09.06.2021
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Kein verkaufsoffener Sonntag im Juni!

Das ist die bittere Nachricht, nachdem der Einzelhandel monatelang gar nicht oder sehr eingeschränkt öffnen durfte. Eigentlich wäre es in anderthalb Wochen soweit gewesen. Der Citymanagement-Verein hatte für den 20. Juni einen verkaufsoffenen Sonntag avisiert, doch daraus wird nun nichts. Die Bauchschmerzen, einen solchen zu genehmigen, sind nicht nur beim Citymanagement groß, sondern ebenso bei der Stadt Eschweiler und dem Ordnungsamt, die letztlich auch ihr OK geben müssen.

Der Grund: Unweigerlich verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag ist, dass es einen Anlass geben muss. Aktionen und Events müssen stattfinden, damit die Geschäfte sonntags öffnen dürfen. Doch solche Events bei Stadtfesten sind aufgrund des ständigen Kommens und Gehens von Besuchern sicherlich nicht zu kontrollieren. Wieso beharren ver.di und die Kirche auf der Regelung? 

Die Gewerkschaft positioniert sich prinzipiell gegen rein verkaufsoffene Sonntage und die Kirche sieht die Sonntagsruhe in Gefahr. Doch gerade in diesen Zeiten wäre es angebracht, dem Einzelhandel zusätzliche Tage der Öffnung zu ermöglichen, denn lange genug mussten die Einzelhändler warten, verzichten und ihre Läden schließen. Die Begründung, dass Menschen einen arbeitsfreien Sonntag als Ruheinsel benötigen, erscheint nach Monaten der ungewollten Ruhepause als schlechter Scherz.

Das Citymanagement beugt sich jedoch, es fehle zurzeit eben an Planungssicherheit. An einem verkaufsoffenen Sonntag noch in diesem Sommer hält man aber fest. Und die geplanten Aktionen „Inde Chillout“ als Feierabendmarkt und der Kunstteppich werden voraussichtlich zeitnah starten.

Manuel Hauck