30.04.2026
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Zuschlag für SC Berger Preuß – große Enttäuschung beim FC Eschweiler 2020 e. V.

Eschweiler. Der Bund hat entschieden, die Erneuerung des Kunstrasens bei SC Berger Preuß in Hastenrath im Rahmen seines Programms zur Sanierung kommunaler Sportstätten mit 252.000 Euro zu unterstützen.

Was für Jubel in Hastenrath sorgt, trifft in Dürwiß beim FC Eschweiler 2020 e. V. Trainer, Mitglieder und Eltern schwer. Dass der SC Berger Preuß eine gute Jugendarbeit leistet und den Zuschuss mehr als verdient hat, steht hier außer Frage, wie Eric Morsch, 1. Vorsitzender des FC Eschweiler 2020 e. V., betont. Aber auch sein Verein hat innerhalb der letzten drei Jahre einen enormen Zulauf erhalten und ist mit 600 Mitgliedern einer der größten Fußballvereine in der Region. Hier trainieren aktuell 478 Kinder.

Da wäre ein weiterer Kunstrasenplatz, der extrem belastbar und nahezu wetterunabhängig ist, dringend nötig. Deshalb hatte der FC Eschweiler sogar, um die Chancen bei der Vergabe der Fördermittel zu erhöhen, auf eigene Kosten ein Architektenbüro damit beauftragt, einen Antrag mit Kostenaufstellung, Barrierefreiheit und Bauzeiten zu erstellen. Leider liegt dieser gut ausgearbeitete Plan nun erst mal auf Eis, was bei den Verantwortlichen des FC Eschweiler für großes Rätselraten sorgt, da bereits in der Ausschreibung klar formuliert wurde, dass die genannten Faktoren zur Priorisierung von Projekten führen würden.

Aber auch wenn die Enttäuschung groß ist, wird der FC Eschweiler nicht aufgeben und nach anderen Wegen suchen, um die positive Entwicklung des Vereins weiter voranzutreiben, wie Morsch bestätigt.

In diesem Zusammenhang spricht Erich Morsch, der als Lehrer an der Liebfrauenschule tätig ist, die Situation der Vereine allgemein in Eschweiler an. Er betont, dass jeder Verein, egal ob Sport, Musik oder Kultur, eine wichtige Aufgabe in der sozialen Entwicklung besonders bei Kindern und Jugendlichen übernimmt. Ein Verein ist der Ort, wo Spaß und gemeinsame Interessen geteilt werden und viele Freundschaften entstehen.

Erich Morsch hofft daher, dass die Stadt Eschweiler die positiven Einflüsse der Vereine im Blick behält und dies bei den Zuschüssen trotz knapper Kasse berücksichtigt.

Gaby Römers