„Jede Jeck is anders“: Mit der Lizenz zum Feiern für den guten Zweck
Es war erneut ein Schaulaufen kölscher Größen, die das Sanitätshaus Koczyba mit der Kostümsitzung „Jede Jeck is anders“ in der Festhalle Dürwiß veranstaltete – nach zwei Jahren Pausen unter dem Motto „Lizenz zum Feiern“.
Nach der Eröffnung durch den moderierenden Geheimagent Marc Engelhardt rollte die Stimmungslok fünf Stunden lang unaufhaltsam weiter und bot auch Lokalkolorit. Es dauerte nicht lange, bis die Tische nicht mehr grade standen und die Stühle beiseitegeschoben wurden, um die Party-Sitzung stehend und tanzend genießen zu können.
Volle Aufmerksamkeit war noch bei den ersten beiden Acts, Büttenredner Mr. Motombo und Urgestein Bernd Stelter gefragt, ehe die Paveier mit neuem „Humba Humba“ und ihren altbekannten Hits die erste rein musikalische Rakete zündeten. Nachdem sich Überraschungsact, die Band „Eldorado“, anschloss, wurde dem Eschweiler Prinz Stefan III. ein Einzug vergleichbar mit dem bei der Prinzenproklamation geboten. Kein Wunder, denn zahlreiche Indestädter mischten sich unter das Publikum, zu denen auch Mitarbeiter von Unternehmen aus anderen Bundesländern zählten, die zum Kooperationskreis vom Sanitätshaus Koczyba gehören.
Der Narrenherrscher und sein Gefolge wurden gefeiert, ehe der gute Zweck in den Mittelpunkt rückte. Dieses Jahr flossen aus Spenden 3.333 Euro an das Karnevals-Komitee der Stadt Eschweiler und jeweils 1.111 Euro an den Segelclub Eschweiler, den Förderverein der Realschule Patternhof und an „breakfast4kids“.
Zwei tänzerische Schmuckstücke von der Inde schickte die Narrenzunft und die Lustige Reserve auf die Bühne, ersterer Verein mit seinem unterhaltsamen Männerballett, zweiterer mit der Showtanzgruppe „United Dancers“ zum Thema „Vikings“. Die Räuber, das Bläserensemble „Druckluft“ und die Domstürmer waren weitere kölsche Schlaglichter, die den Reigen bei „Jede Jeck is anders“ komplettieren. Ein Dank sprach Domstürmer-Frontmann Micky Nauber an das Sitzungsorchester aus. Die HSO-Band begleitete – nachdem sie kurzerhand die Noten erhielt – nicht nur die Band musikalisch.
Daniel Koczyba freute sich zum einen über den Besuch seines alten Schulkameraden, Prinz Stefan III., zum anderen mit seinem Team – nach der Durststrecke – über eine stimmungsgeladene Sitzung, die kaum Gelegenheit zur Ruhe bot.
Eine Neuerung: Von nun an können sich Vereine unter www.jutezweck.de aktiv beim Sanitätshaus melden, um ebenfalls von Spendenerlösen zu profitieren.
Manuel Hauck