01.05.2021
1 Foto

Tag der Arbeit während der Pandemie: Gewinner und Verlierer der Corona-Krise

Welche Bedeutung hat der „Tag der Arbeit“ in Corona-Zeiten? Viele der üblichen Kundgebungen und Demonstrationen werden in den digitalen Raum verlagert. So veranstaltet beispielsweise der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) heute einen Live-Stream.

Nachdem der „Tag der Arbeit“ zum 1. Mai erstmals im Jahr 1886 von der nordamerikanischen Arbeiterbewegung zelebriert wurde und zu Demonstrationen und Massenstreiks in Industrieregionen führte, gewann er 1919 das erste Mal in Deutschland an Bedeutung, um einige Jahre später als jährlicher und gesetzlicher Feiertag eingeführt zu werden. Auch heute wird der „Tag der Arbeit“ als wichtiger Moment wahrgenommen, um auf Missstände aufmerksam zu machen

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weisen vor allem die Gewerkschaften auf die aktuelle Situation hin, die aus ihrer Sicht verbessert werden kann.

So fordert die IG Metall eine faire Lastenverteilung in der Pandemie, denn einerseits würden die Börsen boomen und es gäbe einen rasanten Zuwachs an Milliardären. Anderseits seien hunderttausende Arbeitsplätze durch die Krise verloren gegangen und mehr Menschen auf Hartz IV angewiesen. Während also die Arbeitsmarktrisiken die Beschäftigten vor Herausforderungen stellen und „Verlierer“ mit sich bringen, gibt es auch einige Profiteure.

Manuel Hauck