbei. Dadurch konnte die Schutzwirkung des Beckens nicht vollständig genutzt werden. Um zukünftig ein erneutes Ausufern zu verhindern, wird im Ausuferungsbereich die vorhandene Böschung erhöht. Der Bach fließt dann auch bei einem hundertjährlichen Hochwasser komplett ins Becken.

Die Ausuferungen im Bereich der Straße „Am Omerbach“ wiesen nochmals deutlich auf den bestehenden Handlungsbedarf hin. Als Sofortmaßnahme wurden seinerzeit Sandsäcke am Omerbach aufgeschichtet, um eine Überschwemmung der Straße zu vermeiden. Diese provisorische Lösung wird nun durch eine dauerhafte Verwallung ersetzt. Auf der Grünfläche zwischen der jetzigen Sandsackverwallung und der Baumreihe wird eine Erdverwallung angelegt. Diese Erdverwallung wird etwa 40 Zentimeter Höhe haben und als Erosionsschutz bzw. Anpassung an das vorhandene Landschaftsbild mit Gras eingesät. Mit dieser Baumaßnahme wird noch in diesem Monat begonnen. Hierdurch wird der Hochwasserschutz am Omerbach weiter vervollständigt und insgesamt eine größere Sicherheit geschaffen.