14.02.2026
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Ehrenhelm 2026: Eine Auszeichnung mit Herz und Heimat

Eschweiler. Ist es überhaupt zulässig, als „Nicht-Eschweiler“ den Ehrenhelm der Feuerwehr zu erhalten? Ganz sicher! Wer sich in Eschweiler in besonderem Maße verdient macht oder gemacht hat, darf ausgezeichnet werden.

Minutenlang ließ Ex-Ehrenhelmträger Guido Masmeier die illustre Gästeschar beim traditionellen Prinzenempfang in der Feuerwache rätseln, mutmaßen und im Dunkeln tappen. Doch bevor er erste Hinweise auf den künftigen Ehrenträger preisgab, erinnert er an Axel Johnen, den Ehrenhelmträger 2025. Der ehemalige Feuerwehrchef verstarb unerwartet und kurz nachdem er den Ehrenhelm erhalten hatte.
 
Feuerwehr-Chef Christian Haake vermeldete beim traditionellen Prinzenempfang mit Verleihung des Ehrenhelms erneut ein „volles Haus“. Gemeinsam mit Moderator Simon Hendriks führte er durch ein unterhaltsames Programm, das traditionell auch vom amtierenden Prinzenduo begleitet und mitgestaltet wird. So freuten sich Prinz Jürgen I. und Zeremonienmeister Pascal, die mit viel „TamTam“, Gefolge und Prinzenbläsern in den Saal einzogen, nach getaner Arbeit auch einmal selbst eine kleine, aber feine Sitzung genießen zu können.
 
Der neue Ehrenhelmträger sei ein fleißiges und cleveres Kerlchen, das die Berge liebe, gerne Ski fahre, Mountainbike und Motorrad, schnelle Autos und Oldtimer schätze, startete THW-Ortsbeauftragter Masmeier die Rätselei um den neuen Ehrenhelmträger. „Für Fußball kann er sich ebenfalls begeistern“, verriet er weiter. „Sein Herz schlägt für einen Club aus Rheinland-Pfalz!“
 
Ein vielsagendes Murmeln ging durch den Saal – einige Gäste schienen bereits zu ahnen, wer sich bald den roten Ehrenhelm aufsetzen könnte. Doch noch hielten sie sich bedeckt und lauschten gespannt den weiteren Hinweisen.
 
„Nach Banklehre und BWL-Studium wurde er Leiter von Kostenrechnung und EDV in einem Krankenhaus in Dernbach“, führte Masmeier aus. „Nach einer Station in Minden, wo er die Verantwortung für die Finanzabteilung von drei Häusern mit insgesamt rund 3500 Mitarbeitern übernahm, trat er am 1. Oktober 2001 als kaufmännischer Direktor des St.-Antonius-Hospitals an – und wurde wenig später geschäftsführender Vorstand!“

Täätää – jetzt war es raus! Im Saal wusste jeder: Das kann nur Elmar Wagenbach sein. Der Hospital-Chef hat in nahezu 25 Jahren in seiner Wahlheimat selbstverständlich auch karnevalistische Spuren hinterlassen. In der Session 2004/2005 war er „Deftiger Bürger“ zur Zeit von Prinz Edgar I., seit 2004 ist er Dauergast bei der Kostümsitzung der KG Onjekauchde Röhe, wo er 2008 sogar einen Gastauftritt im Männerballett „Schwul Truffel“ absolvierte. Zudem ist er Träger des Strafesel-Ordens der 7. Korporalschaft der Blauen Funken – und für seine ausgefallenen Kostüme weithin bekannt.

Sichtlich gerührt nahm Elmar Wagenbach den nagelneuen Ehrenhelm von Feuerwehr-Chef Christian Haake entgegen. „Wir haben einen ganz neuen knallroten Helm kreieren lassen“, verkündete Haake stolz.

„Diese besondere Ehre überrascht mich jetzt wirklich“, sagte Wagenbach sichtlich bewegt.“Ich bin ja nicht oft sprachlos, aber jetzt bin ich es tatsächlich. Vielen Dank dafür. Ich bin sehr stolz, mit dieser Auszeichnung die Nachfolge von Axel Johnen antreten zu dürfen.“

Und schon ging es weiter im Programm: Der Musikzug der Feuerwehr, das Tanzpaar Lia Martinett und Tim-Joshua Hoven von der KG Lätitia Blaue Funken Weiweiler, die Inde-Singers, die Showtanzgruppe Flying Billa sowie die Büttenredner Björn Plasa, René Külzer und Dr. Christoph Herzog sorgten für beste Unterhaltung und einen rundum gelungenen karnevalistischen Abend.

Irmi Röhseler