24.11.2021
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Ein Silberstreif am Horizont über den Plänen fürs Rathausumfeld

Lange hat es gedauert, bis es etwas Neues über die Brache im Schatten des Rathauses zu berichten gibt. Am Dienstagabend trafen sich die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien und der Einzelvertreter der Linken sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung mit Grundstückseigner und Investor des Grundstücks des ehemaligen City-Centers. Die Ten Brinke-Gruppe legte ihre neuen Pläne vor.

Über den Verlauf der Gespräche wurde bis zur Veröffentlichung der ersten neuen Planungsskizzen Stillschweigen vereinbart, die Filmpost konnte aber einige Gerüchte und Stimmungsbilder einfangen. So heißt es, dass Ten Brinke nun in abgeänderter Form einen Schwerpunkt auf Wohnbebauung legen wird. Große Einkaufsangebote soll es nicht mehr geben, kleinere Angebote können nach Bedarf projektiert werden. Ein spezieller Supermarkt mit alternativen Angeboten könnte hinzukommen. Neben der Wohnbebauung sollen wohl auch weiterhin Räumlichkeiten für die VHS Eschweiler entstehen. Die Lage der neuen Kita wird nicht mehr an der Ecke Peilsgasse / Dürener Straße sein. Die ursprünglichen Parkflächen werden deutlich verkleinert. Neben Bäumen soll auch eine klimagerechte Dachbegrünung realisiert werden. Ein Bereich ist für altersgerechtes Wohnen mit zusätzlichen Serviceangeboten im pflegerisch-medizinischen Bereich angedacht. Eine Sichtachse des Projekts hin zum Markt soll es geben. Trotz der geplanten Tiefgarage sollen mehr Bäume gepflanzt werden.

Genaue Details sind noch nicht nach außen gedrungen. Voraussichtlich am Freitag sollen erste Skizzen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. SPD und Grüne sehen wohl zunächst eine akzeptable und diskutable Planung mit guten Diskussionsansätzen, ebenso klingt es auf Seiten der Linken. Seitens der CDU schwankt man zwischen dem Wunsch nach mehr und kreativeren Ideen und der Haltung „besser als die Einkaufszentrumplanung“ oder gar „jahrelange Brache“. Von Seiten der Wählergruppe BASIS kann man sicher kaum mit Begeisterung rechnen, ist das was man sich da wünscht, doch etwas vollkommen anderes. Es bleibt nun abzuwarten, wie das Stimmungsbild der Eschweilerinnen und Eschweiler entwickeln wird.

Michael Uhr