30.07.2020
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Endlich wieder persönliche Beratung bei der AWO

Eine telefonische Beratung ist besser als keine Beratung - doch viel besser kann man im direkten persönlichem Gespräch helfen.

Eschweiler. Seit ca. 5 Wochen können endlich wieder persönliche Beratungen in der AWO Beratungsstelle für Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung durchgeführt werden.

Bedingt durch Corona konnten die Beratungen nur telefonisch erfolgen. Die Zahl der Schwangerschaftskonfliktberatungen ist dadurch im Vergleich zum Vorjahr nur wenig gesunken. Ein Schwangerschaftskonflikt kann nicht aufgeschoben werden und bedarf einer möglichst zeitnahen Beratung, damit die Frauen einen Schwangerschaftsabbruch in Rahmen der gesetzlichen Fristen machen können. Die Beraterinnen haben versucht die Frauen genauso intensiv und umfassend zu beraten wie in persönlichen Gesprächen. Allerdings ist es deutlich besser im direkten Kontakt zu beraten, da über Mimik und Gestik viel mehr erkennbar und vermittelbar ist und die Gespräche immer wieder auch andere Verläufe haben als in ausschließlich telefonischen Beratungen.  Die betroffenen Frauen wurden nicht allein gelassen und erhielten nach der Konfliktberatung auch die notwendige Beratungsbescheinigung, die einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ermöglichte.

Die Schwangerenberatung wurde ebenfalls telefonisch angeboten. Wenn es um reine Informationsberatungen zu Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld und andere rechtliche Fragen ging, waren die Beratungen mit weniger Mühe durchzuführen. Für viele Schwangere, die finanzielle Unterstützung durch die Bundesstiftung Mutter und Kind beantragen wollten oder konkrete Hilfe bei Antragstellungen z.B. im Jobcenter/ Kindergeld/Kindergeldzuschlag/Elterngeld benötigten, war die Beratungsmöglichkeit ohne persönlichen Kontakt deutlich aufwendiger und schwieriger.

Die Beratungen für Frauen und Männer bezüglich einer finanziellen Unterstützung durch den Verhütungsmittelfonds der StädteRegion Aachen konnten ebenfalls zum Teil telefonisch erfolgen.

Besonders schwierig waren die Beratungen in allen Bereichen für Frauen und Familien mit einem Migrations- oder Flüchtlingshintergrund. Zu den Beratungen sind oft Sprachmittler*innen notwendig. Dies erfordert in persönlichen Beratungsgesprächen schon eine hohe fachliche Kompetenz und Empathie für die Frauen und deren Anliegen. In den Monaten des Lockdowns mit den sehr veränderten eingeschränkten Beratungsbedingungen waren diese Beratungen nicht umsetzbar.

Aktuell ist die AWO Beratungsstelle für Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung wieder normal besetzt und geöffnet. Die Beratungsgespräche können unter Einhaltung der Abstandsregelungen und der entsprechenden Hygienevorschriften wieder persönlich stattfinden.

Auch die in den letzten Monaten ausgesetzten Gruppenveranstaltungen der AWO Beratungsstelle für Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung können ab sofort wieder unter den vorgegebenen und oben genannten Bedingungen angeboten werden.     Das sind ab August wieder regelmäßig einmal im Monat stattfindende Treffen mit Flüchtlingsfrauen. In Kooperation mit dem Storchenbiss e.V. die Infoveranstaltungen für werdende Eltern Was Wann Wieviel und der offene Alleinerziehenden Treff für Väter und Mütter. Dieser findet wieder ab Dienstag, den 04. August 2020 um 14.00 Uhr im Storchenbiss statt.

Auch Veranstaltungen zur Frühkindlichen Sexualpädagogik – Kinder schützen, stärken, begleiten - können wieder von Familienzentren, Kitas und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe in der StädteRegion Aachen gebucht werden. Diese Angebote richten sich an Fachkräfte in den Institutionen, sie können von Teams, Eltern und interessierten Organisationen angefragt werden.