Schwere Gewichte sind Rebecca Triebs Ausgleich und Leidenschaft
Powerlifting: „Wir brauchen einen starken Mann – oder Rebecca.“ Diesen Spruch hört Rebecca Trieb regelmäßig. Nachdem sie im Fitnessstudio Kraftsport entdeckte und 2019 zum Bodybuilding kam, betreibt sie inzwischen Powerlifting (Kraftdreikampf). Bei der Bezirksmeisterschaft stellte die Krankenschwester des St.-Antonius-Hospitals, die parallel Gesundheitsökonomie an der Fernuni studiert, persönliche Rekorde auf: 110 kg in der Kniebeuge, 67,5 kg beim Bankdrücken und 132,5 kg beim Kreuzheben bedeuteten eine Summe von 310 kg und die Norm für die NRW-Landesmeisterschaft im Oktober.
„Um Wiederholungen geht es beim Powerlifting nicht, sondern ums maximal mögliche Gewicht“, erläutert die Dürwißerin, für die der Sport auch Ausgleich zum Alltag ist. Sie trainiert bis zu fünfmal pro Woche, meist alleine mit einer Langhantelstange, Hantelscheiben und einer Kamera. Die Aufzeichnungen ihrer Übungen gehen online an einen Coach in München, der mit Rebecca an den Ausführungen feilt. „Auf eine richtige, effiziente Technik kommt es an, zum Beispiel ob ich die Stange weiter oben oder unten platziere oder wie der Oberkörper geneigt ist.“ Steht ein Wettkampf an, achtet die 29-Jährige noch mehr auf Schlaf und die Ernährung mit ausreichend Eiweiß.
Außerdem trainiert sie dann unter Wettkampfbedingungen beim Aachener Kraftsport e.V., wo einige weitere Frauen zu den Mitgliedern zählen. „Interessierte können dort einfach mal ein Probetraining machen. Es wird aufs wichtige Aufwärmen und die Ausführungen geschaut. Man erzielt schnell Fortschritte.“ Der Verein richtet am 19./20. Juli im Depot Talstraße in Aachen eine weitere Bezirksmeisterschaft aus (Eintritt frei). Weil Rebecca schon für das NRW-Championat qualifiziert ist, wird sie in der Organisation mithelfen – und zur Stelle sein, wo ihre Kraft benötigt wird.
Tim Schmitz