Eschweiler trauert um Pfarrer Peter Müllenborn
Eschweiler. Er kannte die Stadt aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Obwohl in der Eifel geboren, hatte er Eschweiler immer als seine Heimat bezeichnet. Am vergangenen Sonntag verstarb Peter Müllenborn im Alter von 89 Jahren.
Müllenborn war seit 1990 insgesamt 17 Jahre lang als Pfarrer an St. Peter und Paul in Eschweiler aktiv. Seine Aufgaben und sein Engagement gingen dabei weit über das Agieren innerhalb der Kirche hinaus. Als Domkapitular, Kuratoriumsvorsitzender des St.-Antonius-Hospitals und des Hauses für Familienhilfe St. Josef sowie als Pfarrer von St. Antonius in Röhe, Herz Jesu in Ost und St. Michael hatte der gelernte Bäcker, der in Bonn bei Josef Ratzinger Theologie studiert hat, jede Menge zu tun.
Er setzte sich stets für die Belange der Gemeindemitglieder ein und verband dies gerne mit seinem Hobby, dem Wandern. 18 Mal ist er gemeinsam mit Eschweiler Christen nach Kevelaer und zurück gepilgert. Auch war er der erste, der eine funktionierende Gemeinschaft von vier Gemeinden auf den Weg brachte. „Trotz dieser vielen Aufgaben blieb er den Menschen zugewandt, suchte das Gespräch und verstand es, Brücken zu bauen zwischen Kirche und Stadt“, beschreiben ihn seine Weggefährten.
Er selbst beantwortete die Frage, ob er denn noch einmal Priester werden würde, so: „Ja, ich würde den ganzen Weg noch einmal gehen! Wenn man den Priesterberuf als Berufung sieht und nicht als Nebenjob, ist das ein ganz spannender Beruf!“
Peter Müllenborn war ein Mensch, der aus seinem Glauben heraus handelte und dessen Wirken Spuren hinterlässt.
Er wird vielen Eschweilern in Erinnerung bleiben.
Ines Tiede