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Herbstzeit ist Diskurszeit

Eschweiler. Die Oppositionsparteien im Stadtrat machen zurzeit deutlich, was ihnen in der aktuellen Lokalpolitik nicht so passt. CDU-Fraktionschef Willi Bündgens etwa ist mit der Darstellung überhaupt nicht einverstanden, Eschweiler zahle mehr an die Städteregion, als im Gegenzug an Leistungen dafür zurückkomme. Seiner Meinung nach entstehe ein grundlegend falsches Bild in Sachen Haushalt. Ein schwieriges Thema. Im Dschungel der Finanzpolitik gibt es leider kaum einfache Sachverhalte, die Bürgerinnen und Bürgern auf eine transparente Weise nähergebracht werden könnten. Die UWG versteht sich zwar nicht als klassische Oppositionspartei, appelliert aber nach wie vor an Verwaltung und alle Ratskollegen, die Finanzen weiterhin vernünftig und bodenständig zu planen. Die Grünen wiederum sehen ein großes Manko in der Verkehrsplanung des zukünftigen Rathaus-Quartieres und fordern die Erstellung eines Verkehrsgutachtens für die Wollenweberstraße. Hier müsse zusätzlich auch noch einmal der seit langem geforderte Rückbau der Indestraße ins Blickfeld genommen werden. Die Liberalen Frauen des Kreisverbandes schließlich beschäftigen sich mit dem Lebensgefühl auf dem Marktplatz, für viele immerhin die „Gute Stube der Stadt“. Sie sind der Meinung, dass der Marktplatz für Personen ohne Verzehrwunsch einfach nicht mehr zu benutzen sei. Das Gute an allen diesen unterschiedlichen Positionen ist, dass sie sich offensichtlich in Eschweiler noch diskutieren und entscheiden lassen, ohne dass irgendwelche extremen oder populistischen Ansichten eine Rolle spielen. Paul Santosi