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Kitas: Mehr Qualifikation und Führungskompetenz

Eschweiler. Erziehung? Alles andere als einfach, sagt Stefan Kaever, Kämmerer und Jugend-Dezernent der Stadt Eschweiler. Vor allem, wenn die notwendigen kommunalen Fachkräfte dafür rar gesät sind. Edith Platau, Fachberaterin der Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche (BKJ), schlägt in die gleiche Kerbe: „Erzieher und Kita-Leiter sind dauergefordert. Sie müssen sich über die tägliche Arbeit hinaus einer ständigen Selbstreflektion unterziehen. Das geht nur mit entsprechenden Zusatzqualifikationen.“ Die Städte Stolberg und Eschweiler haben sich daher nun entschlossen, Fachkräfte auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten und damit dem aktuellen Fachkräftemangel in Bildungseinrichtungen vorzubeugen. Bereits aktive und angehende Leiterinnen sollen befähigt werden, einen kooperativen und partizipativen Führungsstil zu erwerben. Sie setzen sich aktiv mit ihrer zukünftigen Rolle und ihren Führungs-Erfahrungen auseinander und können so ihr Verhalten vor dem Hintergrund ihrer persönlichen, beruflichen Biografie weiterentwickeln. Es geht unter anderem um das Erkennen der eigenen Haltung, Mitarbeiterführung und Formen der Gesprächsleitung. Hört sich theoretisch an? Ist es aber nicht. Die Statistik spricht für sich: In Eschweiler gibt es demnächst 2100 betreute Kinder, 1900 in Einrichtungen, 200 in der Tagespflege. Bedarf ist also vorhanden. In der Fortbildungs-Offensive werden 16 Mitarbeiter aus Kindertagesstätten und Familienzentren 12 bzw. 18 Monate lang als künftige Führungspersonen qualifiziert.

Die Teilnehmerinnen der Weiterbildungsmaßnahme „Kitas und Familienzentrum führen und leiten“ (Foto: Stadt Eschweiler)