03.04.2021
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Die kaiserliche Blüte der Magnolien

Ein königliches Gewächs: Noch vor 1.000 Jahren waren prächtige Magnolienbäume mit ihren großen Blüten lediglich den chinesischen Kaisern vorbehalten. Mittlerweile sind die auffällig blühenden und aus Ostasien und Amerika stammenden Gewächse auch hierzulande in vielen Gärten und Parks heimisch.

Seit rund 300 Jahrhunderten werden Magnolien in Europa kultiviert – ein äußerst kleiner Zeitraum in ihrer langen Geschichte, denn die Magnolie ist ein Dino unter den Pflanzen. Sie war bereits auf der Erde zu finden, als es noch keine Bienen oder ähnliche Insekten zur Bestäubung gab. Stattdessen sorgten Käfer, die in die noch geschlossenen Blüten krochen, für die Vermehrung. In der chinesischen Küche gelten Magnolien als Geschmacksspender, denn Reis wird mit den Blütenblättern aromatisiert und auch in der Medizin, bei der Parfümherstellung und der Möbelproduktion kommt die Magnolie zum Einsatz.

Derzeit blühen die Magnolienbäume auch in Eschweiler und säumen mitunter die Straßenränder wie in der Gartenstraße oder Kaiserstraße. Dabei handelt es sich um die sogenannten „Frühen Sorten“, zu denen beispielsweise die Tulpen-, Stern- oder Purpur-Magnolien gehören und die im März und April ihre Blütenpracht zeigen. Die „Späten Sorten“ offenbaren ihre Schönheit zwar erst ab Mai oder Juni, weswegen sie auch Sommermagnolien genannt werden, doch bei Ihnen ist dafür die Gefahr geringer, dass später Frost die Blüte schädigt.

Übrigens wird, sobald die erste Blüte erfolgt ist, was je nach Art bis zu zehn Jahre dauern kann, die Blütenpracht immer üppiger. Doch sie ist nur von kurzer Dauer, sodass man sich zwischen zwei und vier Wochen an den farbenfrohen Frühlingsboten erfreuen kann. Bodendecker, Strauch oder Baum – insgesamt 300 Arten gehören zur Gattung der Magnoliengewächse, wobei die Bäume eine stattliche Höhe von bis zu 25 Metern erreichen können.

Manuel Hauck