25.03.2020
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Eschweiler lernt, mit dem neuen Alltag umzugehen

Eschweiler. Schaut man nach draußen, neigt man spontan und aus fast ewiger Erfahrung dazu, Frühlingsgefühle zu entwickeln. Doch im nächsten Augenblick wird einem bewusst, dass dieser sonnige Frühlingstag ein ganz anderer ist. Das Virus, das die Welt verändert hat, hat auch für uns in Eschweiler das Leben verändert.

Es ist so ungemein ruhig in der Stadt, fast wie an Heiligabend. Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich an die Vorgaben der Kontaktreduzierung. Im Wald und auf dem Feld trifft man einsame Jogger und Hundebesitzer, fast immer allein oder in Zweiergruppen. Der Autoverkehr ist deutlich weniger geworden, der hohe Anteil an LKWs zeigt aber, dass die Versorgung mit allen wichtigen Gütern funktioniert. Wenn man mal von der unsäglichen Klopapiergeschichte absieht, braucht man sich in dieser Hinsicht wirklich keine Sorgen zu machen.

Hier und da hakt es schon. So haben viele Bürgerinnen und Bürger jetzt deutlich mehr Zeit, sich um Wohnung, Haus und Hof zu kümmern. Aufräumen und Renovieren entwickeln sich zu einer tagtäglichen Beschäftigung. Problematisch wird es, seine Garten- und Bauabfälle los zu werden. Das Entsorgungszentrum in Warden ist für Privatanlieferer geschlossen. Die AWA wurde geradezu überrannt, sie schließt, weil sie ihre eigenen Mitarbeiter nicht länger einer erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzen möchte. Dies auch deshalb, damit der Alltagbetrieb für Kommunale Müllabfuhr und gewerbliche Anlieferer sicher aufrecht erhalten bleiben soll.

Ähnlich ergeht es auch uns. Die Filmpost möchte ihre Botinnen und Boten nicht weiter durch die Stadt senden und sie unkontrollierbaren Kontakten aussetzen. Das dient nicht nur unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch unseren Leserinnen und Lesern.

Sie können aber weiterhin unser aktuelles und kostenfreies Angebot im Netz unter www.filmpost.de oder bei Facebook www.facebook.com/eschweilerfilmpost/ nutzen. Tun sie dies bitte auch, indem sie Informationen aus dem Internet an Menschen weitergeben, die nicht ins Netz schauen können.

Eins noch, was uns ganz besonders am Herzen liegt: DANKE all’ denen, die unermüdlich und unter Einsatz ihrer Gesundheit für uns sorgen: dem medizinischen Personal in Krankenhäusern und Praxen, den Feuerwehrleuten, die Kranke transportieren, Verletzte betreuen und allzeit bereit stehen, den Polizistinnen und Polizisten, die für unsere Sicherheit sorgen, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die den Ausnahmezustand organisieren und natürlich den Verkäuferinnen und Verkäufern, die sich tagtäglich für unser Wohlergehen einsetzen.  

Ines Tiede