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Ganztagsschule: Mehr Flexibilität und Wahlfreiheit

Eschweiler. Werden Sie im neuen Jahr Ihre Tochter oder Ihren Sohn in einer weiterführenden Schule anmelden? Dann haben Sie sich möglicherweise auch schon mal über die Ganztagsschule Gedanken gemacht. Moment mal: „Ganztagsschule“? Da gibt es recht unterschiedliche Modelle, die von Experten sehr kontrovers beurteilt werden. „Für das Städtische Gymnasium“, so Schulleiter Winfried Grunewald, „bedeutet das Unterrichtsveranstaltungen an drei Nachmittagen bis 15.00 Uhr. Man kann diese auf zwei Nachmittage reduzieren, wenn man im Verein aktiv ist. Die verbliebenen Nachmittage sind mit individueller Förderung und festen Lernzeiten gefüllt.“ Sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler, denn zusätzliche Hausaufgaben gibt es dann nicht mehr. Winfried Grunewald hält die Ganztagsschule schlicht für das Modell der Chancenverbesserung und der gezielten Förderung. Und das übergreifend, angefangen vom Fach Deutsch, über den bilingualen Zweig für Englisch, bis hin zu Sport, Naturwissenschaften oder Musik. „Gerade in Musik blicken wir im Städtischen Gymnasium stolz auf ein Schul-Orchester und Chöre in allen drei Stufen“, so Grunewald. Einen positiven Effekt auf das lokale Vereinsleben gibt es auch. Dafür sorgen Kooperationen wie etwa die mit Sportvereinen wie Falke Bergrath. „Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium funktioniert mit dem Ganztags-Modell ebenfalls ausgezeichnet“, ergänzt der Schulleiter des „Städtischen“. Ein beliebter Bonuseffekt: Für Eltern, die beide berufstätig sind, gibt es zusätzlich die Chance, von 15 bis 16 Uhr eine Betreuung einzurichten. Das ist zwar eine kostenpflichtige Maßnahme, biete aber insgesamt für Berufstätige mehr Flexibilität und Wahlfreiheit.