08.12.2022
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Zum 44.: Letzte (Mädchen-)Sitzung des Jahres lässt Eschweilers Hölle beben

Plus 2: Wie bei so vielen anderen Jubiläum holte ebenso die Damengruppe der Rote Funken ihr Jubiläum nach und feierte dies mit der letzten (Mädchen)Sitzung des Jahres in der „Hölle von Eschweiler“. Das Hotel Flatten bewies abermals seinen Titel, ein höhlenartiger Stimmungskessel zu sein.

44 Jahre gibt es die Damengruppe der grundsätzlich männerdominierten KG Rote Funken Artillerie Eschweiler. Dieses jecke Jubiläum fand eigentlich schon 2020 statt, doch wegen der Coronapandemie wurde die Jubiläumssitzung zweimal verschoben.

Susanne Braun, die vor wenigen Jahren die Moderation von Leni Dohmen übernommen hatte, dankte gleich zu Beginn den Bühnenkünstlern, die trotz Verschiebungen bei der Stange geblieben sind. So bot die Damengruppe ein jeckes Feuerwerk und die anwesenden Frauen wurden von Stunde zu Stunde feierfreudiger, obwohl von Stunde 1 an die Stimmung ausgelassen war. Eschweilers und die über die Grenzen der Stadt hinausgewachsene Größe BOHEI war musikalischer Eisbrecher und bot mitreißende Hits aus eigenen Federn.

Anschließend wechselte der einzige Mann im Publikum vom Zuschauerraum auf die Bühne. Gemeinsam mit seiner Gesellschaft und den Tanz- und Musikeinheiten ließ Rote Funken-Präsident Marco Zimmermann Jubelstürme aufbranden. Als einer der wenigen Vereine in Eschweiler lässt die KG ihren Funkenblock in einem Fluss ohne Zwischenrede durchtanzen – diesmal mit mehreren Premieren, die beim ersten Ausmarsch nach der Pandemie eine Woche zuvor ihre Feuertaufe bestanden. Tanzmarie Paula Eßer hat mit David Krause einen neuen Offizier gefunden, mit dem sie einen charmanten Paartanz präsentierte. Auch Marketenderin Tessa Reiff debütiert in dieser Session in neuer Funktion mit der Quespels-Gruppe. Gemeinsam mit den Funkentöchtern boten alle am Ende noch einen Gemeinschaftstanz, der von den Damen ebenso frenetisch gefeiert wurde wie der gemeinsame musikalische Vortrag der neu strukturierten Musikeinheit. Der Spielmannszug unter Leitung von Willibert Deutsche und die Regimentskapelle unter Leitung von Patrick Oder waren Teil des Festivals des Frohsinns.

Tänzerisch wurde es an diesem Abend ebenfalls mit dem Hehlrather Tanzcorps „Flying Billa“, die zwar erst 2019 gegründet, mit 26 Tänzern die Bühne mit ihrer Choreografie inklusive Würfe und Hebefiguren vereinnahmte. Ehe das mittlerweile über 20 Jahre existierende Männerballett „Traumtänzer Inden/Altdorf“ eine fantasievolle Geschichte zu Disney’s „Die Eiskönigin“ tanzend erzählte, kam die Showtanzgruppe der Roten Funken zum Zuge. „Can’t Stop“ präsentierte mit Rhythmus und in einem außergerwöhnlichen Tempo ihr neues Motto „Willkommen in der Walpurgisnacht“.

 Joachim Jung, besser bekannt als Lieselotte Lotterlappen war einziger komödiantischer Act, bot aber eine ihre/seine berüchtigte Mischung aus Witz und Anzüglichkeiten, sodass kaum ein Auge im Saal trocken blieb. Weitere Schlaglichter waren Torben Klein – einst Sänger bei den Bands „Boore“ und „Räuber“ – mit seinen herzfüllenden Hits zum Mittanzen und Schunkeln sowie die vor wenigen Jahren gegründete Kölsche Band „Kaschämm“.

Neben dem Fokus Entertainment, den die Damengruppe mit ihrem Organisationsteam rund um Silvia Fidalgo, Tina Hüselitz und Nicole Nikolin bot, führten die jecken Mädchen bei ihrer Sitzung zum einen Tombola mit dem Hauptpreis, ein Wochenende auf einer Yacht in Roermond, durch. Zum anderen zeichneten sie an diesem Abend, der von Peter-Heinz Arnolds musikalisch umrahmt wurde, eine Riege an Personen mit der Ehrennadel der Damengruppe mit Urkunde aus. Dies waren: Annemarie Naujoks, Nicole Lüttke-Dohmen, Dieter Braun, José Fidalgo, Helmut Olivier, Dirk Sazma, Markus Dohmen, Kurt Busenius sowie Marco Zimmermann.

Manuel Hauck