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Firma aus Erftstadt reißt das City-Center nieder

Eschweiler. Bis Ende März 2018, so ist es geplant, sollen das City-Center, das ehemalige Hertie-Kaufhaus und das Parkhaus verschwunden sein. Die Vorbereitungen für den Abriss laufen: Das Areal ist mit Bauzäunen abgesperrt, im Parkhaus wird aktuell die Elektro-Installation samt der Kabel und Leuchtstoffröhren entfernt. In der nächsten Woche rückt dann Großgerät an, kündigt der Technische Beigeordnete Hermann Gödde an. Zunächst wird der hintere Teil des früheren Bauernhofes an der Ecke Indestraße/Peilsgasse niedergelegt, um eine Baustellenzufahrt zu schaffen. Im Anschluss folgt der Abriss des Parkhauses. Abtransportiert wird der Bauschutt über die Peilsgasse. Sechs bis acht Wochen, kalkuliert Gödde, werde es dauern, bis das Hertie-Gebäude von seinen „Innereien“ befreit ist: Installation, Heizung, Asbest etc.. Danach fällt auch das frühere Kaufhaus. Um die Belästigungen für die Anwohner der Dürener Straße in Grenzen zu halten, ist geplant, die nördliche Hertie-Außenwand möglichst lange als eine Art Lärmschutzwall zu erhalten. Die Kosten für den Abriss des gesamten Gebäudebestandes sind mit etwa 4,7 Millionen Euro veranschlagt, bestätigt Hermann Gödde. Die Hälfte dieses Betrages hat das Land als zuwendungsfähig anerkannt, hiervon werden wiederum 80 Prozent (1,89 Millionen) als Städtebauförderung gezahlt. Etwa 40 Firmen hatten sich an der Ausschreibung für den Abriss beteiligt, von diesen kamen knapp zehn in die engere Wahl. Den Zuschlag mit dem oben genannten Angebot von etwa 4,7 Millionen Euro erhielt die Rhiem & Sohn GmbH & Co. KG aus Erftstadt, ein Unternehmen, das nach eigener Aussage unter anderem auf Abbruch, Rückbau und Altlastensanierung spezialisiert ist sowie eine Deponie und ein Kieswerk betreibt. Ein deutlich niedrigeres Angebot, das vor längerer Zeit ins Spiel gebracht worden war, weist Gödde erneut als nicht seriös zurück. „Das bezog sich auf die reinen Abrisskosten ohne Entsorgung der Altlasten. Und die macht fast 50 Prozent der tatsächlichen Kosten aus.“ Michael Cremer