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Ortsschilder: zwischen Unfug und Identifikation

Eschweiler. Herzlichen Dank an alle Filmpost-Leser, die uns in der vergangenen Woche Ihre Meinung zum Thema „Ortsschild“ zusandten. Die meisten Bürger haben sich zunächst mal sehr darüber gefreut, überhaupt einmal gefragt worden zu sein. Eine einheitliche Tendenz ließ sich aus den Zuschriften und Mails aber nicht erkennen, eher eine 50:50 Aufteilung in Pro und Contra. Zu den Befürwortern zählt zum Beispiel Jürgen Kurth, der die Namenszusatz-Idee prinzipiell gut findet. Desgleichen Peter Engisch, der zudem bemängelt, dass unsere Heimatstadt ruhig etwas mehr Profil gebrauchen könne. In die gleiche Kerbe schlägt Willi Braunleder, der mit seinem Vorschlag, den Ortsteil Röhe mit Namenszusatz per Schild zu individualisieren, in der Vergangenheit leider auch schon gescheitert sei. Thomas Lusiak schließlich findet, dass der Zeitpunkt für die Idee perfekt sei. Die Menschen sollten sich ruhig wieder dauerhaft mit etwas identifizieren. Wenn das der Karneval sei, umso besser.

Die Gegner eventueller neuer Ortsschilder machten ihre Meinung aber auch in teilweise deutlichen Worten klar. Bernhard Scholz etwa plädiert dafür, erst gar keine unnötigen Kosten entstehen zu lassen. Und vor allem „Platt“ auf den Schildern hält er für absoluten Quatsch. Amtssprache sei nun mal Deutsch und nicht Platt. Hartmut Schwartz sagt über sich selbst, er sei „Ur-Eschweiler“ und schließt sich der Meinung von Bürgermeister Rudi Bertram an. Für „unnötigen Unfug“ hält auch Norbert Nalewaja das Ganze. Seiner Meinung nach gehe es einer Vielzahl von Eschweiler Bürgern zu gut, ernstere Probleme würden durch diese Diskussion verdrängt.