13.01.2021
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Lage in der Eschweiler Gastronomie alles andere als rosig

Corona strapaziert uns alle, den einen mehr, den anderen weniger. Besonders gebeutelt sind zahlreiche Geschäftsleute, geplagt von Umsatzrückgängen in Folge von immer längeren Geschäftsschließungen. Ein Gewerbezweig ist in ganz besonderer Weise durch die Folgen der Pandemie geradezu gefährdet: Kneipen, Restaurants und Eventversorger.

Fragt man Marc Lersch, den Vorsitzenden des Eschweiler Wirtevereins, wie es ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen geht, kann man fast die Sorgenfalten auf seiner Stirn durch das Telefon spüren. Er weiß davon zu berichten, dass es zwar eine gewisse Unterstützung durch staatliche Hilfszahlungen gibt, diese aber kaum zur Rettung der Branche reicht. „Es hat in Sachen Novemberunterstützung bisher Abschlagszahlungen gegeben, die reichen aber hinten und vorne nicht.“ Lersch weiß von den vielfältigen Kostenbelastungen der Betriebe zu berichten: Miete, Strom, Gas, Wasser, Versicherungen, Vorfinanzierung des Kurzarbeitergeldes durch die Arbeitgeber und und und.

Er und auch andere Wirte (die zum Teil nicht einmal den Abschlag bekommen haben) sehen in eine düstere Zukunft. „Alteingesessene und größere Betriebe haben eine gewisse Substanz, können vielleicht noch ein wenig zusetzen, sind auch bei den Banken noch kreditwürdig. Dies gilt aber eben nicht für alle“, resümiert Marc Lersch. Er befürchtet jedoch sehr, dass am Ende der Pandemie auch das Ende für einige Eschweiler Gastwirte folgt.

Michael Uhr