29.07.2020
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Es hakt im Genehmigungsverfahren für das Rathausquartier

Eschweiler. Seit einigen Wochen herrscht Ruhe auf der zukünftigen Baustelle rund um das Eschweiler Rathaus. Die Abbrucharbeiten sind abgeschlossen und eigentlich sollten baldmöglichst die Bagger zum Ausheben der Baugrube anrücken. Wie ist der Stand der Dinge?

Die Filmpost hat dazu Bürgermeister Rudi Bertram gefragt!

Glücklich ist Rudi Bertram mit dem Stillstand vor dem Rathaus nicht.
„Die Bauaufsicht bei der StädteRegion Aachen ist nicht bereit, schon einmal Teile des bisher vorliegenden Bauantrags zu prüfen. Vor allem die Befreiungen vom Bebauungsplan könnte man schon vorab überprüfen, will dies aber erst tun, wenn der komplette Bauantrag mit den Ergänzungen um den nun doch geplanten Wohnraum vorliegt.“ Bertram hätte sich etwas mehr Unterstützung aus dieser Richtung gewünscht.
Der komplette, ergänzte Bauantrag liegt aber auch der Eschweiler Verwaltung noch nicht vor. Praktisch täglich wartet man auf die aktualisierten Unterlagen seitens des Investors Ten Brinke.

„Diese Verzögerungen ärgern mich schon sehr!“, betont Bertram „Ich finde es nicht gut, dass das gesamte Verfahren jetzt so massiv in den Wahlkampf hinein gezogen werden kann.“
Bertram hebt noch einmal nachdrücklich hervor, dass er sachliche Kritik an dem Projekt durchaus nachvollziehen kann. Er sieht aber keinen umsetz- und finanzierbaren Plan auf Seiten der hartnäckigen Kritiker. „Ich muss noch einmal betonen, dass der allergrößte Teil des Grundstücks eben nicht der Stadt gehört und der Eigentümer Rechte hat, die nicht einfach so aberkannt werden können.“

Eine Bitte um Stellungnahme der Städteregion Aachen zu diesem Vorgang wurde bis zum Redaktionsschluss der Print-Ausgabe der Filmpost KW31 nicht beantwortet.

Nachtrag: Siehe unseren Online-Artikel mit der nachträglichen Stellungnahme der StädteRegion