22.09.2022
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Energiesparmaßnahmen enthüllt: So will Eschweiler sparen

Die Stadt hat nun konkrete Vorschläge, wie sie im kommenden Winter Energie sparen möchte. Der Energiesparplan soll nächste Woche von der Politik grünes Licht erhalten.

Mitte Juli erklärte die Stadtverwaltung, dass sie Analysen durchführt, um spruchreife Maßnahmen nennen zu können (zum Bericht). Die politische Mehrheitsfraktion aus SPD und Grünen beantragte am 24. August, dass die Stadt einen Energiesparplan umsetzen soll. Eine entsprechende Entscheidung sollte im letzten Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss getroffen werden. Diese kann nun kommenden Dienstag im Stadtrat fallen.

Raumtemperatur
Zu den städtischen Gebäuden zählt nicht nur das Rathaus, sondern auch Sporthallen, Kindertageseinrichtungen, Schulen und weitere Verwaltungsgebäude. In Schulen soll die Raumtemperatur auf 21° C gesenkt werden, in Sporthallen sogar auf 17° C und Verwaltungsgebäude auf 19° C. Kindertagesstätten werden wie bisher beheizt. In Gebäuden wie Festhallen, Feuerwehrgerätehäusern und Co erfolgt eine Abstimmung mit den jeweiligen Nutzern. Kühlschränke sollen einheitlich auf 7° C eingestellt werden. Im Rathaus sollen Besprechungsräume weniger genutzt und Dienstfahrten auf ein Minimum reduziert werden. Online-Konferenzen sollen nun persönlichen Besprechungen vorgezogen werden.

Wassertemperatur
Außer in Kindertagesstätten wird es in keinem Gebäude mehr Warmwasser zum Händewaschen geben. Bei Duschen wird eine Temperaturbegrenzung eingerichtet und die Schwimmbeckentemperatur reduziert.

Beleuchtung
Die Außenbeleuchtung aller städtischen Gebäude wird ausgeschaltet, dies betrifft auch die Kirchen St. Peter und Paul und die Dreieinigkeitskirche. Bei der Straßenbeleuchtung werden die Möglichkeiten derzeit noch geprüft, allerdings kündigt die Stadtverwaltung an, dass die im Jahr 2011 begonnene energetische Sanierung fortgesetzt werden soll, sodass möglichst alle Straßenlaternen auf LED umgerüstet werden. Mittel- bis langfristig gilt dies auch für Sportplätze und deren Flutlichtanlagen sowie Sporthallen. Hier sollen zudem die Nutzungszeiten optimiert werden.

Der Energiesparplan
Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen politische Zustimmung erfahren, dann möchte die Stadt alle ihre Mitarbeiter, aber auch Vereine, Pächter und Mieter, die städtische Gebäude nutzen, über den Energiesparplan gesondert informieren. Der Plan wird laut Verwaltung fortlaufend geprüft und gegebenenfalls angepasst. Ziel sei es, Strom und Gas und damit explodierende Energiekosten zu sparen. Dabei sind zum einen jedoch gesetzliche Verordnungen einzuhalten. Zum anderen spielen auch Faktoren wie Witterung und öffentliche Sicherheit eine Rolle.

Manuel Hauck