20.02.2021
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Scharwache spendet für den Onkologischen Förderverein am SAH

Es ist ein enges Band, welches das St.-Antonius-Hospital (SAH) mit dem Karneval in der Indestadt verbindet. Die Eschweiler Scharwache 1882 e.V. zum Beispiel lässt es sich unter normalen Umständen nicht nehmen, die hauseigene Veranstaltung „Lachendes Schpitaal“ an Weiberfastnacht tatkräftig zu unterstützen. Auch am Rosenmontag drehen die Närrinnen und Narren ein paar Runden im Hause, um Patienten und Mitarbeitern etwas Freude zu bereiten. Die zurückliegende Session, die streng genommen gar keine war, gehört pandemiebedingt zu den traurigsten in der Frohsinns-Historie unserer Stadt. „Aber genau das ist der Grund, warum wir uns entschieden haben, nicht nur den Kinderschutzbund und das Netzwerk Flügelschlag, sondern auch das SAH jeweils mit einer Spende in närrischer Höhe von 555 Euro zu bedenken. Wir möchten auf diese Weise auch in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen“, so Scharwach-Präsident Simon Hendriks. Er überreichte am vergangenen Donnerstag seine Spende an SAH-Geschäftsführer Elmar Wagenbach und den Chefarzt der Klinik für Onkologie und Hämatologie PD Dr. Peter Staib. Letzterer freut sich sehr über das Engagement der Karnevalisten zugunsten des Onkologischen Fördervereines: „Man kann nicht oft genug sagen, dass Hilfsbereitschaft und Empathie hier in Eschweiler besonders gut ausgeprägt sind. An Andere denken, denen es nicht so gut geht, die durch die medizinische Diagnose Krebs auf der Schattenseite des Lebens wandeln, das finde ich einfach toll.“

Gleiches bekräftigte auch Elmar Wagenbach: „Wir sind wirklich froh über die Unterstützung. Gerade die Onkologie ist einer der Abteilungen im Haus, in der es am emotionalsten zugeht.

Im vergangenen Jahr waren vor allem die Mitarbeiter auf unserer Station 3B enormen Herausforderungen ausgesetzt. Der tägliche Umgang mit Covid-Patienten erfordert eine komplette Schutzmontur, mit Kitteln und Handschuhen, die kontinuierlich gewechselt werden müssen. Das ist eine sehr hohe körperliche und psychische Belastung.“ Gemeinsam mit Dr. Staib und Elmar Wagenbach hofft Simon Hendriks, dass es im nächsten Jahr wieder ein wenig normaler, sprich karnevalistischer zugehen kann: „Wir kommen gerne wieder ins Haus.“

Redaktion