26.07.2020
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Die zugige Spanplattenkiste

Darin hausen viele Rollläden und haben - oft unbemerkt oder unterschätzt – einen nennenswerten Anteil an der Heizkostenrechnung. Der permanente Luftzug kühlt außerdem im Winter die umgebenden Flächen ab und kann so das Schimmelrisiko erhöhen.

Diese negative Wirkung haben nur Rollladenkästen, die in die Außenwand oder in die Fensterfläche integriert sind. Daher ist die beste Lage neuer Rollladen- oder Jalousienkästen auch außen vor der Wand. Zuerst sollte aber bei jedem Kasten überlegt werden: „Benutze ich den Rollladen überhaupt?“ Denn jeder stillgelegte Kasten ist eine kostengünstige und energiesparende Lösung.

Die Wärmeverluste über einen ungedämmten und undichten Kasten sind um ein Vielfaches höher als der „Einspareffekt“ über den geschlossenen Rollladen. Den Rollladen zur Wärmedämmung zu nutzen, ist lediglich bei sehr alten Fenstern sinnvoll und wirkt außerdem nur bei Windstille.

Aufgaben des Rollladens sind in erster Linie Sicht- und Sonnenschutz sowie Verdunklung. Je nach Ausführung kommt der Aspekt Einbruchschutz hinzu. Wenn also der Rollladen benötigt wird, sollte er auch in einem warmen Kasten liegen. Dazu sollte man alle Innenflächen mit Dämmplatten bekleben oder eine spezielle, biegbare Dämmplatte um den Rollladen legen und anschließend den Kasten rundherum mit Dichtstoff abdichten.

Noch weniger Zugluft kommt in die warme Stube, wenn die Gurtöffnungen verkleinert und mit Bürstendichtungen versehen werden. Elektrisch gesteuerte Rollladen sind grundsätzlich zu bevorzugen, weil hier keine Gurtöffnungen notwendig sind und ein automatisch gesteuerter Betrieb den Komfort erhöht. Ein neuer Rollladen braucht außerdem meist weniger Platz im Kasten und macht eine nachträgliche Dämmung eher möglich.  

Ein neuer, bereits gedämmter Kasten ist zusammen mit einem neuen Fenster eine gute Alternative.

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