20.02.2021
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Tierschutz für wieder wandernde Frösche, Kröten und Molche

Die frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen sind abgeklungen und es wird zunehmend milder. Das ist quasi auch ein „Startschuss“ für viele Frösche, Kröten und Molche: Die Amphibienwanderung beginnen in den nächsten Tagen. Die ersten, die sich auf den Weg zur Eiablage machen, sind die Frösche und Molche. Sie riskieren sogar, dass ihre Laichballen im Wasser einfrieren. Das schadet aber nicht, sondern verzögert nur die Entwicklung ein wenig. Die Kröten beginnen ihren Weg zu den Laichgewässern etwas später, erklärt die untere Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen. Hier werden die Vorbereitungen für Schutzmaßnahmen koordiniert, die dafür sorgen, dass Kröten, Molche und Frösche sicher über die Straßen kommen. Dazu gehören Schutzzäune mit Eimerfallen, Warnschilder und Teilsperrungen von Wirtschaftswegen. Die Arbeiten im Wurm- und Broichbachtal haben bereits begonnen, unmittelbar danach geht es in Stolberg und der Eifel weiter. Insgesamt werden die Artenschutzmaßnahmen zehn bis zwölf Wochen dauern.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde ab Donnerstag, dem 18.02.2021 die Ottenfelder Allee im Bereich des Schlossparks Ottenfeld und der Straßeneinmündung nach Reifeld und Noppenberg für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Sperrung, die die Städte Alsdorf und Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde umsetzen, wird voraussichtlich bis Ende Mai dauern. Überall dort, wo Frösche und Co. wandern, gilt jetzt für Autofahrer: Bitte zum Schutz der Tiere und ihrer menschlichen Helfer langsam fahren.

In Herzogenrath ist im Bereich der Bergerstraße, nahe dem Rückhaltebecken und dem Hallenbad, bereits ein Amphibienzaun mit 27 Fangeimern aufgebaut worden. Zweimal täglich transportieren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die in den Eimern gefangenen Tiere über die Straße. Organisiert wird das von der „Arbeitsgemeinschaft Wurmtal“. 2020 konnten die engagierten Ehrenamtler so etwa 5.000 Tieren vor dem Tod auf der Straße bewahren. Darunter waren Erdkröten, Gras- und Grünfrösche ebenso wie Teich-, Faden-, und Bergmolche. Die untere Naturschutzbehörde bittet darum die Leitzäune nicht zu beschädigen oder niederzutreten, da die Amphibien sonst auf der Straße von Fahrzeugen getötet werden. Die Tiere werden auf der Hinwanderung von Bierstraß aus in das Rückhaltebecken und den Angelteich gebracht und auf dem Rückweg wieder in den Wald transportiert.

Nach Abschluss der Arbeiten in der Bergerstraße gehen die Arbeiten zum Schutz von Amphibien im Wurmtal (Mühlenweg zwischen Bardenberg und der Alten Mühle Bardenberg) weiter. Auch hier bauen Mitarbeiter der Lebenshilfe im Auftrag der StädteRegion Aachen Schutzzäune auf. Wo besonders viele Amphibien vorkommen und wandern, setzt die StädteRegion Aachen langfristige Lösungen um. In Bardenberg können die Tiere beispielsweise die Fahrbahn ganz ohne fremde Hilfe durch eigens eingerichtete „Amphibientunnel“ gefahrlos überqueren.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Iris Heinrichs oder Richard Bollig von der unteren Naturschutzbehörde: Telefon: 0241/5198-2174 und 5198-2633.

Redaktion