Eschweiler im Blick

Viva Paulo, Viva Pedro

Eschweiler. Wenn das nicht mal ein Zeichen für die gelungene Kombination von Tradition und Moderne ist. Seit 139 Jahren wird Eschweiler in der närrischen Zeit von einem „Prinzen Karneval“ regiert. Bei der Wahl des 84. Prinzen für die Session 2018/19 entschied sich der 19-köpfige Wahlausschuss in humoriger Einstimmigkeit für Paulo Mendes von der KG Blaue Funken Artillerie, die vor quälend langen 14 Jahren das vergangene Mal einen Prinzen stellen durfte. Als „höchst musikalisch, tänzerisch begabt und auch für den Kinderkarneval stets engagiert“ beschrieb Blaue Funken-Präsident Marc Engelhardt, teils in bestem Portugiesisch, die Qualitäten von Paulo und die seines Bruders Pedro, der als Zeremonienmeister tätig sein wird. Als um 20.28 Uhr die Entscheidung des Wahlausschusses offiziell wurde, konnten sich Paulo und Pedro ein Träne nicht verkneifen. Kurz danach strömten die Anhänger der KG Blaue Funken den Talbahnhof und gratulierten ihrem Prinzenpaar, gefolgt von weiteren Vertretern des Eschweiler Karnevals, die diesen Moment keinesfalls verpassen wollten.

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Europäischer Sozialpreis an Sabine Werth

Eschweiler. „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“, so ein Zitat, dass Peter Schöner vom Europaverein GPB an den Anfang seiner Rede zur diesjährigen Verleihung des Europäischen Sozialpreises stellte. Es mag verdeutlichen, dass politische Lethargie genauso zu Katastrophen führen kann, wie soziale Ungerechtigkeit. Sabine Werth, Gründerin der Tafel-Bewegung in Berlin, ist die würdige Trägerin des Europäischen Sozialpreises 2018. Die machte in ihrer Dankesrede vor allem darauf aufmerksam, dass die Verteilung von Lebensmitteln und mithin die Arbeit der Tafeln keinesfalls dazu geeignet sei, Armut zu beseitigen. Das sei Sache der Politik. Aber wo setzt man da an? Albert Hahn vom Vorstand des Europavereines lieferte in seiner Begründung zur Entscheidung für Sabine Werth stichhaltige Argumente, schloss aber ebenfalls mit der Forderung nach mehr Engagement gegen Armut und Benachteiligung.

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Die Kunst der Erinnerung

Eschweiler. Der verstorbene Dieter Eichelmann organisierte 16 Jahre lang die Herbst-Kunstausstellung im Zisterzienserinnenkloster in St. Jöris, nachdem er bereits 1998 bei „Wege zur Kunst“ fasziniert war von der Wirkung dieses außergewöhnlichen Ortes. Abseits jeder Hektik entwickelte sich unter Beteiligung regionaler
und überregionaler Künstler eine kleine Ausstellungs-Perle, die einen festen Platz im lokalen Kunstgeschehen einnimmt. Die nunmehr 17. Ausstellung mit dem Titel „Contacton“, die am vergangenen Freitag in St. Jöris eröffnet wurde, war dem Leben und Werk von Dieter Eichelmann gewidmet. „Contacton“ heißt in der Plansprache Esperanto soviel wie „Berührung“. Dies ist auch gleichzeitig der Name für eine Installation des Künstlers Alexander Göttmann.

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SAH: Absolut volles Haus

Eschweiler. Den Tag der offenen Tür am vergangenen Mittwoch im St.-Antonius-Hospital (SAH) anders als mit einem „vollen Erfolg“ zu bezeichnen, wäre gelogen. 165 Jahre jung wurde das SAH dieser Tage und Tausende Interessierter folgten der Einladung in die Dechant-Deckers-Straße, wo ein fleißiges Organisationsteam seit nahezu einem Jahr an der Vorbereitung des Großereignisses arbeitete. „Schon nach wenigen Stunden mussten wir einige Bereiche teilweise schließen, weil der Besucherandrang so hoch war“, erzählte uns SAH-Chef Elmar Wagenbach. „Eine maximale Wertschätzung gegenüber dem Hospital. Und nicht nur aus Neugierde, sondern weil offensichtlich viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt dem Haus sehr verbunden sind.“ Ein Motto der Veranstaltung lautete „Das Haus erlebbar machen“, mit etlichen Führungen, medizinischen Fachvorträgen, mit der Besichtigung des Heli-Ports auf dem Dach oder dem großen Organ-Zelt mit überdimensionalen begehbaren Modellen aus dem Innern des Körpers.

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