12.01.2026
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Pressemitteilung

Klare Worte aus der Stadtgesellschaft

Eschweiler. Mit deutlichen Worten positioniert sich das Eschweiler Bündnis für Demokratie gegen antisemitische Verschwörungsmythen und rassistische Selbstinszenierung. Anlass sind Social-Media-Äußerungen des AfD-Politikers Manuel Krauthausen, die nach Ansicht des Bündnisses grundlegende demokratische Werte verletzen. Die Stellungnahme richtet sich nicht nur gegen konkrete Inhalte, sondern betont auch die besondere Verantwortung politischer Mandatsträger in Eschweiler.

red

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Eschweiler Bündnis für Demokratie verurteilt antisemitische Verschwörungsmythen und rassistische Selbstinszenierung von AfD-Politiker Manuel Krauthausen

Das Eschweiler Bündnis für Demokratie verurteilt die Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen durch den AfD-Politiker Manuel Krauthausen aufs Schärfste. Krauthausen teilte über Instagram den sogenannten „Titanic-Mythos“, eine bekannte und widerlegte antisemitische Erzählung, die einer jüdischen Familie die Verantwortung für den Untergang der Titanic im Jahr 1912 zuschreibt.

Darüber hinaus bezeichnete sich Krauthausen in einem WhatsApp-Status selbst als „arischer Talahon“. Damit verknüpft er bewusst den aus der NS-Ideologie stammenden Begriff der „arischen Rasse“ mit seiner eigenen Person und bedient rassistische sowie rechtsradikale Narrative – selbst wenn dies vermeintlich ironisch gemeint sein sollte.

Das Eschweiler Bündnis für Demokratie stellt klar: Antisemitismus und Rechtsradikalismus sind in keiner Form akzeptabel. Auch vermeintlicher Humor oder ironische Andeutungen ändern nichts daran, dass solche Inhalte demokratiefeindlich sind und Menschen abwerten. Sie widersprechen fundamental den Grundwerten einer offenen, pluralistischen und menschenwürdigen Gesellschaft.

Besonders alarmierend ist dabei die politische Verantwortung Manuel Krauthausens. Er ist AfD-Abgeordneter aus Eschweiler, sitzt sowohl im Deutschen Bundestag als auch im Eschweiler Stadtrat. Antisemitismus und Rechtsradikalismus sind damit kein abstraktes oder fernes Problem, sondern konkret bei uns in Eschweiler vor Ort präsent.

Bereits im Jahr 2014 war Krauthausen durch rassistische WhatsApp-Chats aufgefallen. In der Folge musste er damals die Polizeischule wegen charakterlicher Nichteignung verlassen. Die aktuellen Vorfälle zeigen, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um ein wiederkehrendes Muster.

Das Eschweiler Bündnis für Demokratie ruft Politik, Zivilgesellschaft und alle demokratischen Kräfte dazu auf, antisemitischer Desinformation, Rassismus und rechtsextremer Ideologie entschieden entgegenzutreten. Demokratie lebt vom Widerspruch gegen Menschenfeindlichkeit – und vom gemeinsamen Einsatz für Solidarität, Vielfalt und Menschenwürde. 

Chris Wiese

Mir stonn zesamme für Demokratie!

Eschweiler Bündnis für Demokratie