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Das Rathausquartier – Quell der Ruhe und des Schweigens

Eschweiler. Nun ist es ganz ruhig geworden im Schatten des Rathauses. Die Bagger, die das Citycenter abgerissen haben, und die Mitarbeiter der Abbruchfirma sind nicht mehr da. Es liegen immer noch Trümmerberge vor Ort, doch diese sollen beim Neubau verwendet werden.

Ansonsten tut sich offensichtlich nichts, bewegt sich gar nichts. Die Klagen gegen die Genehmigung der Bauvoranfrage gehen ihren juristischen Gang. Die Kläger haben vor wenigen Wochen umfangreichen Einblick in die Akten erhalten. Die Gegner des Gesamtprojekts sind sehr agil bei Facebook. Auf der Seite der Gruppe „Eschweiler Perspektive“ sind Risszeichnungen und Skizzen zu sehen, die die Größe des Baukörpers des geplanten Rathausquartiers verdeutlichen. Ansonsten gilt  anscheinend „Reden ist Silber – Schweigen ist Gold“.

Die zahlreichen Leser der Filmpost, die tagtäglich in der Redaktion anrufen, um zu erfragen, wie es denn nun aussieht und weiter geht in Sachen Bau hinter dem Rathaus, müssen damit leben, dass auch wir nicht mehr wissen.

Was hier passiert, hat absolut nichts mit dem an vielen Stellen immer wieder geäußerten Willen zu tun, die Bürgerinnen und Bürger „mitzunehmen“. Die Bürger, die Bürgerinnen stehen ratlos da. Sie wissen nichts wirklich. Gerüchte gibt es zuhauf. Keines davon belastbar oder auf den Wahrheitsgehalt ernsthaft zu überprüfen. Anstatt einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit breitet sich um das Thema Rathausquartier ein Mantel des Schweigens aus.

Wenn man dauerhafte Akzeptanz für das Rathausquartier in Eschweiler wirklich anstrebt, dann muss man - egal ob Stadtverwaltung, Politik, potenzieller Investor oder Grundstücksbesitzer - immer mal wieder einen Zwischenstand veröffentlichen. Auch wenn man nichts Neues zu sagen hat, so kann man auf diesem Weg zumindest zeigen, dass man etwas sagen möchte und eben nichts zu verheimlichen hat. Nur durch Offenheit und Glaubwürdigkeit gewinnt man Vertrauen, nachhaltiges Vertrauen! (Michael Uhr)