11.10.2021
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Klinik für Innere Medizin hat 50.000 Herzkatheter gesetzt

Sie bietet ein erweitertes Behandlungsspektrum und neue erfolgsversprechende Therapiemöglichkeiten. Doch die Klinik für Innere Medizin am St.-Antonius-Hospital blickt nun auch eine beeindruckende Statistik: Jüngst wurde zum insgesamt 50.000. Mal ein Patient mit einem Herzkatheter versorgt. Dieser dünne biegsame Kunststoffschlauch wird während der Untersuchung unter Röntgenkontrolle durch ein Blutgefäß bis zum Herzen vorgeschoben. „Begonnen“, so Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin, „haben wir mit unserer Erfolgsstory und unserem ersten Herzkatheter im Oktober 2005. Nach rund 16 Jahren und den Problemen, mit denen auch wir aktuell in der Hochwasser-Katastrophe zu kämpfen hatten, macht uns diese runde Zahl natürlich besonders stolz.“ Zusammen mit den niedergelassenen Kollegen und Kolleginnen im ambulanten Bereich und den umliegenden Krankenhäusern stellt die Kardiologie am St.-Antonius-Hospital eine qualitativ hochwertige Versorgung herzkranker Patienten und Patientinnen sicher.

Das Herzkatheter-Labor mit mittlerweile drei Eingriffsräumen wurde über viele Jahre hinsichtlich Funktion und Ausstattung von Professor Janssens zusammen mit seinem Leitungsteam, allen voran der Sektionsleiter Oberarzt Ingo Maywald aufgebaut und weiterentwickelt. Begonnen wurde 2005 zunächst mit Katheter- und Schrittmacher-Eingriffen. „Zwischenzeitlich sind wir jedoch in der Lage, hochkomplexe Interventionen an Herzklappen durchzuführen, wie etwa die Trikuspidalklappen-Therapie“, so Ingo Maywald. Nachdem das Kardiologie-Team des SAH im vergangenen Jahr bereits das kathetergestützte Clip-Verfahren erfolgreich bei der Behandlung der sogenannten Mitralklappen-Undichtigkeit etablieren konnte, ist das neue Therapie-Verfahren jetzt erstmals auch bei Undichtigkeit der Trikuspidalklappe im Herzen zum Einsatz gekommen. „Patienten mit einer Trikuspidalklappeninsuffizienz weisen oft ein noch höheres Operationsrisiko auf, weswegen die Erkrankung in den vergangenen Jahren häufig unbehandelt blieb“, so Ingo Maywald. „Mit der neuesten Entwicklung der kathetergestützten Reparaturverfahren wurde erstmals auch für diese Patienten eine Therapiemöglichkeit geschaffen.“

Gemeinsam mit seinem Kollegen, Oberarzt Dr. Thomas van Gemmeren, wurde Ingo Maywald speziell in der Anwendung dieses Verfahrens ausgebildet. Damit ist das SAH nicht nur eines der wenigen nicht-universitären Häuser deutschlandweit, die dieses hochmoderne und patientenschonende Therapieverfahren anbietet, sondern derzeit auch das einzige Krankenhaus in der gesamten Region. 

Redaktion