03.10.2024
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„Met Alaaf em Hätze“: So verlief die erfolgreiche Prinzenwahl!

Emotionaler Wahlabend! Der 2. Oktober steht in Eschweiler traditionsgemäß im Zeichen der neuen Narrenherrscher. So lud das Karnevals-Komitee der Stadt Eschweiler erneut eine illustre Runde an Wahlberechtigte, um über den neuen Karnevalsprinzen abstimmen zu lassen.

„Wir sind Prinz!“: Das können nun die KG Ulk Hehlrath sowie die zwei Bewerber Frank Esser und Heinz-Josef – Juppi – Küpper offiziell sagen.

Achterbahn
Dass bei allen minutiösen Planungen die Wege nicht immer geradlinig verlaufen, zeigten die vergangenen Jahre. Denn die „Hähle Köh“, die KG Ulk Hehlrath, hatte ihren Hut in den Ring geworfen und das bereits vor der Corona-Pandemie. Die Regentschaft sollte ursprünglich bereits in der Karnevalssession 2022/2023 vollzogen werden. Doch wie die zwei vorherigen Prinzengespanne verschob man die Kandidatur aufgrund der Kontaktbeschränkungen zunächst um ein und dann um ein weiteres Jahr. 2024/2025: Das Prinzenjahr der KG Ulk Hehlrath, die die Narrenherrscher zuletzt in der Session 1996/1997 stellte, rückte näher und nahm mit der Wahl eine wichtige Hürde. Es war jedoch nicht die erste, denn die Ulker mussten vor rund einem Jahr kurzfristig neue Bewerber finden, da die bisherigen Kandidaten nicht mehr für die Ämter zur Verfügung standen.

Frank Esser und Heinz-Josef Küpper sprangen aber nicht nur ein. Zwei waschechte Karnevalisten, die das jecke Herz am rechten Fleck haben – das bewiesen die beiden am Abend der Wahl. Landwirt und Gärtner Esser wählte mit seinem Mitstreiter die Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ als unterhaltsame Vorlage für „Prinz sucht Zerem“. Die Liebe zum Eischwiele Fastelovend brachte Esser und Küpper vor Jahrzehnten zur KG Ulk Hehlrath, in der sie sich mit viel Leidenschaft engagierten und so das närrische Brauchtum hochhielten. „Wat es Heimat?“: Diese Frage beantwortete das Duo mit Familie, Freunde, mit Natur und am Ende mit ihrem Slogan „Heimat es Alaaf em Hätze!“.

Einstimmiges Votum
Nachdem Hehlraths Präsident Mischa Bünten ein Plädoyer für „seine“ zwei Kandidaten hielt, war der Prinzenwahlausschuss am Zuge. 19 Personen – bestehend aus dem geschäftsführendem Karnevals-Komitee, seinen Ehrenmitgliedern, sieben Spitzen der Karnevalsgesellschaften sowie drei deftige Bürger – mussten ihr Votum abgeben. Komitee-Präsident Norbert Weiland machte es spannend, doch am Ende konnte er im Talbahnhof verkünden: 19 Stimmen entfallen auf Frank Esser als neuen Karnevalsprinzen von, für und zu Eschweiler.

Die Freude war nicht nur bei Frank Esser und dem neuen Zeremonienmeister Heinz-Josef Küpper ungebrochen. Gemeinsam mit Familie, Freunden, ihrem Verein und zahlreichen Mitgliedern aus anderen KGs wurde die erfolgreiche Wahl gefeiert. Auf dem Vorplatz des Talbahnhofs wartete die Menge, um die frisch Gewählten feierlich zu empfangen – zwischen Fanfaren-Sounds und Kuh-Luftballons, die „Billa“ als Symbol für den Stadtteil Hehlrath. Zu letzterem ging es anschließend unter anderem mit extra georderten Shuttle-Bussen, denn nach einem Fackelzug durchs Dorf stand bei Auto Koch die stimmungsvolle „After-Wahl-Party“ an. 

Manuel Hauck

 

Der Prinzenwahlausschuss:
19 Mitglieder zählte der Prinzenwahlausschuss, darunter das siebenköpfige geschäftsführende Karnevals-Komitee, dessen zwei Ehrenmitglieder sowie Bürgermeisterin Nadine Leonhardt. Die sieben Spitzen der Karnevalsgesellschaften bestanden dieses Jahr aus: Marco Zimmermann (Präsident Rote Funken), Julian Bischof (Präsident Löwengarde), Walter Ziemons (Vorsitzender Klee Oepe), Guido Kuth (Präsident Böse Buben), Phillip Rüttgers (Vorsitzender Kirchspiel Lohn), Markus Breuer (Geschäftsführer Eefelkank Hastenrath) und Ulrich Görres (Präsident Röthgener Garde). Die drei deftigen Bürger kamen diesmal aus der Landwirtschaft: Sandra Hillemacher-Boese (Hastenrath), Bernhard Könnemann (Scherpenseel) und Hubert Mock (Dürwiß).