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Eschweiler Wiesn

Eschweiler. 3.400 Besucher, ungezählte Maßkrüge und eine Stimmungskanone nach der nächsten. Die Neuauflage der Eschweiler Wiesn ist vorbei. Bereits als man am Samstagabend mit Bürgermeister Rudi Bertram den Drieschplatz betrat, wurde deutlich, dass sich die Veranstalter um Michael Hilgers auch außerhalb des Festzeltes Gedanken gemacht hatten, wie man dem größten Oktoberfest der Indestadt bayrische Atmosphäre einhaucht. „Budenstadt“ war dabei eine lobende Anerkennung vom Bürgermeister – die reichte von Grillwurst, Dampfnudel und Co. bis zu Schießbude und Lebkuchenherzen. Betrat man aber erst einmal das Zelt, tauchte man ein in eine blau-weiße Welt. Die 360-Grad-Bühne in der Mitte positioniert, reihten sich zahllose Tisch- und Bankreihen bis in die hinterste Ecke, die in zwei Emporen mündeten.

So mutete es ein wenig wie bei einem Boxkampf an, als Bertram in den „Ring“ trat, um das Fass anzuschlagen – mühelos, denn schon nach zwei Hieben war der Jubel groß, das Bier floss und die Maßkrüge fanden ihre Wege zu den Tischen. Bereits zu früher Stunde waren die Reihen voll, am Samstag fanden sich bis zu 2000 fesche Madl und flotte Buam im Festzelt ein, um ein Bühnenprogramm zu genießen, das den Feierwütigen Ballermann, Schlager und Karneval bot. Der größte Act war wohl Kasalla, die im Vorhinein als Überraschungsheadliner vergleichsweise spät enthüllt wurden. Doch sowohl die Solo-Künstler, als auch die Bands verstanden es, das Oktoberfest zum Glühen zu bringen, obwohl sie nicht direkt aus Bayern kamen. Dies waren am Freitag, dem ersten Tag, Ina Colada, Miljö, Oli P. und Almklausi. Am Samstag gab Anna-Maria Zimmerman den Eisbrecher, neben ihr und Kasalla traten noch Druckluft und Anny auf.

Was über zwei Tage im Stundentakt variierte war das Bühnenprogramm, ansonsten hielt man an Konstanz fest. Die Ardotaler Musikanten sowie zwei DJs überbrückten stimmungsvoll die Pausen zwischen den anderen Künstlern, Moderator Engelhardt führte durch das Programm. Abseits der Bühne gab er zu, dass es irgendwie neu für ihn ist, dass er als Karnevalspräsident zum Fassanstich zwei Tage hintereinander die selbe Anmoderation durchführt.

Mit seiner doppelten Eröffnungsrede bedankte er sich bei allen, die das Fest ermöglichten: Neben dem Team um Michael Hilgers inklusive Service-Personal waren dies die Karnevalsgesellschaft Onjekauchde Röhe, die Stadt Eschweiler und die vielen Sponsoren. Vor allem das Autohaus Zittel, die Raiffeisen-Bank sowie Autoteile Reinartz zeigten sich spendabel, damit die Eschweiler ihre eigenen Wiesn genießen können. Doch nicht nur Indestädter fanden den Weg zum Drieschplatz, überregional und noch in den frühen Morgenstunden wurden Dirndl und Lederhosen auf dem Festplatz, aber ebenso in der Stadt gesichtet. (mah)

Zweimal schlug Bürgermeister Rudi Bertram zu, zweimal Fassanstich für zwei Tage Eschweiler Wiesn. Foto: Manuel Hauck

Fesche Madl und flotte Buam, beim Oktoberfest im Rheinland müssen es nicht unbedingt die Maßkrüge sein. Foto: Manuel Hauck

100.000 leuchtende Sterne brachte Anna-Maria Zimmermann zu den Eschweiler Wiesn. Foto: Manuel Hauck