Geschichtsverein setzt auf Engagement und ehrt langjährige Mitglieder
Eschweiler. Im Kulturzentrum Talbahnhof hat der Eschweiler Geschichtsverein seine 52. Mitgliederversammlung abgehalten und dabei sowohl auf das vergangene Vereinsjahr zurückgeblickt als auch wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.
Zu Beginn gedachten die Anwesenden in einem Schweigemoment der verstorbenen Mitglieder. Anschließend führte der Vorstand, bestehend aus Vorsitzendem Rudi Bertram, seinen Stellvertretern Dieter Joußen und Stephan Beckers, Geschäftsführer Herbert Burgold sowie Schatzmeister Lothar Bardenheuer durch den Abend.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für ihre 25-, 40- und sogar 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein wurden zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet- ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit vieler Engagierter mit der Eschweiler Geschichte. Ein Grußwort richtete sich auch an Ehrenvorsitzenden Simon Küpper.
Vorsitzender Rudi Bertram, der aus gesundheitlichen Gründen rund elf Monate lang nicht aktiv am Vereinsleben teilnehmen konnte, nutzte die Versammlung, um seinen Dank an die Vorstandsmitglieder und Aktiven auszusprechen. Ihr Einsatz habe wesentlich dazu beigetragen, die Arbeit des Vereins in dieser Zeit fortzuführen.
Inhaltlich rückte zudem das Haus der Geschichte und Kultur in den Fokus, das sich zunehmend als zentraler Treffpunkt etabliert. Gleichzeitig richtete der ehemalige Bürgermeister einen klaren Appell an die Öffentlichkeit: Der Verein sei auf neue Mitglieder angewiesen, die Interesse an der lokalen Geschichte mitbringen und sich aktiv einbringen möchten.
Aktuell zählt der Geschichtsverein 883 stimmberechtigte Mitglieder, verfügt jedoch über keinen Nachwuchs im Jugendbereich- ein Umstand, der ebenfalls thematisiert wurde. Neben dem Bericht des Vorstands wurde auch der Kassenbericht vorgestellt. Zudem erhielten die Mitglieder eine Broschüre zur Eschweiler Geschichte, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.
Auch organisatorische Fragen standen auf der Agenda: Für den Bezirk Kinzweiler wird derzeit Unterstützung gesucht. Weitere Informationen dazu stellt der Verein online bereit. In insgesamt gelassener Atmosphäre blickt der Geschichtsverein nun auf die kommenden Monate.
Ardita Hashani