24.06.2020
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„Sauberes Eschweiler“ stellt sich täglich neu dem Müll

Böse Zungen werfen Eschweiler ja schon lange vor, ziemlich schmuddelig zu sein. Die Straßenreinigungs- und Müllprofis vom Bau- und Betriebshof der Stadt Eschweiler setzen sich tagtäglich mit verschiedensten Hinterlassenschaften unseres Alltags auseinander. Dass sie nicht überall und nicht zu jeder Zeit vor Ort sein können, kann man sich denken. Die Initiative „Sauberes Eschweiler“ hat vor rund drei Monaten angefangen, kräftig dabei zu helfen, dass es sauberer in der Indestadt wird. Mittlerweile sind 27 Gruppen, Familien und Einzelpersonen in Sauberkeitspatenschaften bemüht, in von ihnen selbst gewählten Bereichen im Stadtgebiet für Sauberkeit zu sorgen. Ausgestattet mit stichfesten Handschuhen, Müllzangen und speziellen Müllbeuteln bemühen sie sich, die Achtlosigkeit ihrer Mitbürger verantwortungsvoll auszugleichen.

Es konnten schon große Sammelerfolge mit dem Einsammeln von Abfall erzielt werden. Dabei geht es immer ausschließlich um Müll und Abfall, der durch unachtsame Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf Wegen, Straßen und in Wäldern nicht nur aus Unachtsamkeit, sondern immer wieder auch vorsätzlich weggeworfen wird.

Peter Schmidt, der die Initiative praktisch gegründet hat, weiß von unzähligen Plätzen zu berichten, wo seine Mitstreiter immer wieder aufräumen und sauber machen:

„Die Sauberkeitspaten, die sich hierfür gemeldet haben, sind allesamt Idealisten und führen diese Tätigkeit mit Überzeugung aus. Es gibt aber Situationen und Bereiche, da kann man auch als Idealist verzweifeln. Und hier möchte ich das Thema Müll und Abfallrückstände nennen, deren Erzeuger die in Eschweiler ansässigen Fastfoodketten sind. Es bilden sich Schwerpunkte heraus, die ins Auge fallen: alle Parkplätze im Bereich der Fastfoodketten, Parkplätze im Stadtwald und besonders zu benennen ist der Parkplatz P3 am Blausteinsee.“

Mindestens genauso ärgerlich sind aber die Hinterlassenschaften, die man eigentlich unter dem Begriff wilder Sperrmüll zusammenfassen kann. Renovierungsabfälle, ausgediente Möbel, Elektrogeräte und und und – die man immer wieder vor allem am Rand von Waldwegen findet. Diese Hinterlassenschaften werden dann seitens der Sauberkeitspaten dem Baubetriebshof der Stadt gemeldet, die diese dann beseitigt und entsorgt. Die Kosten dafür tragen alle Bürger über ihre Müllgebühren.

Michael Uhr