04.08.2022
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Bauarbeiten in finaler Phase: Wer zieht alles in den Kirschenhof?

Der Kirschenhof an der Dürener Straße ist ein geschichtsträchtiges Gebäude. Während der rückwärtige Teil zur Peter-Paul-Straße schon vor ein paar Jahren von privaten Anwohner:innen bezogen wurde, lässt die Fertigstellung des restlichen Komplexes auf sich warten.

Sanierung
Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter der Stadt, gibt einen aktuellen Sachstand. Das Problem mit dem Hausschwamm ist mittlerweile behoben. Der holzzerstörende Pilz hatte sich nicht nur im Gebälk des Daches, sondern bis in das Erdgeschoss ausgebreitet. „Die Entfernung ist komplett und erfolgreich abgeschlossen“, schildert Gödde, der ergänzt: „Der Kirschenhof ist nun vollständig entkernt und statisch vom Keller bis zum Dach ertüchtigt.“ Es gäbe keine statischen Bedenken mehr.

Die Fenster im Erdgeschoss sind in enger Zusammenarbeit mit der unteren und oberen Denkmalbehörde mit sogenannten „Denkmalschutzfenstern“ ausgetauscht worden. Das Problemkind Dachstuhl ist mittlerweile vollständig saniert und die Dacheindeckung ist fertiggestellt mit der Ausnahme, dass noch größere Bauteile über das Dach eingelassen werden müssen. Darüber hinaus wurde der Fassadenanstrich mehrlagig entfernt und die Malerarbeiten für den Neuanstrich haben begonnen. Der Innenputz wurde geprüft und musste zu 80 % abgeschlagen werden. Die Putzarbeiten im Innenbereich werden ebenfalls in den nächsten Wochen erfolgen.

Nach den nun laufenden Fassaden- und Innenputzarbeiten beginnt die technische Gebäudeausrüstung. „Die baulichen Arbeiten werden zum Jahreswechsel abgeschlossen sein“, verrät Hermann Gödde den Zeitplan.

Wer den Kirschenhof nutzen wird
Verschiedene Akteure werden den Teil des Kirschenhofs, der in städtischer Hand bleibt, nutzen. Dies ist zunächst einmal die Stadtverwaltung selbst. Es ist mittelfristig geplant, einen Veranstaltungsraum für städtische Veranstaltungen zu errichten, in dem zum Beispiel Kleinkunst, Lesungen oder repräsentative Empfänge durchgeführt werden können. Dieser soll von der Größe her kleiner sein als der Ratssaal, aber größer als die übrigen Räume im parlamentarischen Bereich im Rathaus. Zudem soll eine Außenstelle des Standesamts den Kirschenhof beziehen.

Ein weiterer Nutzer wird der Geschichtsverein sein. Dieser hat eine Firma aus Bonn damit beauftragt, ein neuartiges Ausstellungskonzept zu entwickeln, für das auch Fördermittel akquiriert werden können. Weitere Akteure wie die Eschweiler Scharwache sind ebenfalls daran interessiert, den Kirschenhof zu beziehen. Dazu sagt der Technische Beigeordnete Gödde, dass das Raumkontingent im Kirschenhof begrenzt sei. Wer neben der Verwaltung und dem Geschichtsverein Nutzer des Kirschenhofs wird, stehe derzeit noch nicht fest.

Manuel Hauck