Leserbriefe

    23.10.2020

    Leserbrief von Hannsgunter Bosselmann zu Straßen-/Kanalbauarbeiten im „Oberen Hag“

    Der dritte Versuch im „Oberen Hag“

    In der Vergangenheit bin ich nicht selten von Mitbürgern gefragt worden, ob denn jetzt alles bei uns im „Oberen Hag“ (Häuser 53-61) was bei den Straßen-/Kanalbauarbeiten vor ca. drei Jahren vermasselt worden sei, zwischenzeitlich behoben wurde. Das musste ich immer verneinen, es seien aber bereits zwei Verbesserungsversuche, leider ohne Erfolg, durchgeführt worden.

    Am 12.10.2020 erschien eine Firma aus Waldfeucht früh morgens dann bei uns auf dem Plateau und legte los, um nun im dritten Versuch die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Auf einen Anruf von mir beim Fachamt der Stadt erfuhr ich, dass dieses Mal von der gesamten Platzfläche (ca.450 m²) etwa 4 cm abgefräst, mit Kleber angespritzt und sie dann eine neue Decke mit einer widerstandsfähigeren Asphaltmischung erhalten werde. Ebenso werde die Profilierung dieser neuen Abdeckung verändert, da der Bestand den Anforderungen nicht genügt habe. Dadurch verkleinere sich auch das Einzugsgebiet für zwei Gullys im Bereich einer Tiefgarage. Gleichfalls werde eine vorhandene, ca. 2 cm hohe Schwelle, die bereits nachgebessert wurde, am Übergang zu dieser Tiefgarage diesmal um bis zu ca. 5 cm erhöht, um ein weiteres Eindringen von Niederschlagswasser bei entsprechenden Witterungsereignissen in diese zu verhindern.

    Zwischenzeitlich sind diese Arbeiten ausgeführt worden. Leider wieder nur so, dass nicht alle vorhandenen Möglichkeiten genutzt wurden, um das Überlaufrisiko zukünftig um ein weiteres gehöriges Maß zu reduzieren. Mit dem Einbau einer Aco Drainrinne (L: ca. 7 m) zwischen den beiden Gullys hätte man dies leicht erreichen können. Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen wird der Nachbar, wenn auch nicht so oft wie bisher, weiter darum bangen müssen, dass Niederschlagswasser von den Verkehrsflächen seine Tiefgarage unter Wasser setzt, denn die dort vorhandenen zwei Gullys wurden nicht verändert und blockierendes Schwemmgut (wie z.B. Blätter, Äste, Grünwuchs u. dgl.) wird auch weiterhin anfallen.

    Ist damit ein vierter Verbesserungsversuch vorprogrammiert? Hätte man vor ca. drei Jahren die hier besonderen Verhältnisse beachtet und dementsprechend professionell geplant und gearbeitet, dann hätte man den Wasserablauf von den Grundstücksrändern über die Platzmitte abgeleitet. Dann hätte das Überlaufrisiko erst gar nicht bestanden.

    In dem Artikel „Regenwasser soll jetzt endlich richtig ablaufen“ der örtlichen Tagespresse vom 16.10.20020 waren Äußerungen des o.g. Fachamtes zu dem Geschehnissen zu lesen. Grundsätzlich wird erklärt, dass die Stadt alles richtig gemacht habe. Den notwendigen Straßenbelag habe man Richtlinien entnommen. Weiter heißt es: “Doch offensichtlich reichte „Im Hag“ die angegebene Belastungsklasse nicht aus. Das sei zu Beginn nicht absehbar gewesen […] “. Unsinn, denn man konnte bei den Planungsarbeiten schon genau wissen, was sich hier oben in Zukunft abspielt. Die Misere des Wasserzulaufes in die Tiefgarage meines Nachbarn wurde in dem Artikel überraschenderweise gar nicht erwähnt. Wahrscheinlich ist diese inzwischen selbst den Verantwortlichen peinlich.

    Die zukünftigen Witterungsereignisse werden zeigen, wie lange die jetzt geschaffenen Verhältnisse den Anforderungen genügen. Im Falle eines Falles wird dann der Nachbar wieder die Antwort erhalten:“ Die ausgeführten Baumaßnahmen genügen den technischen Richtlinien“.

    Leider werden hier wieder mal nicht die für die falsche Planung Verantwortlichen zur Kasse gebeten, sondern die Korrektur der vermeidbaren Fehler zahlt mitunter der Steuerzahler. Grundsätzlich, aber insbesondere in Zeiten von Covid-19, wo Gelder knapp sind und für wirklich wichtige Geschehnisse benötigt werden, ist dies als Katastrophe zu werten.

    Hannsgunter Bosselmann

    19.10.2020

    Leserbrief von Carmen Lehmann-Kadrolli Artikel „Berndt führt die CDU-Fraktion im Stadtrat“ vom 14.10.2020

    Mit Erstaunen habe ich die Aussage des neuen Fraktionsvorsitzenden der CDU Wilfried Berndt zur Kenntnis genommen, mit der er betont, dass er als möglichen Koalitionspartner ausdrücklich die AfD herausnehme, da er mit dieser keine Diskussionsgrundlage akzeptiere.

    Ich bin weder CDU- noch AfD-Wähler, frage mich aber als Bürger dieser Stadt und dieses Landes, wie es möglich ist, als Fraktionsvorsitzender einer großen Partei eine solche Aussage zu tätigen.

    Habe ich etwas verpasst: Bei der AfD handelt es sich doch um eine demokratisch gewählte Partei, die ihre Legitimation somit vom Volke hat. Das heißt, viele Bürger dieser Stadt haben sich offensichtlich dazu entschieden, diese Partei zu wählen, damit ihre Interessen best möglichst durch diese vertreten werden.

    Ich fürchte, Herr Berndt hat das Demokratieprinzip nicht ganz verstanden, wenn er bereits im Vorfeld versucht, diese Partei zu delegitimieren.

    Hat Herr Berndt sich schon mal Gedanken darüber gemacht, wie eine solche Aussage bei den AfD-Wählern ankommt? Haben diese Bürger in Eschweiler keine Stimme, werden deren Anliegen bei Entscheidungen von vorne herein nicht berücksichtigt, da jegliche Diskussionsgrundlage fehlt.

    In einer Demokratie wünsche ich mir gerade in Zeiten der Digitalisierung, des Klimawandels und nicht zuletzt von Corona und vielen andern Herausforderungen eine grundsätzliche Kooperationsbereitschaft zur Zusammenarbeit aller gewählten Parteien zum Wohle des Volkes und unseres Landes.

    Ihnen, Herr Berndt, wünsche ich ein bisschen mehr Selbstreflexion, die sich nicht darin erschöpft, das für Sie unbefriedigende Wahlergebnis schwerpunktmäßig an der Aufstellung eines unabhängigen Kandidaten festzumachen. Vielleicht geben ja auch abgewanderte Wähler einen Hinweis auf mögliche Versäumnisse und Fehler in Ihrer Partei.

    Wäre schön, wenn Sie Ihre grundsätzliche Ablehnung gegenüber einer demokratisch gewählten Partei nochmals überdenken und sich somit auch wieder dem Leitbild Ihrer Partei und den Grundsätzen einer Demokratie annähern.

    Carmen Lehmann-Kadrolli

    22.09.2020

    Leserbrief von Stefan Lausberg zur Kommunalwahl 2020

    Zunächst möchte ich allen Kandidaten, Parteien und Wählervereinigungen zu ihren Wahlerfolgen gratulieren auch, wenn manche schon meinen, sich als Wahlgewinner zu küren, wenn sie gegenüber der letzten Wahl nur moderat an Stimmen verloren haben. Auch möchte ich den mehr als 50% der wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen danken, dass sie zur Wahl gegangen sind und ihr Kreuz auf dem Wahlschein gemacht haben. Aber insbesondere möchte ich die knapp 50% der Wahlberechtigten ansprechen, die nicht zur Wahl gegangen sind.

    Der ein oder andere wird bestimmt gute Gründe vorbringen können. Wenn ich aber sehe, welche Probleme fast jede einzelne Kommune in der StädteRegion Aachen hat (Haushaltsdefizite, Rathaus-Quartier/Rückbau Indestr. in Eschweiler, Innerstädtischer Ausbau in Alsdorf, Ordnung und Sicherheit etc.) frage ich mich, in welcher Welt diese Nichtwähler leben und welche Wahl-Ignoranz sie umtreibt.

    Es ist ein Grundrecht wählen zu dürfen. Natürlich ist es auch das Recht jedes Einzelnen, nicht wählen zu gehen. Jedoch kann man nur dann etwas bewegen, wenn man sich bewegt. Nach den Wahlen erfolgt dann wiederum das ewige Gejammer über die o.a. Probleme und ihr hättet ja doch nichts ändern können. Nein, falsch ! Ihr hättet etwas ändern können. Wenn Ihr zur Wahl gegangen wärt und dort in Form eines Kreuzes Eure Meinung abgegeben hättet, wäre zumindest Eure Ansicht vertreten gewesen und vielleicht hätte es in dem ein oder anderen Fall zu einer Bewegung geführt.

    So aber werdet Ihr Euch bei Eurem nächsten Gejammer entweder Euch selbst die Frage stellen oder sie Euch gefallen lassen müssen: Habe ich / Hast Du gewählt?

    Stefan Lausberg

    21.09.2020

    Leserbrief von Marijke Düttmann zum Leserbrief von Brigitte Averdung-Häfner vom 15.09.2020

    Wenn eine Person persönlich seine eigene Meinung in einem Leserbrief kundtut, so ist das verständlich und legitim.

    Wenn sich aber in der Eschweiler Gesellschaft eine Wählergruppe bildet, und in dieser Gruppe Äußerungen, Diffamierungen, Beleidigungen und „Eigene Meinungen“ öffentlich in einem Sensibilisierungszirkel in einem Podcast ausgesprochen, als auch in Printmedien geschrieben werden, so tätigt man diese nicht mehr als bekannte Geschäftsfrau und Künstlerin, sondern im allgemeinen Einverständnis aller Mitstreiter der BASIS! Darunter auch ein, in den Stadtrat gewählter Kriminalpolizist i.R., mit offenbar wenig Beratungspotenzial.

    Ohne zu hinterfragen, trotz Bedrohungen und ohne Kritik aus den eigenen Reihen, wird in diesem Leserbrief, anders als in dieser sogenannten „lockeren Gesprächsrunde“ nicht mit Wortgewalt, sondern in einem braunen Prosawerk, weiter provoziert.

    Zitat:

    „Ich möchte nämlich bestimmte Bezeichnungen gar nicht mehr verwenden, da ich gerade erlebe, dass schon alleine mit dem Ausspruch eines gewissen Stückes Stoff eine ganze Gruppe von Menschen in Schnappatmung gerät.“

    Wie groß muss wohl die Angst um die Familie sein, wenn Personenschutz angefordert wird, und diesen auch folgerichtig bekommt?

    Was aber fühlt ein Polizist, der beauftragt worden ist, diese Menschen zu beschützen?

    Und was denkt wohl dieser diensttuende Schutzbeamte, wenn er in Folge mit weiteren Provokationen einer „Schutzsuchenden“ in einem ellenlangen egozentrischen Leserbrief in einer - künstlerischen Bildsprache (!?) - konfrontiert wird???

    Zitat:

    „Als Frau und Künstlerin verwende ich gerne Metaphern. Ich liebe die Bildsprache, unterstrichen auch durch Verstärkungen bis hin zur sprachlichen Provokation. Manchmal braucht es Verstärker, um in dieser Welt voller Chaos und Katastrophen überhaupt Gehör zu bekommen.“ und weiter: „Als emphatisches Wesen und mit „meinem Wissen“ und „meinem Verständnis“ hatte und hat das natürlich ganz viel Konsequenz.“

    Aber leider erlebt man mitten in Eschweiler für Meinungsäußerungen (auch wenn sie provokant sind) Morddrohungen und benötigt sogar Polizeischutz.

    Der Polizist (in Uniform*!) gerät in „Schnappatmung“, erinnert sich aber sofort an die Worte des Bundespräsidenten, der nach dem Anschlag auf die Synagoge sagte: „Man muss aktiv ein Antirassist sein“ und er fängt an, kritisch über das Geschehen nach zu denken.

    Das macht ihn stark.

    Marijke Düttmann

    18.09.2020

    Leserbrief von Karo Schreurs zu Frau Averdung-Häfner

    Frau Averdung-Häfner,

    vorab sei klargestellt, dass ich die Drohungen gegen Sie und Ihre Familie für absolut schlimm, unerträglich und völlig inakzeptabel halte ! Das darf es nirgendwo geben und zeigt eine Verrohung in unserer Gesellschaft.

    Ich finde es gut, wenn Sie durch Ihren Leserbrief erklären, was Ihre Vorstellungen und Ansichten sind. Sie zeugen von dem aufrichtigen Willen, eine andere Kultur verstehen zu wollen.

    Ich habe Ihren podcast nicht gehört und die ganze Diskussion bisher nicht verfolgt. Sollte es aber stimmen, dass Sie Hakenkreuz T-Shirts und Kopftücher miteinander verglichen haben, dann kann ich nur sagen : Niemals ! Das ist nicht provokant, das ist geschmacklos ! Auch Provokation hat ihre Grenzen – hier ist sie eindeutig überschritten.

    Und dennoch : ich kann Ihre Ausführungen im Kern sehr gut nachvollziehen ! Während meiner langen Berufstätigkeit habe ich einige eigene Erlebnisse gehabt und Schilderungen von herabsetzenden Kommentaren zu westlicher Lebensweise gehört und u.a. zu meiner Rolle als Frau in höhergestellter Position, – aber den resoluten Schluss, den Sie ziehen, „Kopftuch = Unterdrückung“ würde ich mich nicht trauen, zu ziehen.

    Denn aus einigen kritischen Fernsehberichten kenne ich auch die leidenschaftlich vertretene Haltung junger Musliminnen, dass Sie z.B. auch das Kopftuch mit Überzeugung tragen, als Symbol ihres Glaubens, als Zeichen, dass sie es als „Trotz“ zum Zeichen für die westliche Welt tragen, sich nichts, aber auch wirklich gar nichts vorschreiben zu lassen, eben WEIL sie unabhängig und emanzipiert seien….Das sagen selbstbewußte, geschminkte Frauen von den Stufen ihrer Hochschule herab oder auch die Ladenbesitzerin XY. Leider kann ich die Quelle nicht mehr erinnern – aber ich meine, auch das gehört zum Thema dazu.

    Sie sind leidenschaftlich, Frau Averdung-Häfner und kämpferisch – welch gute Voraussetzung, etwas verändern zu können ! Und wo Mädchen und Frauen schon früh in Selbstlosigkeit und Unterdrückung leben müssen, von Bildung ferngehalten werden, haben Sie im Kampf dagegen meine ganze Solidarität ! Das aber vom Tragen oder Nichttragen eines Kopftuches abhängig zu machen, ist zu m.E. kurz gedacht. Und durch „heftige“ Wortwahl oder Provokationen schaden Sie „Ihrer“ Sache, wenn ich das so sagen darf. Es ruft Widerstand und Missverstehen, Wut und ein Gefühl von Bevormundung hervor.

    Ich bin voller Anerkennung für Ihr Engagement für Flüchtlingsfamilien seinerzeit – das, denke ich, haben viele ihrer KritikerInnen nicht im Ansatz gemacht.

    Karo Schreurs

    17.09.2020

    Leserbrief von Joachim Röhrig zu Brigitte Averdung-Häfner

    Frau Averdung-Häfners zum Fremdschämen anregenden Zitatenfundus über Trägerinnen des muslimischen Kopftuches möchte ich hier im Detail nicht wieder hervorkramen. Ihn kennt inzwischen ohnehin halb Eschweiler.

    Ich möchte aber auf die gesellschaftspolitisch brandgefährlichen Wirkungen von Frau Averdung-Häfners Äußerungen hinweisen. Der Zündstoff ergibt sich daraus, dass die Frau, die sich in Leserbriefen und im Netz so abfällig über Menschen muslimischen Glaubens äußert, eben keine Bürgerin von vielen ist - sondern eine Frau, die als engagierte Ehrenamtlerin, renommierte Fotografin, namhafte Geschäftsfrau und nicht zuletzt als Trägerin des Europäischen Sozialpreises in Eschweiler hohen Bekanntheitsgrad und großes Ansehen genießt.

    Das bedeutet aber auch, dass man Äußerungen von Frau Averdung-Häfner nicht einfach als Privatmeinung von Lieschen Müller (sorry, Lieschen!) abtun kann. Ihr Wort hat Gewicht in unserer Stadt. Und Gewicht haben folglich auch ihre pauschal diskriminierenden Worte über eine ganze hier lebende Bevölkerungsgruppe.

    In Eschweiler leben in erster, zweiter oder auch schon dritter Generation viele Hundert Musliminnen und Muslime, die zu einem großen Teil bei uns geboren und aufgewachsen sind. Sie haben hier den Kindergarten und die Schule besucht, eine Ausbildung oder ein Studium gemacht. Sie haben sich hier Existenzen aufgebaut, bringen sich in Vereinen und der Kommunalpolitik ein. Wie unter Christ*innen gibt es auch unter Muslim*innen böse Menschen. Aber die allermeisten von ihnen gehen – mit oder ohne Kopftuch – ruhig und friedlich ihrer Wege und haben sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Gerade viele Jüngere dürften Eschweiler als ihre erste Heimat betrachten.

    Was mögen diese Menschen empfinden, wenn eine honorige Persönlichkeit wie Frau Averdung-Häfner all jene von ihnen, die ein Kopftuch tragen, samt ihren Ehepartnern pauschal zur gesellschaftlichen Problemgruppe erklärt und sie alle nur wegen des Kopftuches als „radikale Rassisten“ bezeichnet, mit denen sie nicht an einem Tisch sitzen, mit denen sie nicht ins gleiche Schwimmbad gehen und mit denen sie auch sonst nichts zu tun haben möchte?

    Schlimmer noch: Was mögen diese Menschen empfinden, wenn sie hören, dass ausgerechnet die Frau, von der sie alle in so bösartiger Weise ausgegrenzt werden, mit dem Europäischen Sozialpreis geehrt worden ist und ihn wohl auch behalten darf – und dies in einer Stadt, die an jedem Ortseingang bekundet, dass „Eschweiler keinen Platz für Rassismus hat“?

    Und dann gibt es leider auch in Eschweiler noch diejenigen, die rechtsradikalem und migrantenfeindlichem Gedankengut anhängen – und die genau das denken, was Frau Averdung-Häfner laut ausspricht und medial verbreitet. Was nun mögen diese Rechtsradikalen denken, wenn sie hören, dass man/frau sich in Eschweiler ganz offen islamfeindlich äußern und trotzdem mit dem Europäischen Sozialpreis unter dem Arm durch die Stadt laufen darf? Meine Befürchtung: Diese Leute werden gerade einen innerlichen Reichsparteitag feiern: Wenn die hochgeschätzte Frau Sozialpreisträgerin in aller Öffentlichkeit so reden darf, dann dürfen wir das ja wohl auch.

    Kurzum: Frau Averdung-Häfners Äußerungen sind geeignet, Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen muslimischen Glaubens hier bei uns in Eschweiler akzeptabel und gesellschaftsfähig zu machen. Genau dies ist der entscheidende und gefährliche Punkt. Darüber sollte auch Peter Schöner als Vorsitzender jenes Vereins, der den Europapreis „verleiht“ und ihn folglich auch zurückverlangen könnte, sehr ernsthaft nachdenken.

    Einigermaßen fassungslos macht Averdung-Häfners veröffentlichte Reaktion auf die Kritik an ihren Äußerungen. Nicht eine einzige Silbe des Bedauerns darüber, dass sie vielleicht zu weit gegangen ist. Nicht eine einzige Silbe darüber, dass es ihr Leid tue, falls sie Menschen anderen Glaubens in ihren Gefühlen verletzt haben sollte.

    Stattdessen nur langatmige Rechtfertigungsversuche, peinliches Eigenlob und der völlig aberwitzige Ansatz, ihre Äußerungen als wertvollen emanzipatorischen Beitrag im Kampf gegen die Unterdrückung der (muslimischen) Frau zu verorten. Ja, was denn nun, Frau Averdung-Häfner: Sind Frauen mit Kopftuch Opfer von Unterdrückung, oder sind sie und ihre Ehepartner „alles radikale Rassisten“?

    Nur noch komisch wird es, wenn Averdung-Häfner ihre Äußerungen auch noch als rhetorisches Meisterwerk zu verkaufen versucht. Wie auf einer Vernissage schwafelt sie über künstlerische Bildsprache, Metaphorik und Sprachverstärkung, die manchmal nötig sei, um in einer Welt voller Chaos Gehör zu finden. Dazu fällt einem vor Lachen dann wirklich nichts mehr ein.

    Joachim Röhrig

    17.09.2020

    Leserbrief von Gaby Pieta zum Leserbrief von Brigitte Averdung-Häfner vom 15.09.2020

    Dass ich älter bin, als Frau Averdung-Häfner ist mir schon klar. Dass ich aber zur Generation ihrer Vorfahren (ich hätte ja Vorfahrinnen bevorzugt) gehöre, erstaunt mich nun doch. Da ich aber zu der Generation Frauen gehöre, die für Frauenrechte gekämpft hat und es noch tut, gehöre ich wohl zu den genannten Vorfahren.

    Ich bin keine Künstlerin und kenne mich kaum mit Bildsprache aus. Ich wurde nur durch meine Mutter auf die Signalwirkung von Miniröcken und Dekolletees hingewiesen. Womit ich mich aber einigermaßen auskenne, ist Sprache. Und deshalb weiß ich, dass Worte neben der Denotation (Duden: Sachbedeutung) auch eine Konnotation (Duden: mit dem Wort verbundene zusätzliche Vorstellung) haben. In diesem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass die Konnotation von “Hakenkreuz” mit der von “Kopftuch” (oh, jetzt habe ich das böse Wort in die Maschine getippt) nicht zu vergleichen ist.

    Und weil ich eine berufstätige Frau war und Kinder und Enkel habe und Politik mache und für gleiches Geld für gleiche Arbeit kämpfe und, und ..., hatte und habe ich keine Zeit nachts durch die Kneipen zu ziehen. Ich habe Muslime und Muslima in anderen Bereichen kennengelernt. Z.B. habe ich mehr muslimische Mädchen zum Abitur geführt, als in meinem Jahrgang Eschweiler Mädchen auf das Gymnasium gingen. Aber ich bin ja auch antiquiert, fast antik.

    Ja, es gibt unterdrückte Muslima. Aber was ist mit häuslicher Gewalt in der viel gerühmten westlichen Kultur? Gibt es ein Kleidungsstück, das diese anzeigt? Wohl eher nicht. Genauso wenig wie ein Kopftuch a priori Unterdrückung anzeigt.

    Auch stellt sich mir die Frage: ist unser westlicher Kleidungsstil nicht auch eine Art Uniform? Müssen Mädchen und Frauen nicht einer sehr engen Norm entsprechen, um als schön zu gelten?

    Der relativ neue Begriff “Influencer” legt das jedenfalls nahe. Aber ich kenn mich ja, wie gesagt, nur mit sprachlichen Zeichen aus.

    Auch wenn ich Frau Averdung-Häfners Einschätzung zu den Grenzen der Meinungsfreiheit nicht teile, möchte ich doch versichern, dass ich Drohungen und Sachbeschädigung rigoros ablehne.

    Liebe Frau Averdung-Häfner, eine alte grüne Emanze lädt Sie ein zu einem rationalen Diskurs über Frauenrechte.

    Gaby Pieta

    16.09.2020

    Leserbrief von Nadja El-Ammarine zum Thema Kopftuch-Podcast

    Gedanken zum überaus unsensiblen Sensibilisierungszirkel von Frau Averdung-Häfner

    Während ich den Gesprächsteilnehmern des Sensibilisierungszirkels zuhörte, fragte ich mich, wofür oder wogegen dieser Sensibilisierungszirkel eigentlich sensibilisieren möchte. Mit fortschreitendem Audio nahm mein Erstaunen zu, nicht etwa wegen der Inhalte des Gespräches, auch nicht wegen der Art und Weise, denn solche Stimmen gibt es in Deutschland viele. Der Grund meines Staunens über Frau Averdungs Äußerungen liegt vielmehr in der Tatsache, dass diese menschenverachtenden und respektlosen Äußerungen aus dem Munde eines Menschen stammen, der mit dem Europäischen Sozialpreis ausgezeichnet wurde! Ich frage mich wie es möglich ist, sich für ein Europa des Friedens, der Toleranz und Solidarität einzusetzen und zugleich einen unübersehbaren Teil europäischer Realität zu diffamieren, zu beleidigen und mit Symbolen menschenverachtender, verbrecherischer Politik – wie dem Nationalsozialismus – gleichzusetzen?! Wie kann auf dem Boden von Volksverhetzung und rassistisch motiviertem Hass Frieden und Toleranz entstehen?

    Frau Averdung möchte in ihrer pädagogisch-therapeutischen Beratung Menschen helfen “besser mit sich und anderen umzugehen“ (s. Homepage Councelor Brigitte Averdung-Häfner); dabei drängt sich mir die Frage auf, wie jemand mit einer derart menschenverachtenden und rassistischen Haltung anderen Menschen helfen kann, ein solches Ziel zu verwirklichen. Die Glaubwürdigkeit und Professionalität eines Therapeuten misst sich vor allem an seiner Authentizität!

    Es ist eine eurozentrische Arroganz sondergleichen sich als Außenstehende anzumaßen über etwas zu urteilen, von dem man keine Ahnung hat, also bei allen Beteuerungen von Kopftuch tragenden Frauen nicht unterdrückt zu sein, darauf zu bestehen doch unterdrückt zu sein.

    Ich kenne Frau Averdungs Biographie zwar nicht, aber ihre unsachliche, menschenverachtende und volksverhetzende Art über Kopftuch tragende Frauen zu sprechen, zum Beispiel, wenn sie die Sichtbarkeit von Frauen mit Kopftuch im öffentlichen Leben als (...) "rumrennen" bezeichnet, legen die Vermutung nahe, dass sie selbst in ihrer Weiblichkeit missachtet und Opfer sexistisch motivierter Diskriminierung wurde, so dass Kopftuchträgerinnen offensichtlich eine Projektionsfläche für sie darstellen. Seelisch ausgeglichene und selbstbewusste Persönlichkeiten haben es nicht nötig, sich über Menschen mit anderen Haltungen so abwertend auszulassen.

    Wer sich Respekt und Toleranz auf die Fahne schreibt, der sollte seiner eigenen Glaubwürdigkeit zuliebe mit gutem Beispiel vorangehen!

    Der Gipfel der Ignoranz aber besteht darin, haltlose Behauptungen ohne geringstes Hintergrundwissen aufzustellen! Wenn Frau Averdung behauptet, dass Frauen ohne Kopftuch in den islamischen Ländern für das Nichtragen des Kopftuches bestraft würden, dann beweist sie damit nur, noch nie über den geographischen Tellerrand Europas gesehen zu haben; denn sonst wüsste sie, dass Frauen ohne Kopftuch und leicht bekleidet in Ländern wie Syrien, Jordanien, Libanon, Ägypten, Libyen, Dubai, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei.... zum alltäglichen Straßenbild gehören! Bedeckte wie unbedeckte Frauen leben in all diesen Ländern ungeachtet der quantitativen Sichtbarkeit von Haut und Haaren friedlich zusammen. Selbst innerhalb einer Familie gibt es solche und solche…tatsächlich gibt es in den von Europa als undemokratisch, intolerant und rückständig abgestempelten Ländern mehr gelebten Pluralismus und Toleranz als in den Teilen der Welt, die sich die Aufklärung und Entwicklung der Entwicklungsländer zur samariterlichen Aufgabe gemacht haben.

    Als deutsche, muslimische, kopftuchtragende Frau mit Migrationshintergrund und einer erfolgreichen akademischen Laufbahn verdanke ich diesem Land meine Bildung und die Überzeugung, dass Menschen bei aufrichtigem Interesse einander wertschätzend und unvoreingenommen begegnen können und dies für eine Gesellschaft eine große Bereicherung sein kann. Die vielen konstruktiven, bereichernden und durchaus kontroversen Diskussionen mit andersgläubigen und andersdenkenden Menschen haben meinen Horizont erweitert, meine Empathiefähigkeit erhöht, meine tiefe Verbundenheit zu diesem Land gestärkt und nicht zuletzt mich in meiner islamischen Identität gefestigt.

    Dies sagen zu können empfinde ich als große Bereicherung für mich persönlich und für die Gesellschaft, in der ich lebe und bin daher sehr froh, dass in unserem Land trotz aller Hetzkampagnen und Feindseligkeit gegenüber Muslimen und insbesondere sichtbaren Muslimen, die Zahl der wohlwollenden, wertschätzenden und aufrichtigen Befürwortern einer pluralistischen Gesellschaft, in der sich ihre Bürger in ihrer Verschiedenheit respektvoll und mit aufrichtigem Interesse aneinander begegnen können, überwiegt.

    Was unsere Gesellschaft dringend braucht ist echte Dialogfähigkeit auf Augenhöhe; diese allerdings setzt Offenheit, Empathiefähigkeit und ein gewisses Maß an Demut voraus, was in den Ausführungen von Frau Averdung vergeblich gesucht wird.

    Solange es Menschen wie Frau Averdung gibt, bleiben Werte wie Respekt, Toleranz, Solidarität und Integration leere Phrasen mit Alibi Funktion!

    Bürger mit einer derartigen Gesinnung sind ein Armutszeugnis für eine Stadt mit einem Ortseingangsschild, auf dem beteuert wird „Eschweiler hat keinen Platz für Rassismus“.

    Ich möchte Frau Averdung dazu auffordern, ihrer eigenen Aufforderung „an der Gestaltung unseres Lebensraumes und unseres friedlichen Miteinanders mitzuwirken“, in dem sie beispielsweise MIT den Kopftuchträgerinnen anstatt ÜBER sie spricht; ihre volksverhetzenden, rassistischen Äußerungen sind dabei eher kontraproduktiv.

    Nadja El-Ammarine

    15.09.2020

    Leserbrief von Brigitte Averdung-Häfner zum Thema Kopftuch Podcast

    Was sind westliche und weltoffene Werte der Frau? Wie lebte die Frau hier in den 80er Jahren, wie lebt sie jetzt? Hat sich das Frauenbild verändert? Welche Faktoren haben dazu geführt? Was sind Frauenrechte, sind diese für alle Frauen gleich? Gibt es Schranken, Einschränkungen, wenn ja, sind diese für alle Frauen gleich? Welche Zeichen haben das freiheitliche Frauenbild in den letzten Jahrzehnten beeinflusst bis eingeschränkt? Was darf Frau und was kommt beim Gegenüber an? Ich persönlich erlebe heute eine starke Spaltung in der Welt der Frau! Eine wesentliche „Einteilung“ geht äußerlich über den Bekleidungsstil, der religiöse Merkmale/Zugehörigkeiten/Lebensweisen verdeutlicht. Darf ich das religiöse Uniformierung nennen? Ich möchte nämlich bestimmte Bezeichnungen gar nicht mehr verwenden, da ich gerade erlebe, dass schon alleine mit dem Ausspruch eines gewissen Stückes Stoff eine ganze Gruppe von Menschen in Schnappatmung gerät.

    Als Frau und Künstlerin verwende ich gerne Metaphern. Ich liebe die Bildsprache, unterstrichen auch durch Verstärkungen bis hin zur sprachlichen Provokation. Manchmal braucht es Verstärker, um in dieser Welt voller Chaos und Katastrophen überhaupt Gehör zu bekommen. Zurück zum Frauenbild und zur Gleichberechtigung: Derzeit erlebe ich die größte Unterteilung in der Frauenwelt bzw. im Frauenbild nicht in dünn bis dick, jung oder alt, sondern in religiös Uniformierte (und ich bleibe wieder hier hängen mit der Frage, ob vielleicht Uniformierte doch wieder zu hart klingt, beruhige mich aber selber, da Polizei bis Feuerwehr ja auch Uniformierte sind und sogar Stewardessen) und auf der anderen Seite westlich gekleidete Frauen. Ich gehöre der Gruppe der nach westlichen Werten aufgewachsen Frauen an. Für mich sind meine Vorfahren auf die Straße gegangen, haben für Freiheit, die hier auch durch den freien und nichtuniformierten Kleidungsstil verkörpert wird, gekämpft und gestritten. Wer erinnert sich, dass man Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland keinen Knöchel, einschließlich Ellenbogen und Handgelenkknöchel, geschweige denn Fußknöchel zeigen und sehen durfte?

    Für mich ist eine wohlwollende Haltung mein Glaube, nach dem ich lebe. Für meine Haltung gibt es keinen exakten Beipackzettel. Früher konnte ich ungestört mit meiner Kamera überall hin, mich mit sämtlichen Leute offen und fröhlich auch über ernste Themen des Daseins auseinandersetzen. Ich fühlte mich frei und fröhlich. Sogar frech durfte ich sein! Ich hatte Spaß am Leben und ganz viele männliche Freunde und Bekannte, darunter auch viele Homosexuelle und europäische „Ausländer“ an allen Theken und Kneipen der Region. Ich tanzte durch das Leben, immer mit meiner Kamera im Gepäck. Ich ging unbeschwert zum türkischen Gemüsehändler im nahe gelegenen „CityCenter“ Gemüse einkaufen und redete und lachte mit den heranwachsenden Söhnen der Inhaberfamilie. Irgendwann lernte ich in einer Kneipe einen Mann kennen, wir kamen ins Gespräch, er war dann häufiger in den gleichen Lokalen wie meine Freunde, Cliquen und ich. Wir begegneten ihm freundlich und sahen ihn als einen von uns. Er erzählte mir, dass er zwei kleine Kinder habe und ein Familien-Fotoshooting buchen möchte, wir vereinbarten einen Termin. Zuvor, es war die Zeit vor C. , als man sich noch mit Handschlag begrüßte, hatte er uns alle immer, für mich damals noch normal, gleichwertig mit Handschlag begrüßt, wenn wir uns in der Kneipe begegneten. Es kam der Tag des Fotoshootings. Ich hatte mir bislang gar keine Gedanken über seine Frau gemacht, ging aber wahrscheinlich aus meinem Vorurteil heraus davon aus, dass sie westlich sei, da er sich uns gegenüber auch westlich dargestellt hatte. Er kam also ins Fotostudio mit Frau und Kindern und ich erblickte an ihr eine schwarze Uniform bis zum Boden. Ok. Mein Cousin, der oft an meiner Seite war, auch auf den nächtlichen Streifzügen und den Herren auch daher kannte, war gerade zu Besuch bei mir. Freundlich und offen wie immer ging er auf die Frau unseres gemeinsamen Bekannten zu und reichte ihr zur Begrüßung die Hand. Die Frau drehte sich zur Seite und sagte bestimmend „ich darf Männern nicht die Hand geben“.  Meine erste selbst erlebte Begebenheiten mit der anders denkenden und anders lebenden Frauenwelt. Ich besorgte mir natürlich sofort jede Menge Lektüren, um mich über diese Sitten und Gebräuche zu informieren. Ich glaube, zu dem Zeitpunkt hatte ich weder Handy noch Google. Was ich alles fand, verblüffte mich und war mit Sicherheit der Grundstein für die Veränderung und auch für die Spaltung zwischen mir und dieser anderen Lebensart. Von diesem Tag an begrüßte ich diesen Menschen nie mehr mit Handschlag und keinen anderen Mann, dessen Frau religiös uniformiert ist. 

    Als emphatisches Wesen und mit „meinem Wissen“ und „meinem Verständnis“ hatte und hat das natürlich ganz viel Konsequenz. Dazu gehört für mich auch selbstverständlich, dass ich mich nicht an einen Tisch setze, an dem ein Mann mit seiner Frau in Uniform sitzt. Wieso nicht, wird sich der ein oder andere jetzt sicherlich fragen. Die Antwort ist für mich im Grunde genommen selbstverständlich, ich erkläre es aber an der Stelle trotzdem. Da ich mich mit der Frau solidarisch fühle, wäre es für mich, in meinem westlichen Outfit, so, als säße ich nackt bis aufreißend mit am Tisch. So etwas passt nicht zu meinem Selbstverständnis und nicht zu meiner Empathie für die Frau in der Uniform. Außerdem möchte ich gar nicht von dem Mann angeschaut werden, ich muss sogar sagen, dass ich mich im privaten Kontext unwohl fühle. Ich weiß einfach, dass seine Frau sich vor den Augen anderer verbergen muss oder will und was ich weiß, das kann ich nicht mehr nicht wissen. Ich bin ein ziemlich konsequenter Typ, ich kann beispielsweise keine Tiere schlachten und daher esse ich sie auch nicht.  Soweit so gut, ich war für das Thema sensibilisiert und kaufte mir einiges an Fachliteratur zu diesen anderen Bräuchen und Weltanschauungen. Ich schaute und schaue auch über den Tellerrand und sah und sehe, was diese Uniform von ganz viel bis weniger in den verschiedenen Ländern und Kontinenten dieser Erde mit Frauen macht, wie Frauen auch unter dieser Uniform leben müssen. Gewalt, Zwang und Unterordnung sind für mich als westlich lebende Frau schwer zu verstehen und hinzunehmen, geschweige darüber zu schweigen! Ich habe mich in all den Jahren seit dieser ersten persönlichen Begegnung mit der „religiösen Uniform“ sehr mit dem Thema der Unterdrückung der Frau in der uniformierten Frauenwelt auseinandergesetzt und Schreckliches gesehen, gelesen und gehört. Ich weiß über das Eingesperrtsein, um Unterdrückung, um andere gesellschaftliche Gesetze, ich weiß um sogenannte „Familienehre“ bis Verbrechen unter dem Decknamen „Ehrenmord“ . Alles unter bestimmten Strömen und Glaubensbekenntnissen und immer sehe ich dort eins: die Uniform als Zeichen, als Merkmal, als Auszeichnung und für mich auch als Schranke, als bis hier hin und nicht weiter. In meiner Reise um die Informationen zu dem Thema stieß ich natürlich auf viele Frauen aus besagtem Glaubens- und Kulturkreis, die bereits auch den Kampf gegen ihre eigene Kultur, verbunden mit Unterdrückung und Ungleichberechtigung aufgenommen hatten und haben. Dort fand ich vielzitierte Vergleiche und Bezeichnungen für diese Uniform. Treffliche und auch äußerst provokante, Vergleiche, die zum Aufwachen einladen und bewegen sollen. Gemeinsam mit meinen Vorfahren für Freiheit und Gerechtigkeit ist uns nämlich eines das erste Anliegen: die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.

    Heute erlebe ich in Deutschland ein Straßenbild voll von uniformierten Frauen. Frauen, die seit vielen Jahrzehnten in Deutschland leben, die kein Wort deutsch sprechen und die keinerlei soziale Kontakte außerhalb ihrer Familie haben. Zu mir kommen junge Mädchen und junge Frauen, die selbstbestimmt und westlich leben möchten. Sie werden aber von ihren Familien in Richtungen gedrängt, die mit westlicher Lebenskultur, wie ich sie erleben durfte, nichts zu tun haben. Mädchen aus bestimmten Herkunftskulturen werden auf dem Schulhof von uniformierten Mädchen als „Deutsche“ beschimpft und bespuckt und auch geschlagen, von Brüdern und Cousins verfolgt, bevormundet und auch gepeinigt. Alles im Zeichen der Uniform. „Wissen ist Macht und Ohnmacht zugleich“. Zeichen sind für mich dazu da, um Zeichen zu setzen. Verkehrszeichen zeigen uns im Straßenverkehr, was wann wie zu tun ist, Zeichen auf Armaturenbrettern zeigen uns, welcher Knopf oder welches Touch zu berühren ist um bestimmte Funktionen auszulösen oder zu stoppen, Zeichen im C. Zeitalter, wie groß der Abstand zu sein hat, den wir einzuhalten haben, wann, wie viel und vor allem was alles nicht. So wie religiöse Zeichen und Uniformen das auch tun. Und nochmals, falls ich mich wiederholen sollte: Ein Zeichen ist für mich ein Zeichen und alles was zu dem Zeichen gehört, das ist für mich die „Ansage“, die dieses Zeichen auch nur im geringsten umfasst und ich halte mich daran. An diese Grenze, an dieses „nein, ich darf ihnen die Hand nicht geben“.

    Wir leben im Land der Meinungsvielfalt, mir liegt es fern, Menschen mit einer anderen Meinung zu beleidigen oder anzugreifen, denn und es gibt nichts, was es nicht gibt! Aber leider erlebt man mitten in Eschweiler für Meinungsäußerungen (auch wenn sie provokant sind) Morddrohungen und benötigt sogar Polizeischutz.

    Brigitte Averdung-Häfner

    15.09.2020

    Leserbrief von Marijke Düttmann zur Anzeige von Hubert Feucht in der Filmpost KW 37

    Herr Feucht,

    ich bekomme feuchte Augen, mir kommen die Tränen bei allem was man so von Ihnen lesen kann…. Habe leider schon meine Stimme, pardon meine Beerdigung bei einem anderen Institut in Auftrag gegeben. Trotzdem, danke für das Angebot.

    Marijke Düttmann
    Kleingewerbetreibende

    13.09.2020

    Leserbrief von Wilhelm Heidbüchel zur Anzeige von Hubert Feucht in der Filmpost KW 37

    Der geschmacklose Prophet.

    Deren Propheten gibt es viele, aber auch jene, die bewusst Falschmeldungen verbreiten, die Jesus aus dem Tempel gejagt hat.

    Herr F. benutzt auf unanständige, billige Weise christliche Symbole, statt Geldscheine zu malen, gläubige Menschen für dumm zu halten.

    Die Bemühungen von Alt-Bürgermeister Bertram zu ignorieren, diese Firmen für Eschweiler zu erhalten, vergisst er bewusst.

    Dieser Herr F. durch kommunale Auftragsvergabe reich geworden müsste wissen, wie ausländisches Kapital Eschweiler Firmen zunächst hier aufgekauft haben, hier vor die Hunde haben gehen lassen und dann im Ausland durch billige Arbeitskräfte weitergeführt haben.

    Aber auch Misswirtschaft hat viele Arbeitsplätze gekostet.

    Dies ist die traurige Wahrheit Herr F.

    Eschweiler hat mit Vernunft gewählt.

    Wilhelm Heidbüchel

    08.09.2020

    Leserbrief von Marijke Düttmann zum Thema Kommunalwahl

    Über Stil, Fakten und Wahrheiten im Wahlkampf.

    Kritik braucht keine Übertreibung, Diffamierung oder Diskriminierung, sondern in erster Linie eine „gesunde“ Skepsis gepaart mit der Anerkennung von objektiven Realitäten.

    Natürlich besteht Diskussionsbedarf über die Auslegung einer Religion und wie diese in einem westlichen Land gelebt werden kann und darf. Aber der Islam ist zu komplex, zu traditionell, um ihn ohne jegliche Anerkennung von objektiven Realitäten und Wertschätzungen einer Weltanschauungsgemeinschaft - als archaische Parallelgesellschaft zu erklären und um die Rolle der Frau in der muslimischen Familie nur über ein Symbol Kopftuch zu definieren. Der Vergleich allerdings - das Kopftuch als Symbol mit einem in Deutschland verbotenen Symbol (Hakenkreuz) - ist nicht gerade hilfreich für die um ihre Rechte kämpfenden Frauen in Diktaturen, sondern auch eine Art aktiver Rassismus in unserer Demokratie, den die BASIS ihren Wählern, aber auch ihren Nichtwählern gegenüber erklären muss.

    „Die Zukunft der Stadt gehört in die Hände der Bürger, nicht in die eines Investors.“ Ein Bürgerpark muss her, eine Verbindung zwischen nördlicher und südlicher Innenstadt, Erlebnisqualität inklusive. Ein, von einem Bürgermeisterkandidaten wahrhaft hübsch illustriertes und dahin gezaubertes Konzept. Reelle Wahrhaftigkeit, gerade zum Thema Rathausquartier, bedarf einer sorgfältigen Prüfung, exakter Recherche und vor allem Fakten. Eine Diskussion anzuregen, solange exponierte Fakten - wie Eigentumsverhältnisse, Finanzierungen, Schadenersatzforderungen durch die Investoren u.s.w. - den Wählern durch die BASIS vorenthalten und ausgeblendet werden, könnte man als Wahlbetrug bezeichnen. „Fake News“ sind es im Augenblick allemal.

    Jede Stadt braucht neue Zukunftsideen. Aber was ist eigentlich in den letzten Jahren nicht passiert oder angeregt worden? Die Ideen und Vorschläge aller Bürgermeisterkandidaten*innen sind zwar überzeugend verpackt, im Wesen aber identisch, deckungsgleich mit der Arbeit der Stadtverwaltung in vielen Jahren unter Rudi Bertram.

    Schade und enttäuschend, dass eine friedliche Kommunikation ohne verletzende Worte nur innerhalb der BASIS-Gefolgschaft ihre Gültigkeit besitzt, in der Öffentlichkeit offenbar keine Anwendung findet. Schuld an diesem Unmut sind wie immer die anderen. Die BASIS, allen voran ein Journalist, hat nun versucht, der Eschweiler SPD mit aggressiven, diffamierenden Attacken einen Stempel aufzudrücken.

    Warum wohl?

    Allem Anschein nach haben die Journalisten-Kollegen, Bürgermeister-Kandidat Pätrick Nowicki und der zweite Vorsitzende der BASIS und ehemaliger Journalist - sowohl der Eschweiler Tagespresse als auch der Filmpost - Michael Cremer sich wohl auf einen Nichtangriffspakt geeinigt.

    Ganz im Nowicki-Stil, denn nach der Vereinnahmung der CDU und FDP und weil die Grünen nicht mitspielen wollten, spannt er nun ganz geschickt die BASIS vor seine Kutsche. Die BASIS und ihre Anhänger machen Hetzjagd auf die SPD und ein polygamer Kandidat wartet ab, lacht sich ins Fäustchen. Drecksarbeit erledigen die Anderen und die angestrebte Position rückt ohne Imageverlust immer näher. So einfach geht, mit Hilfe der BASIS, opportun.

    Oder ergeben sich eventuell weitere Optionen? Mit wem streben die beiden Kandidaten eine Zusammenarbeit im Stadtrat an?

    Fazit: Wird hier die Rechnung ohne die Wirtin gemacht?

    Eine Frau, die in jeder Hinsicht die Qualitäten besitzt, in große Fussstapfen zu treten. Eine Frau mit einem Löwenherz: Nadine Leonhardt.

    Marijke Düttmann

    07.09.2020

    Leserbrief von Jörg Erkens zum Thema Kommunalwahl

    Ich bin gerade beim Ausfüllen des Stimmzettels über Patrick Nowicki gestolpert, der ja damit wirbt, überparteilich zu sein. Das sieht auf dem Stimmzettel etwas anders aus. Dort werden CDU und FDP als zugehörige Parteien ausgewiesen. Da stellt sich doch die Frage, wer benutzt hier wen?

    Gibt es in der ganzen CDU in Eschweiler niemanden, der sich berufen fühlt, dem Wähler eine christlich-demokratische Alternative zu den übrigen Kandidaten anzubieten? Ist es überparteilich – was ja für die Allgemeinheit den Eindruck von Unabhängigkeit vermittelt, wenn ein Kandidat von zwei Parteien vorgeschlagen wird?

    Oder hat Patrick Nowicki nur die Nähe zu CDU und FDP gesucht, um sich das Sammeln von Stützunterschriften zu ersparen?

    Und wie läuft das dann im Alltagsgeschäft? Gibt der "überparteiliche" Bürgermeister seinen unterstützenden Parteien den Weg der Politik vor oder diktieren die unterstützenden Parteien dem "überparteilichen" Bürgermeister ihre Politik in die To-Do-Liste?

    Dem Wähler wird suggeriert, hier würde sich jemand bewerben, der über die Parteien hinweg entscheidet, was gut für Eschweiler ist und was nicht… Dem ist definitiv nicht so. Im Allgemeinen bestimmen Mehrheiten im Stadtrat den Weg der Kommune und wenn man mal den Zankapfel Rathausquartier beiseitelässt scheint das, was Rudi Bertram und seine SPD in den letzten Jahren inklusive Nadine Leonhardt auf die Beine gestellt und angestoßen haben doch gar nicht so schlecht zu sein, wird doch die eine oder andere Maßnahme, die längst auf dem Weg ist, regelmäßig von den Mitbewerbern der SPD als das Szenario für die Zukunft angepriesen.

    Und ist die Nominierung von Patrick Nowicki vielleicht nur ein mehr oder weniger geschickter PR-Gag, um über dessen karnevalistische Popularität Stimmen für das eigene Lager zu generieren? Man kann die CDU ja verstehen, dass sie nach den bescheidenen Ergebnissen der Vergangenheit jetzt etwas oder jemanden sucht, der es dem Wahlvolk einfacher macht, CDU und FDP zu wählen, denn nichts anderes passiert bei der Wahl des/der Bürgermeister*in. Dem Wähler muss man ganz deutlich sagen, wer Patrick Nowicki wählt, wählt damit CDU und FDP. Diese Deutlichkeit vermisse ich.

    Und was ist, wenn der Kandidat nicht gewählt wird? Wenn CDU und FDP so davon überzeugt sind, dass Patrick Nowicki gut für Eschweiler ist, warum sichern sie sich diese Kompetenz nicht für die Arbeit des Stadtrates durch ein entsprechendes Mandat? Wäre Patrick Nowicki dann nicht eigentlich der ideale Kandidat, eine gemeinsame Fraktion aus CDU und FDP zu leiten? Mitnichten – Wenn Patrick Nowicki nicht zum Bürgermeister gewählt wird spielt er im Rathaus keine Rolle mehr, kann nicht mehr in erster Reihe für „seine Visionen“ kämpfen – und das nur, weil er dann für die CDU und FPD nicht mehr erste Wahl ist.

    Und was macht der Kandidat nach verlorener Wahl? Werden dann die Eschweiler Nachrichten und Zeitung noch intensiver Politik gestalten statt darüber zu berichten als in der Vergangenheit? Fragen über Fragen, die den Wählern insgesamt bisher weitestgehend vorenthalten wurden – die sich aber jeder Wähler in Eschweiler stellen sollte.

    Jörg Erkens

    07.09.2020

    Leserbrief von Maximiliane Kuckelkorn zum Thema Kommunalwahl

    In ein paar Tagen ist es soweit. In den Kommunen NRW´s wird gewählt. Auch in Eschweiler wird es diesmal wahrscheinlich ein spannenderes Rennen, da Rudi Bertram nicht mehr antritt. Das „Zugpferd“ der SPD geht in den wohlverdienten Ruhestand. Aufgrund der Äußerungen in den Leserbriefen der letzten Wochen habe das Gefühl, dass viele Menschen im Bürgermeister eine Art Alleinherrscher sehen, der über Wohl und Übel der Menschen ganz alleine entscheiden kann. In erster Linie leitet ein Bürgermeister jedoch die Verwaltung und dadurch die Geschicke der Stadt. Außerdem werden er und die Mehrheiten im Rat von den Bürgerinnen und Bürgern demokratisch gewählt. Das scheint einigen selbsternannten politischen Kommentatoren nicht klar zu sein.

    Mit Blick auf die Leserbriefe der letzten Wochen, in denen es massig Kritik und auch persönliche Angriffe gab, muss ich an dieser Stelle eine Lanze für Frau Leonhardt von der SPD brechen. Sie ist meiner Meinung nach unter den schwersten Voraussetzungen in diesen Wahlkampf gezogen.

    Trotzdem glaube ich, dass sie die geeignetste Kandidatin ist. Es wird oft gesagt, dass sie in die Fußstapfen von Rudi Bertram und damit vielleicht nicht aus seinem Schatten heraustreten werde. Zum einen kommt dieser Vergleich auf jeden potenziellen Nachfolger Bertrams zu. Zum anderen bin ich mir sicher, dass Frau Leonhardt mit ihren Ideen für das zukünftige Eschweiler und ihrem persönlichen Stil ihre eigenen Fußstapfen festigen wird. Hinzu kommt, dass sie in den letzten Jahren selbst im Rat der Stadt vertreten und sogar Fraktionsvorsitzende war. Einige Leute sagen mit Blick auf ihre Tätigkeit als Fraktionsvorsitzende, dass Frau Leonhardt die ganzen Vorhaben doch schon alle in den letzten Jahren hätte umsetzen können. Ich finde das nicht fair. Erstens weil sie nun eben nicht Bürgermeisterin war und die Funktion einer Fraktionsvorsitzenden andere Handlungsspielräume mit sich bringt. Zweitens treten immer neue Probleme und Herausforderungen auf. Mit dem Ende einer Legislaturperiode kann ja nicht jede Aufgabe politisch erledigt sein.

    Auf alle Angriffe und Vorwürfe geht Nadine Leonhardt - meiner Meinung nach - ruhig und sachlich ein. Sie argumentiert unaufgeregt und schafft es die teils hitzige Diskussion zu Themen in Eschweiler etwas zu beruhigen. Das durfte ich selbst miterleben. Außerdem hat sie auch durch ihren beruflichen Werdegang die besten Vorkenntnisse, um eine Verwaltung zu leiten und dieses ehrenvolle Amt auszufüllen.

    Ich persönlich fordere aber auch von einer Bürgermeisterin Leonhardt ein, dass sie nach einer angemessenen Schonfrist ihre Wahlversprechen einlösen und Ergebnisse vorweisen wird.

    Mit einem Augenzwinkern sei hinzugefügt: Es wäre doch auch mal schön, wenn zur Prinzenproklamation eine Frau im Elferrat sitzen würde.

    Maximiliane Kuckelkorn

    07.09.2020

    Leserbrief von Leo Gehlen zum Bürgermeisteranwärter Patrick Nowicki

    „Der mögliche parteilose Bürgermeisteranwärter Patrick Nowicki kann auf offizielle Unterstützung von Bündnis 90/Die Grünen nicht setzen“, diesen Satz habe ich Ende vergangenen Jahres mit Genugtuung gelesen, markierte er doch das Ende von Nowickis schon länger andauernden Bemühungen, sich in opportunistischer Beliebigkeit als vermeintlich unabhängiger und parteiloser Kandidat von der geballten Ratsopposition auf das Kandidatenschild heben zu lassen.

    Die Grünen haben Stärke gezeigt, wollten nicht mit Patrick Nowicki zusammenarbeiten und lieber mit ihren eigenen Themen und mit einer grünen Kandidatin für das Bürgermeisteramt um Unterstützung für ihre Politik werben. Ob es bei CDU und FDP an dieser personellen Kompetenz fehlte oder ob die, die bei ihnen könnten und möchten nicht dürfen, kann offen bleiben.

    Jedenfalls wollen beide Parteien mit ihm als gemeinsamen Kandidaten Wind unter die lahmen kommunalpolitischen Flügel bekommen. Der Kandidat hat sich dabei das leuchtende Etikett des parteilosen, überparteilichen und unparteiischen Bewerbers verpasst. Aber kann der Inhalt der Verpackung auch halten, was die bunte Werbung suggerieren will?

    Ich meine „Nein!“, denn bereits in seiner bisherigen Tätigkeit als Lokalredakteur in Eschweiler hat er nur allzu oft die eigentlich angezeigte und notwendige überparteiliche, neutrale und objektive Berichterstattung durch parteiische Meinungsmache ersetzt.

    Er hat als Zeitungsmitarbeiter „den Blick von außen“ vertauscht und versucht, mit eigenen Ambitionen und Aktivitäten, gegen die gewählte Mehrheit und die Leitung der Verwaltung, die Ratsopposition zu einen und selbst ohne Mandat mit seinen Artikeln politisch Einfluss zu nehmen.

    Er hat unzweifelhaft und eindrucksvoll den Beweis erbracht, dass Parteilichkeit nicht zwangsläufig auch die Mitgliedschaft in einer Partei voraussetzt.

    Noch gut in Erinnerung ist mir z.B. seine leidenschaftliche Verteidigung des unsäglichen Wahlplakates der Jungen Union im Jahr 2014, welches ein brennendes Rathaus mit verletzten und toten Verwaltungsmitarbeitern aus den Fenstern hängend zeigte.

    Das war ein von seinen heutigen Unterstützern gesetzter und von ihm mit Wohlwollen begleiteter Tiefpunkt in der politischen Auseinandersetzung! Aus der intensiven Beobachtung und Begleitung des kommunalpolitischen Geschehens in seiner Funktion als Lokalreporter leitet er nun seine vermeintliche Kompetenz zur verantwortlichen Leitung einer Verwaltung mit rund 1000 Mitarbeitern und einer politisch-administrativen Führung Eschweilers ab. Obwohl durch nichtssagende Überschriften und in alle Richtungen dehnbare Aussagen kaschiert, stelle ich bei genauer Betrachtung seines „Programms“ nur dessen inhaltliche Überschaubarkeit fest.

    Vieles von dem was dort zu lesen steht, ist längst auf einem guten Weg aber der Kandidat versucht verzweifelt, noch auf Züge aufzuspringen, die den Bahnhof schon verlassen haben. Seine CDU-FDP-Unterstützer hätten ihn besser informieren sollen aber deren „neuer, frischer Wind“ hat sich ja bereits in der Vergangenheit nicht selten als „lauwarmer Furz“ entpuppt!

    Seine übrigen, bescheidenen Vorschläge, was er tun möchte, die können doch nicht alles gewesen sein an Vorstellung, wie unsere Stadt geführt und entwickelt werden soll!?

    Da müsste meines Erachtens schon ein bisschen mehr kommen, um ihm eine verantwortbare Nachfolge von Rudi Bertram zutrauen zu können!

    Eine 5 1/2wöchige närrische Prinzenherrschaft über Eschweilers Karnevalsvolk ist dafür allein jedenfalls noch kein Beleg, sonst werden am Ende aus „Neue Chancen für Eschweiler“ nur „Neue Chancen für Nowicki“, die Bürgerschaft guckt dann in die Röhre.

    So ist es auch mit seinem nachhaltigen Interesse an einer guten Entwicklung unserer Stadt. Sollte er als Kandidat unterliegen war es das mit seinem Engagement, als Ratsmitglied will er im neuen Stadtrat jedenfalls nicht mitwirken. Er verschwindet dann von der politischen Bildfläche ohne dauerhaft Verantwortung zu übernehmen.

    Andere, vor ihm gescheiterte Bewerber, waren da aufrichtiger und wesentlich glaubwürdiger. Zumindest das scheint sich aber wie ein schwarz-gelber Faden durch seine Wahlkampagne zu ziehen.

    Leo Gehlen

    06.09.2020

    Leserbrief von Marvin Schmitz zu BASIS-Kandidat Michael Cremer

    Lieber Herr Cremer,

    dass Sie die SPD nicht leiden können, haben Sie im Wahlkampf ja nun schon zum wiederholten Male zum Ausdruck gebracht. Das ist auch Ihr gutes Recht. Interessant wird es, wenn Sie den Bürgern suggerieren wollen: „Rudi war jut, der Rest ist Mist“. Auch Rudi Bertram hat ein rotes Parteibuch und vertritt Auffassungen und Werte, wie seine Genossen. Klar, wer möchte schon öffentlich Rudi Bertram schlecht reden, wenn er doch immer sehr gute Wahlergebnisse erzielt hat? Damit würde man doch vielen Leuten auf den Schlips treten, die ihn voller Überzeugung wählten. Sie versuchen die Eschweiler SPD so darzustellen, als müsse sie sich entschuldigen bei der letzten Wahl die absolute Mehrheit erhalten zu haben.

    Es ist immer leicht den politischen Konkurrenten in die Ecke zu drängen. Ich frage mich: Wieso schreiben Sie nicht direkt von einer „Schreckensherrschaft“ und verwenden stattdessen „Alleinherrschaft“? Es hätte besser zu Ihrem Populismus der letzten Wochen gepasst. In Eschweiler-Ost und Röhe wollten Sie der Eschweiler Bevölkerung zeigen: „Seht her! Hier wird nichts für die Leute getan!“ Der Zeppbach in Röhe ist ein gutes Beispiel. Er stört, er fließt nicht und nimmt eindeutig zu viel Platz weg. Es müssen Parkplätze her. Dass der Wasserverband darüber die Entscheidungsgewalt hat und die SPD schon über Jahre versucht genau dieses Problem endlich zu lösen, haben Sie ja mittlerweile mitbekommen. Und dennoch versuchen Sie dem Bürger zu sagen: Wir können etwas daran ändern. Ob der Wasserverband brav nickt, wenn die Eschweiler BASIS kommt? Ich bezweifle es!

    Dass Sie nun aber schlussendlich versuchen der SPD vorzuwerfen sie würde schon vor der Wahl die Suche nach Mehrheitsverhältnissen intensivieren, ist interessant und gleichzeitig lächerlich. Ihr Bürgermeisterkandidat geht schon seit geraumer Zeit auf Kuschelkurs mit dem ebenfalls „unabhängigen“ Kandidaten Patrick Nowicki und seinen Unterstützerparteien. Vor allem in den sozialen Medien zeigen sowohl Ihre Mitstreiter, als auch einige Kandidaten der Schwarz-Gelben Union, auffällig viel Sympathie füreinander. Wer im Glashaus sitzt…

    Die letzten Wochen gestalten Sie, Herr Cremer, unter dem Motto: „Auf sie mit Gebrüll!“ Und das hörte ich zuletzt im Kindergarten.

    Marvin Schmitz

    04.09.2020

    Leserbrief von Hans-Dieter Büttgen zu Bürgermeister-Kandidatin Nadine Leonhardt

    Dem Leserbrief des Herrn Wolfgang Becker in der letzten Ausgabe möchte ich ausdrücklich zustimmen.

    Wahlkampf ist Wahlkampf, da kennen wir Wähler es, dass vieles angeprangert und versprochen wird. Auch nicht haltbares wird dem Wähler versprochen. Wenn man dann erst mal die Wählerstimme hat, kann man ja sagen, es tut mir leid, dieses Versprechen kann ich leider nicht umsetzen. Herr Becker urteilt in seinem Leserbrief nach meiner Meinung genau richtig.

    Die einzige Kandidatin für das Bürgermeisteramt, die sachlich, konzentriert und fair argumentiert, ist nun mal Frau Nadine Leonardt von der SPD. Zudem hat sie als Einzige die dringend notwendige Vorbildung in Bezug auf Politik und Verwaltung.

    Als studierte Politikwissenschaftlerin mit Erfahrung auch in der Verwaltung (Fachhochschule Aachen) traue ich nur ihr das Bürgermeisteramt zu. Bei allen politischen Themen sollte man nicht vergessen, dass ein Bürgermeister/in in Eschweiler auch Führungsaufgaben für ca. 800 Mitarbeiter zu bewältigen haben wird. Diese Voraussetzung sehe ich bei keinem der anderen Kandidaten.

    Hans-Dieter Büttgen

    04.09.2020

    Leserbrief von Hans Hesseler zur Kandidatenliste der Eschweiler CDU

    Liebe Leserinnen und Leser,

    ich habe mir einmal die Kandidatenliste der CDU für die Stadt Eschweiler angesehen.

    Festgestellt habe ich das zwei renommierte Immobilienmakler kandidieren. Einer für den Stadtrat ,der andere für die Städteregion. Das ist auch ihr gutes Recht.

    Mit einem unabhängigen Bürgermeister, der sich auf die Stimmen von CDU und FDP stützt, erzeugt dieser Umstand bei mir eine nachdenkliche Stimmung. Denn Bauland ist knapp , teuer und in den Kommunen kaum noch zu erwerben. Es sei denn es wird neu erschlossen.

    Ein Schelm der Böses dabei denkt.

    Hans Hesseler

    04.09.2020

    Leserbrief von Ralf Thelen zu dem Umbau vom St.-Antonius-Hospital

    Sicherlich alles gut gemeint was Herr Elmar Wagenbach dort alles vor hat, man hat ja in den letzten vierzig Jahren kaum Umbauten oder Erweiterungen vorgenommen, egal ob Patienten im betreffenden Umbaubereich lagen oder nicht.

    Also ohne Rücksicht auf Verluste. Ich kann davon berichten, da ich entweder selber betroffen war, oder zum jeweiligen Zeitpunkt Anverwandte im Baustellenbereich zur Behandlung liegen hatte, was die Aufenthaltszeit natürlich erheblich verkürzt hat, da man ob der Geräusch bzw. Staubentwicklung lieber zuhause sterben wollte.

    Worauf ich aber eigentlich hinaus will, ist das Herr Wagenbach, bevor er neue Bauvorhaben in Angriff nimmt, sich erst mal mit der momentanen Situation auseinander setzen sollte.

    Leider musste ich Mitte letzten Jahres, und meine Lebensgefährtin Mitte dieses Jahres die Dienste des SAH in Anspruch nehmen.

    Die medizinische Versorgung war in Ordnung, sofern man von der interdisziplinären Zusammenarbeit absieht.

    Was jedoch bis heute eine riesige Baustelle ist und an der wird offensichtlich überhaupt nicht gearbeitet wird, ist die Ernährung der Patienten.

    Seit der Schließung der Hauseigenen Küche dient die Versorgung der Patienten mit Mahlzeiten offensichtlich mehr dem Überleben, als der Ernährung.

    Es gibt keine Auswahl mehr und die Qualität lässt sehr zu wünschen übrig.

    Gott sei Dank eröffnen rund ums Krankenhaus mehr und mehr Essenslieferanten, womit die Sterberate in diesem Hospital die auf verhungern zurück zu führen ist sich in Grenzen hält, sofern man es sich finanziell leisten kann.

    Vielleicht sollte sich Herr Wagenbach erst mal um die aktuellen Probleme kümmern, bevor er neue Luftschlösser baut.

    04.09.2020
    Ralf Thelen

    03.09.2020

    Leserbrief von Hubert Feucht zum Leserbrief von Heinz Hesseler

    Sehr geehrter Herr Hesseler,

    aufgrund der jahrelangen Bekanntschaft darf ich auch bei Heinz bleiben.

    In einigen Abschnitten des Briefes kann ich deiner Meinung folgen.

    So finde ich es auch etwas befremdend, dass die zweitstärkste Partei keinen Kandidaten aus eigenen Reihen stellt, hier sollten Sie sich ein Beispiel an den Linken nehmen.

    Ebenfalls bin ich auch der Meinung, dass euer Rudi eine schwere Bürde hinterlassen hat, aber diese ist hausgemacht.

    Dies dürfte eurer Kandidatin Frau Leonhardt bestens bekannt sein und bedarf einigem Mut sich dem stellen zu wollen.

    Was die Eignung betrifft, geht unsere Meinung allerdings auseinander.

    Hier stören mich einige Dinge:

    Deine Kandidatin behauptet mehrfach, Politik ehrenamtlich zu betreiben.

    Die ehrenamtliche Vergütung für Fraktionsvorsitzende liegt bei einer weit höheren Auszahlung, wie manch ein schwer arbeitender Familienvater verdient.

    Dann die Aussage „sechs Jahre Fraktionsvorsitzende der stärksten Fraktion in dieser Stadt“, somit sechs Jahre die  politisch stärkste Frau in Eschweiler.

    Sechs Jahre Stillstand, hätte die SPD unter Frau Leonhardt vor sechs Jahren mit ihrem jetzigen Wahlprogramm begonnen, dann bräuchtet ihr heute nicht seitenweise Versprechen abzugeben.

    Lieber Heinz, auch du warst und bist für mich auch immer ein würdiger Vertreter des Eschweiler Karnevals gewesen.

    Buch Jesaja – Kapitel 41 – Vers 24

    Siehe, Ihr seid aus nichts, und euer Tun ist auch aus nichts, und euch Wählen ist ein Greuel.

    02.09.2020

    Hubert Feucht

    02.09.2020

    Leserbrief von Brigitte Averdung-Häfner zu Nora Hamidi

    Seit meiner frühesten Kindheit lebe ich mit „Ausländern“ zusammen, meine Familie besteht zur Hälfte aus Menschen mit Migrationshintergrund (Migrationshintergrund – ein Elternteil ist nicht Deutscher). Ich fotografiere seit 1999 zu verschiedenen Themen meines Fotoprojektes „unter uns“ ausländische Menschen in der gesamten Städteregion. Damals, zum 11. September, war ich die erste, die mit Kamera in der Eschweiler Moschee stand und mit den Menschen dort Kontakt pflegte. In zahlreichen Fotoausstellungen wurden meine Arbeiten gezeigt und präsentiert, dies zum Sensibilisieren, auch zum Aufzeigen von Missständen, wie damals in Eschweiler-Ost vor der Umgestaltung.

    Anfang 2015 vermittelte die Stadtverwaltung Eschweiler die erste Asylbewerberfamilie an mich, gemeinsam mit der Sensibilisierungstruppe an meiner Seite übernahmen wir die Patenschaft für eine Mutter mit 3 Kindern. Wir richteten die Wohnung komplett ein, mitsamt sämtlichem Hausstand, Möbeln, Kleidung und Spielzeug. Aus der einen Wohnung wurden insgesamt 13 Wohnungen für Asylbewerberfamilien, die wir einrichteten. Hier möchte ich nicht unerwähnt lassen, das sich die Eschweiler Bevölkerung mehr als offen, freundlich und spendabel zeigte, denn sämtliches Material erhielt ich aus Spenden!  Die aufgenommen  Familien wurden auf Anfrage und Bitte der Stadtverwaltung an uns vermittelt. Dazu kam die Asylbewerberunterkunft in Weisweiler, hier war ich mindestens 1,5 Jahre lang 3-5 mal die Woche abends und am Wochenende vor Ort und kümmerte mich dort um die Integration der Menschen. Die Menschen wurden von uns immer mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und mit unseren westlichen Werten abgeholt. Wir feierten Nikolaus und Weihnachten und waren fröhlich und albern ohne jegliche „political correctness“. Im Miteinander vermittelten wir den Menschen die Werte und die Lebensweise, die hier zählen und wichtig sind. Dazu gehören die deutsche Sprache und auch andere wichtige Dinge wie Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung und auch Ehrlichkeit. Wir gaben den Menschen Orientierungshilfe, damit sie sich in unserer Gesellschaft zurecht finden können. Bis heute zu stehe ich mit vielen dieser Menschen in Kontakt.

    Ab Herbst 2015 bildeten sich damals einige andere Helfergruppen, die Asylbewerber mit einem Opferfest in Empfang nahmen. Solchen Ritualen stehe ich kritisch gegenüber und habe diese auch nie mitgemacht oder unterstützt. Ich persönlich sehe einen Zusammenhang zwischen Schächten und dem leichtfertigen Umgang mit Messern.

    Wenn hier durch Eschweiler Lautsprecheransagen in fremden Sprachen schallen und laut gerufen wird, dann ist es mir gleich, ob dieses lautstark in chinesisch, russisch, kroatisch oder arabisch lautstark vorgetragen wird: Laute Durchsagen beängstigen mich, da ich nicht verstehe, was gerufen wird, ob Gefahr besteht oder was auch immer los ist.

    Anhand der Aussagen aus dem Filmposttext gehe ich davon aus, dass Frau Hamidi mich in irgendwelche Ecken pflastern und mich, sowie die Wählergruppe BASIS und Christoph Häfner, abstempeln möchte. „Frau Hamidi, auch wenn Sie jetzt im Wahlkampf einiges an Applaus aus den Reihen einiger etablierten Parteien erhalten (die auch durch ihr Verhalten und durch fehlende Ansagen einiges in unserem Land aus dem Ruder haben laufen lassen), ich muss Sie leider enttäuschen: Ihre Vorurteile kann ich bzw. können wir leider nicht bedienen.

    Ich bin und bleibe weltoffen! Und diese Einstellung haben auch die Mitglieder der BASIS und Christoph Häfner.“

    Natürlich habe ich eine kritische Haltung gegenüber bestimmten Strömungen, die mit dem Grundgesetz und unserer weltoffenen Gesellschaft nicht zu vereinbaren sind! Da Sie ja so eifrig und auf Ihre Art und Weise integrieren,  erlauben Sie mir ein paar Fragen: Wie stehen Sie zu dem für mich „rassistischen Benehmen“ von jungen, Kopftuch tragenden Mädchen in Burka light (lange dunkle Mäntel und hüftlange dunkle Schleier) gegenüber Mädchen mit islamischer Religion, die allerdings westlich gekleidet sind und westlich leben möchten, die allerdings von Besagten als „Deutsche“ beschimpft und sogar bespuckt werden? Und was sagen Sie dazu, dass Mädchen in Deutschland und im Jahr 2020 immer noch nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen? Dass gegen Juden, gegen Schwule und Lesben und einfach gegen weltoffene Menschen und Lebensweisen „gewettert“ (ich erlaube mir an der Stelle Ihre Wortwahl) wird? Dass Menschen mit bestimmten Migrationshintergründen, die hier seit 40 Jahren in Eschweiler leben und einen deutschen Ausweis haben, mir sagen, dass Erdogan ihr wunderbarer Präsident sei und soviel für sie tue, und dass „die Deutschen“ diesen gefälligst nicht zu kritisieren hätten?  Ja, ich weiß, Sie sind nicht aus der Türkei bzw. haben keine türkischen Wurzeln, aber als Integrationsbeauftragte fallen auch diese Geister in Ihr Aufgabengebiet.

    Frau Hamidi, ich möchte Sie bitten, Ihre Intrigen und die üble Nachrede (die normalerweise nur zu Ramadan verboten ist) gegenüber mir, der BASIS und gegenüber Christoph Häfner zu unterlassen. Viel Erfolg bei der Integration Ihrer „Paten“ in Eschweiler/Deutschland. Und ich versichere Ihnen, mein Blick bleibt kritisch!

    02.09.2020

    Brigitte Averdung-Häfner

    02.09.2020

    Leserbrief von Wolfgang Becker zu den Bürgermeisterkandidaten

    Vor ca. einem Jahr bin ich als Neubürger nach Eschweiler, in den Stadtteil Weisweiler umgezogen.

    Mit Interesse verfolge ich seit geraumer Zeit den Kommunalwahlkampf in der Stadt, um mir ein Bild zu machen, wer der für diese lebenswerte Stadt der am besten geeignete Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin sein wird.

    Hierbei ist mir nicht entgangen, dass in der Auseinandersetzung sehr unterschiedliche Stilformen angewendet werden.

    Während sich Frau Leonhardt auf die Darstellung ihrer Ziele konzentriert und diese sachlich, fair und kompetent in den Wahlkampf einbringt, versteigt sich der Kandidat von CDU und FDP, Herr Nowicki, auf groteske Aussagen. Ein angebliches Ansteigen der „Kriminalität“ will er der SPD in die Schuhe schieben. Wer ist nach seiner Auffassung Schuld, dass unsere Stadt, wie so viele andere Städte auch, finanziell zu kämpfen haben, natürlich die SPD. Und wenn er, der ja angeblich parteilos ist, die Wahl verliert, wird daran natürlich auch die SPD schuld sein. Mich, als älteren Mitbürger, erinnert es stark an einen Hit von Rudi Carell (wann wird es endlich wieder Sommer…) bei dem es im Refrain heißt „und schuld ist daran nur die SPD“.

    Und dann gibt es da offenbar auch noch eine Gruppierung, die sich „Basis“ nennt. Ein Mitglied scheint gut im Zeichnen zu sein, denn so hat er ein Bildchen gemalt, wie er sich die Fläche rund um das Rathaus vorstellt. Offensichtlich vergebene Liebesmühe, denn, wie ich gehört habe, gehört diese Fläche der Stadt überhaupt nicht. Hier will man wohl die Öffentlichkeit mit Fantasiegebilden bewusst in die Irre führen.

    Nach meiner Auffassung braucht die Stadt eine Person an der Spitze, die unterschiedliche Auffassungen vereint, eine Person, die nicht spaltet, sondern fair, sachlich, kompetent und mit Herz die Interessen der Menschen in dieser Stadt vertritt.

    Für mich ist diese Person eindeutig nur Frau Leonhardt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Becker

    29.08.2020

    Leserbrief von David Urbach als offener Brief an Bürgermeister Rudi Bertram zur Parkanlage „Auf dem Driesch“ (Weisweiler)

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bertram,

    die Parkanlage in Weisweiler „Auf dem Driesch“, die Dank Ihrer Unterstützung über Jahre hinweg kontinuierlich zu einem Spiel- und Sportpark entwickelt wurde, erfreut sich großer Beliebtheit. Besonders in Ferienzeiten, an Wochenenden und erst recht in Corona-Zeiten, finden Jung und Alt hier die Möglichkeit ihren Bewegungsdrang auszuleben. Leider sind die vorhandenen Kapazitäten an Abfallbehältnissen diesem Ansturm oft nicht gewachsen. Ich bitte Sie deshalb zu prüfen, ob dort wo bereits ein Abfallbehältnis angebracht ist, ein zweites hinzugefügt werden kann, bzw. ob es sinnvoll ist größere Abfallbehältnisse anzubringen. Darüber hinaus bitte ich zu prüfen, ob der Zugang zu einer in der Nähe befindlichen Toilettenanlage, z.B. Grillhütte, Schule oder AWO, für Besucher des Parkes geöffnet werden kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    David Urbach

    28.08.2020

    Leserbrief von Michael Cremer zur SPD

    Eine Ära geht zu Ende. Kein anderer Bürgermeister zuvor hat wohl soviel für Eschweiler geleistet wie Rudi Bertram. Da werde und will ich nicht widersprechen. Allerdings lasse ich mir nicht einreden, dass ich nun Angst vor der Zukunft haben müsste, wenn das ihm folgende Stadtoberhaupt nicht SPD-Mitglied sein sollte. Im Gegenteil: Ich sehe in der Möglichkeit, am 13. September die Alleinherrschaft der SPD in Eschweiler zu beenden, große Chancen für unsere Heimatstadt. Alleine schon eine gewisse Neustrukturierung der Stadtverwaltung kann Eschweiler nur gut tun. Hier sitzen viele fähige Köpfe, die oft das falsche Parteibuch oder auch gar keines haben. Das aber sollte einer Karriere nicht im Wege stehen, finde ich.

    Viele Indestädter stellen sich vor allem jetzt im Wahlkampf immer häufiger die Frage: Wer spricht denn da jetzt eigentlich? Die Stadtverwaltung oder die SPD? Oder beide? Man beachte, wie viele Kampagnen der in weiten Zügen doch sehr unglücklich beratenen Eschweiler Sozialdemokraten sowie der Stadtverwaltung sich - natürlich rein zufällig - gegenseitig befruchten. Nehmen wir die "Stadt am Wasser" (SPD) und die kurz darauf folgende "Bürgerbeteiligung" zur Indepromenade (Stadtverwaltung). Oder schauen wir uns die auf Plakaten radelnde Bürgermeister-Kandidatin der (aus meiner Sicht leider ehemaligen) Arbeiterpartei an und dann den wie aus dem Nichts gestarteten "Verkehrsversuch" der Stadtverwaltung: Radeln ist jetzt auch in der Fußgängerzone chic, zumindest bis nach der Kommunalwahl. Selbst die mehrseitigen Anzeigen der Stadt Eschweiler zum Thema Nachhaltigkeit hinterlassen bei mir einen etwas faden Beigeschmack. Über diesen (ich nehme an, aus Stiftungsgeldern finanzierten) Anzeigen-Seiten schweben durchaus Fragen: Wieso wird der Leser ausgerechnet kurz vor der Kommunalwahl derart umfangreich darüber informiert, wie modern und nachhaltig unser Eschweiler doch sei und was alles vollbracht und in die Wege geleitet wurde? Wieso sehe ich im gleichen Moment jene großen, bunten Fotoanzeigen der SPD vor mir, in der die Hartz-IV-Partei mit gemeinsam gefassten Beschlüssen des Stadtrates Wahlwerbung für sich macht? Aufgepasst Ihr Grünen- und Linken-Wähler! Die Eschweiler SPD hat Eure Parteien und deren Bürgermeister-Kandidaten bei der Suche nach neuen Mehrheiten im Rat mit einem bis dato nicht gekannten Schmusekurs bereits fest im Griff!

    Zurück zur bald endenden Ära: Rudi Bertram trat und tritt stets für ein gutes Image Eschweilers ein. Das darf man von einem engagierten Bürgermeister erwarten. Allerdings hat dies, wie ich finde, durchaus Grenzen. Sein nimmermüdes: „Ich lasse mir meine Stadt nicht kaputtreden“ ist immer auch ein Hieb gegen Kritiker, die es wagen, Missstände zu benennen. Missstände gibt es in Eschweiler nun mal, trotz aller Nachhaltigkeit und aller Bemühungen, Dinge schönzureden.

    Kritik, liebe SPD, ist selbst im noch „roten“ Eschweiler keine Gotteslästerung und somit auch hier erlaubt. Mehr noch: Entwicklungen kritisch zu begleiten, um für Eschweiler letztlich vernünftige und zukunftsweisende Ergebnisse zu bekommen, ist für mich Bürgerpflicht. Da müssen alle gemeinsam anpacken. Nachhaltig ist das sowieso.

    Mit freundlichem Gruß

    Michael Cremer

    25.08.2020

    Leserbrief von Christian Braune zum Thema „Rückbau der Indestraße“

    Seit vielen Jahren begleitet uns dieses Thema. Während die Einen von der „innerstädtischen Autobahn“ reden, sieht der andere Teil der Bürgerschaft in der Indestraße die notwendige Erschließung unserer Innenstadt.

    Rudi Bertram als Bürgermeister hat sein Wort gehalten, dass es mit ihm als Bürgermeister keinen Rückbau geben werde, der technische Beigeordnete Herr Gödde verfolgt aber das Thema mit großer Vehemenz.

    Was würde ein Rückbau bringen?

    Wer heute von der Rue de Wattrelos in Richtung Weisweiler fährt, ist auf die Indestraße angewiesen. Die Stadt hat in den letzten Jahren viel Geld für die Beruhigung der Ausweichrouten ausgegeben, aber es lässt sich feststellen, dass auf Grund von Stausituationen und zur Umfahrung der vielen Verkehrsampeln immer mehr Bürger wieder Schleichwege nutzen. Ein Rückbau der Indestraße würde dieses zweifelsfrei verstärken und den verkehrsberuhigten Zonen wieder mehr Verkehr bringen. Ein Konzept zur Vermeidung und Verkehrslenkung wurde trotz Nachfragen und der entsprechenden Forderung bis heute nicht vorgelegt – es wurde halt nicht von der SPD gefordert. Erst jetzt wurde aufgrund der Planung des Rathaus Centers ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben, dass aber das notwendige Gesamtkonzept für die Stadt nicht beinhaltet.

    Wer in die Innenstadt zum Einkaufen will (wir bauen ja hoffentlich auf Klein-Aleppo demnächst das neue Einkaufscentrum), erwartet, dass er die Innenstadt per Auto erreicht. Denn anders als in Großstädten sieht man hier wenige Lastenfahrräder zum Abtransport von Lebensmitteln. Ein Rückbau der Indestraße würde automatisch mehr Stau und damit eine höhere Schadstoffbelastung bedeuten.

    Wir leben im ländlichen Raum und manche Stadtplaner haben sogar schon verstanden, dass der Individualverkehr hier anders abläuft als in Großstädten mit ausgebautem ÖPNV und stark eingeschränktem und intensiv bewirtschaftetem Parkraum. Wer einmal versucht hat einen normalen Wochenendeinkauf inkl. Getränken mit einem Mountainbike nach Hause zu bringen, wird mich verstehen. Und nicht jeder von uns erhält einen Dienstparkplatz im Rathaus. Die Ansiedlung von Lebensmittelgeschäften im Stadtcentrum wäre somit unsinnig und der Investor hätte ein neues Problem.

    Das Hauptargument der Befürworter aber ist „Leben am Wasser“. Das hört sich so schön an, aber was verbirgt sich dahinter: eine trostlose Betonlandschaft in Treppenform zu einer nicht unbedingt sauberen Inde hin. Wer es nicht glauben mag: Ein Besuch in der Stadt Siegen kann Augen öffnen. Auch dort wurde den Bürgern das Paradies versprochen, die Bürger sind enttäuscht bis entsetzt und Eschweiler hat doch bereits die Erschließung der Inde auf der Seite der Einkaufsstraßen mit Cafés und Grünstreifen.

    Noch bis vor 2 Jahren hat sich wenigstens eine Partei offen gegen den Rückbau gestellt. Herr Gödde verweist auf das zu erstellende Verkehrsgutachten, dabei weiß jeder Statistikstudent im 1. Semester: „Wer die Frage stellt, bestimmt die Antwort“. Das Verkehrsgutachten wird deshalb im Ergebnis bringen, dass der Verkehr nicht mehr wachsen wird und es zu keinen Staus kommen wird durch den Rückbau. Die ganzen „Wenns“ und „Abers“ wird der Bürger aber nicht erfahren und die Kommunalpolitiker nur, wenn sie bereit sind, sich tief in das Gutachten hinein zu arbeiten. Von daher können wir uns auf den Rückbau schon jetzt einstellen.

    Es sei denn, die schweigende Mehrheit in Eschweiler würde endlich aufstehen und bei Planungsprozessen auch mitmachen. Wir sollten nie vergessen: Stuttgart 21 wurde von der Presse und den linken Politikern immer unter dem Vorwand die Mehrheit zu vertreten bekämpft, aber was nur noch wenige wissen: Am 27.11.2011 sprachen sich sowohl die Bürger Stuttgarts als auch des Landes Baden-Württemberg mit deutlicher Mehrheit für den Weiterbau des Bahnhofprojektes aus, aller Meinungsmache zum Trotz. Das sollte unseren Kommunalpolitikern und den Planern ein Hinweis sein.

    Christian Braune

    24.08.2020

    Leserbrief von Klaus-Dieter Bartholomy zum Leserbrief von Norbert Nalewaja vom 19.08.2020

    Hiermit nehme ich Bezug auf den Leserbrief von Herrn Norbert Nalewaja und stelle mich Ihm und anderen Gegnern des Rückbaus der Indestraße als Befürworter vor.

    Es gilt, Eschweiler als Einkaufsstadt mindestens zu erhalten. Dazu ist es nötig, die Attraktivität der Innenstadt deutlich zu erhöhen. Die Schlucht Indestraße/Inde muss deshalb überwunden werden. Eine Brücke reicht hier nicht und ein Tunnel ist Vergangenheit. Aufenthaltsqualität muss durch mehr Grün und attraktive Ruhezonen geschaffen werden. Da dafür und für sichere und komfortable Fuß- und Radwege nicht genügend Platz ist, ist der Rückbau der Indestraße nötig.

    Die Indestraße mag für viele Autofahrer „funktionieren“, städtebaulich passt sie einfach nicht in die Zeit. Als Ost-West-Achse dient die Autobahn.

    Natürlich ist die Finanzierung eines solchen Vorhabens kein Pappenstiel. Wie viel zahlen Sie denn für die „Autobahn“ Indestraße? Fußgänger und Radfahrer haben das gleiche Recht wie der Autoverkehr.

    Das Verkehrschaos entsteht doch, weil die Dürener Straße zweispurig ist! Warum blocken wir dieses Chaos nicht und bringen den Autoverkehr auf die offizielle Umleitungsstrecke? (Straßen NRW müsste nur die Ampelschaltung an den Autobahnabfahrten ändern).

    Neue Parkplätze durch das RathausQuartier entstehen auch nicht gemessen an der Situation vorher mit dem CityCenter und Parkhaus. Leider soll sich nur die Zufahrt ändern, was ich für falsch halte.

    An der Indestraße wohnen auch unzählige Menschen, die täglich durch Lärm, Staub und Abgase belästigt werden. Diese haben es auch verdient, dass der Verkehr abnimmt.

    Risiko für Fußgänger-/Radfahrerunfälle besteht bereits jetzt, fahren doch viele Radfahrer über den Gehweg. Durch gegenseitige Rücksichtnahme bleiben Unfälle aber so gut wie aus.

    Durch geschicktes Planen der Bauarbeiten (z.B. erst Südseite, dann Nordseite) lässt sich der nötige Verkehr während der Bauarbeiten auch ohne zusätzliche Behinderung bewältigen.

    Eschweiler muss weiterentwickelt werden, und dies unter Berücksichtigung der Interessen aller Einwohner, der Besucher und der Umwelt.

    Zeiten ändern sich und unser Eschweiler muss mithalten.

    Klaus-Dieter Bartholomy

    24.08.2020

    Leserbrief von Stefan Schulze zum Leserbrief von Jörg Erkens vom 19.08.2020

    Lieber Herr Erkens,

    beim Lesen ihres Leserbriefes kommt man fast in die Verlegenheit Frau Leonhard in Schutz nehmen zu wollen. Eine derart oberflächliche Lobeshymne auf die Bürgermeisterkandidatin der SPD bei gleichzeitiger pauschaler Aburteilung von allem, was sich im politischen Spektrum nicht links von dieser Partei befindet, ist vielleicht doch etwas zu zwanghaft geraten, um noch als differenzierte Meinung eines neutralen Bürgers durchgehen zu können, wie sie es unter Anwendung kleiner rhetorischer Spielereien zumindest beabsichtigt haben. Schade eigentlich. Es ist an sich ja nichts verwerfliches eine Partei im Wahlkampf unter die Arme greifen zu wollen und als die "Liberalen" der FDP (wie Sie so schön schreiben,), stehen wir ja zudem ohnehin für Meinungsfreiheit ein.. In diesem Zuge erhielt Herr Borchardt sogar einige genorös anerkennende und Frau Pieta zumindest keine allzu vernichtenden Worte von Ihnen. Wer will da ihre neutrale Haltung in der Bürgermeisterfrage bezweifeln? Aber die aufgeführten Argumente zur Ablehnung von Patrick Nowicki und Christoph Häfner waren so herrlich banal - insbesondere das herumreiten auf Herrn Häfners Kleidungsstil und die Unterstützung beim ehrenamtliches Engagement seiner Ehefrau kamen  unfreiwillig komisch rüber-, so dass man sich schon fragt, ob dieses fast schon hilflose Suchen nach Hinweisen, denen zu Folge Herr Häfner ein inkompetenter Rechtspopulist und Herr Nowicki eine willenlose Spielfigur der Konservativen sein könnte, selbst eingefleischten Sozialdemokraten ein gewisses Fremdschämen abverlangt haben dürfte. Die Nichterwähnung des Tags der Arbeit assoziiert Ihrer Vorstellung nach direkt die Ablehnung der Arbeiterschaft? Herr Erkens, bei aller sozialliberaler Gesinnung, wir schreiben das Jahr 2020, nicht 1856. Eschweiler steht vor einem - in den Augen vieler Bürger überfälligen- Wandel; auch möglicherweise in Hinblick auf die politischen Strukturen im Rat und an der Spitze der Stadt. Sich für die eigenen Überzeugungen und die Partei, die diese ihrer Meinung nach vertritt, stark zu machen ist lobenswert. Aber dies fadenscheinig unter dem Deckmantel des neutralen Beobachters zu tun und dann auch noch alte Ängste eines Klassenkampfes heraufzubeschwören, nur weil keine validen, sachlichen Kritikpunkte gefunden werden können, schadet der Sozialdemokratie eher als dass es ihr genützt hat. Frau Leonhard und die SPD haben es auch so schon schwer genug. Wie Eingangs geschrieben,: man ist versucht die Mitbewerberin um das Bürgermeisteramt in Schutz zu nehmen, wäre da nicht der Umstand, dass sich eigentümlich häufig in den letzten Wochen "neutrale " und "politisch  unvorbelastete" Bürger in den alten und neuen Medien zu Wort melden und in rhetorisch unterschiedlicher Qualität, aber überraschend ähnlicher Argumentationsweise versuchen, ihren Mitbürgern eine Retterin für alle Probleme Eschweilers zu präsentieren. Natürlich geschieht dies rein zufällig. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Stefan Schulze

    24.08.2020

    Leserbrief von Heinz Thoma zu Belästigungen im Rahmen der Kanal- und Straßenbaumaßnahmen Antoniusstraße

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bertram,

    als Ratsmitglied für den Bereich Bergrath-Nord möchte ich wie folgt zu der Situation Grachtstraße/Wilhelmstraße im Zuge der Kanal- und Straßenbaumaßnahme Antoniusstraße Position beziehen:

    Ich möchte Sie herzlich bitten, kurzfristig mit dem beauftragten Straßenbauunternehmen eine Lösung zu finden, die die zum Teil erheblichen Belastungen durch Lärm und Staub für die Anwohnerinnen und Anwohner der Gracht- und Wilhelmstraße auf ein erträgliches Maß reduzieren lässt.

    Insbesondere das Manövrieren der großen Baufahrzeuge mit Aufschlagen der Baggerschaufeln auf dem Untergrund vor den Wohncontainern auf der Grachtstraße in sehr frühen Morgenstunden, einhergehend mit erheblichen Auswirkungen durch Lärm, Staub und Vibrationen, beeinträchtigt die Bürgerinnen und Bürger doch sehr.

    Ich würde mich für die Betroffenen sehr freuen, wenn sich zeitnah eine deutliche Verbesserung für die Menschen dort erzielen ließe.

    Heinz Thoma

    24.08.2020

    Leserbrief von Heinz Hesseler zum Thema Kommunalwahl

    Seit vielen Jahren bin ich Mitglied der SPD und Jahrzehnte war ich im Rat der Stadt Eschweiler.

    In dieser Zeit habe ich viele Wahlen erlebt und viele Kandidaten kommen und gehen sehen. Was ich bei dieser Kommunalwahl erlebe, ist ein Novum für Eschweiler. Es ist fast nicht nachvollziehbar, dass eine renommierte Partei, wie die CDU keinen eigenen Kandidaten oder Kandidatin aus ihren Reihen aufgestellt hat.

    Anders ist es bei der SPD. Die hat eine Kandidatin mit Namen Nadine Leonhardt ins Rennen geschickt. Es ist bewundernswert, das diese Frau den Mut aufbringt, die schwere Bürde von Bürgermeister Rudi Bertram übernehmen zu wollen.

    Das ist nicht einfach.

    Sie ist prädestiniert für dieses Amt. Sie ist seit sechs Jahren Vorsitzende der SPD Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler. Sie hat also Erfahrung.

    Patrick Nowicki kenne ich als hervorragenden Karnevalisten.

    Heinz Hesseler

    24.08.2020

    Leserbrief von Karo Schreurs zum Leserbrief von Jörg Erkens vom 19.08.2020

    Herr Erkens,

    ich gestehe Ihnen ohne Wenn und Aber Ihre Meinung zu den einzelnen BürgermeisterkandidatInnen bei der von der Filmpost initiierten Fragerunde zu - Sie haben sich sehr differenziert geäußert und vieles erklärt, was Ihnen positiv oder weniger positiv erschienen ist. Wie gut und wichtig ist das in einer Demokratie mit umfassender Meinungsfreiheit! Ich bin - mit Blick auf andere Staaten - dankbarer denn je, dass das in Deutschland möglich ist.

    Sie sind ja auch nicht beleidigend geworden (wobei ich schon überzeugt bin, dass die Filmpost Redaktion das auch nicht zugelassen hätte.) Und dennoch : Ihre Äußerungen zu Herrn Häfner und merkwürdigerweise nur zu ihm - schrammten meines Erachtens knapp an einem unwürdigen Herabsetzen vorbei und ließen Sachverstand und sachliches Abwägen komplett vermissen. Da ist wohl Ihr konservatives Weltbild ins Wanken geraten, das sich noch mit Fragen der Kleidungsstils befasst und die unkonventionellere Art ins Lächerliche ziehen muss. Jesses - muss das denn heute noch sein ?!

    Ihnen sei gesagt, dass ich immer noch keine abschließende Meinung gefasst habe, wen ich denn am 13.9. wählen werde.

    Karo Schreurs

    24.08.2020

    Leserbrief von Wilfried Berndt zum Leserbrief von Jörg Erkens vom 19.08.2020

    Lieber Herr Erkens,

    zunächst möchte ich Ihnen danken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, so ausführlich die Online-Diskussion der Eschweiler Filmpost zu bewerten und dies den Menschen in Eschweiler auch mitzuteilen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass Sie sich journalistisch mit der Veranstaltung auseinandergesetzt haben. Allerdings nur auf dem ersten Blick. Als Gewerkschaftssekretär und bekennender Genosse kann man Ihnen durchaus unterstellen, mit einer roten Brille vor dem Bildschirm gesessen zu haben.

    Herr Erkens, die rote Brille müssen Sie wohl in den gesamten zwei Stunden aufbehalten haben, denn ich kann Ihrer Interpretation in keiner Weise folgen. Ich habe im Gegenteil den Eindruck gewonnen, dass die von Ihnen natürlich bevorzugte Kandidatin Nadine Leonhardt offensichtlich angetreten ist, um alle Probleme in unserer Stadt schönzureden.

    Gleich mehrere Beispiele lieferte sie beim Thema Sicherheit. Dort sagte sie: „Ich war gestern am Markt, da war eine schöne Stimmung.“ Wenig später folgt dann der Hinweis: „Es sind nicht immer nur Jugendliche, sondern manchmal auch Erwachsene.“ Die Jugendlichen in unserer Stadt werden diese Aussage sicherlich aufmerksam zur Kenntnis genommen haben, zudem Frau Leonhardt mehr Polizeipräsenz dazu nutzen will, dass „Zusammenkünfte runtergefahren werden“. Weniger Treffen? Oder was meint Frau Leonhardt? Das ist also die von Ihnen beschriebene konkrete Stellungnahme, Herr Erkens?

    Bei der Entwicklung am Rathaus behauptet Frau Leonhardt, dass Eschweiler die jetzige Planung hinnehmen muss, weil man sonst das „Problem hätte, dass wir diese Schuttberge noch 10 bis 15 Jahre dort hätten.“ Ziemlich viel „hätte“. Am Vökelsberg gelang die Änderung des Bebauungsplans in Eschweiler übrigens trotz Bürgerprotesten innerhalb von zweieinhalb Jahren. Woher nimmt Frau Leonhardt das Wissen, dass es am Rathaus deutlich länger dauern würde? Genau so unsicher ist, ob die aktuellen Pläne, die die SPD-Mehrheit vor der Kommunalwahl noch schnell durchgepeitscht hat, überhaupt dem Gesetz entsprechen. Die Stadt und damit die absolute SPD-Mehrheit hat es nämlich jahrelang versäumt, selbst zu planen, was dort gut für eine weitere Stadtentwicklung ist. Sie behauptet ja immer noch, dass man als Stadt keine Handhabe hat, weil das Grundstück der Stadt nicht gehört. Dies gilt allerdings für die meisten Grundstücke in Eschweiler – und dort darf Eigentümer nicht bauen, was er möchte.

    Es ist sogar absurd, als SPD ein Marktzentrum mit Discountern an der Stelle abzuwinken und gleichzeitig über den Rückbau der Indestraße nachzudenken. Man holt mehr Verkehr ans Rathaus, baut die Straße aber zurück. Logisch und durchdacht ist das nicht. Immerhin hat Frau Leonhardt erkannt, dass man das „Instrument der Stadtplanung … auch über die gesamte Innenstadt ziehen“ kann. Dies hätte sie als Fraktionsvorsitzende der absoluten SPD-Mehrheit schon sechs Jahre lang machen können. Aber vielleicht wusste sie es nicht besser?! Jetzt übernimmt sie diese berechtigte Forderung nach einem „Masterplan“ von anderen Bürgermeister-Kandidaten.

    Frau Leonhardt möchte den Einzelhandel „mit kreativen Ideen“ unterstützen. Was hat sie denn in den vergangenen sechs Jahren gemacht, als sie durchaus die Möglichkeiten hatte, Eschweiler für die Zukunft aufzustellen? Stattdessen hat man vieles dem ehrenamtlich tätigen Citymanagement-Verein überlassen, der mit 15.000 Euro für die Organisation von Stadtfesten und Weihnachtsmarkt abgespeist wurde.

    Es gibt noch viele Beispiele aus der Diskussion. Ich kann nur jeder Wählerin und jedem Wähler raten, sich die Podiumsdiskussion der Filmpost online auf dem Youtube-Kanal anzuschauen und sich selbst ein Urteil von den Kandidaten zu bilden.

    Sehr geehrter Herr Erkens, nochmals zu Ihnen: Ich habe Verständnis dafür, dass Sie Ihrer Kandidatin als Genosse demonstrativ den Rücken stärken. Das ist eine durchaus solidarische Geste. Allerdings sollten Sie sich auf Lob beschränken und nicht im Gegenzug andere Kandidaten diffamieren, indem man ihnen „fehlenden Sachverstand“ unterstellt oder sie als kommenden „Winkeonkel“ bezeichnet.

    Ihre wahre Absicht der „Zusammenfassung“ wird deutlich, als Sie schreiben: „Albert Borchardt und Gabi Pieta sind mit ihren Parteien wichtig für die politische Willensbildung in Eschweiler.“ Losgelöst davon, dass dies eine abgedroschene Phrase ist, liebäugeln Sie als Genosse damit, dass die SPD im Falle keiner absoluten Mehrheit andere Parteien benötigt. Sie buhlen jetzt schon um Partner. Und damit sind wir beim Kern ihres gesamten umfassenden Leserbriefs: Ihnen geht es nicht um Eschweiler, Ihnen geht es nicht um die Menschen. Ihnen geht es allein um den Machterhalt der SPD. CDU und FDP haben sich hingegen dafür entschieden, nicht nach politischer Farbenlehre vorzugehen, sondern überparteiisch vorzugehen. Welcher Weg der bessere für unsere Stadt ist, werden die Eschweilerinnen und Eschweiler am 13. September entscheiden.

    Wilfried Berndt

    22.08.2020

    Leserbrief von Heinz-Theo Frings zu Leserbriefen

    An Niveaulosigkeit ist es nicht mehr zu überbieten, wie einzelne selbsternannte Multiplikatoren in Leserbriefen der Eschweiler Medien versuchen, ihre beschränkte Ansicht kundzutun. Als gäbe es keine Verpflichtung gerade unserem Land gegenüber, die demokratischen Errungenschaften unserer deutschen Nachkriegsära weiter zu entwickeln. Ich habe als Kandidat der CDU in Bergrath und Bohl so viele verständige und auch junge dem Neuen aufgeschlossene Bürger kennen gelernt, dass ich mich in der Pflicht fühle, in einer der besten Demokratien der Welt anzumahnen, dass wir unsere Perspektive weiter öffnen müssen. Die moderne Struktur einer zwar agilen, aber auch krisengeschüttelten Gesellschaft braucht andere Sichtweisen, neue Ansätze und die Öffnung des Blicks für Kompetenzen, die allein aus einem mit vielfältigen Belangen überforderten Rathaus und mit etablierten Machtverhältnissen nicht mehr zu bewältigen sind. Haben manche Leserbriefschreiber eigentlich die letzten Jahre verschlafen? Da braucht es bestens vernetzte Journalisten und nachdenkliche Naturschützer, da braucht es die unkonventionelle Sicht des Künstlers wie auch die vorsichtige Art der Politikgewöhnten! Vor allem aber braucht es Engagierte, die nicht nur distanzierte Leserbriefe schreiben, sondern ihren Geist in den direkten Diskurs der Öffentlichkeit hineingeben. Ich hoffe flehentlich, dass der Wahlkampf eine faire Auseinandersetzung bleibt, wie es im sehr gelungenen Format der Filmpost und der Diskussion mit Michael Uhr wirklich geglückt ist, damit jeder Kandidat in der Sphäre der Vorurteilslosigkeit seine gerechte Chance hat, und ich hoffe inständig, dass sich die Politquerulanten mal einige Wochen zurückhalten, denn unseren Kindern und Enkeln sind wir eine Gesellschaft der Toleranz schuldig, denn nur mit ihr schaffen wir eine zukunftsträchtige Welt!

    Heinz-Theo Frings

    21.08.2020

    Leserbrief von Hans Volkmann zum Wahlkampf von Nadine Leonhardt

    Sehr geehrte Frau Leonhardt,

    

vor einem knappen Jahr (September 2019) kam es in Kinzweiler zu zwei Ortsterminen mit Ihnen. Themen damals: Verkehrssicherheit, Busverkehr, Lärm- und Umweltbelastung in der Pannesstraße. Ziel meiner damaligen Initiative war die Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität durch Verlagerung des Busverkehrs auf die Wardener Straße und die konsequentere Geschwindigkeitskontrolle in der 30er-Zone beim zu- und abfließenden Verkehr, übrigens in ganz Kinzweiler. Bis zum heutigen Tage donnern die Busse weiter 
zigmal am Tag durch die Pannesstraße, die zeitweise zur Mini-Autobahn mutiert. Der Straßenbelag leidet immer mehr und die anrainenden Häuser werden dabei jedes Mal einem Rütteltest unterzogen. Also heißt das für uns nachwievor: Die Busse müssen raus und die Pannesstraße muss zu eine Anliegerstraße umgewandelt werden. Erst dann kehrt wieder Ruhe ein. Das wäre eine politische Maßnahme, die uns Anwohnern dient.

Schon zum damaligen Zeitpunkt hörte ich von ihnen Sätze wie:  "Die 50 m mehr Weg zur Bushaltestelle Wardener Straße können wir Kindern und alten Menschen nicht zumuten. Geschwindigkeitskontrollen sind schwer durchzusetzen" Ich hörte damals schon mehr „Das geht nicht“ und „Dies geht nicht“. Lösungsansätze habe ich bis heute von Ihnen nicht gehört. Alles ist sozusagen im Sande verlaufen. Keinerlei Infos über den Sachstand. Dabei ist Kommunikation eines der elementarsten Schnittstellen für Politikerinnen.



    Und jetzt wollen sie Bürgermeisterin werden. Sie schreiben in ihrer Broschüre, das sie wissen wollen, wo den Bürgern der „Schuh" drückt und was ihnen wichtig ist. Dies habe ich Ihnen mit ca. 30 weiteren Unterschriften von Anwohnern der Pannesstraße schon vor einem Jahr mitgeteilt. Leider ohne jede Resonanz. Wer sich nach meiner Einschätzung aber den grundlegenden Probleme der Bürger verweigert, ist nicht wirklich prädestiniert, eine Verwaltung und eine Stadt erfolgreich zu managen. Politikerinnen legen sich vor Wahlen gerne schon einmal richtig ins Zeug und versprechen alles Mögliche, das ist auch den meisten Wählern bekannt. Doch in erster Linie geht es um einen krisensicheren Job, bei überdurchschnittlicher Bezahlung. Ich bin nicht mehr bereit, dies einfach zu tolerieren. Für mich zählen in erster Linie Taten und „Handeln". Da helfen mir auch kein „City-Ticket" oder demnächst die tolle „Indepromenade". Im Prinzip nichts anderes als politische Spielereien!

Fazit: Sie haben mich als Politikerin enttäuscht. Darüber kann auch keine professionelle Werbekampagne 
zur Bürgermeisterwahl hinweg täuschen.

    Hans Volkmann

    21.08.2020

    Leserbrief von Hubert Feucht zum Leserbrief von Jörg Erkens vom 19.08.2020

    Herzlich willkommen in der Gruft des politischen Wahlkampfes.

    So wie Weihnachten die Zeit des Spekulatius, Ostern die der bunten Eier und die Kommunalwahl die der politischen Schreiberlinge mit und ohne Gesicht, der Denunzianten und nicht zu vergessen, die der Versprechen ist, fällt genau in diese Zeit der Leserbrief des Herrn Jörg Erkens, ein bisher politisch weitestgehend unbekannter Schnäppchen-Jäger aus dem Internet. Er versucht, sich im Brief als Wahrsager und Einäugiger unter den Blinden darzustellen. Sowie Modedesigner für Männer mit eigenem Beratungsbedarf.

    Nebenher prügelt er mit einer Ausnahme, seiner Angela Merkel von der Inde, auf die Bürgermeister-Kandidaten ein.

    Somit auch auf seine Freunde, Nachbarn, Verwandtschaft und auf die Bürger und Unternehmer in dieser Stadt. Auf Wähler, die früher die Etablierten, und auf Grund von politischem Frust jetzt Denkzettel-Wähler sind. Die, die genug von Vetternwirtschaft haben und derzeit aus Protest die AFD oder die BASIS in unserer

    Stadt wählen, um Veränderungen herbei zu führen. Er stellt den abgewendeten Wähler so dar, als wären wir hier in Eschweiler diejenigen, die nachts unter der Wartburg Aufmärsche veranstalten. Vereint in der Meinung mit den Kandidaten der SPD, CDU, FDP, Grüne und Linke fordert er, die AFD zu ignorieren und auszuschließen.

    Er schließt somit hin die Lücke zu den Aussagen der Kandidaten.

    Gemeinsam treten diese nämlich der Demokratie und ihren Ex-Wählern in die Seite und machen nicht einmal den Versuch, gegen AFD von sich selbst und ihrer Politik zu überzeugen. Herr Häfner trifft den Vorwurf, sich nicht ausreichend genug von der AFD abgegrenzt zu haben.

    Lieber Herr Erkens, das war eine Null-Runde.

    Aber als Hellseher frage ich Sie ernsthaft, wie soll man in Zukunft mit demokratisch gewählten Bürgervertretern, wenn sie dann im Ratssaal sitzen, umgehen? Vertreterstimmen, die die sogenannten Etablierten verloren haben.

    AFD, eine politische Bewegung, für deren Entstehung Sie und Ihresgleichen den Boden aufbereitet und zuletzt die Saat eingebracht haben.

    Bürgermeister, die nicht bereit sind, mit Menschen welchen Gedankengutes auch immer zu sprechen und entsprechend zu handeln, braucht diese Stadt für die Zukunft nicht. Hochmut kommt vor dem Fall.

    Die einen sind der Meinung: Nach 21 Jahren geht es weiter so. Bitte nicht!

    Die anderen haben in der Zeit den Biss verloren und ihre Stimmen an die AFD.

    Hubert Feucht

    21.08.2020

    Leserbrief von Manfred Waltermann zu der Anzeige von Bürgermeisterkandidatin Nadine Leonhardt

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    in der FILMPOST Nr. 34 vom 19.8.2020 befindet sich auf Seite 11 eine ganzseitige Anzeige der "Bürgermeisterin" Nadine Leonhardt.

    Ich hatte eigentlich nicht vor, auf den Inhalt von Wahlkampf-Inseraten einzugehen, denn schon der Kanzler Otto von Bismarck hatte einst treffend formuliert: „Es wird niemals soviel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd!“

    Frau Leonardt verspricht den Eschweiler Bürgern u.a., „Sie werde eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft gründen, die bezahlbaren Wohnraum entwickelt und zu günstigen Preisen vermietet.“

    Ich darf Sie, sehr geehrte Frau Leonhardt, - sachlich und nachweisbar richtig - darauf hinweisen, dass es diese Firma bereits gibt!

    Diese kommunale Wohnungsbaugesellschaft hat nach eigenen Angaben knapp 300 Wohnungen im sozialen Angebot und heißt „Strukturfördergesellschaft Eschweiler GmbH & Co KG" und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Eschweiler.

    Im Aufsichtsrat sitzt als Vertreterin einer mit absoluter Mehrheit gewählten Partei : Nadine Leonhardt!

    Manfred Waltermann

    19.08.2020

    Leserbrief von Jörg Erkens zur Bürgermeisterwahl

    Zunächst möchte ich der Filmpost danken, uns mit den Formaten Kandidat plus zwei und Kandidat mal fünf die Möglichkeit zu geben, die Kandidatinnen und Kandidaten und ihre Vorstellungen näher kennenzulernen. Ein gelungenes Format, bei dem ich mir allerdings eine Fortsetzung in Form eines „Kreuzverhöres“ oder einer offenen Diskussion unter den Kandidaten wünschen würde. So käme man von den stereotypen Antworten weg und es würde sicherlich stimmungsvoller in der Runde zur Sache gehen.

    In der Analyse habe ich für meine Wahlentscheidung wichtige Aspekte mitbekommen.

    • Patrick Nowicki hat viele Wünsche. Wie diese Wünsche umgesetzt werden, dazu bleibt er die Antworten allerdings in Gänze schuldig. Man hat manchmal das Gefühl, dass er auf jeden Zug aufspringt, von dem er sich Wähler erhofft. Das erinnert mich an sein Statement zum ersten Mai in den sozialen Medien, wo er zwar bedauerte, dass das Volk nicht feiern kann, die eigentliche Bedeutung des Tages der Arbeit allerdings mit keinem Wort erwähnte. Patrick Nowicki ist so redegewandt wie man sich einen Journalisten und Karnevalspräsidenten vorstellt, aber auch genauso unkonkret und von Phrasen behaftet. In zwei Punkten ist er allerdings sehr konkret geworden. Zum einen hat er sich sehr deutlich gegenüber der AfD distanziert und zum anderen hat er – im Format Kandidat plus zwei – der aktuellen Mehrheit und „unserem“ Rudi eine gute bis sehr gute Arbeit bescheinigt „Da muss man nur noch an Stellschräubschen drehen“ spricht hier wohl erfrischend für sich. Einen Faux-Pas lieferte er allerdings im zweiten Teil der Fragerunde. Von einem Leser auf Ghettobildung angesprochen verfiel der Kandidat sehr einseitig auf die Flüchtlingsfrage, die zu Ghettobildung führen könnte. Leider sehr oberflächlich gedacht.

    • Nadine Leonhardt war da an vielen Stellen deutlich konkreter, nahm Stellung und konnte auch von Dingen berichten, die längst angestoßen und auf den Weg gebracht wurden. Und auch bei der angefragten Ghettobildung war es Nadine Leonhardt, die relativierte, weil sie erklären konnte, wie mit den zugewiesenen Flüchtlingen bei der Wohnungszuteilung umgegangen wird. Bei der Vielzahl der aktuellen Projekte merkte man ihr das Herzblut an, mit dem sie Kommunalpolitik für Eschweiler macht. Ihre Statements waren kein „Wünsch Dir was“ sondern „Ich packe es an“ und genau das ist aus meiner Sicht das, was die Indestadt für die Zukunft braucht. Bei den meisten Kandidaten hatte man das Gefühl, dass das Rathausquartier über den Aufstieg oder Niedergang Eschweilers entscheidet, Nadine Leonhardt argumentierte hier deutlich gelassener. Ihre Erfahrung in der Kommunalpolitik macht sie aus meiner Sicht zur qualifiziertesten Bewerberin in der Runde – ihr glaubt man die Bürgermeisterin.

    • Albert Borchardt hat wohl nicht wirklich eine Chance, das Rennen um das Bürgermeisteramt zu gewinnen. Aber auch er hat eine Menge Erfahrungen in der Kommunalpolitik. Er macht vor Ort deutlich, wofür die Politik der Linken steht, die immerwährende Forderung danach, dass die Gesellschaft zwischen Arm und Reich, Jung und Alt, bescheidener und ausgeprägter Intelligenz ausgleicht und Chancen schafft. Er redet von dem, was er geleistet hat, wofür er sich eingesetzt hat, was er wie verstanden hat und wo er geholfen hat. Bodenständig und Pro-Eschweiler – das hat mir gefallen und gäbe es bei der SPD keine Kandidatin könnte ich mir sogar vorstellen, ihn zu unterstützen.

    • Gabi Pieta ahnt vermutlich, dass es in Eschweiler keine grüne Bürgermeisterin geben wird. Ihre Statements bleiben teils blass, teils verwirrend und da sei die Frage erlaubt, ob sie weiß wofür sie kandidiert. Selbst bei den zentralen grünen Politik-feldern habe ich an dieser Stelle nichts Neues gehört.

    • Christoph Häfner von BASIS – man könnte auch sagen UWG 2.0 – lüftet so allmählich das Geheimnis um seine Person. Bei ihm weiß man im wahrsten Sinne des Wortes nicht, ob er für schwarz oder weiß steht. Habe ich ihn bei seinen bisherigen Auftritten immer in unschuldigem Weiß erlebt, so setzt er den einzigen positiven Akzent in der Runde durch ein überraschendes Outfit ganz in schwarz. Und auch hier sei ein Rückblick zum Tag der Arbeit erlaubt. Es ist ehrenwert, in der Mainacht Kleinkonzerte vor Seniorenheimen zu geben (da passt dann auch das Roy-Black-Outfit), aber den Tag der Arbeit dabei total zu ignorieren zeigt wie wichtig bzw. unwichtig Arbeitnehmer in der politischen Betrachtung des Kandidaten sind. Es ist auch kein Indiz für das Potential, einen Wirtschaftsbetrieb wie die Stadt Eschweiler zu führen, wenn man sich in den sozialen Medien bei der Absolvierung eines Grundkurses Verwaltungsrecht ablichten lässt. Viel schlimmer bei Christoph Häfner ist allerdings die Tatsache, dass er sich nicht zur rechtspopulistischen AfD abgegrenzt hat. Bei der Frage aus dem Publikum, die ihm da anscheinend eine Brücke bauen wollten, windet er sich wie ein Aal, verfällt in Floskeln, aber positioniert sich nicht. Das ist dann auch kein „unglückliches Ausdrücken“, wie er zu verharmlosen versuchte, das ist ganz klar die Botschaft, dass er kein Problem damit hat, sich auch von Rechtsaußen, von nationalistischen und ausgrenzenden Wählern unterstützen lassen will. – Christoph Häfner wählen heißt, die rechtspopulistische nationalistische AfD im Stadtrat und in Eschweiler hoffähig machen. Auch hier war es Nadine Leonhardt, die es auf den Punkt brachte: „Die AfD steht für eine Politik, die wir hier in Eschweiler – wir alle in Eschweiler – nicht wollen.“ Hinter diesem Anbiedern an die AfD bleibt der bunte Blumenstrauß von Wünschen und Vorstellungen ohne konkrete Umsetzungsideen bedeutungslos, gerade weil auch die Verbindung zwischen politischer Vorstellungskraft und finanzieller Umsetzung nicht erkennbar war.

    Mein Fazit:

    Albert Borchardt und Gabi Pieta sind mit ihren Parteien wichtig für die politische Willensbildung in Eschweiler. Beide haben darüber hinaus genügend Bodenhaftung, um zu wissen, dass sie bei der Wahlentscheidung eher Außenseiterrollen spielen. Patrick Nowicki würde den fehlenden Sachverstand durch externe Gutachten und Expertenmeinungen kompensieren, was den kommunalen Haushalt zusätzlich belastet, und selbst als Winkeonkel durch die Stadt schlendern. Christoph Häfner ist aus meiner Sicht für das Amt des Bürgermeisters unwählbar, macht aber bei der Unterstützung der Bürgerinitiative seiner Frau Brigitte Averdung-Häfner einen guten Job und soll gerne auch weiter musizieren und seinen Kleidungsstil ausleben. Nadine Leonhardt ist es zuzutrauen, im Amt der Bürgermeisterin den Spagat zwischen der Fortführung von Altbewährtem und der Installation von Neuem und Frischem zu schaffen und Eschweiler durch die anstehenden Strukturwandel im Bereich Energie, Digitalisierung und Dienstleistung zu führen.

    Abschließend ein Wort zu der Volkspartei CDU und den „Liberalen“ der FDP. Es ist traurig, wenn eine Volkspartei es nicht schafft, dem Wähler in Eschweiler einen eigenen Kandidaten für den ersten Bürger unserer schönen Stadt anzubieten. Eine FDP muss das nicht zwingend, aber beide Parteien halten sich jetzt ein Feigenblatt namens Patrick Nowicki, dessen Unabhängigkeit damit de Facto nicht mehr gegeben ist. Patrick Nowicki ist zu wünschen, dass er an dieser polygamen Beziehung keinen Gefallen findet.

    Jörg Erkens

    19.08.2020

    Leserbrief von Norbert Nalewaja zum Leserbrief von Bernd Schmitz vom 12.08.2020

    Ich nehme Bezug auf den Leserbrief von Herrn Bernd Schmitz aus der Filmpost vom 12. August 2020.

    Ich bin angenehm überrascht und erfreut, dass sich endlich jemand von den vielen (wahrscheinlich meisten) Bürgern, die den Rückbau der Indestraße ablehnen, zu Wort meldet.

    Von den vielen (?), die sich das angeblich wünschen, habe ich, wie Herr Schmitz, noch keinen kennen gelernt. Bei der Online-Bürgerbeteiligung Teil 1 (Vorschläge zu Veränderungen in der Innenstadt) haben sich ganze 34 Bürger geäußert. Nur 7 Bürger haben sich für einen Rückbau der Indestraße ausgesprochen. Sind das viele? Bei 56.482 Einwohner.

    Ich kann Herrn Schmitz nur zustimmen, - Hände weg von der Indestraße -. Eine Straße die "funktioniert" zu verändern ist der größte Blödsinn den man machen kann.

    Zu bedenken sind:

    - Finanzierungskosten (die Stadt will, aber wenn sie ehrlich wäre, sie kann nicht)

      Würde man die befürwortenden Bürger um eine Kostenbeteiligung von € 100,00 für diese Baumaßnahme bitten, wäre das Thema vom Tisch.

    - Verkehrschaos, nicht nur bei Stau auf der Autobahn, sondern auch bei Umsetzung der jetzigen Planung des Rathaus-Quartiers.

      (Warenanlieferung für EDEKA und andere Discounter erfolgt dann über die einspurige, verkehrsreiche Indestraße, ebenso wie die

      Kolonne der PKW`s, die durch die neuen Parkplätze (rd. 300) in das Rathaus-Quartier gelockt werden sollen)  

    - Welches Verkehrsaufkommen wird sich in den anliegenden Wohngebieten entwickeln, wenn die einzige fließende Ost-West-Achse wegbricht?

    - Unmut in der Bevölkerung wegen monatelangen Verkehrsbehinderungen durch Umbauten.

    - Eine Vervielfälltigung von Unfällen zwischen Fußgängern und Radfahrern auf dem geplanten Zweirichtungsradweg.

      (Kann man bei genauer Betrachtung der Zeichnungen erahnen, nur die Planer erkennen das Gefahrenpotential nicht.)

    Wie übermäßig lange Bauvorhaben in Eschweiler bis zur Vollendung brauchen ist wohl allen bekannt. Weitere Großprojekte in der Innenstadt sind bereits geplant, genehmigt oder sollen jetzt nach mehreren Jahren genehmigt werden. Und nun noch die "Stadt am Wasser". Die ersten Überlegungen zur Veränderung/Rückbau der Indestraße gibt es schon seit 1984.

    Auch ein kostspieliger Tunnelbau war schon angedacht. Keine von den insgesamt 13 angedachten Maßnahmen wurden begonnen, geschweige denn umgesetzt.

    Auch für heutige neue Planungen hat sich die Situation nicht geändert. Die traurige Wahrheit ist, dass in Eschweiler keinerlei Planungen, vor allem in einer gewissen Größenordnung, von ausreichender Qualität und Sinnhaftigkeit zustande kommen. Aktuelle Fortsetzung dieser Pleiten ist das Rathaus-Quartier. Und bevor die Planungen für dieses Objekt, wenn überhaupt, erfolgreich abgeschlossen werden, eröffnen die Stadt und Frau Leonhardt (Laut Wahlplakaten der SPD "Ihre neue Bürgermeisterin", obwohl noch keine Wahlen stattgefunden haben)schon die nächste unwirkliche Baustelle. Die Trennung der Innenstadt durch diese Straße scheint nur ein Problem in den Köpfen einiger Eschweiler Ratsmitglieder zu existieren.

    Auch in der Online-Bürgerbeteiligung Teil 2 zur Indepromenade melden sich jetzt immer mehr Gegner zum Rückbau der Indestraße. Weiter nur Mut zur Offenheit, auch wenn mittlerweile nicht gewünschte Beiträge als Kritik und Nörgelei abgetan werden (wie es bei den Diskussionsrunden zur Planung des Rathaus-Quartiers geschah).

    Zur endgültigen Klärung des Problems innerhalb der Eschweiler Bevölkerung, schlage ich eine Bürgerbefragung oder sogar einen Bürgerentscheid, zum Rückbau der Indestraße, am Wahltag dem 13. September 2020 vor.

    Ein Flyer zum ankreuzen reicht doch (Rückbau ja oder nein). Jeder Bürger und vor allem die Stadtverwaltung und alle Parteien wüßten dann "Jetzt ist Schluß mit diesem Thema" so oder so.

    Da aber eine solche Umsetzung bei den Behörden bekanntermaßen Jahre braucht, wird uns das Thema wohl noch weitere zig Jahre begleiten.

    Mein Fazit zum Thema Indestraße und "Stadt am Wasser": Planen (träumen) ist zwar erlaubt, aber realistisches Denken wäre angebrachter und sinnvoller, insbesondere vor dem Planen.

    Norbert Nalewaja

    19.08.2020

    Leserbrief von Wilhelm Heidbüchel zum Thema Verbindung Nord- Südstadt: Die zweite Bürgerbeteiligung „Indepromenade“

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    In Anlehnung an den Wunsch vieler Gruppen unserer Stadt, die Verbindung Nord – Südstadt zu verbessern, schlage ich vor, die Einfädelung von zwei auf eine Straßenspur in langer Ein- und Ausfahrt in beiden Richtungen einzuleiten.

    Den dadurch gewonnenen Freiraum für eine ständige Markthalle für Fleisch, Gemüse/Obst, Backwaren, Fisch und viele andere Kleinanbieter, wie z.B. die Flohmarkthalle in Kall täglich nutzbar zu machen.

    Begründung: Der Marktplatz wird an zu vielen Tagen im Jahr für Marktbeschicker nicht zur Verfügung stehen. Die Indestr. Vor dem Rathaus ist keine gute Lösung wegen der fehelenden Parkplätze und der beschränkten Anzahl an Standplätzen.

    Das Argument der zum Teil-Indeüberbauung wegen Hochwasser, sei eine Gefahr, ist durch den Indeauen als Renaturierung zwischen Nothberg und Weisweiler als Abfluss und Auffangbecken eine damalige gute und vernünftige Lösung, Hochwasser in der Innenstadt auf Dauer zu verhindern.

    Ich schlage diese Lösung vor, um eine ganzjährige Nutzung der Zusammenführung beider Stadteile zu gewährleisten.

    Wilhelm Heidbüchel

     

    12.08.2020

    Leserbrief von Bernd Schmitz zum Thema „Indepromenade“

    Wer sind eigentlich die vielen Bürger, die diesen Rückbau wollen ? Ich kenne keinen. Eschweiler ist von der Anlage her ein"Straßendorf": alles ist auf Ost-West-Achse entlang der Inde gebaut. Deshalb ist so schwierig, Umgehungen zu planen, die auch Sinn machen. Bei eher rund angelegten Städten ist das einfacher. Es sei denn, man plante noch ein paar Indequerungen. Zurück zur Realität. Anstatt froh zu sein, über eine funktionierende und insgesamt noch gut in Schuss befindliche Straße zu verfügen, will man sich jetzt selber den Hahn zudrehen. Schon jetzt dauert es, die Stadt zu durchqueren, was man immer wieder mal gerne möchte. Zwar wissen wir heute aus noch urbaneren Gegenden als Eschweiler, dass der Schöpfer als natürliche Fortbewegung das Lastenfahrrad vorgesehen hat. Von dort wissen wir aber auch, dass das, was manchen da vorschwebt, nicht nur den Zusammenbruch des Verkehrs bedeutet (das ist mitunter durchaus gewollt), sondern auch unübersehbare Folgekosten verursacht.

    Fragen Sie mal Köln nach der Deutz-Terrasse. Geld, das Eschweiler nicht hat. Es wird die übliche Dreck- und Verrichtungsecke werden, da lohnt es sich, funktionierenden Verkehr für aufzugeben. Da wird dann 24/7 "gefeiert". Was das genau heißt, können z.B. die Anwohner des Brüsseler Platz in Köln oder aus anderen Städten beschreiben. Das Leben möge eine nie endende Stufenfahrt sein. Es ist doch merkwürdig, dass alle in die Städte drängen, weil man urbanes Leben will, dann aber nichts Eiligeres zu tun hat, als aus diesen Städten Dorfidylle zu machen. Städte waren schon immer umtriebig und geschäftig, bevor es Autos gab, waren die voller Pferdefuhrwerke, Verkehrsprobleme und Lärm gab es schon in Rom. In den Städten war auch Handwerk und Industrie. Das muss man nicht mögen, dafür kann man an die Ränder oder aufs Land ziehen, in den Biergarten oder an den Dorfanger, wenn das alleine attraktives und qualitatives Living ausmacht. Aber in den Städten nur noch zu Fuß od er dem Rad von Attraktion zu Attraktion zu flanieren, ist keine Stadt, sondern ein Freizeitpark, eine Neverlandranch für Erwachsene. Da sind seltsame Bilder von Folklore, Unschuld, wie es "früher" war (wann?) und nicht zuletzt Umsatz in den Köpfen vieler "Entscheider"entstanden. Was ist der Gewinn: aus dem Nichts entstehen plötzlich Grundstücke für Außengastronomie (haben wir in Eschweiler noch nicht) und zum Flanieren. Man sieht förmlich die gutsituierten Damen und Herren in ihrem 19. Jhdt. Staat die Natur und die Sicht auf das Rathauscenter-Residenz-Ding genießen und ihr vieles Geld in höchstkarätigen Läden ausgeben. Oder? Die Grundstücks- und Immobiliengeschäfte sind dann jedenfalls gemacht, die Stadt hat vorher gar nicht vorhandene Grundstûcke verkauft oder verpachtet und das muss unser ganzes Streben sein. Den Bauunternehmungen gönne ich den Umsatz, aber könnten die nicht besser die städtischen Schulen grundsanieren oder andere sinnvolle Dinge, ohne die einzig e funktionierende Ost-West-Achse ohne Not zu zerstören? Und das noch als fortschrittlich, ökologisch und überhaupt, zu verkaufen, das muss man erstmal können.

    Bernd Schmitz
    (Nicht Mitglied in der CDU ....,)

    12.08.2020

    Leserbrief von Hubert Feucht auf den Leserbrief von Ulrich Göbbels vom 05.08.2020

    Sehr geehrter Herr Göbbels,

    richtigerweise müsste es in Ihrem Artikel heißen „Auseinandersetzung zwischen UWG und BASIS“. Denn die als „Saubermänner“ oder alternativ als „alte Männer“ bezeichneten - besser gesagt: Restbestände einer ehemalig gut aufgestellten politischen Gruppe - haben letztendlich versucht, durch Wortspielereien und die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes die Beteiligung der BASIS an der Wahl am 13.09.2020 für den Stadtrat zu verhindern.

    Das Ergebnis des Versuches ging auch vor Gericht nach hinten los. Die Kosten trägt der Kläger UWG, der Verlierer ist das Haus St. Josef Eschweiler: Denn vor 25 Jahren wurde vereinbart, das der Kassenbestand der UWG als Spende an das Haus St. Haus auszuzahlen ist, sollte die UWG ihren Versuch beenden, politisch Positives zu tun. Jetzt kassiert statt dessen die Gerichtskasse mit.

    Gründe für die bürgerfeindliche Aktion könnten daher sein: Frust vor dem eigenen Versagen der UWG, sich nicht zukunftsweisend für 2020 etabliert zu haben. Oder eventuell ein Abschiedsgeschenk an die FDP und die weiteren etablierten Parteien durch den jämmerlichen Versuch, Konkurrenz im Wahlkampf vorab kalt zu stellen, oder?

    Eines haben die UWG und FDP jedoch erreicht: Werbung für die BASIS. Und noch etwas, Herr Göbbels: Letztendlich ist es dem Bürger egal, ob die Damen und Herren der BASIS zukünftig im Schlafsaal des Rathauses Lieder singen. Wichtig ist, dass man als Besucher nicht weiter das Gefühl hat, als wären alle mumifiziert, die dort sitzen.

    Die Bezeichnung „Märchenstunde der Ratsmitglieder“ gehört der Vergangenheit an und die einseitigen Beschlüsse der Mehrheitspartei enden am 13.09.2020. Alle, und nicht nur wenige, sollten Gehör finden und bei dem politischen Handeln nicht den Spruch „Der mündige Bürger - mein Feind“ empfinden.

    Sehr geehrter Herr Göbbels, bei all den Versuchen, Wahlkampf zu machen, ist der Eingriff ins Geschehen falsch, die Reklame bekommt die BASIS und nicht die FDP. Und das Haus St. Josef ist der Verlierer.

    Hubert Feucht

    05.08.2020

    Leserbrief von Ulrich Göbbels zu der Pressemitteilung der Basis in der Filmpost vom 29. Juli 2020: Auseinandersetzung der Basis mit der UWG

    Die Wortwahl von Herrn Michael Cremer in der Pressemitteilung der Basis zur Auseinandersetzung mit UWG ist sehr gewöhnungsbedürftig, besonders unter dem Aspekt, dass Herr Cremer viele Jahre journalistisch gearbeitet hat. Ich möchte mich auf keinen Fall in die Sache einmischen, aber von „perfiden Attacken“ und von „selbst ernannten UWG Saubermänner“, sowie „ frustrierten alten Männern, deren Gefolgschaft nur noch auf dem Papier existiert“ zu sprechen, ist für mich herabsetzend und beleidigend. Die Herren Erich Spieß und Manfred Waltermann haben 25 Jahre im Rat und in Ausschüssen sachkundig und engagiert mitgearbeitet und die politische Meinung ihrer Wählergemeinschaft vertreten.

    Eine solche Wortwahl über ihre politischen Mitbewerber hat es von den oben genannten Personen nicht gegeben. Ich hoffe, dass ein solcher Sprachgebrauch in Zukunft nicht in den Rat Einzug hält.

    Der Rat erfordert Arbeit, viele hundert Seiten Vorlagen, Anträge, Verträge, Mitteilungen etc., die bearbeitet werden müssen. Dies erfordert mehr Energie, als ein Lied zu singen.

    Ulrich Göbbels
    FDP Fraktionsvorsitzender

    05.08.2020

    Leserbrief von Brigitte Averdung-Häfner zum Thema Fahrräder in der Innenstadt und kein Lieferdienst mehr zu den Mittagsstunden

    Menschenleere Neustraße, rechts und links an die 10 Meter nur Fußweg – 1 bis 20 Personen die sich teils mit und auch ohne Einkaufstüte bewegen und rechts und links derzeit 10 leerstehende Ladenlokale, in der Mitte ein asphaltierter Fahrsteifen. Das ist das Bild, das ich tagtäglich erlebe und seit Jahren auch fotografisch festhalte. Nun wird hopplahopp zum 1.8. die Fußgängerzone für den Fahrradfahrer geöffnet, was ich ok finde, wenn die auf dem mittleren Fahrstreifen und im Schritttempo fahren! Ich werfe seit vielen Jahren Argumente zur Öffnung, zumindest der Neustraße in die Runde (Einbahnstraße/Schrittgeschwindigkeit), da ich der Meinung bin „Vorsorge ist wichtig“. Amazone und co verzeichnen derzeit 80 und mehr Prozent der Einkäufe. Tendenz nicht sinkend! (Wollte in Eschweiler vor 10 Jahren niemand wissen). Lieferdienste, die in den Mittagsstunden, in denen die Straßen eh gähnend leer sind Geschäfte beliefern, dürfen nun, mit der neuen Regelung, nicht mehr in dieser Zeit liefern. Dafür aber abends von 18 bis 21 Uhr. Welches Geschäft ist zu dem Zeitpunkt geöffnet? Ein Faß ohne Boden oder etwa ein weiterer Wurm, der nur dem Angler schmeckt aber keinem einzigen Fisch? Es ist 12.15 Uhr, freitags, wunderschönes Wetter, ich zähle gerade 8 Personen in der Neustraße. Was will der Eschweiler in Eschweiler, er will „schnell“ etwas besorgen/ schneller Zielkauf, stundenlanges Schlendern durch Einkaufsstraßen gehört längst zu unserer Geschichte. Natürlich haben Nostalgiefans und/oder Bürger, die einmal im Monat samstags in der Innenstadt unterwegs sind ein schön gefärbtes Empfinden, das entspricht aber leider nicht der Realität! Ich lade jeden ein, sich hier in die Straße zu setzen und sich selber ein Bild zu machen.

    Brigitte Averdung-Häfner

    28.07.2020

    Leserbrief von Hubert Feucht zum Thema Glasfasernetz

    Glasfaser von bis!!!

    Schnelles Internet wer möchte es nicht, aber zu welchem Preis. Um Verlege Verträge zu unterschreiben sollte man Sie lesen können, zumindest was die Verlege-Technik betrifft. Ausgangspunkt dieser Stellungnahme ist die vor einem Jahr erfolgte Verlegung in Hehlrath. Dort wurde unkontrolliert Kabel in die öffentlichen Straßen- und Gehweganlagen verlegt, die eine teure Beeinträchtigung auf Jahre mit sich bringen.
    Bei jeder Art des Tiefbaus in Folge, ob Versorger, Absenkung des Gehweges oder Straßenbau stößt man heute auf nicht ordnungsgemäß verlegte Kabel. Ab da beginnen dann Klärung, Beschädigung und Mehrkosten. Note sechs.
    Somit hin beginnt voraussichtlich mit dem weiteren Ausbau einer der Nachfolgekosten umfangreichsten Maßnahmen der letzten Jahre.
    Sowie die Zerstörung öffentlichen Eigentums. Die Tatsache, dass Zuschüsse die Stadt zum Fördermittelgeldempfänger machen und das diese Förderung eine besondere Aufmerksamkeit sowie Überwachung mit sich bringt spielt in der Verwaltung eine untergeordnete Rolle. Hauptsache die Presse schreibt positiv darüber.
    Firmen aus den dunkelsten Ecken fallen wie Fliegen in die Stadt ein, pflügen um und ziehen weiter.
    Die Frage, ob diese für solche Maßnahmen zugelassen sind, kontrolliert keiner.
    Diese Sparte ist ein Mekka für Illegale und Schwarzarbeiter. Billig ist geil.
    Was bleibt, ist Schrott in der Herstellung und unübersehbare Kosten für die Zukunft. Aber vielleicht gibt es auch hier einen Preis für die Stadt oder den Hammer der Woche.

    Viel Glück

    Hubert Feucht

    15.07.2020

    Leserbrief von Michael Roth zum Thema: Social Media Wahlkampf

    „Sozial ist, was Zusammenhalt sichert, fördert und schafft. Das braucht nun Priorität.“

    Die schleichende Entwicklung im (social-) medialen Kommunalwahlkampf erfüllt mich teilweise mit Sorge. Teils anonyme, beleidigende und persönliche Angriffe sind unangebracht und überhaupt nicht hilfreich.

    Das aktuelle Thema Müll in unserer Stadt ist sicherlich „EIN“ Thema und erhitzt die Gemüter. Es erfordert gleichzeitig aber auch von jedem mündigen Bürger sein eigenes Verhalten zu prüfen, bei Bedarf zu ändern. Das wäre schon ein großer Erfolg.

    Wir brauchen und wollen die politische Auseinandersetzung in der Sache in vielen Bereichen der Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, des Strukturwandels und sozialen Ausgestaltung für nachfolgende Generationen. Der Wettbewerb im Wahlkampf um die besseren Ideen für unsere Stadt gibt jedem Bürger die Möglichkeit die Entwicklung der Vergangenheit zu bewerten und gleichzeitig die Weichen bei der anstehenden Kommunalwahl für die Zukunft zu stellen. Dazu gehört aber auch auf die vielen positiven Dinge hinzuweisen.

    Unsere Stadt muss seit Jahren (…für viele vielleicht unbemerkt!) einen ständigen Strukturwandel für die BürgerInnen unserer Heimatstadt gestalten und bewältigen. Die finanziellen Möglichkeiten sind durch ständig neue Herausforderungen teilweise begrenzt und erfordern von Verantwortlichen in Verwaltung und Stadtrat viel Kreativität.

    Seit 10 Jahren habe ich die Möglichkeit als sachkundiger Bürger im Rat der Stadt Eschweiler die Entwicklung zu verfolgen. Ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind die Herausforderungen für unsere Stadt in der Zukunft positiv gestalten zu können. Um das auch in Zukunft zu gewährleisten brauchen wir aber zwingend weiterhin den Zusammenhalt in der Bürgerschaft und gegenseitigen Respekt unter den „Ehrenamtlichen“ Bewerbern für ein Mandat im Rat der Stadt Eschweiler.

    Lassen wir uns bitte in sozialen Medien nicht von Gegnern eines sozialen Miteinanders auf`s Glatteis führen und spalten. Auch in Corona-Zeiten ist das persönliche Gespräch mit den BürgernInnen möglich und viel besser für deren Entscheidungshilfe.

    Demokratiefeindliche Organisationen haben bisher in Eschweiler keine Gelegenheit gehabt sich zu entfalten, weil die Bürgerschaft zusammen gehalten hat. Das möge bitte auch in unserer Stadt so bleiben.

    Michael Roth aus Bergrath

    25.05.2020

    Leserbrief von Peter Müller zum Thema: Düsseldorfer Kö in Eschweiler

    Letzte Woche schrieb Achim Matzerath einen Brief zum Thema: „Düsseldorfer Kö in Eschweiler“.

    Ich kann da nur voll und ganz zustimmen. Es ist traurig, wie manche Gastronomen mit der derzeitigen Situation umgehen. Da wird von Solidarität in Corona-Zeiten geredet; „Eschweiler-wir halten zusammen“ plakatiert. Und was geschieht? Weiterhin versuchen Unternehmer ihr finanzielles Defizit auf Kosten der Mitbürger auszugleichen. Auch andere haben in diesen Zeiten erhebliche finanzielle Einbußen (Kurzarbeit, Geschäftsaufgabe, usw.). Diese Leute müssen auch auf Geld verzichten und befinden sich in schwierigen, ungewohnten Situationen in dieser Krise. Auch diese Menschen müssen ihre Euros teilweise zweimal umdrehen.

    Dennoch glauben viele, dass ein solidarisches und soziales Miteinander (!) uns alle stak macht und uns weiterhelfen kann. Da ist es schade, dass jetzt bei einigen Wirten (u.a. im Marktbereich) ein egoistisches Denken einsetzt, von wegen: „zuerst einmal die Preise erhöhen, um die Verluste aufzuholen, was scheren mich die Anderen?“.

    Gerade von alteingesessenen Wirten sollte man etwas Solidarität erwarten, wurde bei der Neugestaltung des Marktes nicht vor Jahren erheblich Rücksicht auf deren Belange genommen. Ich habe das Gefühl, dass die Interessen der einfachen Einwohner immer weiter ins Hintertreffen geraten, insbesondere was in letzten Jahren auf dem Vormarsch zu sein, auch was die Leitung der Stadt angeht.

    Soviel zu „Eschweiler-wir halten zusammen“. Hoffentlich beherzigen doch einige (viele!) dieses Motto und die Profitgeier bleiben in der Minderzahl, damit es nicht irgendwann heißt: „Eschweiler hat keinen Platz für arme Leute“!

    Allen Lesern „ALLES GUTE, GESUND BLEIBEN“

    Peter Müller

    19.05.2020

    Leserbrief von Knut Sperlich zum Verkehr nach der Schließung des Bahnüberganges am Jägerspfad

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich wende mich an dieser Stelle an die Vertreter der Medien, Verwaltung, Ordnungsamt und Polizei in Eschweiler.

    Der Bahnübergang Jägerspfad ist geschlossen. Seit dem wird der Feldweg zwischen der Straße alte Ziegelei und der Kreuzung der Straßen Grachtstraße und Josef-Art-Straße extrem als Verkehrsstraße genutzt.

    Private PKW, Motorradfahrer so wie auch Post- und Paketdienste fahren regelmäßig den Feldweg. Der Weg ist entsprechend beschildert und auch als solcher zu erkennen.

    Die Verkehrsteilnehmer fahren mit hoher Geschwindigkeit dort entlang. Fußgänger, spielende Kinder, Fahrradfahrer und auch Sportler müssen zum Teil schnell zur Seite springen.

    Es wird dort rücksichtslos gefahren, um eine Abkürzung zu haben.

    Ich fordere an dieser Stelle erhöhte Kontrolle durch die Behörden!

    An dieser Stelle könnte man mit Hilfe eines Pollers, klappbarem Pfosten oder einem anderem Hindernis für Sicherheit sorgen.

    Die Sicherheit sollte die geringen Ausgaben für so ein Hilfsmittel rechtfertigen.

    Um für die Verkehrsteilnehmer eine Entlastung zu schaffen nach der Schließung des Bahnüberganges gäbe es verschiedene alternativen.

    - Ausbau und Verbreiterung des Tunnels Sticherberg

    - Öffnung der Einbahnstraße Burgstraße

    - Bau einer Straße als Verbindung der Straßen Kunstschacht und den Straßen Grachtstraße und Josef-Art-Straße

    Die Schließung des Bahnüberganges war lange bekannt und die Politik und Verwaltung hat sich um die jetzt erfolgten Einschränkungen für die Bevölkerung wenig Gedanken gemacht.

    Eine Abhilfe muss hier erfolgen!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Knut Sperlich

    18.05.2020

    Leserbrief von Achim Matzerath zu Preissteigerungen bei Gastronomien

    Düsseldorfer „Kö“  in Eschweiler?

    War das nicht ein schönes Wochenende?

    Die Sonne und die angenehm warmen Temperaturen gaben so manch betrübtem Gemüt in dieser Zeit wieder in ein optimistischeres Gesicht. Ein jeder hat sich darauf gefreut, die Außengastronomie, wenn auch in eingeschränkter Form, wieder nutzen und genießen zu dürfen. Endlich kehrte wieder ein bisschen Normalität auch in den „wochenendlichen Alltag“ ein.

    Aber wie es halt beim Wetter so ist, gibt es meist nicht nur eitel Sonnenschein. Ein paar Wolken zogen zwischenzeitlich herein, zumindest war dies mein persönliches Empfinden.

    Mit großem Interesse verfolgte man doch in den vorangegangenen Tagen und Wochen Verlautbarungen und Veröffentlichungen diverser Zusammenschlüsse der Gastwirte, in denen man auf die spezielle Situation und Problematiken des Gewerbes in der „Corona-Krise“ hingewiesen hat.

    Die Argumente, Anregungen, Bittgesuche an die Politik  zu diesem Thema waren und sind nachvollziehbar, verständlich und unterstützenswert.

    Was dem jedoch entgegensteht und wohl auch eine kontraproduktive Wirkung hat, ist die Reaktion vereinzelter gastronomischer Betriebe.

    Hier versucht man scheinbar  verlorengegangene Umsätze durch Preissteigerungen zu kompensieren.

    Natürlich obliegt einem jedem Unternehmen die eigene Preisgestaltung und jedem Konsument und Kunden ist freigestellt, ob er Angebote annimmt oder nicht. Jedoch ist zu bedenken, dass nicht nur die Gastronomie von der Krise betroffen ist, sondern auch jeder einzelne potentielle Kunde/Gast den wirtschaftlichen Auswirkungen unterliegt.  

    Bei näherer Betrachtung ist eine gewisse Verhältnismäßigkeit hier teilweise schon seit längerer Zeit verlorengegangen. Extrem auffällig ist dies natürlich in diesen Zeiten.

    Dass es auch anders geht, zeigen meist „kleinere“ Betriebe.

    Abschließend ein Zitat eines Eschweiler Gastwirtes aus früherer Zeit zu diesem Thema:  „Das sind halt Düsseldorfer Preise!“

    Aber sind wir hier in Düsseldorf? Und wollen wir das?

    Achim Matzerath

    13.05.2020

    Leserbrief von Jennifer Müller zum Antrag vom SPD Ortsverein West für eine Umkehrung der Einbahnstraßenregelung der Burgstraße

    Diskussion um die Einbahnstraßenregelung der Burgstraße – Wer fragt die Anwohner?

    Seit Kurzem herrscht eine rege Diskussion von Seiten des SPD-Ortsvereines Eschweiler West darüber, die Einbahnstraßenregelung auf der Burgstraße zu ändern, da der Bahnübergang Jägerspfad nun endgültig geschlossen ist. Dieser Wunsch nach Änderung der Einbahnstraßen-reglung hin zur Röthgener Straße beruht darauf, dass viele Menschen aus Bergrath und Oberröthgen sehr schnell zur Röthgener Straße und den weiterführenden Hauptstraßen gelangen möchten, und dies scheinbar am schnellsten über die Burgstraße bewerkstelligen könnten. Dass es allerdings auch andere Straßen gibt, um dies zu tun, wird dabei außer Acht gelassen. Zudem wird bei der Diskussion um eine Änderung der Einbahnstraßenregelung auf der Burgstraße eines vergessen, die direkten Beteiligten vor Ortzu berücksichtigen, die Anwohner der Burgstraße! Die Einwohner der Burgstraße erleben die aktuelle Einbahnstraßenregelung als gut geregelt. Einerseits ist so eine zusätzliche Ampelschaltung an der Kreuzung Röthgener Straße/Odilienstraße nicht mehr nötig und zudem ist die Verkehrssituation momentan als moderat zu bezeichnen. Eine Änderung der Verkehrsführung bringt einige Nachteile mit sich. Zum einen kommt es zu einem erhöhten Verkehrs- und Lärmaufkommen auf der Burgstraße. Darüber hinaus müsste es wieder eine Ampelführung am schmalen Ende der Burgstraße zur Röthgenerstraße geben. Dies begünstigt einen verstärkten Rückstau entlang der Burgstraße, insbesondere wenn es einen Feuerwehreinsatz gibt und das Ampelsystem auf der Röthgenerstraße minutenlang deaktiviert wird oder aber die Euregiobahn die Talstraße überquert und deshalb die Schranken geschlossen werden. Dadurch ergeben sich insgesamt mehr Autostaus an der Kreuzung Röthgenerstraße/Odilienstraße. Zudem gibt es das Problem, dass die Linie der EW4 dann nicht mehr vom Hauptbahnhof in die Burgstraße fahren könnte. Wo soll der Bus fahren?

    Mit dem Vorhaben der Umkehrung der Einbahnstraßenregelung möchte der SPD Ortsverein Eschweiler West die Verkehrssituation an der Kreuzung Talstraße/Bourscheidstraße verbessern und nimmt dabei die eindeutige Verschlechterung der Wohn- und Verkehrssituation auf der Burgstraße in Kauf.

    Die derzeitige Einbahnstraßenregelung auf der Burgstraße ist gut so, wie sie ist!

    Das sollte an dieser Stelle wirklich einmal betont werden.

    Allerdings fehlt in dieser Diskussion ein anderer Aspekt: eine Berücksichtigung der Verkehrssituation in Bezug auf die Fußgänger. Wenn die Fußgängerunterführung zwischen dem Ringofengelände und der Burgstraße nach den Sommerferien fertiggestellt ist, wird es dort ein erhöhtes Personenaufkommen geben. Viele Anwohner, aber auch Schüler/innen und Eltern mit ihren Kindern werden diesen Bereich frequentierten, da die Kitas (am Ringofen und St. Marien am Burgfeld) und die Grundschule (KGS Barbaraschule Karlstraße) in unmittelbarer Nähe sind. Deshalb ist ein Fußgängerüberwegan der Burgstraße(Ecke Gasthof Burghof) hin zur Unterführung genauso sinnvoll, wie er bereits auf der Ringofenseite gefordert wird. Zudem ist die Einrichtung einer Tempo30-Zone auf der Burgstraße sinnvoll, um eine sichere Überquerung der Burgstraße, auf der oft viel zu schnell gefahren wird, zu ermöglichen.

    von
    Jennifer Müller
    Burgstraße, Eschweiler

    05.05.2020

    Leserbrief von Günter Frühauf als Reaktion auf den Leserbrief von Frank Laufs vom 29.04.2020

    Der Leserbrief von Herrn Frank Laufs in der Filmpost vom 29.04.2020 hat mir sehr gefallen und entspricht genau der Meinung , die wir alle vertreten sollten.
    Bravo Herr Laufs.

    Herzlichen Dank
    Günter Frühauf

    29.04.2020

    Leserbrief von Frank Laufs mit dem Thema: Corona - Einschränkungen retten Leben

    Die Berichterstattung in manchen Medien und das Verhalten mancher Politiker bereiten mir Sorgen.
    So wird gerne berichtet, dass die Menschen unter den zur Zeit herrschenden Einschränkungen leiden. Eltern würden beklagen, dass es äußerst anstrengend sei, ihre Kinder den ganzen Tag betreuen zu müssen. Möglich ist, dass manche Schulen den Schülern zu viel Hausaufgaben und Lernstoff zumuten, bei denen die Eltern unterstützen müssen. Möglich ist auch, dass manche Eltern, die bisher den Schulen die Erziehung ihrer Kinder überlassen haben, jetzt die Früchte ihrer versäumten Erziehung ernten. Angemerkt sei, dass Lehrer täglich um die 30 solcher Kinder in ihrer Klasse haben.
    Andere Menschen würden darunter leiden, sich nicht mehr so frei bewegen zu können, so wie sie es bis jetzt gewohnt waren.
    Die Medien betonen auch gerne, wie schade es sei, dass große Feste und Veranstaltungen ausfallen, ohne meiner Meinung nach eindringlich auf den notwendigen Zweck hierzu hinzuweisen. Sie fördern damit m. E., dass viele Menschen sich noch mehr eingeschränkt fühlen.
    Ich möchte es an dieser Stelle einmal deutlich sagen:
    Wir haben die letzten Wochen nicht im Keller sitzen müssen.
    Wir konnten spazieren gehen.
    Wir konnten einkaufen gehen. Wir konnten, zwar eingeschränkt, Menschen treffen.
    Wie groß wird das sogenannte „Leiden“ der Menschen erst einmal werden, wenn durch vorschnelle Lockerungen der Einschränkungen die Infektionen wieder ansteigen und wieder, vielleicht massivere, Einschränkungen durchgeführt werden müssen. Politiker, die meinen, Wählerstimmen dadurch zu gewinnen, wenn sie angeblich den Menschen einen Gefallen tun, und nicht bereit sind, in Zeiten der Krise auch vermeintlich unbequeme Entscheidungen zu treffen, beweisen m. E. keine Führungsstärke.
    Virologen und andere Wissenschaftler warnen vor vorzeitigen Lockerungen ja nicht deswegen, weil sie Spaß daran haben, Menschen in ihrer Lebensweise einzuschränken, sondern, weil sie Menschenleben retten wollen.
    Die Geschichte wird in einigen Jahren zeigen, wie sie ihr Urteil über die Politiker fällt, die die Warnungen der Virologen und anderer Wissenschaftler zu leichtfertig abgetan haben.
    Bitte schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen, und bleiben Sie gesund.
    Frank Laufs

    11.04.2020

    Leserbrief von Marc Müller zum Artikel „SPD-Fraktion bezieht Stellung zum Rathaus-Quartier“

    Ich bin erstaunt, das die SPD es geschafft haben soll, den Investor davon zu überzeugen, nun doch Wohnungen zu bauen. In Gesprächen mit Bernd Pieroth und TenBrinke wurde mir diese Idee schon vor über 4 Wochen kund getan. Sie stammt also von dem Investor Ten Brinke, der Aufgrund von klagenden Bürgern, diese Überlegungen bereits angestellt hatte... Meines Erachtens hat die Stadtverwaltung hier die Gespräche positiv begleitet, nicht die SPD. Schade ist, dass eine Partei in Eschweiler immer alle Erfolge für sich beansprucht. Das bringt die anderen Parteien auf die Palme... Gute Projekte werden zerredet und Projekte gefährdet. Auch bei diesem Projekt wären wir mit mehr Offenheit aller Beteiligten und besserer Kommunikation nun deutlich weiter. Es wurden Fehler gemacht... Ich fordere ein Umdenken für die nächste Legislaturperiode... ich befürworte das Projekt... den politischen Stil jedoch nicht...

    Marc Müller

    06.04.2020

    Leserbrief von Michael Cremer zum Artikel „Stadt am Wasser: Ideen und Visionen gesucht“

    Die Leuchtende und andere Erleuchtungen

    Der Filmpost entnehme ich, dass die SPD-Bürgermeisterkandidatin und ihre Partei „Großes“ vorhaben. Sie wollen die „Stadt am Wasser“ schaffen und rufen die Eschweiler Bürger auf, Ideen zu schicken. So weit, so gut.

    Vorab: Ich schreibe hier als Eschweiler Bürger, der über Jahrzehnte das politische Geschehen in seiner Heimatstadt als Journalist (kritisch) beruflich begleitet hat und sich demzufolge ein wenig auskennt im „Städtchen“. Ich schreibe aber auch als politischer Mensch, der sich in der „Sensibilisierungsgruppe BASIS – Bürger für Eschweiler“ engagiert. Die Eschweiler Bürgerinnen und Bürger bei allen bedeutsamen Entwicklungen in der Indestadt von Anfang an mitzunehmen, ist ein zentraler Punkt der BASIS-Grundsätze. Diese Einbindung der Bürger beginnt nicht erst damit, dass man sich zu Partei-Projekten wie im vorliegenden Fall äußern „darf“, sondern vielmehr damit, eigene Projekte/Maßnahmen etc. zum Wohle Eschweilers vorzuschlagen. „Sensibilisieren“ für die Mitverantwortung jedes Einzelnen für seine Mitmenschen und die Umwelt nennt die BASIS das. Dies bedeutet auch, dass ein Jeder als mündiger Bürger seine Möglichkeiten und Fähigkeiten nutzen und einbringen kann, vor allem aber auch darf. Mindestens so erstaunt wie erfreut habe ich in diesem Zusammenhang feststellen dürfen, dass in den zurückliegenden Monaten Eschweiler Politiker, aber auch gewisse Abteilungen der Stadtverwaltung den seit 2012 in Eschweiler von einer bestimmten Gruppe öffentlich gemachten und benutzten Begriff „Sensibilisieren“ nach nunmehr 8 Jahren für sich entdeckt haben. Auch vor „Visionen“ und manch Anderem macht dieser Ideenklau nicht Halt. 2020 ist eben ein Wahljahr.

    Aus dieser Tatsache schließe ich als Laie auch, dass offenbar die Parteistrategen der Eschweiler Sozialdemokratie und nicht die Verwaltung auf diese (werbewirksame) Idee mit der „Stadt am Wasser“ gekommen sind. Auch nur anzunehmen, das könnte vielleicht umgekehrt gewesen sein, verbietet sich mir als Demokraten. Ich frage mich halt nur: Hätte in einem solchen Fall nicht die Verwaltung statt einer Ratspartei zum Projekt „Stadt am Wasser“ aufrufen müssen? Natürlich könnte es durchaus sein, dass die Eschweiler SPD schlichtweg vergessen hat, wie sonst üblich über ihre Fraktion im Rat einen Antrag an den Bürgermeister zu stellen – mit allem dazugehörenden Tamtam. Schließlich vergisst jeder von uns schon mal etwas. Ebenso ist niemand gegen Verwechslungen gefeit. Auch ich, und das beruflich, habe SPD und Rathaus in der Vergangenheit schon mal durcheinander geworfen. Da Irren aber menschlich ist, habe ich mir in diesem Punkt verziehen. Wie bereits angedeutet: Als Politik-Laie, der ich bin, kann ich die oben angesprochenen Vorgänge ohnehin letztlich nicht beurteilen.

    Den Begriff „Stadt am Wasser“ fand ich beim ersten Hinsehen gar nicht übel, zumindest insofern als damit nicht gemeint ist, dass unserer Heimatstadt das Wasser bis zum Halse stünde. Gegen eine solche Interpretation verwahre ich mich nämlich ausdrücklich!

    Leichtes Unbehagen bereitet dem Journalisten/Reporter in mir die Wortwahl im SPD-Indewasser-Grußsatzpapier. Natürlich ist es vorbildlich, dass die SPD-Bürgermeisterkandidatin (bei Wikipedia?) recherchiert hat und uns Allen nun mitteilen kann, dass der Name „Inde“ wohl keltischen Ursprungs sei und „die Leuchtende“ bedeute. Nur bedingt, weil kurz erleuchtend empfand ich hingegen ihr „Bekenntnis zum Leben am Fluss“. Obwohl die Eschweiler natürlich alle wissen, dass die Inde bei Hochwasser ein dreckiger, Müll und Bäume mit sich führender Kanal ist und im Hochsommer allenfalls vor sich hin plätschert, hatte ich beim „Bekenntnis zum Leben am Fluss“ kurzzeitig Visionen von Ruderbooten und Kuttern samt romantischem Hafen und Anlegestellen. Einfach schön!

    Ihr „Herzensanliegen“, die Inde für die positive Entwicklung Eschweilers zu nutzen, habe Frau Leonhardt „bereits in einer ihrer ersten Ansprachen als Bürgermeisterkandidatin geäußert“, muss ich da lesen. Das ist dann wohl vor kurzem gewesen. Mit „ihrem“ Herzensanliegen haben sich Architekturbüros und Planer hingegen schon vor Jahrzehnten befasst und Entwürfe vorgelegt. Hat man vergessen, ihr das mitzuteilen? Und wurde sie auch nicht davon in Kenntnis gesetzt, dass ihre Partei seit vielen, vielen Jahren maßgeblich die Geschicke Eschweilers mitbestimmt, diese Entwürfe (und andere) aber nie zum Tragen kamen?

    Frau Leonhardt und ihrer Partei ist natürlich zu wünschen, dass das Indewasser-Papier hohe Wellen schlägt. Den Bürgern, die sich daran beteiligen möchten, wünsche ich aus tiefstem Herzen, dass ihre Ideen nicht irgendwo versickern.

    Michael Cremer

    12.02.2020

    Leserbrief von Waltraud Bracke zum Thema Silvesterfeuerwerk

    Silvester und die diversen privaten Silvesterfeuerwerke liegen schon eine Weile hinter uns. Trotzdem möchte ich mich noch zu diesem Thema äußern.

    Für die Eschweiler Feuerwehr soll es ein ruhiges Silvester gewesen sein. Trotzdem kam es zu Einsätzen, die normalerweise sonst nicht anfallen. Es kommt immer wieder zu Bränden und demzufolge zu Schäden. Man muss sich nur vorstellen, dass durch diese Böllerei das eigene Haus abbrennt oder die Wohnung und man steht vor dem „Nichts“ oder ist vielleicht auch noch verletzt. Dann findet man das gar nicht lustig oder schön.

    Aus anderen Teilen Deutschlands kam es zu folgender Meldung:

    Zum Jahreswechsel gab es wiederholt zahlreiche Verletzte, darunter befanden sich einige Kinder. Es kam zu Autounfällen aufgrund der eingeschränkten Sicht durch den Feuerwerksnebel; Polizisten und Rettungskräfte wurden mit Böllern attackiert. Außerdem ist in dieser kurzen Zeit eine geschätzte Menge von 50.000 Tonnen Müll entstanden.

    Polizei und Feuerwehr hatten in Berlin in der Silvesternacht wieder alle Hände voll zu tun. Schon morgens gingen mehr als 3000 Notrufe ein. Es mussten immer wieder Brände gelöscht und Menschen geholfen werden. Die Polizei berichtete im Minutentakt über Zwischenfälle, Übergriffe, Brände, Verletzungen, vor allem im Zusammenhang mit Pyrotechnik. In Kreuzberg wurden Pyrotechnik und Steine auf Rettungskräfte geworfen.

    Die Menschen verhalten sich an solchen Tagen unter Einfluss von Alkohol ziemlich aggressiv und hemmungslos, sowohl gegen Menschen, als auch gegen Tiere.

    Es hat zahlreiche Unfälle mit Weidetieren gegeben.

    Eine Meldung lautet: „Rinder brechen aufgeschreckt von Weide aus – eines stirbt. Sie wurden durch den Lärm eines Feuerwerkes aufgeschreckt. Eines der Tiere lief in Panik auf eine Straße und prallte dort gegen ein Auto, das Tier starb durch den Aufprall. Das geschah in Bayern.
    Ich könnte Ihnen noch viele andere Beispiele nennen; das würde aber den Rahmen sprengen.

    Tiere geraten in Panik und laufen ihren Besitzern weg und werden nie mehr gefunden. Das geschah vor 2 Jahren auch einem Hundebesitzer in Eschweiler. Einen Tag vor Silvester hat schon ein ganz verantwortungsloser Mensch rumgeböllert. Der Hund des Eschweiler Hundebesitzers entlief in voller Panik und wurde auch nicht mehr gefunden. Der Hundebesitzer war sehr traurig darüber, weil er an seinem Hund gehangen hat.

    Ich selbst konnte beobachten, dass einige Halbwüchsige eine Woche vor Silvester auf einem bestellten Feld Böller in die Luft gejagt haben. Nach einiger Zeit verschwanden sie dann und ließen natürlich den Müll zurück.
    Das finde ich so respektlos den Tieren und dem Bauern gegenüber. Leider gibt es unter den Jugendlichen viele, die nicht mehr wissen, wie man sich richtig verhält. Da ist Silvester, Halloween, Karneval ein guter Anlass, über die Strenge zu schlagen.

    Man sagt ja: des einen Freud, des anderen Leid.

    Aber ehrlich gesagt, sehe ich überhaupt nicht ein, dass durch die ganzen privaten Feuerwerke soviel Leid und Schaden entsteht. Es wäre doch sinnvoller, alternativ zu den ganzen privaten Aktivitäten ein Feuerwerk pro Ort gemeinsam mit der Bevölkerung zu veranstalten. Alle kommen zusammen, amüsieren sich und räumen dann am besten am Ende oder am nächsten Tag gemeinsam auf. Das stärkt die Gemeinschaft und verhindert die ganzen negativen Auswirkungen.

    Wer hat Lust, sich für 2021 um eine solche Gemeinsamkeit zu kümmern?

    Bitte schreiben Sie zu diesem Thema Ihre Meinung in Form eines Leserbriefes.

    Waltraud Bracke
     

    12.02.2020

    Leserbrief zum Thema Straßenbaubeiträge von Harald Hocks

    Im Dezember 2019 hat die Mehrheitsfraktion im Düsseldorfer Landtag, bestehend aus CDU und FDP, eine Neuregelung der unliebsamen Straßenbaubeiträge für die betroffenen Anwohner beschlossen. Nur steht dieser Beschluss von CDU/FDP gegen den mehrheitlichen Willen der BürgerInnen von NRW und der Opposition im Landtag, bestehend aus SPD, Grüne und der rechtspopulistischen AfD.

    Hätte die Koalition aus CDU und FDP auf den großen Proteststurm der BürgerInnen reagiert, wäre es endlich zu der Abschaffung der unsinnigen Straßenbaubeträge, wie in anderen Bundesländern, gekommen. Aber nein, um die Gemüter der BürgerInnen zu besänftigen, soll es nun mehr Transparenz bei der Planung geben. Die Anlieger sollen frühzeitig über Kosten informiert werden. Besonders betroffene Anwohner sollen die Beiträge „voraussetzungslos“ per Rate zahlen können (ob dann wohl auch noch ein Zinsaufschlag dazu kommt?), und die Kosten sollen gedeckelt werden. Es stellt sich die Frage, wie dieses Vorgehen durch die Kommunen umgesetzt werden soll. Schon jetzt warnt der Bund der Steuerzahler davor, dass künftig jeder Fall genau geprüft werden muss. Hierdurch werden absehbar hohe Verwaltungskosten auf die Städte zukommen, die durch Steuerbelastung für uns BürgerInnen bezahlt werden müssen.

    Nach der Logik von CDU/FDP, die ja für die Erhebung von Straßenbaubeträgen für Anwohner sind, müssten dann z.B. auch nur Eltern, die schulpflichtige Kinder haben, die Schulkosten bezahlen. Ist aber nicht so, denn wir leben in einer Solidargemeinschaft. Dementsprechend müssen auch die Straßenbaubeträge von der Solidargemeinschaft gezahlt werden. Nichts anderes wird ja auch für Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen gemacht. Hinzu kommt, dass Anlieger „ihre“ Straße bereits mit den Erschließungskosten beim Hausbau bezahlt haben. Wurden Reparaturen an der Straße erforderlich, so wurden diese von der Kommune aus Steuermittel getragen.

    Für die BürgerInnen, ist es nicht nachvollziehbar, dass sie „ihre“ Straße bezahlen sollen, die aber auch als Infrastruktur doch Allen offen steht, und von LKW, Bussen und PKW tagtäglich „kaputt gefahren“ wird. Fakt ist auch, dass die Instandhaltungspflichten der Stadt nicht immer gegeben sind. Leider vergammeln zu lange die Bürgerwege und Straßen, bis dann eine aufwendige und teure Sanierung unabwendbar ist.

    Bleibt letztendlich zu hoffen, dass „unsere Stadt Eschweiler“ die Möglichkeit der „nicht in Rechnung zu stellenden Straßenbaubeiträge“ umsetzt. Auch hieran sollten die BürgerInnen und WählerInnen bei der kommenden Kommunalwahl in 2020 denken. Harald Hocks

    12.02.2020

    Leserbrief von Wilhelm Heidbüchel mit dem Thema: Der Trick der Unparteilichkeit.

    Die CDU solle nicht so tun, als ob sie einen unabhängigen Berichterstatter unterstützen würden. In meiner Zeit als Ratsmitglied war Herr Nowicki immer ein begeisteter Berichterstatter einer der konservativen CDU nahen Zeitung.
     
    Er hatte immer wohlwollend über CDU-Ansichten aus Ausschüsse und Ratssitzungen berichtet und kommentiert. So überparteilich waren seine Berichte fast nie. Die CDU hat mit ihren handelnden Personen gegenüber den anderen Parteien nicht den Mum, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken.
     
    Ich nenne hier die Herrn Berndt Bündgens Schlenter. Jetzt versuchen sie es mit einem nicht satzungsgebundenen CDU-Mitglied mit einem sehr dunkel schwarzen Farbanstrich.

    Mit sozialdemokratischen Grüßen

    W. Heidbüchel

    12.02.2020

    Leserbrief von Brigitte Averdung-Häfner zum Thema: Stadt Eschweiler will den Bürgern das Böllern nicht verbieten

    Prosit Neujahr mit Feuerwerk und Böllern – eine Tradition in aller Munde oder vielleicht auch im Wandel. Die Stadtverwaltung erlaubt den Bürgern großzügigerweise das diesjährige „Böllern“. Was ich persönlich von der CO 2 Belastung durch Böllern halten soll, das weiß ich gerade auch nicht; allerdings so lange Massentierhaltung erlaubt ist und vieles andere, so lange ist 1 x im Jahr „Böllern“ wahrscheinlich wie ein Tropfen auf einem heißen Stein. Was für mich von Seiten der zuständigen Behörde, sprich Stadtverwaltung wichtig und zu regeln wäre, das ist die Frist, bis wann die „Böllerer“ ihren Müll wegzukehren haben und/oder ggf wer überhaupt dafür verantwortlich ist. (Gastwirte, Anwohner, Veranstalter....?), da scheint es zumindest an der nötigen Kommunikation und auch an der „Überprüfung“ zu mangeln?
     
    Alljährlich gibt es im Stadtgebiet vielerorts Plätze und Straßen, die nach dem „Böllern“ wie verlassene Kriegsschauplätze ausschauen. Am Marktplatz beispielsweise erlebe ich, dass viele Kneipen zu Neujahr geschlossen haben, der „Böllermüll“ aber liegenbleibt.
     
    Ich wünsche mir, dass Neujahr, also der 1.1. 2020 (Feiertag) Eschweiler trotz „Böllern“ sauber ist und man, auch ohne von der „Böllermüllkatrastophe“ geschockt - durch die Straßen und über die Plätze spazieren kann.
     
    Brigitte Averdung-Häfner

    12.02.2020

    Leserbrief als Antwort auf den Leserbrief von Norbert Nalewaja aus der vergangenen Woche zum Thema: Bürgermeisterkandidat/in

    „Zum Schluss Ihres Leserbriefes in der letzten Ausgabe der Filmpost, wünschen Sie sich, Herr Nalewaja, eine sachliche Diskussion im Umgang mit allen Bürgermeisterkandidaten. So weit so gut, gäbe es da nicht noch einige Zeilen vorweg. Dort nämlich titulieren Sie Menschen, die sich in Parteien und dies oft über längere Zeiträume hinweg für das Gemeinwohl engagieren, als „hörig“ und nicht fähig über den Tellerrand hinaus zu blicken.

    Einen weiteren Leserbriefschreiber fordern Sie auf, kundzutun welcher Partei er denn hörig sei. Sie, Herr Nalewaja, schrecken nicht davor zurück andere Menschen als hörig und unfähig zu verunglimpfen. Ihnen scheint dabei völlig entgangen zu sein, dass einer der „unabhängigen“ Kandidaten die Nähe und Unterstützung der vom Ihnen sogenannten „Hörigen und Inkompetenten“ sucht. Nämlich die Unterstützung von CDU und FDP. Dieser Kandidat, würde man Ihrer etwas schlichten Denkweise folgen, wäre zumindest also schon teilhörig und erreicht den zitierten Tellerrand vielleicht nur noch knapp.
    Nein, Herr Nalewaja, Ihnen geht es nicht um sachliche Auseinandersetzung, dafür ist Ihr Sprachstil zu aggressiv und Ihre Argumentation zu wirr.“

    Georg Urbach

     

    12.02.2020

    Reaktion auf den Leserbrief von Frau Karo Schreurs zum Thema Bürgermeisterkandidaten in der vergangenen Woche

    Sehr geehrte Frau Schreurs,
     
    Sie haben mir und wahrscheinlich sehr vielen Eschweiler Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Antwort auf die unsäglichen Leserbriefe der Herren Pfeiffer und Nießen aus der Seele gesprochen. Sie haben vollkommen recht. So etwas braucht kein Mensch.
     
    Wir können doch nur froh sein, dass sich politisch Interessierte Personen ohne Parteibuch für ihre Heimatstadt einsetzen wollen. Wer einer Partei hörig ist, hat den Blick über den Tellerrand längst verloren. Nochmals danke Frau Schreurs, in der Hoffnung, dass ihre Zeilen andere Mitbürgerinnen und -bürger aufmuntern, solchen Äußerungen auch öffentlich entgegen zu treten und nicht nur im stillen Kämmerlein zu denken "Sie hat ja recht".
     
    Zusätzliche Anmerkung:
     
    Leider hat kurze Zeit später ein weiterer Leser (Herr Dahmen) seine unangemessene Kritik an parteilosen Bürgermeisterkandidaten geäußert. Er verbietet sich als Mitglied einer Partei diskreditieren zu lassen, diskreditiert aber gleichzeitig alle parteilosen Bürgermeisterkandidaten. Auch so eine Art von Kritik braucht kein Mensch. (Im Übrigen Herr Dahmen: Wenn Sie schon politisch Interessierte zum Mitmachen einladen, könnten Sie auch kundtun welcher Partei Sie hörig sind, damit die Interessierten auf jeden Fall bei einer anderen Partei ihr politisches Interesse einbringen können).
     
    Und ob wir nicht genug Kritiker in der Eschweiler Bevölkerung haben, muss sich am 23.11.19 (ein Tag nach bekannt werden der Kandidatur von Herrn Nowicki) in der Eschweiler Zeitung auch noch ein Lehrer, Trainer und Karnevalsprinz (nämlich Herr Haas, Bürgermeister der Stadt Stolberg SPD) in die Debatte der Eschweiler Bürgermeisterwahlen einmischen und seinem "Karnevals-Kollegen" die Kompetenz für dieses Amt absprechen.
     
    Für Herrn Haas ist ausschließlich Frau Leonhardt (SPD) geeignet. Ist Frau Leonhardt jetzt schon auf externe Wahlunterstützung angewiesen oder ist dies sogar von ihr eingefordert? (Herr Trump lässt grüßen)
     
    Ja Herr Dahmen und Herr Haas; eine Parteizugehörigkeit garantiert noch lange kein politisches Fachwissen, geschweige denn Verwaltungskenntnisse und Personalführungserfahrung aber der gesunde Menschenverstand geht dabei vielen Politikern verloren.
     
    Ich wünsche mir in den nächsten Monaten eine sachliche Diskusion zum Thema Bürgermeisterwahl und vor allem einen fairen Umgang mit allen Kanditaten, ob mit oder ohne Parteibuch.
     
    Norbert Nalewaja

    12.02.2020

    Leserbrief als Antwort zu den Leserbriefen von Herrn Pfeiffer und Herrn Nießen in der letzten Ausgabe

    Willkommen im Mosermodus! Wie muffig-griesgrämig ist das denn?! Da haben sich eine Kandidatin und zwei Kandidaten gewollt oder noch per Gerücht für das Bürgermeisteramt gemeldet, und schon stehen zwei Leserbriefschreiber Gewehr bei Fuß und machen nichts anderes, als hämisch, herablassend und durch und durch negativ ihre Vorabmeinung abzusetzen.

    Ja, die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und auch diese beiden Herren dürfen offenbaren, was sie davon halten! Geschenkt!
     
    Ich möchte hier klarstellen, dass ich weder die drei in den Leserbriefen angesprochenen Personen kenne noch die Leserbriefschreiber. Ich bin nur eine parteilose Eschweiler Bürgerin, die ihre Stadt liebt und mit Erschrecken feststellt, wie noch weit vor Bewerbungsbeginn potentielle Kandidaten lächerlich gemacht und zerrissen werden.
     
    Jeder wahlberechtigte Mensch wird anhand der kommenden Aussagen, der Parteiprogramme und Informationen der Kandidatenriege das eigene Urteil bilden und mit den eigenen Prioritäten abgleichen - das ist Demokratie.
     
    Ein Vorab-Mosern, wo noch nichts Substantielles an Wahlprogrammen der Öffentlichkeit vorliegt, ist billig, unfair, unproduktiv und so überflüssig wie ein Kropf! Das braucht kein Mensch! Karo Schreurs

    12.02.2020

    Leserbrief von Michael Cremer zum Thema Beitragsbescheid

    Wutbürger

    Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sowie sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte aus unserer Lebens- und Liebenswerten Stadt Eschweiler.Nachdem die Anwohner der Saarstraße (womöglich auch weiteren Straßen in Eschweiler) in der vergangenen Woche ihren Beitragsbescheid (über mehrere tausend Euro) nach §8 des KAG NRW erhalten haben, möchte ich Sie hiermit darum bitten, möglicherweise als erste Gemeinde in NRW sich diesem völlig unzeitgemäßem Gesetz per Ratsbeschluss zu widersetzen, indem Sie Ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen nicht dazu nötigen, diese dem Allgemeinwohl dienenden Baumaßnahmen, einzeln zu bezahlen. Die Politik sollte auch im Sinne des Bürgers handeln und es gab ja schließlich mehr als 500.000 Unterschriften zur Abschaffung des Abgabengesetzes §8. Glaubwürdige Politiker, aller Fraktionen, sollten in der Lage sein, in der Vergangenheit begangene Fehler zu beheben. Möglicherweise lösen Sie mit meinen erbetenen Handeln eine Reform und eine zeitgemäße politische Denkweise aus, bevor es Parteien in die Hand nehmen, die Wutbürger als ihre neuen Wähler fangen möchten. Michael Cremer, Anwohner

     

    12.02.2020

    Leserbrief von Winfried Pfeiffer mit dem Thema : Das Ringen um das höchste Amt der Stadt

    Das Ringen um die Kandidatur für das Bürgermeisteramt hat begonnen. Gut so, dass sich auch schon einige Personen der Verantwortung öffentlich stellen: Herr Häffner und Frau Leonhardt. Es ist wichtig, dass sich Personen öffentlich zeigen und den Mut haben, für ihre Inhalte und Kompetenzen zu werben.

    Mich persönlich wundert es, dass sich die größte Oppositionspartei im Stadtrat, die CDU, noch nicht äußert. Ist dies nicht ein Armutszeugnis? Oder hadert die CDU noch mit Herrn Schlenter, ob er der richtige Kandidat sei? Oder gibt es eine Neuauflage von Wilfried Berndt 2.0?
    Ein anderer möglicher Kandidat, der parteilose (ehem.) Karnevalsprinz, scheint ja noch auf der Suche nach einer Unterstützerpartei zu sein. Mich stimmt es nachdenklich wenn man dann bereits jetzt in der Presse lesen darf, dass sich dieser förmlich bei allen Parteien (wahrscheinlich bei fast allen) anbiedert und um Unterstützung bettelt (oder bittet). Alaaf – die Session hat begonnen. Wäre doch alles nur so einfach wie Karneval.

    Ich persönlich wünsche mir einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin, der soziale Kompetenzen vorweist, eine mittlere Stadt wie Eschweiler durch den Strukturwandel führen kann und auch ein großes Rathaus führen kann und Erfahrung und Kontakte in der Politik hat. Braucht Eschweiler eine Person XY 2.0? Meiner Meinung nach nicht.

    Winfried Pfeiffer

    12.02.2020

    Leserbrief zur Bürgermeisterwahl in Eschweiler

    Im kommenden September stehen die Wahlen zum Bürgermeister an. In den vergangenen Tagen stellt sich mir die Frage, was denn ein zukünftiger Kandidat oder eine zukünftige Kandidatin mitbringen muss?
    Ein Künstler hat sich inzwischen „geoutet“: „Ich (bzw. meine Frau) kann Bürgermeister“! Als erste Aktion brachte er (sie) „stilvoll“ Blumentöpfe an Buswartehäuschen an, um Mitbürger anzuregen, dort ihre Zigarettenkippen auszudrücken, das Ganze hielt zwei Tage, da waren die Töpfe bereits abgerissen.
    Ein Video der Bastelaktion findet sich übrigens auf Facebook… Ein Blick in das Video ist zu empfehlen, um die Kompetenzen des Kandidaten kennenzulernen…
    Der zweite, dessen Name kursiert, ist der ehemalige Prinz von Eschweiler: Patrick Nowicki der Erste. Ob seine Voraussetzungen, ein solches Amt zu bekleiden, vorliegen, ist mir fraglich. Ein lautes Organ hat er zumindest. Aber ob die nicht immer nur niveauvolle Stimmgewalt ausreicht, ein solches Amt zu bekleiden? Die Frage bleibt im Raume stehen.
    Die dritte Person in der Reihe ist die amtierende Fraktionsvorsitzende der SPD Nadine Leonhard. Sie ist nicht so bekannt wie die beiden anderen (möglichen Kandidaten) und hätte sicherlich kein leichtes Erbe ihres Bürgermeisters anzutreten. Sie hat zumindest politische Erfahrung und scheint zumindest auch aus der Verwaltung zu kommen. Doch kann sie Bürgermeister? Fragen über Fragen.
    Ich hoffe, wir werden in den kommenden Wochen und Monaten noch mehr von den (möglichen) Kandidaten kennenlernen.
     
    Frank Nießen
     

    12.02.2020

    Leserbrief zum Thema: Bürgermeisterwahl

    Der Bürgermeister unserer Stadt sollte einer demokratischen Partei angehören

     Es ist keine neue Erkenntnis, dass immer dann, wenn lukrative Posten in einer Verwaltung zu besetzen sind und dazu gehört auch die Bürgermeisterposition einer Kommune, sich auch immer Bewerber finden, die über keinerlei politische Erfahrungen/ Arbeitsstationen verfügen, geschweige denn über Verwaltungskenntnisse und/oder Führungserfahrung. Aber der „Regenschirm“ des öffentlichen Dienstes ist ja auch verlockend und wer will es Ihnen daher verdenken? Es ist ihr gutes Recht.

    Gerne nehmen diese Bewerber aber für sich in Anspruch und sie verkaufen dies auch als vermeintlichen Vorteil, an keinen Parteiwillen und keinen Fraktionszwang gebunden zu sein. 

    Manch einer versteigt sich gar zu der kühnen Behauptung, damit befähigt zu sein, „eine Brücke“ zwischen den im Kommunalparlament vertretenen Parteien und den unterschiedlichen Wählerinteressen bauen zu können. Bewiesen ist das nicht und es ist auch schlicht Nonsens. Nach Ihrer politischen Einstellung und den konkreten Plänen für die Wahlperiode befragt, verbreiten diese Kandidaten dann – wie nicht anders zu erwarten – häufig auch nur wohlklingendes Gelaber ohne konkret zu werden oder sie plappern nach: Man müsste mal …! Dem erfahrenen Kommunalpolitiker bleibt da nur eins: Fremdschämen.

    Im Vorfeld der Wahl kontaktieren diese Kandidaten gleichwohl die politischen Parteien und erwarten von diesen, quasi in einem Akt der Selbstverleugnung und Selbstvergessenheit, die Kandidatur des Parteilosen zu unterstützen und gar auf einen eigenen Kandidaten zu verzichten. 

    Ein meiner Bekannten hat dies einmal auf die Spitze getrieben und ist aus „seiner Partei“ vor der Wahl ausgetreten, um als Parteiloser zum Bürgermeister gewählt zu werden und dann wieder in die Partei einzutreten. 

    Das Volk hat es ihm verziehen und nicht selten gehen diese Bewerber am Ende auch als Sieger bei der Bürgermeisterwahl vom Platz. Aber wie kann das sein?

    Ich selbst habe lange in einem Kommunalparlament gesessen, engagiere mich auch jetzt wieder in einer Partei in Eschweiler. Viele Stunden wurden und werden dabei für Besprechungen, Aktenstudium, Rechtsstudium und Wegezeiten gegen eine bescheidene Aufwandsentschädigung aufgewandt. Kommunalpolitik ist auch Arbeit!Muss ich mich dafür deskreditieren lassen? Mich ärgern die „parteilosen Bewerber“ und das dahinter stehende Selbstverständnis der Kandidaten maßlos.

    Erstens halte ich überhaupt nichts von Parteienbashing, wie diese Leute es indirekt betreiben.  Hier wird auf ganz billige Art und Weise die zunehmende Politik- und Staatsverdrossenheit bedient, indem – gewollt oder ungewollt - der Eindruck erzeugt wird, Parteikandidaten seien nicht mehrheitsfähig und demokratische Parteien das Übel der Demokratie. Es gibt vieles zur kritisieren, aber die Parteien und ihre Mitglieder leisten harte Arbeit in den jeweiligen Parlamenten und haben große Verdienste für unser Land erworben. Sie sind Teil des politischen Systems, das uns Menschwürde, Freiheit, Gleichheit und einen gewissen Wohlstand garantiert. Daran haben auch  alle bisher im Kommunalparlament vertretenen Parteien in Eschweiler seit vielen Jahrzehnten ihren Anteil. Ich wünsche mir deshalb einen parteigebundenen Bürgermeister. Ich lade alle politisch Interssierten, insbesondere die Jungen, ein, bei uns mit zu machen. Keine Experimente, Schluss mit diesen Versuchen der Volksverdummung aus zweifelhaften Motiven. Frank Dahmen

    12.02.2020

    Leserbrief von Ute Peetz zum Thema Halloween

    Unsere Leserin Ute Peetz hat diesen Leserbrief "mit dem Herzen einer Mutter" geschrieben, die nicht nur geistig und geistlich sensibel ist, sondern die Entwicklung der letzten Jahre/Jahrzehnte mit offenen Augen beobachtet hat“. Sie würde einem fragenden Kind heute Halloween so erklären:

    "Gruselspaß für Jung und Alt - Der Ursprung und die Geschichte von Halloween"

    "Halloween ist aus den USA zu uns herüber geschwappt und wird seit Anfang der 90er Jahren in Deutschland verstärkt gefeiert. Durch den Golfkrieg fanden einige karnevalistische Veranstaltungen nicht statt und man blieb auf den Produkten sitzen! Die Event- und Süßwaren-Industrie entdeckte das Fest als gute Verkaufsmöglichkeit und bewirbt es entsprechend. Vor allem sind Grusel-Artikel der Renner. Die Kürbis-Laterne (anfangs waren es wohl ausgehöhlte Rüben) hat ihren Ursprung in der Geschichte vom Hufschmied Jack Oldfield, der angeblich ruhelos mit einer Laterne über die Erde wandert, weil er den Teufel austrickste und der ihm den Zugang zur Hölle verwehrte – er aber auch nicht im Himmel Einlass bekam.

    Früher gab es das Halloweenfest hier nicht.

    Ursprünglich brachten irische Auswanderer den Brauch mit nach Amerika. Der Name Halloween kommt von Allerheiligen, das am 1. November begangen wird und die englische Bezeichnung ist „All Hallows' Eve", der Abend davor – oder eben Halloween.

    Seinen Ursprung hat das Fest mit Kürbissen, Monstern und Gespenstern aber in der Tradition der keltischen Druiden! Die Kelten sind eine ganze Kulturgruppe, die schon vor Jahrtausenden in ganz Zentraleuropa verbreitet waren und die Druiden sind ihre Priester, die den Göttern dienen.

    Nach dem keltischen Glauben kam in der Nacht des 31. Oktobers der Gott des Todes auf die Erde, um die Seelen der Verstorbenen zu holen (eine andere Version sagt, das es den Seelen derer, die im vergangenen Jahr gestorben waren, erlaubt war, nach Hause zurückzukehren) und man versteckte sich damals hinter grässlichen Masken, um die bösen Geister abzuschrecken damit sie nicht Besitz von einem ergriffen. Deshalb brachten die Druiden Opfer und nicht selten waren das nicht nur Getreide- oder Tieropfer, sondern auch Menschenopfer. (Das ist wohl eine Wurzel für „Trick or Treat" – „Süßes sonst gibt's Saures")

    Dieses keltische Fest heißt Samhain, an dem auch Zauberei und Wahrsagerei betrieben wurde.

    Samhain ist heute noch einer der höchsten Feiertage und ein äußerst bedeutsamer religiöser Termin für Satanisten, Hexen und andere Okkultisten und Halloween ist für Viele der Eintritt in eine okkulte Karriere, die oft in Angstzuständen und Suizid endet!“

    Ute Peetz meint weiter dazu:

    „Soweit die Erklärung für mein Kind. Hier noch meine Meinung:

    Hinter all den Informationen kann ich den Spaß an diesem „Fest" nicht nachvollziehen. Und mal ganz Alltagspraktisch gesehen: Was soll das für ein guter, alter Brauch sein, der Kindern erlaubt, etwas zu beschädigen, wenn man ihren Forderungen nicht nachkommt? Ich verstehe Eltern und Erzieher nicht, die eine solche Haltung unterstützen. Jetzt heißt es „Süßes oder Saures" und könnte der Beginn einer Karriere sein, in der es dann später „Geld oder Leben" heißt...

    Von Jack Roper, einem Okkultismus-Forscher aus Milwaukee/USA, kommt die Aussage: "Halloween ist die Zeit des Jahres, in der die höchste Anzahl an satanisch-okkulten Ritualverbrechen stattfindet."

    Und ein bekannter Redakteur beim ERF (ein christliches Medienunternehmen, d.Red.) sagte einmal: "Mir ist das Lachen vergangen, als ich herausfand, dass nicht nur die Druiden damals Menschenopfer gebracht haben, sondern dass es auch heute noch in den Vereinigten Staaten Satanisten gibt, die zu Halloween sogar Kinder entführen und in teuflischen Riten ermorden.

    Dazu ein krasser Gegensatz ist – wenn es mit Verlaub gestattet ist von einer Aussage des Pastors in der Predigt des gestrigen Gottesdienstes zu schreiben:

    „Zu lieben und geliebt zu werden ist ein tiefes Grundbedürfnis eines jeden Menschen!"

    ...und das schon vom Mutterleib an!

    Horror empfinden und feiern steht meiner Meinung nach – rein gesundheitlich gesehen – im genauen Gegensatz zu diesem Grundbedürfnis.

    Ich halte es da eher mit Peter Hahne, dem TV-Moderator in Berlin; "Ich bin kein Spielverderber. Aber der dunkle Hintergrund der lichten Kürbisköpfe ist viel zu ernst, als dass ich darüber lachen könnte. Halloween ist nicht nur eine Mode unserer Event-Gesellschaft, nicht nur Geschäftemacherei zwischen Sommerangeboten und Weihnachtsware. Weil ich ein Freund von Spaß und Lebensfreude bin, halte ich nichts von der Lust am okkulten Gruseln. Wir sollten lieber das Lob Gottes feiern, als alte Geisterriten auszugraben!"

    Ute Peetz

    10.09.2019

    Leserbrief von W. Schulze am 10.9.2019 zum Thema Rathausquartier:

    Städtebau mit Augenmaß, den Frevel an der Stadt nicht zulassen, Dilemma im Umgang mit Stadtraum 29
    An dem Dilemma um das Rathausquartier wird deutlich, dass tragfähige und innovative Leitbilder und Ziele für die künftige Entwicklung Eschweilers fehlen. Eine naturwüchsige Eigendynamik reicht nicht. Relevante Impulsgeber und Treiber für die Erneuerung und Zukunftsfähigkeit Eschweilers sind nicht zu sehen. Es ist zu bezweifeln, dass geeignete Entscheidungswege zu notwendigen Impulsen für eine zukunftsfähige und enkeltaugliche Stadtentwicklung genutzt werden. Diese Entwicklungsblockaden machen sich nicht nur fest durch die fehlende konzeptionelle Führungskraft, sondern auch durch zwischenmenschliche Unverträglichkeiten und mangelndes Vor-und Querdenken der Verwaltung. Wo sind die Konzepte oder zumindest die Fragestellungen nach den Co2 neutralen Ansätzen, nach der Verkehrswende, nach einer neuen Mobilität, dem Flächenver­brauch, der Nachverdichtung, nach experimentellen Wohnformen, der Nach-Kohle-Landschaft…? Die Ergebnisse von undurchsichtigen und nicht akzeptablen Verfahren jenseits von Integrität und Fairness und voller Ignoranz für Transparenz muss man dann auch denen zurechnen, die dafür verantwortlich sind. Die Wagenburgmentalität führt da nicht weiter. Abgerundet wird das Bild durch das Hauen und Stechen um einen Discounter-Overkill an falschem Ort, in falscher Qualität, mit falschem Anspruch, der ein Frevel an der Stadt ist. Die zunehmende Verdichtung bedarf eines qualitätsvollen Ausgleichs frei nutzbarer Flächen. Für die Lebensqualität der Bevölkerung bedarf es einer Balance aus bebauten und freien Räumen, die es zurückzuholen gilt, damit lebendige Quartiere entstehen. Die Stadt ist nur so gut und attraktiv, wie sie freien Raum zur Begegnung, zum Verweilen und für Aktivitäten bietet. Ein Weiter so, ein Munter -vor -sich -hin -dilettieren und Intrigieren, zurückgezogen aus den Schützengräben, ist für alle, denen etwas an der Stadt liegt, eine Horror­vorstellung. Verfahren lassen sich nur steuern, wenn es eine Mischung aus Fachwissen und einschlägiger städtebaulicher Erfahrung und Offenheit für Vorschläge, die von außen kommen, gibt. Dies ist auch keine Wissenschaft, und anderenorts wird dieser Weg auch erfolgreich gegangen, und man kann sich nur wundern, warum es in Eschweiler so schwer ist. Es braucht einen Diskussionsraum, in dem auch alternative, perspektivische Überlegungen erörtert und verworfen werden können, ohne dass sie gleich auf eine Schlachtbank getragen werden. Woran es mangelt sind Format und Professionalität in der räumlichen und städtebaulichen Entwicklung. Wenn das woanders Mitleid auslöst statt der Stadt zustehenden Respekt zu zollen, sollte einmal über die Wende nachgedacht werden. Es stellt sich also die Frage, was ist die tiefere Ursache warum eine solche Angelegenheit mit besonderer Wucht und gleichsam mit Ansage daneben geht? Es ist das Totalversagen eines Frühwarnsystems, das städtebauliches Planungssystem heißt mit Zielplanung, Programmplanung und Steuerung, integriertem Handlungskonzept, Rahmenplanung, interdisziplinärer Fachplanung, Quartierplanung, Testentwürfen und Durchführungsplanung. Es scheint niemandem zu gelingen, Konflikte zu erahnen und zu analysieren und sich um Ausgleich zu bemühen, bevor sie eskalieren. Das Vermögen des Antizipierens, das im Wettstreit der Positionen entscheidend ist für die Suche der bestmöglichen Lösung für Eschweiler ist verloren gegangen. Es fehlen die Weitsicht und der Wille, kurzsichtige, einbetonierte Standpunkte zu überwinden. Es redet nur niemand miteinander, es ist eine Macht und Mehrheitsfrage. Die einen stehen fest in den diktierten Vorgaben, die anderen sind nicht in der Lage, eigene Positionen einzunehmen. Es fehlt an Perspektiven, Ideen und Verfahrensweisen. Die Arbeit muss in Eschweiler zu einem anderen konstruktiven Umgang zurückfinden, bzw. finden. Man braucht einen Kompass und ein Regelwerk, das der Idee der Good Governance mit verlässlichen, transparenten Spielregeln gerecht wird. Es wird ein Klima gesucht, das ebenso authentisch und offen wie perspektivisch für Veränderungen ist, dass jenseits einer eingefahrenen Logik aufeinander zugegangen wird. Sonst führt die Unzufriedenheit zu Ergebnissen, die keinem Esch-weiler gefallen können, dem die Stadt am Herzen liegt. Selbst bei einer Bürgerwerkstatt zum verpassten Zeitpunkt, da nachgeholt, die überhaupt keine ist und nur Alibifunktion hat, bleiben die entscheidenden Fragen im Verborgenen, da nur an der Fassade gekratzt werden darf: 
    - Wie kann man an diesem Ort eine solche Planung in ihrer Massivität und Nutzungs­dichte mit gutem Gewissen befördern?
    - Kann man sich vorstellen, dass die Stadt außer Kommerz für einen Dritten auch öffentliche Interessen für ihre Bürgerschaft an diesem Ort vertritt?
    - Wie können kann Stadt und Investor die Fragen nach Gliederung der Baumassen, nach freiem Raum und nach Aufenthaltsqualität beantworten?
    - Warum haben Sie keine diskussionsfähigen Alternativen von Fachleuten erstellen lassen, um damit ein tragfähiges Planungsrecht zu gewinnen?
    - Haben Sie zu Beginn Ihrer Planungen eine Analyse des Umfeldes vorgenommen und die Bedingungen des Standortes geprüft?
    - Gibt es nun ein ebenso perspektivisches wie verträgliches und tragfähiges Verkehrs­konzept?
    - Haben die Investoren ein langfristiges Betreiber-, Bewirtschaftungs- und Managementkonzept? ……….. 
    Wilfried Schulze
     

    10.09.2019

    Leserbrief von W. Stolz zum Rathausquartier "Wilder Aktionismus"

    Jetzt wo das Schiff längst auf Grund gelaufen ist versuchen Kapitän und Steuermann das Steuerrad noch zu drehen. Was für ein schwaches Bild, wenn jetzt, nachdem die Weichen gestellt zu sein scheinen, die Bürger in einer Werkstatt mitarbeiten sollen. Es besteht doch laut Aussage des Investors faktisch keine Beteiligungsmöglichkeiten mehr, da die Mieter zwingende Vorgaben machen. Was soll das Ganze also jetzt? Heiße Luft, die von der Konzeptionslosigkeit der Verantwortlichen ablenken soll. Die von der CDU geforderte Beteiligung an der Fassadengestaltung täuscht Aktionismus vor und soll das Problem einer fehlenden Opposition, die zur Sacharbeit fähig ist, vertuschen. 
    Ja die Diskussion muss geführt werden, aber fundamentaler als sich die Akteure im Rathaus das vorstellen. Viele, die wissen, dass das Projekt so einen immensen Schaden für Eschweiler bedeutet, schauen wie das Kaninchen auf die Schlange. Das muss im Interesse unserer Stadt aufhören. W.Stolz

    28.08.2019

    Leserbrief von W. Schulze zum Rathausquartier "Bürger können jetzt mitreden, die neue Planungskultur"

    Für Bürger ein offenes Ohr haben sagt der Vorhabenträger. Dies hört sich mehr als Abhöraffäre an, also als Konfliktvermeidungsstrategie. Das entscheidende Wort ist dabei jetzt. Warum erst jetzt fragt man sich. Ja, vorher hätte man Einfluss nehmen können. Und das ist ein Privatgrundstück, da kann man machen was man will, wie aus lauter Hilflosigkeit suggeriert wird, damit das auch nur ja geglaubt wird. Dann machen wir eben ein bisschen Fassadengestaltung und Kübelbepflanzung. Das ist unser Lendenschurz Namens Bürgerbeteiligung. Somit wird dann auch eine Bürger- werkstatt durchgeführt. Noch ein Lippenbekenntnis. Man sollte jedoch wissen, dass eine Bürgerwerkstatt ein mehrstufiges Planungsverfahren ist, hier werden Ideen und Zielvorstellungen zur Gestaltung eines stadträumlichen Bereiches und dessen zukünftige Nutzung entwickelt, dann werden Entwürfe von Planungsteams erarbeitet, die durch eine Empfehlungskommission bewertet werden und aus diesen städte- baulichen Grundlagen wird ein Bebauungsplan entwickelt. Also wieder einmal Etikettenschwindel, unter Vorzeichen falscher Tatsachen.

    Nein, eine “Politik des Gehörtwerdens” geht anders. Offenheit und Transparenz sind Leitprinzipien einer gelungenen Kommunikation. Die Frage bleibt, wie lassen sich Großprojekte konfliktfreier und zügiger durchsetzen? Beim Austausch mit und der Konsultation von Bürgern, gilt jedoch: je früher, desto besser. Jedenfalls besser als diesen Frevel an der Stadt zuzulassen!
    September 2019 W. Schulze

    28.08.2019

    Leserbrief von Horst Schumacher am 28.8.2019: 40 Tonnen passen nicht wirklich durch Nothberg

    Als Anwohner der K18 , Hüchelner Straße , stellen wir seit Anfang des Jahres ein steigendes Verkehrsaufkommen von Schwerlast LKW fest , welche sich durch den Ortsteil Nothberg „quälen“. Der Lärm und die Abgase sind allein durch den enormen normalen Durchgangsverkehr schon eine starke Belastung . Hinzu kommen Raser und Autoauspuff-Poser die einen des Nachts aus dem Schlaf reißen. Die Krönung sind jedoch die 40-Tonner, die am Ortseingang, aus Richtung Hücheln kommend zunächst mit den überlangen Aufliegern die „Schikane“ mit 30km/h meistern müssen um sich anschließend den schmalen Straßenverlauf entlang der Burgmauer in Richtung Kreuz Heisterner Straße, Am Fresenberg zu bewegen. Die Breite der Straße reicht an einigen Stellen für einen reibungslosen Begegnungsverkehr mit solchen LKW nicht aus. Beim Abbiegen auf den Fresenberg muss der lange Sattelzug die Gegenfahrbahn benutzen, um nicht über den Bürgersteig fahren zu müssen, was in bestimmten Situationen natürlich auch gemacht wird. Das gleiche gilt für die nächste Linkskurve, auch hier streift der Auflieger über die Gegenfahrbahn. Gegenüber der Kirche stellt der verdutzte Schwerlast-LKW-Fahrer dann fest , dass er nicht in die Straße „In den Benden“ einbiegen kann ( Ist für LKW verboten! ) . Was nun? Drehen geht nicht. Also weiter durch den Schlauch zwischen Abzweig Hofstraße und Markt. Für die Anwohner dort wird beim Vorbeifahren des Zuges das Tageslicht verdunkelt. Hier passen keine zwei Fahrzeuge gleichzeitig aneinander vorbei und wenn der Bus kommt, geht es auch schon mal über den Bordstein. Das merkt der Brummi nicht einmal. Die Schäden an den Bordsteinen sind aber offensichtlich. Am Ortende folgt dann der Kreisverkehr mit Abzweig Nothberger Straße und Richtung Südstraße. Dieser Kreisverkehr ist für LKW dieser Größenordnung nicht geeignet und wird entsprechend demoliert. Oft ist es dann so, dass der verwirrte LKW-Fahrer dann den gleichen Weg zurück nimmt und in Hücheln eine andere Route wählt. Oder aber er biegt in Richtung Nothberger Straße ab und muss sich anschließend durch die Innenstadt quälen. Dieses Verkehrsschauspiel lässt sich jeden Tag zigfach beobachten. Es wird nicht lange dauern, dann sind die Straßen und die darunter befindliche Kanalisation so geschädigt, dass saniert werden muss. Hier ist der Anwohner dann mit den Kosten (noch) dabei. Die K18 gehört im Interesse der Anwohner und zum Schutz der Infrastruktur für LKW dieser Größenordnung gesperrt und zwar eindeutig!
    Horst Schumacher

    14.08.2019

    Leserbrief von Franz J. Mandelarzt zum Titelkommentar der Filmpost am 14. August 2019

    Sehr geehrter Herr Uhr,

    Für Ihren Leitartikel in der heutigen Ausgabe würde ich Ihnen am Liebsten eine Goldmedailie um den Hals hängen. Dem ist wahrhaftig nichts mehr hinzuzfügen und ich mache das auch nicht. Da ist aber in diesem Zusammenhang noch etwas anderes und bemerkenswert negatives.

    Bisher ist mir die Ratsfraktion der CDU nur mit offenen oder versteckten Kritiken an Vorschlägen oder Vorhaben der Mehrheitsfraktion SPD aufgefallen.

    Nun lässt sie verlauten, eine Bürgerwerkstatt ins Leben rufen zu wollen. Das Teilwort "-werkstatt" lässt vermuten, dass dort etwas zu Werke gebracht werden soll. Nun weiß ich aber um die Mehrheiten im Eschweiler Stadtrat und deswegen auch, dass die Opposition tun und lassen kann was sie will, aber keine Mehrheiten finden wird, wenn es um die ureigensten Interessen der SPD Eschweiler, der SPD-geführten Verwaltung im Rathaus und, last but not least, der SPD-Fraktion im Stadtrat geht. Was also hat die Werkstatt herzustellen, wenn sie gar keinen Arbeitsauftrag ausführen kann. Arbeitet sie dann für's Archiv oder für's Lager? Wäre unlogisch.

    Trotzdem dämmert es mir. Wenn wir alle unser Leid der CDU-Fraktion Eschweilers vorgejammert haben werden, dann kann sie mit großem Getöse den ganzen Frust von uns Bürgern der SPD genüsslich unter die Nase reiben. Sie kann auch noch lauthals posaunen: Seht ihr, dass ist die von Euch Bürgern schlechterweise gewählte SPD-Führung in unserer Stadt und höchste Zeit, ihr endlich den Rücken zu kehren. Mit uns, der CDU, wäre das alles nicht passiert.

    Nur dumm, dann stünde die Karstadt-Ruine möglicherweise immer noch dort, weil auch sie wegen der klammen Kasse des Kämmerers an einen eigenen Erwerb des ganzen Areals nicht hätte denken können.

    Welche Schlussfolgerung bleibt da noch? Wenn eine Stadt wie Eschweiler es aus eigener Kraft nicht vermag, etwas selbst in die Hand zu nehmen oder zu bekommen, dann braucht sie Investoren. Egal wie sie heißen und woher sie kommen, sie werden sich in die Gestaltung ihres Grundbesitzes nicht hineinreden lassen wollen, auch wenn sie die Planungsvorgaben der Kommune beachten werden.

    Eine Frage zu stellen bleibt mir noch: Warum veranstaltet die Mehrheitsfraktion SPD in Eschweiler nicht wie anderorts bei vielen anderen Parteien und in vielen Kommunen auch eine regelmäßige Bürgersprechstunde ? Dann gäbe es ja ausreichend Diskussionsgelegenheiten über die Pläne der Stadt. Und die Presse wäre ebenfalls mit von der Partie und könnte Bericht erstatten.

    Franz J. Mandelartz

    14.08.2019

    Leserbrief zum Thema „Die Eschweiler SPD und der Inklusionsgedanke“ von Renee Grafen

    Da sind sich ausnahmsweise die CDU Fraktion, die Verwaltung und die Kirche einig, im Bereich der St.Antonius Kirche in Röhe gibt es genügend Parkplätze, da kann ein Parkplatz als „Behindertenparkplatz“ abgezweigt werden. Und schon ist der Aufschrei der SPD groß: es gibt nicht genügend Parkplätze, ein Behindertenparkplatz ist doch schon in Röhe vorhanden!!! Die CDU verlangt Unmögliches, einen „Behindertenparkplatz“ für Kirchgänger! Liebe SPD, in Euren Reihen ist wohl kein Mensch mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung, ein Mensch, der nur eine kurze Gehstrecke hat, aber nicht immer dafür einen Rollstuhl nutzen möchte. Ein solcher Mensch hat keine Chance, den Weg vom Behindertenparkplatz am Friedhof über die vielbefahrene Aachenerstraße ohne intensive Hilfe zurückzulegen. Für solche Menschen ist dieser Parkplatz gedacht…. Und jetzt bitte ich Sie zu überlegen, ob Ihr Aufschrei berechtigt war….. oder nur gedankenlos.

    Renée Grafen, CDU Eschweiler

    14.08.2019

    Leserbrief zum Thema Rathausquartier von W. Schulze

    Es wird eng In den Verlautbarungen von Sept. 2017 hieß es: Die Eröffnung findet in 12. 2019 statt. In den Ankündigungen von Juli 2019 geht man “immer noch von einer Eröffnung bis Ende 2021 aus“. Seit 2017 wird unter Erschütterungen und Staubentwicklung die alte Bausubstanz abgebrochen, im Jan. 2018 erfolgte der Abbruchbescheid. Der Antrag auf Vorbescheid wurde im Nov. 2018 eingereicht, der Bescheid erfolgte im Mai 2019. Im April waren die eingereichten Pläne als ungültig gestempelt, da ständig Pläne nachgereicht oder ausgetauscht wurden. Ein Verkehrsgutachten wurde dem Ausschuss erst gar nicht vorgelegt. Grundlagenpläne für die Vermessung fehlten, die Statik muss überarbeitet werden, Baugrunduntersuchungen müssen erfolgen… Und die Deponie? Eine Entpflichtung der Stadt zu der Genehmigung des Abbruchs und Anlagen zur Lagerung von Abfällen und Bauschutt gibt es nicht. Die Behörden haben darüber zu wachen, dass öffentlichrechtliche Vorschriften und erlassene Anordnungen eingehalten werden. Nach pflichtgemäßem Ermessen haben sie dazu Maßnahmen zu treffen. Auch nach Genehmigung können Anforderungen gestellt werden, um Gefahren oder unzumutbare Belästigungen von der Allgemeinheit abzuwehren. Auch nachträgliche Anforderungen- die Genehmigung einschränkende Auflagen- sind geboten. Die Bauaufsichtsbehörden können auch zur Erfüllung ihrer Aufgaben Sachverständige heranziehen. Hier die Ermessensentscheidung auf Null zu setzen, erscheint mehr als unverhältnismäßig, zumal eine unmittelbare Gefährdung nicht von der Hand zu weisen ist. Die Anlage ist nun weit über ein Jahr in Betrieb. Da umfangreicher weiterer Abbruch . ansteht und die wilden Schuttablagerungen nicht geräumt sind, ist die Beendigung dieser “Deponie-Situation” nicht absehbar. Somit drängt sich zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen und des Entstehens sonstiger Gefahren und erheblicher Nachteile oder Belästigungen ein Genehmigungsverfahren nach der 4. Verordnung des Bundes-Immissions-Schutz-Gesetzes geradezu auf. Nur so ist den enormen Abraummassen, der mangelnden Sortierung, dem störenden intervallmäßigen Betrieb, der mangelnden Sicherung, den erheblichen Erschütterungen und der enormen Staubentwicklung zu begegnen und die Auswirkungen auf und Belastungen des Umfeldes zu reduzieren. W. Schulze

     

    14.08.2019

    Leserbrief zu den Plänen der SPD-Ratsfraktion zum Thema "Nutzungskonzept Blausteinsee"

    Die SPD-Ratsfraktion möchte den Standort Blausteinsee noch attraktiver machen und die Freizeitqualität für die Menschen erhöhen. Dazu sähe sie gerne vor, einen Verleih von Tretbooten und den Ausleih von Kajaks und Ruderbooten  prüfen zu lassen.Außerdem möchte sie an einen Minigolfplatz und einen Abenteuerspielplatz denken lassen. Weiterhin will die Fraktion die Errichtung eines Kletterparks überprüft haben. Für den Jugendzeltplatz gibt es vielleicht je nach Auslastung auch noch Handlungsbedarf. Ja, und dann denkt die Fraktion auch noch an einen Wohnmobilstellplatz, den sie schon als Anregung in ihr Wahlprogramm von 2009 geschrieben hatte.. 
    Was in diesem Nutzungskonzept nicht steht, ergänze ich einfach mal als Satire. 
    "Wenn wir (die SPD-Faktion) dann demnächst das Wahlrecht für die 16-Jährigen bei den Kommunalwahlen haben werden, dann haben wir (die SPD-Faktion) noch rechtzeitig das Klientel erreicht, was wir so dringend zum Stimmenfang benötigen. Außerdem haben wir (die SPD-Faktion) dann, dank der vielen Familien aus aller Welt, die endlich mit ihren Wohnwagen anreisen können, irgendwann auch die Chance, noch Aldi, Netto und Lidl für den Nutzungswert des Blausteinsees zu begeistern. Bisher haben wir (die SPD-Faktion) es ja vortrefflich verstanden, den ruhesuchenden Senioren mit ihren Gehilfen, Rollatoren und Seniorenscoutern den Zugang zu einem ganzjährigen ÖPNV nicht möglich zu machen. Sie könnten ja ohnehin nichts mit unserem Nutzungskonzept anfangen."
    Ich bin begeistert! 

    Josef Mandelartz

    14.08.2019

    Leserbrief von Hannsgunter Bosselmann Zum Thema: Im Hag. Mangelnde Planung und Bauausführung

    Die Kanal- und Straßenbausanierungsmaßnahme „Im Hag“ (Häuser 53-61) ist seit knapp zwei Jahren zur Benutzung freigegeben, als abgeschlossen kann man sie jedoch nicht bezeichnen. Bereits an zwei Stellen wurde nachgebessert. Beide haben nicht nur dem optischen Eindruck geschadet, nicht einmal der erhoffte Zweck wurde erzielt. Sowohl die Pfützenbildungen als auch die Überschwemmungen finden nach wie vor statt. So geschehen durch den etwas kräftigeren Regenschauer (ohne Unwettereigenschaften) am 20.07.2019 am frühen Abend (Niederschlagsmenge: ~ 10 l/m²).

    Die in der Zu- bzw. Abfahrt und auf unserem Plateau eingebauten Gullys waren im Nu mit Schwemmgut blockiert, sodass das Niederschlagswasser von den Verkehrsflächen wieder die Tiefgarage des Nachbarn erreichte, und sogar mehr Niederschlagswasser ungebremst in die Wilhelminenstraße als vor der Sanierung abfloss. Unten an unserer Zufahrt hatte ich in meinem Sanierungsvorschlag eine sich über die Fahrbahnbreite erstreckende Querrinne mit einer leicht gewölbten Rostabdeckung vorgesehen, deren höhere Auffangkapazität dem dort ablaufendem Wasser gerecht geworden wäre.

    Diese Baumaßnahme ist also  auch weiterhin als mangelhaft in der Planung, als auch in der Bauausführung zu bezeichnen. Um hier einigermaßen vernünftige Verhältnisse herbeizuführen, wird sicherlich noch einige Zeit und ein weiterer finanzieller Aufwand erforderlich sein. Die Gesamtkosten schätze ich, wenn alles, was beschlossen, umgesetzt und entsprechend verbessert worden ist  (z.B. Wasserdurchlauf auf die W.-straße), auf über 400.000 €. Mein Alternativvorschlag mit einer ausgewogeneren und weitaus wirtschaftlicheren Planung mit der alle Ziele einer Sanierungsmaßnahme erreicht worden wären und einer besseren Bauausführung lag bei etwa 110.000  bis 120.000  € (Einsparpotential über 70 Prozent). Hannsgunter Bosselmann

    17.07.2019

    Leserbrief zu Ausgabe KW 29 vom 17.7.2019 Betreffend: Pläne fürs Rathausquartier bleiben wie sie sind / Rathausquartier kommt wie geplant oder gar nicht

    Sehr geehrte Damen und Herren,
     
    man könnte eigentlich herzlich darüber lachen, was am 11.07.2019 den ca. 50 Bürgern aus Eschweiler mitgeteilt wurde. 
     
    Unter dem Motto „Pleiten, Pech und Pannen“ hätte dieser Auftritt eine Prämierung verdient. Bei wichtigen Fragen konnte man nicht antworten und musste sogar zu geben, dass der Investor noch nicht alle „Hausaufgaben“ erledigt hat. Auch bei der Statik muss man jetzt das neue Bodengutachten mitberücksichtigen. 
     
    Da aus dem Publikum keine Fragen geduldet wurden, stelle ich hier und heute die Fragen. 
    Wie lange lag das Grundstück hinter der Stadtverwaltung, das ehemalige City-Center brach? 
    Was hat man in der Zwischenzeit unternommen? 
    Wieso hat der Investor seine Hausaufgaben noch nicht fertig? 
     
    Man könnte die Aufzählung von Fragen beliebig fortführen.
     
    Auch können sich die Anwohner der Dürener Straße freuen, da der Blick über das neue Rathausquartier einen nicht erdrückt, wurde auf ein- bzw. zweigeschossige Gebäude reduziert, so die Aussage vom Technische Beigeordnete der Stadt Herr Gödde. 
     
    Gratulation um soviel Weitblick aus den Fenstern der Anwohner der Dürener Straße, der abrupt an der herrlichen Rückfront der Stadtverwaltung der Stadt Eschweiler endet. 
     
    Aber in der Wollenweberstraße wurde ein Fehler entdeckt, anstatt fünf-, wird das Gebäude nur viergeschossig ausfallen. 
    Was denn nun? Wurde nicht vom Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler versichert, dass nur maximal zweigeschossig gebaut wird. 
     
    Auch sollte nicht vergessen werden, dass in der Peilgasse beim Bau des Rathausquartiers eine Schallschutzwand errichtet wird. Meine Herren, bei aller Liebe, eine Schallschutzwand ist nicht Ihr Ernst. Da werden die Anwohner aus der Peilgasse sofort die Sympathien von den Anwohnern an der BAB 40 erhalten. 
     
    Beim Verkehrsgutachten, was seiner Zeit bei Straßen.NRW für einigen Wirbel und Aufsehens, nicht zusagen um Kopfschütteln gesorgt hat, liegt dieses Dokument einem Aachener Ingenieurbüro vor. Man kann nur hoffen, dass es sich nicht um das besagte Ingenieurbüro handelt, dass fast alle Grand Prix Strecken der Formel 1 realisierte. Wenn das aber sein sollte, so würde höchstwahrscheinlich eine auf vier Spuren das Rennen machen. 
     
    Zum Schluss zu den Klagen, drei an der Zahl. Hier wurde vom Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler folgende Aussage getätigt. Bei zwei der Klagen wisse man nicht worum es geht. 
    Alle Achtung, das nenne ich mal eine Aussage. Nur hat die Stadt Eschweiler die bis dato zur Verfügung gestellten Akten nur unvollständig ausgehändigt. 
     
    Günter Heidemann
     

    17.07.2019

    Leserbrief von W. Schulze zum Thema Rathausquartier

    Pannen und Pamphlete, Pläne müssen überarbeitet werden.

    Ja, es gibt doch die Mitbürger, die sich zu genau vorstellen können, was hier entsteht, “ein Denkmal des billigen Daseins”, der Discounter-Overkill für bestenfalls 15 Jahre, wenn nicht das Geschäftsmodell vorher in die Knie geht, also ein Abschreibungsobjekt mit Schrottimmobilienqualität. So die Erkenntnisse in der AZ vom 13.d.M.

    Aber wieder neue Pamphlete aus der Pannenlobby Rathausquartier. Dabei ist es weiter so, dass das geltende Recht Unrecht ist. Ist der Vorbescheid rechtswidrig, ist auch ein genehmigter Bauantrag rechtswidrig. Gegen den Vorbescheid haben acht betroffene Anlieger Klage erhoben. Begründet wird eine Klage, wenn die Stadt endlich einmal die vollständigen Akten vorgelegt hat. Wahrscheinlich kann sie das nicht, da ständig Unterlagen ausgetauscht werden müssen. Alleine deswegen ist möglicherweise der Vorbescheid wegen Unbestimmtheit und Unbegründetheit schon rechtswidrig. Wie zu hören war, weiß man aber wieder nicht “wo die Geigen hängen”, “wir wissen noch gar nicht, worum es geht”. So scheint es zu sein, bis heute zu, dabei pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Hätte man, wenn man sich schon nicht über die Presse informiert, wenigstens mit den Eingaben der Betroffenen zum Befreiungsbeschluss beschäftigt oder gar selbige beantwortet, hätte man ein Gespür dafür bekommen, worum es geht, wenn man sich partout nicht erinnern kann, dass es so etwas wie Planungsrecht gibt.

    Somit ist es dann auch folgerichtig, dass Baugrunduntersuchungen und statische Berechnungen erfolgen, wenn die Ankermieter bereits ihre Verträge gezeichnet haben, so wie das jeder Häuslebauer macht, die Fundamente zu berechnen, wenn der Dachstuhl steht.

    Und wenn etwas nicht stimmen sollte, wird es eben hinterher geschoben, “ein Ingenieurbüro wird die Aspekte von Strassen NRW erörtern“, bitte was …? Und vorweggenommen, “die Fragen werden zur Zufriedenheit beantwortet”, ja wenn das so ist, warum fragen sie auch! Die fünf flächigen Zu-und Abfahrten mit hohem Qualitätsverlust im Straßenraum für die fünfachsigen LKW, achtmal am Tag, das geht auch schon irgendwie. Und auch die Bürgerbeteiligung wird nachgeschoben, nicht für die Rathausbebauung, aber für den Vorplatz und die Indestraße, aber erst dann, “wenn alles um den Verkehr feststeht”. Dann viel Spaß beim Bäumchen malen!

    Sie leben von der Vereinfachung, von Halbwahrheiten, vom Verdümpeln und Rochieren, die Trommler, die von der Panik leben (Entschädigung, Verzögerung, wir können nichts machen), die sie selbst mit verursacht haben.

    W. Schulze, 17.7.2019

    17.07.2019

    Leserbrief mit dem Titel: Tote Steingärten, statt lebendige Vorgärten

    Sehr geehrte Mitmenschen,

    es freut mich immer wieder, wie viele Menschen ihre Gärten und Vorgärten bienenfreundlich gestalten. Ich sehe auch immer mehr blühende Grünstreifen oder Wiesen, die man wachsen läßt und nicht immerzu mäht. Das finde ich toll.

    Leider sehe ich zu meinem Entsetzen immer mehr steinerne tote Vorgärten. Diese Vorgärten machen wieder alles Positive, was andere Menschen leisten fast zunichte.

    Immer mehr Bürger gehen aktuell dazu über, ihre Vorgärten mit Schotter anzufüllen, in der Hoffnung, eine pflegeleichte Fläche zu schaffen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: die Anlage ist teuer, und über kurz oder lang siedeln sich in jeder noch so kleinen Ritze durch Laubfall und eingetragenen Staub doch wieder Pflanzen an. Das bedeutet Unkraut zupfen. Bei der Pflasterung von Flächen und der Schotterung von Vorgärten werden außerdem weitere unangenehme Nebeneffekte nicht bedacht. Versiegelte Flächen behindern die Versickerung von Regenwasser, heizen sich in der Sonne stark auf und verhindern eine erholsame Nacht.

    Falls Sie liebe Mitmenschen auch einen Steingarten planen, überlegen Sie sich das bitte noch einmal gründlich. Pflanzen Sie stattdessen einen schönen Baum. Das Klima und die Insekten danken Ihnen.

    Waltraud Bracke

    24.06.2019

    Leserbrief zum Thema Rathausquartier von W. Schulze / Gericht soll Bau verhindern

    Ja, auch wenn es einem aus lauter Interessengeleitetheit nicht im Blut liegt, sollte man die Grundrechte hin und wieder zu Rate ziehen. Hier hilft der Art.19, Abs.4 GG zur Nachhilfe über das mangelnde Grundverständnis demokratischer Bürgerrechte durchaus weiter. Dann ist es einem möglicherweise zugänglich, dass Anwohner nicht querschießen, wenn sie schon nicht in der gebotenen Anhörung vor Erteilung von Abweichungen gehört werden, trotzdem den verbrieften Rechtsweg einer Klage in Anspruch nehmen können. Dies ist in der Tat mittlerweile, ohne auf eine mögliche Weisung des Redakteurs zu setzen, fristgerecht geschehen. Allerdings nicht wie der Redakteur hoffärtig recherchierte oder ihm souffliert wurde: “von 2 Versprengten”, es haben 8 betroffene Bürger (“Querschießende, Bedenkenträger, Miesmacher, Gegner“), vertreten von unterschiedlichen Anwälten, geklagt, rundherum um das gesamte Gebiet Rathausquartier, Wollenweberstrasse, Dürener- Strasse, Peilsgasse.

    Der Duktus der einschlägigen Artikel im Junktim mit dem Informationsgeber sowie das Verhältnis zu einen ausgewogenen Journalismus ist immer wieder entlarvend. Ob es das “Rathausquartier- Inakzeptabel” ist, “Ohne Rücksicht auf Verluste“, “Die Grüne Angst” oder “Gericht soll Bau verhindern“, ist. Es ist aber nicht nur die einseitige Berichterstattung sondern ebenso die unexakte, oberflächliche Recherche, wie die diskreditierenden Behauptungen. Die tendenziösen Beiträge tragen weder zur Objektivierung des Sachverhaltes noch zu einem stadtgesellschaftlichen Diskurs in Eschweiler, der im höchsten Maße bei solchen Zukunftsprojekten erforderlich und anderenorts prozessualer Bestandteil komplexer Planungen ist, bei.

    Nicht nur der persönlich, diskreditierende Stil spaltet, sondern auch die obrigkeits- hörige Unausgewogenheit in der Darstellung von Positionierungen der Verwaltung, immer in dem Glauben, der Zweck heiligt die Mittel.

    Die Halbwahrheiten werden dann auch geradezu inflationär gesetzt: “Eine Begründung gibt es bisher nicht“. Die Begründung ist selbstredend und liegt wie immer wieder nachgewiesen, in dem rechtsbeugenden Versuch, mit Befreiungen, die Drittschutz genießen, das Verfahren einer Planänderung zu umgehen und zu ersetzen. Man mag sich vermeintlich sicher sein, dass die von der Verwaltung dem Ausschuss vorgelegte Befreiungsbegründung stichhaltig ist, da sie aus den Mitteilungen der Rechtsanwaltskanzlei an und für den auftraggebenden Projektentwickler abge- schrieben wurde, darauf fällt jedoch nicht nur durch den unreflektierten und nur adaptierten Inhalt ein trübes Licht.

    Läge nur die Verwaltungsakte unredigiert und vollständig vor, lägen auch die Voraussetzung für eine angemessene Prüfung und Stellungnahme vor. Dies ist der Werdegang, zumal bisher eine zureichende Prüfung nicht ermöglicht wurde und es sich lohnt und die Fairness es gebietet in der Sache sehr klar und eindeutig zu sein. Es kommt auf die Faktenlage an und nicht darauf, wie sich die Verwaltung darstellt und was Redakteure glauben. Deswegen “dient “die Klage auch nicht und ist nichts Geringfügiges, sondern ist fristgerecht eingereicht worden, und die weiteren formalen
    Schritte folgen.
    Ob nun die Verwaltung geradezu präjudizierend der Meinung ist, dass die Anfrage zu Recht positiv beschieden wurde und “nicht nur sie davon überzeugt sein soll”, ist das, was zu prüfen ist.
    Auch die Aussage, dass eine positive Bauvoranfrage kein Recht einräumt zu bauen, verfängt nicht. Denn ebenso ist der Bauvorbescheid für das nachfolgende Baugenehmigungsverfahren bindend, ist der Vorbescheid rechtsfehlerhaft, ist auch die Baugenehmigung rechtsfehlerhaft. Und welcher Bauherr will das schon?
    Dass sich so ein Verfahren durch eine Baugenehmigung überholt, ist ja möglicherweise eine gezielte taktische Variante, aber eben nur taktisch. Ebenso wie eine ausgesetzte aufschiebende Wirkung nicht unbeantwortet bleibt.

    Hier wird ein Spiegel einer fragwürdigen Gespaltenheit dokumentiert: Einerseits hat der verbitterte Kampf um den unsäglichen Fehlgriff nach Befreiungen geradezu den Charakter eines Initiationsritus bekommen, andererseits soll ostentative Gelassenheit das Gefühl vermitteln, dass Betroffene keinen ernst zunehmenden Belang zu vertreten hätten. Ohne Innehalten und Auswirkungen auf und Perspektive für diesen Ort und sein Umfeld zu sehen, nur kindisch die eigene nahe Zukunft in den Blick, macht sich Argwohn breit, um die Zukunft dieses Ortes betrogen zu werden.

    W. Schulze, 24.06.19

    24.06.2019

    Leserbrief von Omi und Biene aus Eschweiler zum Thema: Freitag in Aachen

    Eschweiler Omi und ihre Enkelin Biene, die Umweltaktivistin.

    Biene: Omi morgen sind wir in Aachen, wir demonstrieren, weil die Alten die Natur zerstören.
    Omi: Das ist eine gute Sache.
    Biene: Ja, das sagt unsere Lehrerin auch, dass wir in der Welt noch lange leben.
    Omi: Was tut ihr sonst noch für eure Umwelt?
    Biene ganz verdutzt: Na alles. Ach, kannst du mir nicht ein paar Euro geben, wir wollen nachher noch zu MC Donalds und zu H&M gehen.
    Omi: Biene, die Natur müsst ihr auch retten, nur zur Demo gehen reicht nicht. Wie wäre es, Mama bringt dich nicht mehr mit dem Auto zur Schule, zum Sport oder mit Freundinnen shoppen. Es gibt einen Bus, da spart man CO2, oder nicht so viel Klamotten, Schuhe und Kosmetik.
    Oder denk mal an das stundenlange PC und Fernseher schauen. Wenn ihr alle auf ein Auto zum Abi verzichtet, dann wird auf der ganzen Welt an CO2-Ausstössen gespart? Für eure Zukunft, auch nicht zu vergessen, immer das neueste Handy haben zu müssen.
    Biene: Ach Omi.
    Omi: Ja, nur so geht´s!

    24.06.2019

    Leserbrief von W. Schulze mit dem Thema: “Rathausquartier-Finale”: In 7 Meilenstiefeln durchs Unterholz, von alternativen Fakten und anderen Gewissenslosigkeiten

    1. “Wir können nichts machen“. “Wir haben keinen Einfluss“. “Es besteht ein Bebauungsplan, nach dem der Investor sich zu richten hat“. “Stärkeren Einfluss der Politiker wäre schlichtweg übers Ziel hinausgeschossen“. “Dies wäre auch juristisch schwer durchzusetzen“. “Bürger werden intensiv beteiligt”. 

    2. Das Vorhaben entspricht den Festsetzungen des einschlägigen Bebauungsplans. Eine Bauvoranfrage, die sich widerspruchslos in den Bebauungsplan einfügt. Der Bebauungsplan sollte auf keinen Fall geändert werden. Es entstehen Entschädigungsansprüche. Im Februar 2019 wurde von den Festsetzungen des Bebauungsplans befreit. Es handelt sich nur um untergeordnete und marginale Abweichungen. 

    3. Die schlichten Mitteilungen einer Anwaltskanzlei im Auftrage des Projektentwicklers resümieren, die 6 Abweichungen sind als vertretbar anzusehen, nach diesseitiger Einschätzung, aus meiner Sicht… Die Verwaltung macht daraus: Die Grundzüge der Planung sind nicht berührt! Und lässt den Ausschuss beschließen. 

    4. Das Einzelhandelskonzept aus 2016 sagt, “Ansiedlung großflächiger Betriebe mit nicht zentrenrelevantem Sortiment sollen nicht Teil der Ansiedlungspolitik sein“. “Flächenpotentiale sollen Betrieben mit zentralem Sortiment vorbehalten bleiben“.  

    Dann das Ergänzungsgutachten des Projektentwicklers. So ist dann in der Niederschrift des Ausschusses zu lesen: “dass nach dem Einzelhandelskonzept und der Ergänzung aus Feb.´19 die Ansiedlung von Einzelhandelsnutzungen dem Konzept entspräche, auch zur Stärkung der nördl. Innenstadt führe“. 

    5. In der Niederschrift des beschließenden Ausschusses heißt es: “die noch ausstehende endgültige Verkehrsuntersuchung” des Projektentwicklers. In der Ausschussvorlage heißt es, dass das Einkaufszentrum ohne Probleme verkehrstechnisch angebunden werden könne. Daraufhin hat der Ausschuss beschlossen. Der Landesbetrieb Strassen NRW erhebt im Mai erhebliche Bedenken. 

    6. Lapidar heißt es dann, dass die Abweichungen mit der Würdigung nachbarlicher Interessen vereinbar sind. Dies beschließt der Ausschuss ebenfalls.

    7. “Die Bürger werden intensiv beteiligt”. Deswegen hat man vor Zulassung von Abweichungen auch noch nicht einmal die gebotene Beteiligung von Angrenzern veranlasst. Selbst eine gebotene Akteneinsicht hat man seit Feb.´19 verdümpelt. Nunmehr wird das von Amts wegen nachgeholt werden! Da, wo jedes Spektakel genutzt wird, um an der Macht zu bleiben, wenn man programmatisch erschöpft ist, wird der Ursprungsinstinkt hervorgerufen, “wir können nichts machen”, keine Chance für Verbesserungen, keine Anerkennung von nichts und niemandem, nur Verleumdung und Hetze, keine Wahrhaftigkeit, nur trixen und täuschen. Wenn man aber aus dem Status-Quo-Denken nicht mehr heraus kommt, hat die Götterdämmerung längst begonnen. W. Schulze

    24.06.2019

    Leserbrief von D. Krauthausen zum Thema Sauberkeit in unserer Stadt "Aktionismus oder Unwissenheit"

    Wie zu seiner Zeit vom Stadtrat einstimmig beschlossen ist der Bauhof, sprich frühere WBE seid den 01.01.2019 in die Hände der Stadt Eschweiler übergegangen. 
    Es ist noch nicht alles Gold was glänzt. Aber die Richtung stimmt und es sind in kurzer Zeit klare Strukturen zu erkennen. In Gesprächen und in der schnellen Umsetzung erkennt man eine hochmotivierte Bauhoftruppe von der Leitung bis hin zu den Kollegen vor Ort!
    Als Weisweiler Bürger konnte ich das zum Beispiel an der intensiven Reinigung des Frankenplatzes vor dem Maifest feststellen.
    Umso mehr bestürzt es mich das ein Verfasser vor Wochen die Sauberkeit in Weisweiler scharf kritisierte und dabei nicht erwähnte, dass die verschmutzten Grundstücke überwiegend in der Verantwortung von Straßen NRW oder Privateigentümer liegen.
    Ob dies Unkenntnis oder Aktionismus ist, lasse ich im Raum stehen.
    Festzustellen ist, dass man sich auf dem Rücken motivierter Mitarbeiter anscheinend profilieren möchte und Fakten nicht einmal hinterfragt hat. In unruhigen politischen Zeiten, sollte man gerade auf der kleinen kommunalen Ebene einen sachlichen und fairen Umgang pflegen und den Leser fundiert informieren.
    Vielleicht ist es sinnvoll auch über die positiven Dinge in unserer Heimatstadt zu berichten und den fleißigen Mitarbeitern des Bauhofes faire Wertschätzung entgegenbringen.
    Eschweiler und die handelnden Akteure haben dies verdient. D. Krauthausen

    24.06.2019

    Leserbrief von Franz Josef Mandelarzt " Unsere Stadt"

    In den vielen fundierten Leserbriefen finden sich immer wieder sehr kluge Auseinandersetzungen eines Für und Wider bestimmter städtischer Vorhaben, Planungen, und Entscheidungen, viele sehr nennenswerte Denkanstöße, eine ganze Reihe vorgetragener Sorgen und Wünsche mit Blick auf eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder vor einem zu sorglosem Umgang mit den Resourcen dieser Erde, aber auch ein ganz simples aber durchaus nachvollziehbares Verlangen nach Glück und Zufriedenheit.

    Ich bin 'ne echte Eischwiele Jong und es tut mir in der Seele weh, was in „meiner“ Stadt so vor sich geht. Ich wohne nicht mitten in der Stadt, schon mehr draußen auf dem Land und um notwendige Besorgungen aus einer längeren Liste abzuarbeiten bin ich auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen, denn ich bin stark gehbehindert. Selbst Autofahren kann und will ich nicht mehr, also muss ich gefahren werden oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen.

    In „meinem“ Stadtteil verkehren zwei Linien. Eine fährt bis zum frühen Abend nur immer um die volle Stunde, dafür aber durch die ganze Stadt, die andere zwar tagsüber alle halbe Stunde, ist immer rappelvoll, wenn meine nächst erreichbare Haltestelle angesteuert wird und endet auch noch am Eschweiler Bushof. Glauben Sie mir, das ist kein Spass in meinem schon betagten Alter. Dort dann umsteigen und - langsam wie ich bin - in den nächsten inzwischen rappelvollen Bus. Da fällt es echt schwer, eine wirkliche Alternative zum PKW zu haben.

    Ja, dann das Parken in der Stadt. Maximal eine Stunde an den Parkuhren. Meist in den Vormittagsstunden auch nicht verfügbar. Lange Wege bis zu den Automaten. Und dann das Parkhaus an der Kaiserstraße. Was mögen sich die Planer wohl beim Bau dieses Constructs gedacht haben. Besser, es einfach zu meiden.

    In unserer Stadt scheint es wohl für PKW-Nutzer nötig zu sein, schnell hinein in die Innenstadt und bemüht zu sein, ganz schnell wieder hinaus zu kommen. Andere Wahl bleibt ja dann nicht. Der Einzelhandel wird es den Stadtplanern danken! Tunnel oder Straßenbahn in der Stadt, Autoverkehr raus aus der Stadt, ist das die Lösung für die Umweltverpestung und die Verstopfung der Innenstadt?

    Eschweiler hat im Zentrum nur ganz wenige große Parkplätze, die gebührenfrei sind, alle an der Indestraße, alle erfordern meist noch lange Fußwege in die Geschäfte, Arztpraxen, Drogerien und Apotheken. Park und Ride gibt es ja nicht. Hat die Stadtverwaltung da nicht vorher an den Fortschritt der Entwicklung gedacht? Und da wollen die Planer noch mehr Parkraum auch oberhalb des Rathausquartiers anlegen lassen? Wie rückständig ist das denn. Dort drumherum werden wir durch das Verkehrschaos irgendwann mal an den Abgasen ersticken und auch die Gastronomie rund um den Marktplatz wird die ganzen negativen Folgen zu spüren bekommen.

    Ich weiß den Namen eines niederländischen Städteplaners nicht mehr, der vor einigen Wochen im Fernsehen Stellung bezogen hat zu den Problemen fehlgeleiteter Städteplanung. Er meinte sehr richtig in etwa so: Fehlt die Attraktivität einer Stadt mit Grünzonen und Wohlfühloasen und zahlreichen gemütlichen Sitzgelegenheiten und fehlt es auch an ausreichenden und gut vernetzten Angeboten eines gut getakteten ÖPNV, dann wird es in einer solchen Stadt auch keine Verweilqualität geben und Handel und Gewerbe werden über kurz oder lang aufgeben müssen.
    Für Eschweiler ist es teilweise schon so und bedarf keines weiteren Beweises mehr.
    Und wozu hat er geraten? Großzügig angelegte kostenfreie Parkflächen vor den Toren der Städte mit P+R in Verbindung mit Elektro-ÖPNV zu „kleinen“ Preisen, in den Zentren Stadtparke mit Bänken, Blumen und Brunnen, Fußgängerzonen, Außengastronomie und dort mehr darstellende und nicht dirigistische Gestaltungsmöglichkeiten für den Handel in diesen Zentren.

    Wäre das nicht auch ein Konzept für unsere Stadt? Müssen wir nicht alle endlich beginnen umzudenken? Eine andere Art, eine andere Form unserer Mobilität vorsehen?

    In einigen Wochen werden wir alle erleben, wie Elektroroller und deren Verleiher sich gegen den übervollen Autoverkehr in den Städten durchsetzen werden und das mit mal mehr und mal weniger Rücksichtnahme. Dann wird auch die Stadtverwaltung in Eschweiler das Chaos jetzt und auch für die Zukunft händeln müssen. Ich bin gespannt.

    24.06.2019

    Leserbrief von Günter Heidemann zum Thema „Visionen für mehr Lebensqualität“ und der „Pressemitteilung der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen“ aus der vergangenen Woche

    Hut ab für diesen hervorragenden Leserbrief von Herrn Pennartz über die Möglichkeit eine beruhigte Zone in der Innenstadt von Eschweiler zu schaffen. Aber leider wird dieser Vorschlag, sowie die vielen anderen, die durch engagierte Leserbrief-Schreiber hervorgebracht wurden einfach beiseite gekehrt. Dass das Bündnis 90/Die Grünen bei der Sichtung der Unterlagen aus allen Wolken gefallen sind, kann man als Bürger von Eschweiler sehr gut nachvollziehen. Das spiegelt den Wirkungsgrad und die Offenheit unserer gewählten Amtsträger wieder. Aber die Krönung des Hohnes ist, dass man sich persönlich bei der Niederlassungsleitung von Straßen.NRW beschwert. In diesem Zusammenhang fällt mir spontan nur das Wort „Autokratie“ ein. 

    Was sagt uns dieses Wort?

    Als Autokratie wird in der Politikwissenschaft eine Herrschaftsform bezeichnet, in der eine Einzelperson oder Personengruppe unkontrolliert politische Macht ausübt und keinerlei verfassungsmäßigen Beschränkungen unterworfen ist. Als Autokraten bezeichnet man dementsprechend einen Allein- bzw. Selbstherrscher, der in einem bestimmten Gebiet die Herrschaftsgewalt aus eigner Machtvollkommenheit ausübt und in seiner Machtfülle durch nichts und niemanden eingeschränkt ist. Recherche unter Google. Günter Heidemann

    23.05.2019

    Leserbrief von W. Schulze zum Thema Rathausquartier "Der Tunnel, E-2030"

    70 Jahre Grundgesetz, es “setzt bei der Verteidigung von Demokratie und Rechtsstaat auf die Kraft der offenen geistigen Auseinandersetzung. Dieser ist aber nicht jeder Verächter der im Grundgesetz festgeschriebenen Werten gewachsen. Deshalb sind Zeichen der Wehrhaftigkeit gefordert“.Da war neulich von einem demokratischen Missverständnis zu lesen:Bedenkenträger = Gegner. Schuld sind die anderen und nur kein Widerspruch, Kaffee wird im Hinterzimmer gekocht.Ja und die Chancen: Strukturwandel, nach der Euregionalen nun wirklich nichts Neues, Gewerbeflächenpolitik, Wohnbauflächenpolitik noch 2008 dementiert. Idee: Planungsrecht durch die Stadt und gemeinsame Vermarktung der Flächen. Das Indestadion stand schon vor 2008 in der Planung und 2019, natürlich wenn man Bauwilligen das zwingende Planungsrecht verwehrt! Nicht das Klein- Klein sondern die Perspektive, die auf die Zukunft gerichtet ist und dafür fit macht, mit Programmen und Strukturen. Und jetzt ist es wieder mal zu spät, aber morgen, zudem die anderen sind schuld, “RWE, Land, Bundesregierung, USA“. Jammern ist der Hemmschuh der Kreativität.Das Rathausquartier ist das beste Beispiel, Chance verpasst, Möglichkeiten nicht gesehen, Ideen keine, Steuerung keine...“Mit Aufenthaltsqualität ziehen wir Leute in die Stadt”, neu entdeckt und nichts verstanden. Damit hätte man ja mal anfangen können, beim Rathausquartier!Aber die Aufenthaltsqualität, die bringt der Tunnel, genau wie das Rathausquartier aus der Mottenkiste der 70 Jahre eine hypertrophierte, unseriöse, ungeeignete Planung und Sprengstoff für den Kämmerer, wieder eine verpasste Zukunft.Aber immer wieder Steine in den Weg legen und miesmachen, eben kein Diskurs, alternativlos und Bastapolitik, eben daran liegt es, nicht an einer demokratiefördern- den sachlichen Kritik. Aber wenn alles, was man nicht versteht oder verstehen will, Gemeckere ist, dann hat Perspektive keinen Platz, und es müssen weiter austauschbare Parolen gedroschen werden. W. Schulze, 23.05.2019


     

    23.05.2019

    Leserbrief von Paul Ulrich Pennartz zum Thema: Die Zukunft Eschweilers

    Ich bin kein geübter Leserbrief Schreiber. Ich habe die letzten Monate viel übers Rathausquartier gelesen und so einige Meinungen dazu (auch humoristischer Natur) zur Kenntnis genommen.
    Jetzt will wohl auch der Bürgermeister den medialen Fokus auf die Zukunft Eschweilers im Rahmen von Braunkohle Ausstieg und des Umweltschutz, ich sage nur Schüler-Freitagsdemos, umlenken.
    Und siehe da, der "Indestraßen-Tunnel" taucht wieder aus der Versenkung, in der er vor ca. 20 Jahren Gott sei Dank verschwunden war. Stolberg hat ja so einen Tunnel, da kann Eschweiler nicht tatenlos daneben stehen. Stolberg hat auch eine Burg. Also… das übernächste Projekt ist damit definiert? Aber, ich will nicht zynisch sein.
    Heute bin ich bei Sonnenschein die Indestraße entlang gefahren, zwischen Bushof und Rathaus. Zwischen Kochsgasse und Marktstraße bot sich ein schöner Anblick. Eine in jede Richtung 2 Spuren breite Straße (nicht so schön) aber mit blühende Bäume dazwischen. Das war wirklich schön, fast wie eine Allee. Also entwickelte sich mein Vorschlag, man sperrt eine der beiden Spuren in jede Richtung, erweitert die Grünstreifen in der Mitte nach links und rechts und man hat das Gefühl wie in Aachen auf der Oppenhoff Allee. Etwas hoch gegriffen ist der Vergleich mit der Kö in Düsseldorf. Die Spurverengung reduziert den Verkehrsfluss und der Verkehr wird vielleicht eher die Umgehungen um Eschweiler herum benutzen, als mittendurch zu fahren. Übrigens, die Kö hat auch Wasser, zwar in der Mitte, aber bei uns na ja asymmetrisch an der Seite durch die Inde.
    Außengastronomie, die immer gefordert wird, kann auch entstehen, man muß nur kreativ sein. Bänke und Verweilmöglichkeiten auf dem verbreiterten Grünstreifen in der Mitte der jetzigen Indestraße laden zum Verweilen ein. Ein neues Zentrum der Stadt könnte entstehen. Der Verkehr wird auf einen 30km/h Bereich oder besser eine Spielstraße beruhigt. Mit gepflasterten Fahrbahnen wird das baulich unterstützt. Kann ich mir gut vorstellen, ist bestimmt preiswerter als ein Tunnel und durchaus machbar.
    Übrigens, meine Familie wohnt seit mehr als 150 Jahren in Eschweiler, ich bin hier geboren und wohne selbst fast 60 Jahre lang hier vor Ort in der Innenstadt, ja an der Indestraße. Ich meine, da kann ich durchaus mitreden was Lärm, Gestank und Umweltverpestung betrifft. Ich wohne nicht in den Vororten.
    Meine ganze Familie, die ich kennen lernen durfte, hat die Stadt nie als zweigeteilt erlebt. Weder war da eine Trennung durch die Inde noch nachher durch die Indestraße. Wie sieht es in dieser Hinsicht mit der Talbahn Strecke/Euregio Strecke aus? Teilt die nicht die Stadt jede gefühlte oder tatsächliche ½ Stunde? Wäre da ein Tunnel nicht sinnvoll? Die Feuerwehr/Notarzt/Krankenwagen und Notafallpatienten würden sich über freie Einsatzfahrten freuen!? Aber … ich will nicht Stuttgarter Bahnhof ähnliche Diskussionen in meiner Heimatstadt haben. Paul Ulrich Pennartz

     

    15.05.2019

    Leserbrief von Manfred Waltermann zum Artikel „Schwarz auf Weiß“ der CDU Eschweiler zum Thema: Straßenbaubeitrag abschaffen. (Filmpost vom 15.5.2019)

    Wer im Glashaus sitzt...

    Die "Abschaffung der Straßenausbaubeiträge" sind seit Mitte 2018 in ganz NRW zu einem von den Bürgern heiß diskutierten Thema geworden.

    Grund für die allerorts festzustellende Aufregung ist ein Gesetz, das in seinem Ursprung bis in die Postkutschenzeit zurückreicht und seither unter allen jeweiligen NRW-Landesregierungen den Kommunen als willkommene Einnahmequelle dient. Auf der Basis dieses Gesetzes haben die Städte und Gemeinden das Recht, die Grundstücksanlieger nach einer von Kommune zu Kommune unterschiedlichen Höhe beim Ausbau oder der Grundsanierung einer Straße zur Kasse zu bitten. Und das kann für den einzelnen Bürger finanziell katastrophale Auswirkungen haben! - Beispiele sind im Rahmen einer vom "Bund der Steuerzahler NRW e.V." gestarteten Volksinitiative zur Abschaffung dieser für viele ruinösen Abgabe vielfach durch die Medien gegangen und wohl inzwischen jedem Bürger ins Bewußtsein gerückt worden.

    Angesichts des teilweise desolaten Straßenzustandes - gerade in finanziell schwachen Kommunen - können die zukünftig zu erwartenden Kostenbeteiligungen für jeden Anlieger und Bürger zum Riesenproblem werden oder sind es bereits! -

    Die Unterschriftenaktion des BdST NRW hat bis heute nahezu 500.000 wahlberechtigte NRW-Bürger im Ziel vereint, die kurzfristige Abschaffung dieser "Unrechtssteuer" durch die Landesregierung - CDU/FDP-Koalition - zu beschließen! - Mehr als 3.500 Bürger aus Eschweiler haben sich mit ihrer Unterschrift solidarisch gezeigt!!

    Die Abschaffung des Gesetzes hätte in NRW längst geschehen können, wenn man nur wollte! - Aber bisher gibt die Verweigerungshaltung der Landesregierung den Bürgern und Wählern nur Rätsel auf, zumal sich vor Ort die Kommunalpolitiker beider Parteien verbal ganz anders äußern!? -

    Die derzeit in Düsseldorf in der Opposition befindliche SPD hat wohl die Zeichen der Zeit und den Ernst der Lage inzwischen offenbar erkannt und im Landtag einen Gesetzesentwurf eingebracht, der zukünftig die Übernahme der bisherigen Anliegerbeteiligungen fordert! - Eine diesbezügliche Anhörung findet am 7. Juni im Düsseldorfer Landtag statt.

    Der NRW-Bürger sollte wissen, dass In der Bundesrepublik - mit ihren 16 Bundesländern - die direkte Kostenbeteiligung der Bürger keineswegs einheitlich ist! 

    So ist für die Bürger in Berlin, Hamburg und Baden-Württemberg der Begriff Straßenausbaubeiträge ein Fremdwort!! - , In Bayern haben CSU und ihr Koalitionspartner "Freie Wähler" diese Kostenbeteiligung 2018 - vor der Landtagswahl! - abgeschafft! -

    Gleiche Bestrebungen sind in nahezu allen Bundesländern festzustellen, so dass die bis heute seitens der NRW-Landesregierung aus CDU und FDP festzustellende ablehnende Haltung zu einem steigenden Unverständnis und für zunehmende Wut bei den Bürgern beiträgt! - Diese Verweigerungshaltung wird u.U. schon bei der EU-Wahl für beide Parteien erhebliche negative Auswirkungen haben! 

    Die jährliche Kostenbelastung für die NRW-Landeskasse bei einer Abschaffung des Gesetzes ist mit ca. 130 Mio. Euro anzusetzen, was bei einem Jahresetat von etwa 80 Mrd. Euro für 2020 lediglich ca. 1,6 Promille ausmacht! Für einen Finanzminister eine kalkulierbare Belastung!! -

    NRW droht ab 2020 eines der wenigen Bundesländer zu sein, das noch die Dino-Steuer "Straßenausbaubeiträge" erhebt! -

    Es ist zudem höchst interessant zu wissen, dass sowohl CDU als auch SPD in den Ländern, in denen sie  nicht regieren, die treibenden Kräfte für die Abschaffung der Straßenausbaukosten sind!! -

    Wer sich näher informieren möchte, dem sei unter "Landtag Rheinland-Pfalz Drucksache 17/8673" die Lektüre der dortigen in der Opposition befindlichen CDU dringend empfohlen!! - Nicht mehr als diese Forderungen erwarten die Bürger in Nordrhein-Westfalen! Manfred Waltermann

    15.05.2019

    Leserbrief von W. Stolz zum Thema Rathausquartier und Stadtplanung "Aufenthaltsqualität muss in die Stadt"

    Wie der Tageszeitung zu entnehmen ist, hat der Bürgermeister in der Versammlung des Citymanagements erklärt, dass dem Onlinehandel nur mit einer hohen Aufenthaltsqualität entgegen gesteuert werden kann. Diese Erkenntnis ist beileibe nicht neu. Allerdings wird genau das Gegenteil durch das aktuell geplante Rathausquartier erreicht. Große ebenerdige Parkplatzflächen im Zusammenhang mit den hier geplanten Geschäften bedeuten hier nur mehr Verkehr und weniger Aufenthaltsqualität. Zudem erläuterte er, dass die Indestraße zwingend unter die Erde verlegt werden muss. Auch das ist ein alter Hut. Genau das wird wegen der immer größeren Probleme an den Verkehrsknotenpunkten unmöglich. Verwunderlich ist allerdings, dass das Thema der geplanten Geschäfte im Rathausquartier und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Innenstadt nicht bei den Fachleuten thematisiert wurde.

    Da mit dem Bescheid zur Bauvoranfrage zu der Bebauung am Rathausplatz nicht nur nach meiner Einschätzung das Planungsrecht massiv gebrochen wird, führt das nun zwingend zu einem Rechtsstreit. Das sind zusätzliche Erschwernisse für den Investor, die keiner will. Mit einer rechtzeitigen Änderung des Bebauungsplanes und der damit verbundenen notwendigen Definition der städtebaulichen Ziele an dieser Stelle wäre genau das vermeidbar gewesen und wahrscheinlich wäre das neue City-Center inzwischen fast fertig. In vielen Schreiben und Artikeln wurde nicht nur aufgezeigt, warum die jetzige Planung schlecht für Eschweiler ist, es wurden außerdem bessere Lösungen präsentiert. Damit sind die Akteure, die sich hier entsprechend positionieren, aber auch weit weg von einer einfachen Meckerei.

    Statt sich einer konstruktiven Kritik zu stellen, diffamiert der Bürgermeister die Netzwerke als asozial. Zum Glück sind wenigstens diese Medien nicht durch Hofberichterstattung gekennzeichnet. Er behauptet, dass die, die sich nicht in seinem Sinne äußern, die Stadt einfach nur schlecht reden wollen. Tatsächlich fehlen ihm sachliche Argumente, denn sonst müsste er andere Meinungen nicht einfach als Miesmacherei abtun. Hier ist eine zielführende Stadtplanung erforderlich, die die richtigen Ziele vorgibt. Das zu unterlassen, war und ist ein schwerer Fehler der Verantwortlichen.

    Unterzeichnet wurde der Verwaltungsakt zur Bauvoranfrage nicht etwa von den hierfür zuständigen Stellen, sondern vom technischen Beigeordneten. Den anderen ist der Rechtsbruch offensichtlich zu heikel. Damit ist aber auch klar, dass Eschweiler ein Planungsamt und ein Bauordnungsamt nicht braucht, werden Entscheidungen doch alleine von der Verwaltungsspitze unter Berücksichtigung der Interessen des Investors getroffen. Bei der hier gezeigten Informationspolitik kann man auch getrost davon sprechen, dass der Rat ebenfalls umgangen wird. Das alles entspricht nicht demokratischen Spielregeln und das führt zu einer Baukultur, die durch die Fähigkeit der wenigen verbliebenen Beteiligtenbeschränkt wird. Die Chancen eine gute Qualität der Stadtentwicklung auf breite Fundamente zu stellen, wurde mal wieder vertan. W. Stolz

    15.05.2019

    Leserbrief von Harald Hocks zum Artikel „Schwarz auf Weiß“ der CDU Eschweiler zum Thema: Straßenbaubeitrag abschaffen. (Filmpost vom 15.5.2019)

    Unter anderem wird in diesem Artikel der CDU aufgeführt und die Frage gestellt: wenn die Beiträge abgeschafft würden, müssten die bisher von den Anliegern getragenen Straßenbaubeiträge stattdessen vollständig über Steuern bezahlt werden. Aber ist das gerecht?

    Ich denke ja!!!

    Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert – nur bei Anliegerstraßen werden in NRW noch die Eigentümer zur Kasse gebeten, das ist mir und vielen Bürgern  nicht mehr vermittelbar. Anlieger haben ihre Straßen zudem bereits mit den sogenannten Erschließungsbeiträgen bezahlt. Denn wer ein Haus baut, benötigt eine Straße. Dafür fallen Erschließungskosten an, die der Hausbauer zu bezahlen hat. Sind Reparaturen an der Straße erforderlich, werden diese von der Kommune aus Steuermitteln getragen. 

    Weiterhin ist es  nicht nachvollziehbar, warum für gemeindliche Straßen lediglich die anliegenden Grundstückseigentümer herangezogen werden sollen, wenn doch allen Bürgern die Benutzung dieser Straßen als Infrastruktur offen steht. Warum soll der Grundstückseigentümer für  die Sanierung der Straßedie am Haus vorbei führt zahlen, wenn diese Straße  von LKW, Busse und PKW tagtäglich „kaputt gefahren wird“.

    Nun möchte die CDU/FDP Koalition in D`dorf die Bürger entlasten und die Beiträge „deckeln“. NEIN sagen mittlerweile schon über 450.000 Bürgerinnen und Bürger die mit ihrer Unterschrift für ein Volksbegehren zur Abschaffung dieser unsinnigen Gebühren unterschrieben haben.

    Zwar seien sechsstellige Beträge nicht die Regel hört man aller Ortens. Jedoch sind Abgaben, die höher als 10.000 Euro sind, auch keine Ausnahme. Das ist für junge Familien, die bereits bis zum Hals verschuldet sind oder alleinstehende, ältere Menschen mit kleiner Rente oft existenzbedrohend. Nicht jeder Hauseigentümer bildet für die sog. Straßenbaubeträge erforderliche Rücklagen.

    Sollte sich die CDU/FDP nicht zur Abschaffung dieser Beiträge entschließen, wird es  sicherlich auch in NRW, wie bereits z.B. in Schleswig-Holstein, zu unzähligen Verfahren vor Gericht kommen. Das Ergebnis wird dann sein, dass neben dem juristischen Streit auch noch der Aufwand der Abgabe in mancher Kommune in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Und der Wähler wird sich von der herrschenden Politik in NRW abwenden. Harald Hocks

    15.05.2019

    Leserbrief von Hubert Feucht zum Thema Rathausquartier "City Center – Die Unvollendete"

    Wie der Zentrale der städtischen Berichterstattung zu entnehmen war, geht es weiter! Ein 60 t Bagger sollte die Reste des City Centers in dieser Woche dem Erdboden gleich machen. Gekommen ist der kleine Bruder von 20 t, aber nichts desto trotz, es geht weiter. Der Schutt soll zerkleinert und abgefahren werden, und dieses Ergebnis, um nicht Erfolg zu sagen, geht auf das Konto der vom Bürgermeister als Andersdenkende, als Gegner und Bedenkenträger bezeichneten Personenkreis, die die Möglichkeit des friedlichen Widerspruches genutzt haben, um eine enkelgerechte Bebauung anstatt das von Politikern und Verwaltung gefördertem Monster einer Bebauung zu fordern.

    Man erinnert sich an die Märchen:
    1. Schumacher baut hier ein nicht gewinnorientiertes Objekt. 
    2. Wir haben einen Käufer/Investor, und der hat sich auch an den geltenden Bebauungsplan zu halten.
    3. Der Bauschutt wird zerkleinert, wir benötigen das Material vor Ort. 

    Das alles und vieles mehr waren und sind Lippenbekenntnisse oder Lügen.Wobei man sagt „Lügen haben kurze Beine“, also wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen derEine oder Andere am Verfahren beteiligte kleiner vorkommt.
    Achtung!! Politiker und Verwaltung – Widerspruch ist ein nicht gern gesehen Recht, jedoch es lohnt sich!!Wir werden diesen fortführen, bis wir die Forderung einer enkelgerechten Planung und Bebauung für Eschweilers City durchgesetzt haben. Hubert Feucht

    15.05.2019

    Leserbrief von W. Stolz "Wieviel Ignoranz darf sich ein Politiker erlauben?"

    Es ist dem einen oder anderen sicherlich nicht entgangen, dass ich nun viele Stunden mit dem formulieren konstruktiver Kritik an der öffentlichen Verwaltung und Parlamenten verbracht habe. Vielfach habe ich aufgezeigt, wo ich dringenden Änderungsbedarf sehe. Zuletzt habe ich den Städteregionsrat Dr. Grüttemeier öffentlich aufgefordert, das aus meiner Sicht rechtswidrige Vorgehen des Bürgermeisters bezüglich Rathausquartier zu verhindern. In seiner Funktion als Kommunalaufsicht wär er dazu verpflichtet.
    Hierzu habe ich, wie auch zu einigen anderen öffentlichen Aufforderungen und Anregungen, nicht mal eine Antwort erhalten. So habe ich am 31.8.2017 der Stadt Eschweiler und allen Fraktionen einen Bürgerantrag zugeleitet. In diesem habe ich einen Weg aufgezeigt, der die immensen Mehrkosten, der durch die Entsorgung des Materials Viadur zu Lasten von Anliegern und der Stadt Eschweiler entsteht, vermieden werden können. Besagtes Viadur wurde im Unterbau von Straßen und Plätzen eingebaut, jedoch ist die genaue Lage bis heute nicht bekannt. Die Stadtverwaltung hat sich immerhin entschuldigt, dass ihnen da etwas durchgegangen istund das ist in der Tat verzeihlich! Aber offensichtlich hat sich sonst keine Partei ausreichend mit dem Thema beschäftigt. Die in der Zeitung jüngst wiedergegebene Pressemitteilung der Stadtverwaltung hierzu zeigt, wie kritiklos die Aussagen der Stadtverwaltung hingenommen werden und wie wenig hinterfragt wird. Etwas, was uns Bürger viel Geld kosten kann und wird.
    Meinungsbildung ist eine originäre Aufgabe der Parteien und gilt nicht nur für den Moment der Wahlen. Wer sich allerdings der Anregung oder schon der Diskussion verschließt, missachtet die Grundlagen, die für eine repräsentative Demokratie erforderlich sind. Wer sich also ungefragt zu Wort meldet, was durch die Gemeindeordnung und Gesetze eigentlich ausdrücklich gewünscht wird, der wird mit Ignoranz behandelt.
    Politiker, die sich so verhalten, dürfen sich über mangelnde Wahlbeteiligung nicht wundern.
    Ich kann nun abzählen, welche Parteien auf Grund des Fehlverhaltens ihrer Repräsentanten in meinen Augen nicht wählbar sind.
    Klar ist mir schon jetzt klar, dass die hier Angesprochenen dies als Einzelmeinung abtun werden. Wer allerdings realisiert, dass die Räte bei einer Wahlbeteiligung von 40% gerade mal von 20% der Bevölkerung gewählt werden können, muss sich fragen, wen die so gewählten eigentlich vertreten.
    Dass die so handelnden Verantwortlichen bei einem solch ignoranten Verhalten in Verbindung mit dieser Folge auch noch straffrei bleiben sollen, erschließt sich mir nicht.Alle Parlamente einschließlich Europaparlament streben immer mehr eine Vollkaskogesellschaft an und suchen für alles, was falsch läuft einen, der haftet. Aber ausgerechnet Politiker haften für gar nichts. Selbst wenn sie wie dargestellt unseren Staat in seinen Grundfesten gefährden. Das scheint mir mit einer einfachen Abwahl nicht ausreichend geahndet.
    Ich weiß, viele sind ehrenamtlich tätig, die auch viel Freizeit in ihre demokratische Pflicht investieren. Daher gilt mein Vorwurf auch all diejenigen, die es besser könnten, aber nicht tun!
    W. Stolz
     

    15.05.2019

    Leserbrief von Thomas Widynski zum Thema Kleingärten und Rathausquartier Anatomie einer Stadt

    Verfolgt man die Berichterstattung über die Kleingärten an der Autobahn im unmittelbaren Umfeld des ehemaligen Wenzel-Weidmann-Merckens-Geländes, liest man, dass es sich angeblich bei den Kleingärten um die grüne Lunge der Stadt handeln soll. Der gemeine New Yorker käme sicher nicht auf die Idee, seinen Central Park am Stadtrand beim Flughafen JFK zu vermuten. Wer jedoch in direkter Autobahnnähe, quasi am Auspuff der Stadt, die Lunge seiner eigenen Stadt verortet, dem fällt es verständlicherweise schwer, sich angemessen um die wahre Herzgesundheit seiner Stadt zu kümmern, wenn man einen Juckreiz in der Nase schon für einen Herzinfarkt hält. Dem Kleingarteneigentümer vorzuwerfen, er wolle seine „Braut aufhübschen“ geht an der Realität vorbei, den leidenschaftlichen Einsatz für Kleingärtner in allen Ehren. Aber bevor hier überhaupt das Gelände als „Bauland“ verkauft werden kann, muss zuerst einmal der Flächennutzungsplan geändert werden, denn der sieht hier in dem Gebiet noch gar keine Wohnbebauung vor. Erst dann kann ein Bebauungsplanverfahren im Rat der Stadt beschlossen werden, um ggf. aus dem Areal Bauland „machen“ zu können. Und wer dann später und für was genau und wie schnell im Rat seinen „Arm hebt“, wenn es um spezielle, besondere Bebauungsplanangelegenheiten geht, ist inzwischen allgemein bekannt. Um auf das zu beobachtende leidenschaftliche Engagement der angesprochenen Kommunalpolitiker zurückzukommen, sei hier vielleicht einmal zu bemerken, dass man sich so eine Leidenschaft auch gerne in Sachen „Rathausquartier“planung gewünscht hätte, geht es doch hier sicher auch um Menschen, die um ihre Heimat und ihren Lebensraum bangen müssen, weil hier im Herzen der Stadt! der Eigentümer des Trümmerfeldes ums Rathaus mit fleißiger Unterstützung vieler gehobener Arme, gerade „mit seinem Eigentum Geld verdienen will“, indem er Bäume fällt, Flächen versiegelt und möglichst auto- und kommerzgerecht ein Irgendwas in das Herz der Stadt implantieren will. Dass man den Bürger dann doch gerne mitnimmt und ihn nicht fürchten muss, wenn es um andere wichtige Planungsangelegenheiten geht, zeigt aktuell die Bürgerbeteiligung an der Planung der Jülicher Straße in Dürwiß. Wie wäre es daher mit einer weiteren, ebenfalls herzlichen Einladung zu einer weiteren Ortsbegehung mit folgen Zeilen?: "Nach der leider bisher nicht stattgefunden Bürgerversammlung der Stadt Eschweiler und den bisher leider nicht stattgefunden Beratungen in den politischen Gremien des Rates möchten wir dies alles nachholen und wollen mit den interessierten Bürgerinnen und Bürger jetzt doch ins Gespräch kommen.

    17:00 Uhr Wollenweberstraße Ecke Dürener Straße
    17:30 Uhr Dürenerstraße Ecke Peilsgasse
    18:00 Uhr Peilsgasse Ecke Indestraße
    18:30 Uhr Indestraße Ecke Wollenweberstraße
    18:45 Uhr Abstecher zum Bestaunen des neuen Staudenbeets an der Indestraße
    19:00 Uhr Bürgermeisterzimmer
    22:00 Uhr Geselliger Ausklang bei Lersch
    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!"

    Thomas Widynski

    08.05.2019

    Leserbrief von Gabriele Breuer zum Thema Rathausquartier (8.5.2019)

    Auch mir liegt unsere Stadt Eschweiler am Herzen, und ich kann im Moment nur den Kopf schütteln, was hier los ist. Ich wohne mitten in der Stadt, und egal, von wo aus mein Besuch kommt....an der Baustelle leider nicht vorbei. Die Kommentare kann sich wohl Jeder denken, und dass dadurch Eschweiler als Wohnziel für die Zukunft nicht in Frage kommt, erklärt sich wohl auch von alleine.
Nun habe ich wenig Ahnung von der Politik in Eschweiler, und mir ist auch bewusst, dass Eschweiler mit Problemen kämpft, die wahrscheinlich berechtigt sind, aber in meinen Augen selbst verursacht und nicht nachzuvollziehen.
Ich liebe wirklich die Natur, aber das was die Grünen fordern, erschließt sich mir überhaupt nicht. Ich bin beruflich viel mit dem Auto unterwegs und kenne viele Städte verkehrstechnisch und auch strukturell. Wir aber bzw. Politiker haben nun mal vor ein paar Jahren eine Straße durch Eschweiler gebaut, und da wird auf kurz oder lang, ob mit oder ohne Einkaufszentrum, der Verkehr durchrollen. Auf Dauer elektrisch oder mit Wasserstoff. Nur: wenn wir hier nichts mehr zum einkaufen haben, werden die hier nur noch durchrollen!! 
Es ist doch paradox, wenn ich froh bin, mein Auto endlich in der Garage zu lassen, und muss dann, weil ich zum Aldi etc. muss, dieses wieder rausnehmen. Ich nehme an, dass die Dürwisser auch gerne bessere Luft hätten!
Von dem Dreck, der seitdem von diesem „Kriegsgebiet“ aus verteilt wird, möchte ich erst gar nicht weiter reden, und ebenso von den Konsequenzen, wenn sich ein Kind mal beim Spielen auf diesem Gelände verletzt. 
Ich bitte jeden Beteiligten, dieses Projekt endlich in Gang zu bringen, denn ich möchte hier alt werden und zu Fuß einkaufen können.
Eine Mischung aus grüner Oase und Einkaufszentrum ist doch kein Hexenwerk!! Gabriele Breuer

    08.05.2019

    Leserbrief von W. Schulze zum Artikel der Grünen „Rathaus-Quartier: Mehr Schaden als Nutzen für die Innenstadt“ Die Stadt erwacht! (8.5.2019)

    Lange tot gesagt und nun der Impuls, es gibt doch eine Meinung in dieser Stadt. Und nicht nur die Meinung, die man zu haben hat, wenn man Ruhe haben will. Da braucht man auch gar keine Farbenlehre zu bemühen, die Analyse ist klar. Die Perspektive ist gesetzt. Besonderen Mut braucht man selbst in dieser Stadt nicht, nur Fakten und ein bisschen Logik und Beobachtung.
    Ja natürlich braucht man kreative, tatkräftige gute Geister in Politik und Verwaltung, die Rückgrat haben und auch „Nein“ sagen können und ein konsensuales Vorgehen aller Beteiligten, um die öffentliche Teilhabe nicht zu vergessen. “Was hat die Stadt X, was Eschweiler nicht hat? Eine kleinteilige, aufgeräumte, einladende, lebendige, kompakte und attraktive Kulisse, und an der Inde…?“ Diese Frage, hier im Zitat auf Eschweiler bezogen, war unlängst zu hören bei einem Symposium an der Architekturfakultät der RWTH Aachen. Von Leuten, die es von Berufs wegen wissen müssen. Kein autistischer Städtebau ist gefragt, sondern die Reaktivierung der Innenstadt, das, wohin Eschweiler 2001 unter Einbeziehung der Bevölkerung bereits aufgebrochen war. Und nun ist nur Stillstand und Fehlentwicklung zu sehen. Die praktisch erfahrenen Experten sprechen von Aufenthaltsqualität, “einer Bühne für Menschen, nicht für Autos”. Die Menschen brauchen Stadt, um einzukaufen, um zu wohnen, wegen der Gastronomie, der Kultur, wegen interessanter Gebäude, dem Grün, dem Aufenthalt und dem Austausch auf Wegen und Plätzen und kein ungestaltetes, ghettoartiges Konsum-Ufo, um die fragwürdigen Umsätze im Billigbereich zu maximieren.
    Selbst die Aachener Zeitung hat die Fährte aufgenommen und scheint nicht mehr ausschließlich dem hohen Lied einer Rathausquartier-Chimäre folgen zu wollen.
    Also fangen wir noch einmal neu an! Und nun, abgesehen von den rechtlichen Aspekten, die ja ihren Gang nehmen, möchte man fragend bemerken, was folgt danach? All die Eschweiler, die ein Herz für ihre Stadt haben, haben sicherlich auch Vorstellungen und Prioritäten, für dieses ach so wichtige Filetstück "Rathaus-Forum" ihrer Stadt. 

    170 Parkplätze auf dem Rathausforumsplatz, dem Scharnier zwischen Markt, Inde und südlicher Innenstadt?
    - NEIN -
     
    Ein Platz mit Aufenthalts- und Begegnungsqualität, mit Sitz- und Ruhezonen und Orte des Austausches, eine Kultur des öffentlichen Raumes?
    - JA  -
     
    An diesem Standort großflächige Discounter, schnell ran, schnell weg? (natürlich mit dem Auto, je höher der Umsatz, je höher die Auto-Frequenz)
    -NEIN -
     
    Eine Markthalle, Wohlfühlatmosphäre, kreative Produkte, verschiedene Spezialitäten, Art und Musik, nutzen und erleben, Treffen mit anderen? (der Kunde erwartet mehr als nur Konsumangebote, Foodlover Konzepte…)
     - JA -
     
    Rückfronten einer Discounterwelt an der Dürener Straße mit nackten Betonfertigteilen mit flächigen Ausfachungen und sturen gähnenden Fassaden mit Erschließungstürmen?
    - NEIN -
     
    Wohnbebauung als Stadthausbebauung, die die historische Dürener Straße aufnimmt und dem zentralen Wohnbedarf mit kurzen Wegen eine Chance gibt?
    - JA -
     
    Eine Indestraße als LKW -Terminal -Higway mit vier Ziel- und Quellverkehr Knotenpunkten, die jegliche Verbindungsqualitäten in und durch das Viertel und über die Indestrasse unterbinden?
    - NEIN -
     
    Eine Durchlässigkeit einer Platz- Wegefolge in das und durch das Viertel und in die Nachbarschaft mit Aufenhaltsqualität u. Staßenraumgestaltung?
    - JA -
     
    Jetzt noch einmal die Frage: Eschweiler mit Herz und Vernunft für diese Stadt, Architektenschaft, Interessierte, Angrenzer, haben Sie Vorstellungen, Ideen, Gedanken, Impulse für Ihre Stadt an dieser Stelle?  Wollten Sie es nicht schon immer wie die Experten aber mit Ihren Worten sagen? In einem Innenstadtdialog will ich meinen Ort mitgestalten und zwar für die Zukunft und nicht die Vergangenheit wiederholen. W. Schulze

    17.04.2019

    Leserbrief von W. Stolz zum Thema Rathausquartier "Bananenrepublik Eschweiler"

    Nicht umsonst fordern die Industriestaaten von Ihren Partnern, insbesondere den Entwicklungsländern eine Rechtssicherheit, um so Investitionen zu schützen und eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Das scheint aber in Eschweiler noch nicht angekommen zu sein. Das Verfahren um das Rathausquartier geht in die nächste Runde. Fehlende Rechtssicherheit führt auch hier wieder zu einem vermeidbaren Gerichtsverfahren. Dies belastet jeden Investor unnötig.

    Wirtschaftsförderung, was sich der Bürgermeister selbst auf die Fahnen geschrieben hat, funktioniert so nicht. Es erfordert darüber hinaus auch Kontakte in den Wirtschaftsraum. Es ist nicht nachvollziehbar, wieso in einer Zeit, in der Investoren händeringend nach Investitionen suchen, hier für das Rathausquartier keine Interessenten zu finden sind.

    Schon im Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Eschweiler aus dem Jahre 2016 wurde empfohlen, die dort gewonnenen Erkenntnisse zeitnah in gültiges Baurecht umzusetzen. Außerdem sollte das Konzept genutzt werden, gezielt Investoren und Handelsunternehmen anzusprechen. Im letzten Abschnitt kann man lesen:“ Das Einzelhandelskonzept verdeutlicht zum einen Ausstattungsdefiziteund Entwicklungspotentiale …. und vermittelt zum anderen -durch den Beschluss- Investorensicherheit.

    Allerdings die hier demonstrierten Mauscheleien im Hinterzimmer machen Eschweiler für Investoren wenig interessant weil nicht transparent und das fehlende Baurecht stellt Eschweiler auf eine Ebene mit einer Bananenrepublik.

    Wie so der Wegfall des Kraftwerkes wirtschaftlich kompensiert werden soll, ist mir ein Rätsel. Dabei böten die Hochschulen in Aachen und Jülich Gelegenheiten genug, Unternehmen, die aus den Instituten entstehen, hier anzusiedeln. W. Stolz
     

    17.04.2019

    Leserbrief zum Thema Rathausquartier von Wilfried Schulze und Andrea Cherrier (17.4.2019)

    Heimlich & Co, II Staffel, was zu beweisen war! 

    Anhörung/Akteneinsicht:

    1. Dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) entsprechend ist, bevor ein Verwaltungsakt erlassen wird, der in die Rechte eines Beteiligten eingreift, diesem Gelegenheit zu geben, sich zu den entscheidungsrelevanten Tatsachen zu äußern.

    2. Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die Verfahrensakten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist. Dies gilt insbesondere im Befreiungsverfahren nach §31 BBauG/BauGB.

    Eine Abweichung ist u. a. nur zulässig, wenn sie unter Würdigung nachbarlicher Interessen vertretbar ist.

    3. Nach BauO NW sollte die Stadt vor Zulassung von Abweichungen die Beteiligung von Angrenzern veranlassen, um Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Wer nun hier glaubt, die Würdigung wäre mit dem Gutachtengemauschel der Stadt abgetan, geht fehl. Alleine schon der Umfang und die Gewichtigkeit der Befreiungen bricht die Abwägung des Bebauungsplans, so dass ein neuer Interessenausgleich herzustellen ist. In Abwiegelung des Sachvortrags hat die Stadt wohl immer noch nicht begriffen, dass nicht nur die Festsetzungen des Plans außer Acht bleiben, sondern an deren Stelle eine andere bebauungsrechtliche Ordnung gesetzt wird und damit ein anderer Interessenausgleich. Dies lässt sich nicht über die Schulter abhaken.

    Die Verwaltung unternimmt nun alles, was zur Schmälerung dieser fundamentalen rechtsstaatlichen Rechte beiträgt, um auch diese zu umgehen. So werden entsprechende Anträge und Eingaben von bestellten und legitimierten Angrenzern einfach nicht gewertet und keine Stellung bezogen, nach eineinhalb Monaten auf nichtssagende, unzureichende, rechtsfehlerhafte Vorlagen verwiesen. Stellungnahmen werden an Ausschussmitglieder ausgehändigt, zur Stellungnahme zu den Befreiungen wird auf die Ausschussvorlage verwiesen. Eine berechtigte Beteiligte hat einen Antrag gestellt, und dieser ist zu bescheiden!

    Am 14.02.19 hat diese Akteneinsicht erbeten, doch das verdümpelt man im Rathaus durch ungebotene Forderungen nach Namensnennung, sowie Vollmachten für Angrenzer, die selbst als betroffene Beteiligte auftreten. Durch weiteres Hin und Her wird dann verwiesen auf eine andere Zuständigkeit. Nach zwei Monaten sollte dann endlich eine Akteneinsicht durch die Rechtsanwältin und Betroffene Frau Cherrier erfolgen. Schließlich wurde eine Akteneinsicht dann doch nicht gewährt. Große Irritation im Haus. Nur der Lageplan und die Verwaltungsvorlagen für die Befreiungen vom B-Plan (alles bekannt) würden vorgelegt. Die Einsichtnahme in die Gutachten und die gesamt Akte wurde nicht gewährt.

    In die Abwägung des Bebauungsplans wird durch die flächenhaften und vielfachen Befreiungen massiv eingegriffen, dem wollte man abhelfen durch den Nachweis über Gutachten, nun will man Gutachten nicht zeigen. Haben die Bürger der Stadt Eschweiler da etwas verpasst, Eschweiler als rechtsfreier Raum? In der Summe der Vorkommnisse in diesem Fall drängt sich der Eindruck zunehmend und geradezu auf, dass durch Verschleierung und Vereitelung sowie durch mangelnde Organisation Mitarbeiter desinformiert und eingeschüchtert sind. Welch ein Klima für engagiertes Arbeiten?

    RA. A. Cherrier und W. Schulze

    17.04.2019

    Leserbrief „Ich habe einen grünen Traum“ von Waltraud Bracke (17.4.2019)

    In der letzten Filmpostausgabe begeisterte mich der Leserbrief von Klaus Lumma. Er befürwortet die Anlage eines Parkes auf dem Gelände des Rathausquartieres. Im Zeichen des Klimawandels brauchen wir mehr Bäume und bienenfreundliche Blumen, um so eine Luftverbesserung in Eschweiler zu erreichen. Wenn jetzt im Rathausquartier nur gebaut wird und noch mehr Autoverkehr in die Stadt kommt, ist das sehr schlecht für die Bewohner Eschweilers, die jetzt schon durch die Abgase, den Feinstaub und durch RWE – Emissionen (Stickstoffoxide, Schwefeloxide, Quecksilber, Feinstaub) sehr stark belastet sind. Die Inde- und die Dürener Straße werden sehr stark befahren. Hinzu kommen noch die Belastungen der Luft durch den Bushof. Dann wäre es ein Gewinn für die Menschen, wenn dazwischen eine grüne Insel durch eine Parkanlage geschaffen würde. Diese Anlage wäre auch für Besucher sehr attraktiv. Das hat keine andere Kleinstadt in unserer Region zu bieten. Der Park wäre sicherlich mit finanzieller Unterstützung von RWE (Auffüllung des Bodens aus Abräumgebieten), Städteregion und Bundesmitteln realisierbar. Eschweiler Bürger könnten Baumpaten werden. Alle müßten an einem Strang ziehen. Wenn dies möglich wäre, wäre das einfach „traumhaft“ schön! Waltraud Bracke

    10.04.2019

    Offener Brief an Stadteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier (10.4.2019)

    Sehr geehrter Herr Dr. Grüttemeier, den Eingang Ihres Schreibens vom 5.04.2019, eingegangen am 8.04.2019, bestätige ich hiermit. Dem Schreiben ist zu entnehmen, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt unter Berücksichtigung der Eingaben bis zum 22.03.2019 keine Veranlassung für ein aufsichtbehördliches Einschreiten gegeben ist. Sie weisen auch auf das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde hin. Gleichwohl ist Ihnen, nachdem der Regierungspräsident hier nicht mehr für kreisangehörige Kommunen zuständig ist, die Fachaufsicht in dieser Angelegenheit oblegen. Der Beschluss ist zu beanstanden, wenn dieser das geltende Recht verletzt. Dass dies der Fall ist, hat Ihnen die Kanzlei umfänglich und dezidiert in der summarischen Wirkung und bei jeder Befreiung im Einzelnen, im formalen, als auch inhaltlichen Sinne dargestellt, unter Rückgriff auf die gesetzlichen Grundlagen, die einschlägigen Kommentierungen und die herrschende Rechtsprechung. Eigene politische Erwägungen und Zweckmäßigkeitskriterien haben wir zu keinem Zeitpunkt eingefordert. Der Beschluss steht dennoch zweifelsfrei und vielfach nicht im Einklang mit geltendem Recht. Dies liegt Ihnen auch in nicht abweisbarer explizit begründeter Form vor. Da Sie nur die Eingaben bis zum 22.03.2019 einbezogen haben und Ihr Schreiben vom 5.04.2019 datiert ist, hatten Sie sicherlich keine Gelegenheit den 10 Seiten umfassenden Schriftsatz der Anwaltskanzlei vom 29.03.2019, den wir Ihnen im Gespräch vom 4.04.2019 übergeben durften, sowie unseren Vortrag vom 4.04.2019, noch unser Schreiben vom 5.04.2019, das Ihnen durch Boten am 8.04.2019 überbracht wurde und auf das Gespräch vom 4.04.2019 reagierte, zu würdigen. Da Sie zum 5.04.2019 von dem Schriftsatz Kenntnis hatten, haben wir darauf hinzu- weisen, dass diese Vorträge in Ihrer weiteren Prüfung einfließen sollten und gewürdigt werden sollten. Die falsche Argumentation, und zwar die sowohl fachlich und auch sachlich falsche Argumentation in der Vorlage zum Ausschuss vom 20.02.2019, ist offensichtlich. Dem Ausschuss wurden eklatante Fehl- und Falschinformationen vorgelegt. Das wurde in den o. g. Schriftsätzen ausführlich dargelegt. Dies fällt jedem auf, der nur die geringste Ahnung von Planungsrecht und seiner Verfasstheit hat. Im Klaren sind wir uns darüber, wie Machtverhältnisse die Deutung bestimmen, wie man sich jedoch über die fundamental geführten Argumente in dieser Form hinwegsetzen kann, ist bezeichnend, trotzdem kann man nicht tolerieren, wie sich die Verwaltung hier in einem einseitigen Verwaltungsakt mit Machtfülle über das Gesetz stellt. Wir erwarten Ihr vollständiges Prüfergebnis in der 18. Kalenderwoche.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andrea Cherrier – Rechtsanwältin -

    10.04.2019

    Leserbrief von W. Schulze "Zuversicht statt Verbissenheit - Innenstadtdialog (10.4.2019)

    Ja, man muss endlich verstehen, dass Verschleierung als Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Die Auseinandersetzung muss wieder in einen Innenstadtdialog, in eine Werkstatt Baukultur einmünden. Man muss sich dem Wandel der geschundenen Stadt durch historische Entwicklungsbrüche stellen, Verbissenheit und Verzweiflung muss in Zuversicht und Perspektive gewandelt werden. Die wird von Ideen und Strategien getragen. Das in den 70 er Jahren schnell Aufgebaute ist in die Jahre gekommen, Der Wandel muss geradezu zelebriert werden. In einem Selbstverständnis, das die Stadt trägt. Das wird langwierig, teuer und mühselig. Entscheidend ist dabei, die Eschweiler als Augenzeugen zu gewinnen und sie mit ins Boot zu holen, um sich mit der Wandlung zu identifizieren. Dazu braucht man Bilder, Anschauliches, Visualisierungen um Projekte zu präsentieren Bürger zu beteiligen und zu informieren, um an Wandlung und Baugeschehen teil haben zu lassen. Ordnet man das Trümmer- und Ruinenfeld am Rathaus in einen größeren Kontext ein, trägt dies zur Abkühlung der erhitzten Diskussion bei. Die Auseinandersetzung und Diskussion um ein Nutzungskonzept und Machbarkeitsstudie führt in einen offenen Dialog zwischen Stadt und Bürgerschaft. Mit welchen Schwierigkeiten und Lösungsansätzen die Sanierung und der Wiederaufbau eines Stadtquartiers eine Stadtgesellschaft konfrontiert, kann und sollte durch Informationsveranstaltungen, Ausstellungen und Fachbeiträgen und Vorträgen und Begleitprogrammen geklärt werden. Dies ist kein Teufelswerk, sondern hilft, die richtige Lösung zu finden und einen befriedeten Prozess zu steuern. Diese Stadt war mal auf diesem Weg, andere Städte sind seit geraumer Zeit dabei. Und Ten Brinke in anderen Städten auch, wo man dies fordert. W. Schulze

    10.04.2019

    Leserbrief Grüne Lunge für Eschweiler(10.4.2019)

    Wir geben immer den Verhältnissen
    die Schuld für das, was man ist.
    Ich glaube nicht an die Verhältnisse.
    Diejenigen, die in der Welt vorankommen,
    gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen,
    und wenn sie sie nicht finden können, schaffen sie sie selbst.

    George Bernhard Shaw
     
    Raus aus der Konsum-Orientierung und hinein in den Aufbau eines Sehr-Nah-Erholungs-Feldes, so ähnlich würde mein Vater, seinerzeit Mitglied des Eschweiler Stadtrates, ein Plädoyer für Ideen zur Umgestaltung des Schutthaufens hinter und neben dem schönen Rathaus beginnen: Lasst uns Eschweiler mit einem weiteren kulturellen Alleinstellungs-Merkmal verbinden, denn davon brauchen wir mehr als ein weiteres Shopping Center.
     
    Was Eschweiler stattdessen gut zu Gesicht steht, ist ein interessant und Kraft gebend angelegter Park – so ähnlich wie er vor Jahren neben dem Parkhaus zwischen Marienstraße und Kaiserstraße noch zu erleben war. Man ging von der Grabenstraße aus direkt darauf zu. Er war klein, fein und gemütlich. Und außerdem hatte er mit seinem Musikpavillon eine besondere Einmaligkeit aufzuweisen – etwa so, wie am Blausteinsee die schön angelegte Freilicht Bühne am Seerand.
     
    Eschweiler hat, wie jeder Bürger weiß, kulturell einiges zu bieten: Spielmann- & Straßen Musikzüge, sehr rege Karneval- Vereine, das bewährte Eschweiler Musik Fest, eine Musikschule, prima Jugendarbeit und vieles mehr, welches ein wunderbares Ambiente für seine Präsentationen braucht. Ein Park mit Wegen, Bäumen, zahlreichen Bänken und einem Musik- & Theater Pavillon, das alles direkt am Rathaus statt des jetzigen Alleinstellungsmerkmals „Schutthaufen“. Mein Vater hätte seine Freude daran, und wahrscheinlich so mancher Eschweiler Bürger und Eschweiler Besucher gleichermaßen.

    Klaus Lumma
     
     

    03.04.2019

    Leserbrief zu Rathausquartier "Stadt zukunftsfit machen" (3.4.2019)

    Was für eine Chance bietet sich der Stadt hier! Die Chance wieder einmal einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt zu leisten. Wie dies zu Beginn des Jahrtausends mit der südlichen Innenstadt, der Einkaufsstadt Eschweiler geschah, dialogisch, mit der Kaufmannschaft und dem Bürger zusammen. Nunmehr hat man die Chance, die Fehler der 70er Jahre-Architektur zu korrigieren.

    Eine Blaupause für einen nachhaltigen Urbanismus, eine Verkehrswende, klima- neutral, menschenfreundlich. Wege und Flächen, die sich Fahrzeuge mit Radfahrern und Fußgängern teilen und Bürger sich zwischen ansprechender Architektur bewegen, Eltern mit ihren Kindern den städtischen Raum erleben, Menschen im Rollstuhl sich geschützt bewegen und Familien flanieren an der Uferpromenade.
    Sidewalk Eschweiler!

    Bloß keine Stapelware! Stadt ist eben immer gebaute gesellschaftliche Haltung.

    Dies trifft natürlich auch auf den öffentlichen Raum zu, und die Stadt braucht öffentliche Räume. Zur Besserung der Qualität des Aufenthalts und zur Beruhigung des Verkehrs unter dem Motto “shared space“ (Begegnungzonen) sollte man sich mit den Plätzen beschäftigen.Betrachtet werden sollten die Zwischenräume, die als Plätze den Straßenraum aufweiten und Aufenthalts- und Begegnungsqualität haben. Dies sind gleichzeitig die Übergänge von den Einkaufsstrassen in die Wohngebiete. So entsteht eine Platz-Wegefolge als Aufwertung des öffentliche Raumes mit Sitz- und Ruhezonen und Orte des Austausches. Dieses Element schliesst verkehrstechnisch die Lücke zwischen Zone 30 und dem verkehrsberuhigten Bereich. Eine Perspektive einer neuen Kultur des öffentlichen Raumes. Zukunftsfähigkeit gegen Perspektivlosigkeit! Dabei spiegelt sich die Bedeutsamkeit solcher Massnahmen strukturpolitisch in der imagefördernden Wirkung, strukturell bestimmen sie die Aufenthaltsqualität und qualitativ sind sie Multiplikator einer systematischen Stadterneuerungspolitik.

    Kein Kolonisierungsexperiment, das wichtige urbane bürgerschaftliche Angelegenheiten platt macht.

    Ein Einzelhandelstandort, nun gut, auch für was? Natürlich als Ergänzungsstandort für die Innenstadt. All das, was dort fehlt und die mittelzentrale Funktion Eschweilers stärkt. Mit klassischen Konzepten kann man hier nichts anfangen. Handel ist Wandel, und die Zeit ist weitergegangen. Klares Profil in der Angebotsstruktur, besonderes Erlebnis, Wohlfühlatmosphäre, alternative Läden mit kreativen Produkten und urigen Labels, verschiedene Spezialitäten, etwas Besonderes -Art und Musik-, nutzen und erleben, treffen mit anderen. Es braucht Ideen, ohne vordringlich an Konsum zu denken. Nicht ein Investor, sondern die Stadt muss selber auf Ideen kommen.

    Einkaufszentren sind oft Kopien ihrer selbst mit immer den selben Filialisten. Die Mehrheit der Einzelhändler klagt in den Innenstädten über Umsatzrückgänge. Sie leiden auch unter den Planungen der Stadtväter, die nur zu gern auf Investoren zugehen, Einkaufszentren zu bauen, häufig am falschen Standort. Die Center müssen sich aber neu erfinden, der Kunde erwartet mehr als nur Konsumangebote. Wohlfühlen ist angesagt. Die Handelsinfrastruktur verändert sich rasant, viele Fachgeschäfte in der Innenstadt machen dann dicht. Auguren erzählen, dass Lebensmittel bald online bestellt werden. Anstelle von Lebendigkeit und Lebensgefühl zerstört diese Konkurrenz, anstatt Chancen aufzubauen.
    Und hier, alleine 7000 qm Großfläche, Food, Discount. Nicht jeder Standort ist für alle Nutzungen geeignet. Discounter und Food in dieser Konzentration mit diesen Auswirkungen sind an diesem infrastrukturgeprägten innerstädtischen Ergänzungs- standort absolut ungeeignet. Das Kaufverhalten, die Andienungsproblematik und der Parkdruck mit einem Autohof machen einen solchen Standort für eine solche Konzentration an Nutzung einfach ungeeignet. Die Discountquote liegt im Schnitt über 50%, der Einkauf bei 11,-€, die Handelsmarge ist gering, also muss der Umschlag hoch sein. 5 Minuten braucht man zum nächsten Lebensmittelladen.

    Will man dies, dient sich ein semizentraler Standort an. Hier wird so nur ein geeigneter Standort zerstört. Das hatten wir doch schon einmal, und es gibt Beispiele landauf, landab.

    Auch ein flächenbezogenes Einzelhandelskonzept nach dem Motto, das kann auch dahin, hilft hier nicht weiter, auch dessen Fortschreibung nicht. Hier hilft nur ein Standortgutachten, das die Eignung dieses Standortes in Betracht nimmt und nicht nur Branchen benennt, sondern konkrete Nutzungen, Sortimentszusammensetzungen und Betreiber. Wie ist es dann mit der Kaufkraft und der Kaufkraftbindung, wo sind die Lücken, was ist defizitär aufgrund der mittelzentralen Funktion, wo ist die Breite und Spezifizierung im Angebot? Was ist mit der Sogwirkung weg von den Lauflagen und der gegenseitigen Verdrängung vom Markt?

    Das Einzelhandelskonzept sagt nun folgendes dazu: im zentralen Versorgungsbereich ( Innenstadt) ist “die Ansiedlung großflächiger Betriebe mit nicht zentrenrelevanten Kernsortimenten ...nicht zu empfehlen und sie sollte nicht Teil der Ansiedlungs- politik sein. Flächenpotentiale ... sollten Betriebe mit zentrenrelevanten Sortimenten vorbehalten werden”. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass es durch Ansiedlung großflächiger Betriebe zu Lageverschiebung innerhalb des Zentrums kommen kann. Fast 7.000 qm nahversorgungsrelevantes Sortiment, also 65% der Gesamtfläche, werden durch das Gutachten abgelehnt. Weiterhin sagt das Gutachten unter Fazit: “Aktuell besteht kein weiterer Handlungsbedarf für Neuansiedlungen im nahversorgungsrelevanten Sortimentsbereich.” Bei den Entwicklungszielen wird aber sehr wohl die Aufwertung des öffentlichen Raumes, eine Marketing und Imageförderung empfohlen und dass einzubringende Ankerbetriebe eine hohe Eigenaktivität entfalten. Zu den 25.000qm Innenstadt -Handelsfläche sollen hier nochmals ca. 12.000 qm hinzukommen und zu den ca. 6.000 qm Nahrungsmittel/ Gesundheit nochmals 7.000 qm.

    Ein geeignetes Konzept müsste möglichst über die Zeit durch einen Projektbetreuer oder Eigner gemanagt werden. Ein Bauträger, der sich nach überschaubarer Zeit verabschiedet und die Stadt mit den Leerständen alleine lässt, ist wohl die schlechteste Lösung. Und ebenso ungeeignet wie bei einer stufengesteuerten Projektentwicklung.
    Das hatten wir schon einmal; hat man gelernt? Es handelt sich ja hier nicht um eigentümerbetriebenen Fachhandel mit Fachhändlern, sondern um die üblichen Filialisten.

    Jetzt sind die Entwicklungen im Einzelhandel und deren Auf- und Niedergang ja nicht ganz unbekannt -der Kauf- und Warenhäuser, der Shopping Center, SB Warenhäuser, Outlet Center, Discountern und Erlebnisanbietern; der Passagen, Malls, Arkaden und Gallerien-. Titel, nur Titel, man muss sich aber schon mit den Inhalten und Wirkungsweisen beschäftigen.

    Nun hat man hier lange genug den Niedergang verwaltet. Es ist aber nicht so, dass man hier vor dem Nichts steht. Ja, man muss sich schon Mühe machen und Entwicklungen verfolgen und Kontakte knüpfen,... es grüsst die Wirtschaftsförde- rung...! Wo sind die Ideen, wo das Engagement? In Hanau hat man es gezeigt, wie es geht, Bürger zu beteiligen und den Planungsprozess zu steuern. Und ja, es gibt Markthallen wie ein traditioneller Wochenmarkt, als Manufakturen des guten Geschmacks mit Foodlover- Konzepten, mit Stores und Shops, mit Interaktionen, Bio- und selbstgemachten Produkten. Schauen Sie nach Krefeld oder ins nähere oder auch weitere Umland, sprechen Sie mit den Marktführern, alle sind auf dem Weg.

    Und “Eschweiler”, 7000 qm Discounter, schnell ran, schnell weg, Folgekosten und Auswirkungen über Auswirkungen?
    Ehemanwiedererstspäterwachwird, -Leerraum-Freiraum-Denkraum-!!

    Keine Stadtentwicklung, nur der Dreck muss weg! Ja, wenn es im Rahmen einer vollzogenen Abbruchgenehmigung wie üblich gelungen wäre, den Dreck zu entsorgen, dann müsste man jetzt nicht mit dem selbigen schmeißen lassen. Man sollte aufhören in dieser Stadt eine Tristesse nach der anderen zuzulassen und so eine Wüste aus ihr zu machen, dieser Eindruck entsteht, wenn man über die Dürener- Steasse aus Osten oder über die Aachener- Strasse aus Westen einfährt.

    Empfehlung: Jane Jacobs, Klassiker der Stadtsoziologie - Tod und Leben von Städten

    W. Schulze

    03.04.2019

    Antwort auf den Leserbrief von Jens Schneider in der vergangenen Woche (3.4.2019)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir, die Schreiberlinge und vor allem meine Person haben nicht das geringste Interesse irgendeiner Partei, egal welcher Farbgebung, als Steigbügelhalter zu dienen.  

    Auch sollte man sich mit haltlosen Behauptungen zurückhalten, wenn von nicht vorgetragenen Vorschlägen die Rede ist. Hierzu wird auf den Leserbrief vom 28.November 2018 verwiesen.

    Selbstverständlich sollte etwas passieren. Auch die Bürger, die sich nicht zu Wort melden, wünschen sich sicherlich, das endlich was unternommen wird, im vorgenannten Trauerspiel rund um das Rathaus.

    Diese Bürger wurden auch nicht gefragt, wie ihre Vorstellung/Meinung über die Neugestaltung aussieht. 

    Vielleicht sollte man eine Statistik ins Leben rufen, um dann den Mitbürgern plausibel zu veranschaulichen was die Stadtplaner in der Vergangenheit versäumt haben und welches Desaster die aktuelle Planung im Hinblick auf Architektur, Verkehrsplanung etc. darstellt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heidemann

    03.04.2019

    Offener Brief an Herrn Städteregionsrat Dr. Grüttemeier bezüglich Rathausquartier in Eschweiler (3.4.2019)

    Sehr geehrter Herr Dr. Grüttemeier,

    Sie kennen sicherlich die Diskussion um die Planungen der Gebäude am Eschweiler Rathaus.

    Als Immobilien-Besítzer bin ich in der Stadt abhängig von der Stadtentwicklung generell, aber von der Innenstadtentwicklung insbesondere. Dass die Maßnahme in der Innenstadt ohne schlüssiges Planungskonzept abgewickelt werden soll, habe ich bereits kritisiert. Die Erkenntnis, dass diese Maßnahme, so wie sie umgesetzt werden soll, schon mittelfristig innenstadtschädliche Auswirkungen hat, ist unter Berücksichtigung des Einzelhandelsgutachten offensichtlich.

    Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie den Bürgermeister anzuweisen, den Beschluss des Planungs- Umwelt- und Bauausschusses vom 20.2.2019 Punkt 1.4 zu beanstanden.

    Mit der Beschlussvorlage wurden die Ratsmitglieder verleitet gegen öffentliches Recht zu verstoßen, da der Inhalt der Beschlussvorlage rechtswidrige Befreiungen von den Vorgaben des Bebauungsplanes 89 beinhaltet. Im Übrigen wird durch das hier gezeigte Vorgehen die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung der Bürger außer Kraft gesetzt. Somit ist der Bürgermeister gem. §54 GO verpflichtet den Beschluss zu beanstanden, was bisher nicht erfolgt ist. Sollte dies nicht fruchten, bitte ich Sie gem. §122 Abs. 1 GO den Beschluss zu beanstanden. Sollte der Rat an dem Beschluss festhalten, ist die Aufhebung des Beschlusses durch die Kommunalaufsicht vorzunehmen.

    Zur Klarstellung sei noch erwähnt, dass nicht etwa die Maßnahme insgesamt verhindert werden soll. Auch wenn die Stadt bezüglich ihrer städtebaulichen Ziele noch ihre Hausaufgaben zu machen hat, muss die Qualität der Planung dennoch bei allem Verständnis für die Vorgehensweise der Bauunternehmung die Interessen der Stadt Eschweiler berücksichtigen.

    Mit freundlichem Gruß

    Wolfram Stolz

    27.03.2019

    Offener Brief an Jens Schneider bezug nehmend auf dessen Leserbrief in der vergangenen Woche (27.3.2019)

    bezugnehmend auf Ihren Leserbrief vom 20. März zum Thema Rathaus Quartierbiete ich auch Ihnen unter dem Motto „ Gleiches Recht für Alle“ wie auch schon derFrau Maximiliane zum besseren Verständnis unter der Überschrift – Enkel gerechtesbauen rund um das Eschweiler Rathaus – einen Gesprächstermin an.

    Da aus den einzelnen Abschnitten Ihres sprunghaften Leserbriefs nicht zu entnehmenist, ob Sie die derzeitige Sachlage überhaupt verstanden haben, kam mir kurz der Gedanke, ob Sie Herr Schneider nicht SPD Ratsmitglied sind, da die derzeitige wirre Handlungsweise der Damen und Herren in jedem Fall identisch ist. 

    Sie holen mit Anlauf zum Rundumschlag aus, schreiben von Manipulationen, vonAhnungen die Sie bedrücken, von wirren Leserbriefen, das Letzte trifft zumindest aufIhren zu.

    Aber was soll es, mein Angebot zum Gespräch steht.Seien Sie mir daher nicht böse, wenn ich alle anderen nicht nachvollziehbaren Abschnitte Ihres Briefes als unkommentiert abhake. Hubert Feucht

    27.03.2019

    Leserbrief zum Thema Rathaus-Quartier von W. Stolz "Ziellos, Ratlos, Planlos" (27.3.2019)

    Aus dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Eschweiler der Firma GMAmbh, welches im Internet zu finden ist, wird in der Ratsvorlage zitiert. Demnach sollten keine Vorgaben bezüglich der Ansiedlung möglicher Einzelhandelsansiedlungen gelten. Unterschlagen wurde allerdings die in dem gleichen Absatz aufgestellte Forderung, dass Flächenpotentiale innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches Betrieben mit zentrenrelevanten Sortimenten vorbehalten werden sollten, die für die Innenstadt eine frequenzerzeugende Wirkung haben.Eine Seite weiter kann man lesen:“ ….wird empfohlen, für bestimmte großflächige Betriebsformen wie Einkaufszentren oder Kaufhäuser Einzelfallprüfungen vorzunehmen.“ Dieses Einzelgutachten ist also erforderlich und ist nach der Festlegung städtebaulicher Ziele im Rahmen der Grundlagenermittlung einzufordern, zumal das bestehende Konzept von Januar 2016 ist und daher die rasante Entwicklung der Online Anbieter wahrscheinlich nicht ausreichend berücksichtigt. Ohne dem kann die derzeitige Planung bei weitem nicht genehmigungsreif sein. Unter dem Titel Entwicklungspotentiale und Ziele empfiehlt das Gutachten u. a. eine Aktive Vermarktung des Handelsstandortes; die Positionierung der Eschweiler Innenstadt als attraktiver Einzelhandelsplatz in der Region sollte offener kommuniziert und beworben werden. Davon konnte in der Vergangenheit wohl kaum gesprochen werden. Des Weiteren fordert das Einzelhandels- und Zentrenkonzept eine ständige Überprüfung und ggf. Aufwertung des öffentlichen Raumes. Diese Attraktivität muss der Neubau also zumindest leisten um zugelassen zu werden. Darüber hinaus sind gemäß GMA neben der städtischen Wirtschaftsförderung auch weitere Akteure des örtlichen Einzelhandels (u. a. Immobilieneigentümer, Händler, Interessengemeinschaften) aufgefordert, die Entwicklung der Eschweiler Innenstadt aktiv mitzugestalten. Das alles ist hier bisher nicht geschehen bzw. nachgewiesen worden. Die Folgen wurden nicht untersucht und der Nachweis der Nachhaltigkeit wurde nicht erbracht. Natürlich geht das nicht konfliktfrei. Stattdessen wird das Filetstück in der Eschweiler Innenstadt einfach einem Bauunternehmer zur Überplanung überlassen, der sich nach eigenen Aussagen nur von den Vorgaben der Stadtverwaltung und seinem wirtschaftlichen Interessen leiten lässt.Wenn der Investor also erklärt, die Stellplätze überirdisch seine notwendig um dem Baurecht zu genügen, muss man daraus folgern, dass entweder das Bauvolumen zu groß gewählt wurde, oder die Stadtverwaltung verschlafen hat, einen passenden Stellplatzschlüssel per Satzung festzulegen. Nach einem Blick auf den Lageplan tendiere ich zu ersterem. Diese Häufung signifikanter Managementfehler kann für die Stadt erhebliche folgen haben. Wer also vorträgt, am Rathaus solle lieber irgendeine Bebauung stattfinden als gar keine, der ignoriert, dass er sich dabei bei Nichtbeachtung notwendiger Vorgaben und sorgfältiger Planung als Totengräber der Innenstadt betätigt. Die richtigen Geschäfte in der richtigen Größe sind ein Thema. Die Aufenthaltsqualität, die Attraktivität, die Erreichbarkeit und die Auswirkungen auf andere benachbarte Flächen sind andere, welche dringend einer genauen Untersuchung bedürfen. Diese Ergebnisse sichern erst die Funktionalität und die Langfristigkeit jeglicher Investition und helfen bei entsprechender Beachtung eine Bausünde zu vermeiden. Mich wundert, dass die Akteure in der Innenstadt hier nicht längst den Finger in die offensichtlichen Wunden gelegt haben, geht es doch um deren Existenz. W.Stolz

    27.03.2019

    Leserbrief von Wilfried Schulze zum Thema Rathausquartier "Einmal um die Ecke denken" (27.3.2019)

    Hier geht es nicht um Kampf, um Vorherrschaft, um Sein oder Nichtsein, zwischen “uns mit Hoheitsanspruch” und “denen mit anderen Einsichten“. Diskurs und Dialog ist das Mittel der Wahl und nicht mittelalterliches Denken. Wir haben die Mehrheit und ich die Macht, Augen zu und durch. Wo bleibt der gesellschaftliche Diskurs? Wenn sich dies ausbreitet ist die Stadt verloren.

    Die rote Linie muss dort gezogen werden, wo die einen sich an die Gesetze halten und die anderen sich nicht an die Gesetze halten, unabhängig von politischer oder gedanklicher Zugehörigkeit. Dies ist auch keine Laune oder beliebige Mentalität, es ist eine zivilisatorische Notwendigkeit.

    Wo erhöht Desinformationen gestreut werden, wo gepöbelt wird und Hasskommentare um sich greifen, wo die Akteure also überfordert sind, ist Nervösität und Angst ausgebrochen, ein schlechter Ratgeber. Diese Gereiztheit steht einem Zuhören und miteinander austauschen entgegen. Wenn der Impuls schneller kommt als die Vernunft, ist erst denken und dann Meinung angesagt, um dem Dialogischen und der Transparenz eine Chance zu geben. Transparenz schafft nämlich Vertrauen.

    Die postfaktische Zeit hat keine Lust mehr an Debatte. Wo kulturelle Sensibilisierung notwendig wäre, unterbindet ein Aufklärungspessimismus die Auseinandersetzung und erzeugt eine falsche Wirklichkeit.

    Ja, man sollte sich Sorgen machen, wenn in Wort oder Tat demokratische Spielregeln abgelehnt werden, wenn berechtigten Interessen die Legitimität abgesprochen wird. Mit autokratischem Handeln wird Vertrauen und Vielfalt zerstört, der Kontakt zum Bürger verloren, da die Hinterzimmer-Strategie im kleinsten Zirkel, ohne wichtige Akteure mit einzubeziehen, spaltet. Mit Ultimaten zu spalten, und in eine desaströse Situation zu manövrieren, ist eine besondere Leistung!Auf offener Bühne vollzieht sich das beispiellose Drama. Durch das Versagen in Zielsetzung und Steuerung ist die komplette Kontrolle verloren gegangen. Voller Scham müssten die Verantwortlichen jeden Tag von ihren Zinnen auf diesen Trümmerhaufen blicken.Voller Not und ohne eigene Perspektive ließen sie sich gerne von einem Investor einfangen, verführen und rote Linien diktieren, die sie hoffertig einhielten. Jetzt fordert man auch noch Applaus. Und das stete Weiterhangeln ist ein verantwortungsloses Vorgehen, das scheitert, und diese Ungewissheit ist toxisch.

    Nun muss es das endlich gewesen sein, das Vorgehen von Kurzsichtigkeit und Arroganz, von Ignoranz, fehlender Transparenz und parteipolitischen Spielchen.Es fehlt einfach an Vorstellung was Stadtplanung eigentlich ist, die fachfremden Wirren sind kaum zu übertreffen. Hier steigt ein gruseliges Echo aus den 70ern auf, ein Konzept für die Einkaufsstadt für morgen - des 21 Jh.- ist es jedenfalls nicht.

    Was an langfristiger Stadtentwicklung so wichtig ist, ist nicht nur mit Profit gerechnet, sondern mit dem, was man “symbolisches Kapital” nennt, es steht und fälltmit dem Ruf. Das Gewurschtel um die große Fläche ist der für das Image der Einkaufsstadt Eschweiler zerstörerischste Schlag der letzten Jahre. Er zeugt von einer derart bizarren Unkenntnis des planerischen Feldes, dass von Stadtplanung gar nicht mehr die Rede sein kann. Würde man nicht aus anderen Fällen wissen, dass die Akteure keine Ahnung haben, was sie tun, bestenfalls eine glückselige Ahnungslosigkeit erfüllt, so könnte man annehmen, sie würden von fernen Kräften beeinflusst, die die Eschweiler- Challenge niedrig halten will. Die Stadt wird hier in einer unerklärlichen Weise einfach nur gedemütigt. Wilfried Schulze

    27.03.2019

    Leserbrief von Jens Schneider zum Vorhaben Rathaus-Quartier in Bezug auf den Leserbrief Hubert Feucht vom 20. März (27.3.2019)

    Die meinerseits in meinem vorherigen Leserbrief aufgeworfenen Fragen, wer mit wem (und mit Herrn Schulze) gegen das Projekt und die Planungen „Rathaus-Quartier“ arbeitet, wurden selbstständig durch die Leserbriefschreiber beantwortet, vielen Dank dafür! Dies sollte jetzt jeder Filmpost-Leser begriffen haben!

    Ich frage mich bei den ganzen Schreiberlingen, welche Absicht hinter diesen Verhinderungsparolen steckt. Ich finde, dass rund um das Rathaus jetzt etwas passieren muss, dass hört man auch immer, egal mit wem man spricht in der Stadt. Die Menschen wollen, dass etwas passiert! Jetzt kann man den Wenigen folgen, die dort ernst oder eher scherzhaft vorschlagen, eine Parkanlage zu errichten. Aber die Menschen machen wenigstens Vorschläge. Vorschläge vermisse ich leider bei allen, sei es bei Herrn Schulze oder der durch ihn beauftragten Rechtsanwältin, oder Herrn Heidemann, oder Herrn Feucht.

    Mal schauen, wann die größte Oppositionspartei auf den „Zug der Verhinderer“ aufspringt? Es ist ja schließlich bald Wahlkampf… Warum ist es mal nicht möglich, gemeinsam ein Projekt nach vorne zu bringen und es zu unterstützen? Gemeinsam für unsere Stadt, davon haben wir alles doch etwas, oder? Jens Schneider

    20.03.2019

    Leserbrief zum Rathaus-Quartier (Jens Schneider vom 20.03.2019)

    Die Bürger in Eschweiler wollen, dass rund um das Rathaus etwas passiert. Seit der Hertie-Schließung 2009 ging es abwärts mit dem Einkaufszentrum im Herzen der Stadt. Seit zwei Jahren nun passiert etwas. Es gibt Menschen bzw. Investoren, die hier in Eschweiler, einer 58.000 Einwohnerstadt vor den Toren einer Großstadt, investieren möchten. Natürlich liegen dahinter auch wirtschaftliche Interessen. Aber ist es für uns Bürger nicht sehr erfreulich, dass sich etwas tut, dass dieser Schandfleck endlich verschwindet? Was möchte uns der ehemalige Beigeordnete vorgaukeln? Für wen arbeitet er? Von wem wird er bezahlt? Man kann es nur erahnen bzw. es wird immer offensichtlicher. Und der Versuch, uns Bürger durch seine teils wirren Leserbriefe zu verunsichern, geht auch Fehl, zumindest zum Teil.Er schafft es zumindest, einige Wenige – meist Geschäftsleute aus der südlichen Innenstadt oder Anwälten – mit seinen Zeilen so zu manipulieren, dass sie seine Linie unterstützen um uns Bürgern weiter vorzugaukeln, dass nichts passiere. Und Geschäftsleute, die jetzt gegen das Projekt wettern, sollten sich lieber bedeckt halten. Durch den fast zehnjährigen Leerstand im City-Center müssten ihre eigenen Geschäfte ja jetzt blühen! Wahrscheinlich Fehlanzeige!Wir brauchen rund um das Rathaus eine Veränderung und auch Geschäfte. Damit es wieder eine Belebung für die ganze Innenstadt gibt. Diese Entwicklung kann für Eschweiler nur positiv sein!

    20.03.2019

    Antwort auf den Leserbrief von Frau Maximiliane Kuckelkorn zur Thematik „Rathaus-Quartier“ (Günter Heidemann vom 20.03.2019)

    Dieser Leserbrief nimmt bizarre und persönliche Züge an. Auch versteht man nicht so richtig, was der Aufruf sollte – man könne „Google“ bemühen! Wenn man(n) oder Frau dies bewerkstelligt, so werden diverse Artikel über Herrn Schulze und seine Tätigkeit als Fachbereichsleiter Planung der Stadt Kerpen und als Technische Beigeordnete der Stadt Eschweiler aufgeführt. Bei einem dieser Artikel ging es um einen Bauantrag, der angeblich außerhalb des Bebauungsplans lag und deshalb augenscheinlich öffentlich vom Pressesprecher der Stadt Kerpen abgelehnt wurde. Was möchte dieser Leserbrief uns mündige Leser der Stadt Eschweiler damit sagen? Vielleicht dieses, man sollte sich von Seiten der Stadtverwaltung Eschweiler ein Beispiel an Kerpen nehmen, wo seiner Zeit der angeblich nicht korrekte Bauantrag ablehnte wurde. Aber dann steht der letzte Abschnitt in diesem Leserbrief kontrovers und im Gegensatz zur getätigten Aussage und lässt Raum für Spekulationen offen. Hier sollte man die Verfasserin des Leserbriefes näher betrachten und eventuell auch mal „Google“ bemühen. Das Ergebnis ist sehr nüchtern und sagt einiges aus. Ein altes Sprichwort sagt, „Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen“.

    20.03.2019

    Antwort auf den Leserbrief der Frau Maximiliane Kuckelkorn "Kritik und Schutt sollte in Eschweiler bleiben" (Hubert Feucht vom 20.03.2019)

    Sehr geehrte Frau Kuckelkorn,

    mir ist nicht klar, wer die Feder zu Ihrem Leserbrief geführt hat, aber auch für ihn gilt, wer lesen kann ist im Vorteil. Entgegen Ihrer Behauptung, die Stadt habe den Bebauungsplan aus den 70er Jahren angepasst, ist dies schlicht weg falsch. Hierzu lesen Sie die Kommentare des Herrn Schulze. Dann behaupten Sie, die Stadt habe damit die Möglichkeit zur Abfuhr der Schuttmassen am City Center geschaffen, hier liegen Sie wieder falsch. Diese Möglichkeit besteht seit Monaten ohne Einschränkung, man behauptet zwar, man brauche entsprechende Materialien beim Bau vor Ort, aber dies ist nur eine Schutz- Behauptung fürs liegen lassen und ist falsch. Zuletzt greifen Sie Herrn Schulze an, sprechen von Kompetenz und das diese fraglich erscheint. Seine Darlegungen sind nicht einfach und daher auch nicht für Jedermann verständlich, dies zeigt ja auch Ihr Leserbrief. Aber damit Sie und auch Ihr Textgeber bei nächsten Mal wissen worüber Sie schreiben, lade ich Sie gerne zu einem Gespräch, mit Termin nach Ihrer Wahl und seien Sie versichert, danach wissen Sie mehr wie einige Damen und Herrn der Verwaltung und des Rates und nehmen bestimmt von Leserbriefen wie Ihrem letzten Abstand. Dieses Angebot gilt übrigens für Jeden der sich angesprochen fühlt. 

    20.03.2019

    Leserbrief: Ratsmitglieder und Bürgermeister gesucht! (W. Stolz vom 20.03.2019)

    Das Quartier um das Rathaus ist für die Stadt Eschweiler von signifikanter Bedeutung. Daher ist es also sicher richtig, wenn der Stadtrat hier das Heft des Handelns selbst in die Hand nimmt. Völlig unverständlich ist allerdings, dass immer noch versucht wird, eine Baugenehmigung trotz signifikanter Rechtsbeugung, wie  Nichtbeachtung eines rechtkräftigen Bebauungsplanes, durchzusetzen. Damit ist offensichtlich, dass der Stadtrat unter Führung der SPD seiner Aufgabe als Kontrollinstanz nicht nachkommt. Stattdessen werden Entscheidungen trotz unzureichender Information vorgenommen, ein eklatanter Fehler eines Entscheidungsträgers. Der Gipfel der hier zur Schau gestellten Versäumnisse ist die Opposition, die ebenfalls die notwendigen Informationsquellen nicht nutzt, auch keine zielführenden Gegenvorschläge macht und vor allem die so vielfach bestehenden politischen Mängel und Verfahrensfehler nicht aufzeigt. Zugegeben ist manches bei der derzeitigen Hofberichterstattung der lokalen Zeitung, die ganz sicher nicht überparteilich und vielleicht auch nicht unabhängig ist, nicht immer einfach. 

    Die Ratsmitglieder sind alle gemäß folgender Verpflichtungsformel verpflichtet:

    „Ich verpflichte mich, dass ich meine Aufgaben nach bestem Wissen und Können wahrnehmen, das Grundgesetz, die Verfassung des Landes und die Gesetze beachten und meine Pflichten zum Wohle der Stadt Eschweiler erfüllen werde.“

    Haben die Ratsmitglieder also so wenig Wissen und Können? Und dürfen Ihnen die bestehenden Gesetze dermaßen egal sein?

    Wenn Entscheidungen, welche die Stadtentwicklung betreffen, zu fällen sind, ist doch wohl zunächst politisch ein Ziel zu definieren, dem die Verwaltung dann zu folgen hat. Dies kann nicht heißen Bebauung auf jeden Fall, egal wie. Wo also ist das Ziel, das verfolgt werden soll und wie sieht die Überwachung der dazu notwendigen Schritte durch die Ratsmitglieder aus? Wie beteiligt sich die Verwaltung, die durch eine entsprechende Projektbegleitung glänzen sollte und wenigstens mal die notwendigen Verfahrensschritte gliedert und abarbeitet?

    Die als politischer Konsens lauthals verkündete Innenstadtstärkung ist definitiv so nicht zu realisieren. Mir erschließt sich nicht wie mit dieser Vorgehensweise z. B auch nur ein zusätzlicher Kunde nach Eschweiler gelockt werden soll. Nicht mal Nachhaltigkeit wird hier nachgewiesen. Sie wäre aber notwendige Voraussetzung für jeden weiteren Schritt. 

    Es gibt ein Stadtentwicklungskonzept, eine Verkehrsuntersuchung zur Optimierung der Indestraße, ein Einzelhandelskonzept, ein Flächennutzungsplan und ein Bebauungsplan. Aber statt die Umsetzung zu überwachen, werden die bestehenden Vorgaben an die Wünsche des Investors angepasst, ohne die Auswirkungen auf die Stadt ausreichend zu würdigen. 

    Richtigerweise fängt man solch ein Thema mit einem städtebaulichen Leitplan und einer Rahmenplanung an. Hiermit wird dann die Auswirkung der Planinhalte auf den Stadtteil und die Stadt aufgezeigt. Wechselwirkung zum Beispiel mit dem Schlachthof, dem Patternhof, und der übrigen Innenstadt müssen hier untersucht und dargestellt werden. Notwendig für eine funktionierende Innenstadt ist aber auch die Überbrückung der Trennung zwischen Nord- und Südstadt durch Indestraße und Inde. Eine zusätzliche Belastung durch weitere Zufahrten aus dem Bauprojekt bei gleichzeitigem Rückbau der Indestraße, kann nicht zu einer Verkehrsverträglichkeit führen. Es werden definitiv mehr und längere Ampelphasen nötig. 

    Ebenso wird an dem Einzelhandelskonzept so lange herumgeschrieben, bis ein Vollsortimenter und ein Diskounter an dieser Stelle als erstrebenswert und nicht mehr als innenstadtschädlich beurteilt wird. Auch das auf Kosten des städtischen Haushaltes.

    Also werden die bestehenden Geschäfte nur zusätzlich belastet. Wenn diese also um die Stärkung der Innenstadt so betrogen werden, wie profitieren denn dann die anderen Bürger? Entsteht hier eine besondere Aufenthaltsqualität, zum Beispiel mit Zugang zum Indebett? Wohl eher nur ein großer Parkplatz. Sprudelnde Gewerbesteuer ist wohl auch nicht zu erwarten, da eine langfristige Funktionalität nicht hinterfragt wird. Schon jetzt stehen die Discounter im Wettbewerb, welcher sicher zur Aufgabe einiger Standorte führen wird. Auch wird die Stadt für die zur Zeit in Rede stehenden Umbaumaßnahmen im öffentlichen Raum auch finanziell in Anspruch genommen.

    Jedenfalls wird schon jetzt viel Geld aufgewendet um Gutachten und Maßnahmen zu bezahlen, welche die Durchsetzbarkeit der Interessen des Investors belegen sollen. 

    Vor diesem Hintergrund ist es mehr als berechtigt zu fragen:

    „Wer profitiert von diesem Projekt eigentlich?“ 

    Der jetzige Investor ist nicht Eigentümer des Grundstückes und nicht zwingend gebunden. Es ist vor dem Hintergrund der selbstverschuldeten unkalkulierbaren Zeitschiene auch in Folge eines potentiellen Gerichtsverfahrens durchaus wahrscheinlich, dass dieser abspringt. Warum also wird hier nicht ein ordentliches Planverfahren durchgeführt, was den Investor ebenso schützt wie die Stadt Eschweiler? Nach der Klärung und Abstimmung nachhaltiger Ziele  können dann ein stabiles Planverfahren in Verbindung mit einem städtebaulichen Vertrag das Ganze in eine umsetzbare Form gießen, bei der der Investor auch zur Übernahme anderer für das Projekt erforderlichen Leistungen verpflichtet werden könnte.  

    Jetzt ist in tatsächlichem Sinne durch mangelnde Regelung der Stadt hier eine Deponie entstanden. Das war jedenfalls nie das städtebauliche Ziel an dieser Stelle und wird durch keinen Bebauungsplan, weder dem bestehenden noch durch einen zukünftigen gedeckt. Ich fordere daher die Stadtverwaltung zum Einschreiten auf, diesen widerrechtlichen Zustand auch im Sinne der Bürger unverzüglich zu beseitigen.

    Danach hat Stadt Eschweiler und Projektentwickler Zeit genug mit geeigneten Nutzungen und Maßnahmen eine Lösung zu erarbeiten. Zur Zeit ist jedoch erkennbar, dass keiner der handelnden Akteure in Rat und Verwaltung dieser Aufgabe gewachsen sind. 

    Auch klar ist damit, dass alle Beteiligten eine große Gefahr für die Demokratie darstellen, da das Konstrukt aus Entscheidungsträger, ausführende Organe und Kontrollinstanzen hier eklatant außer Kraft gesetzt wird. Der Rat und insbesondere die Mehrheitsfraktion hat das politische Ziel zu formulieren. Die Opposition ist die Kontrolle dazu, die eigene und hoffentlich bessere Vorschläge zur Diskussion stellt. Zwingend erforderlich ist, dass die Ratsmitglieder sich fachkundig machen und Vorschläge, auch die der Verwaltung, intensiv hinterfragen. Die Verwaltung hat die Ergebnisse umzusetzen und zwar mit optimaler Wirkung. Das beinhaltet dann auch das Beschaffen entsprechender Fördergelder und Genehmigungen. Das alles wird hier seit Jahren hemmungslos ignoriert. Das Fehlen individueller Qualitäten ist dramatisch.

    Die Konsequenz für den Wähler ist offensichtlich: Ein anderer Stadtrat mit anderen Personen ist dringend erforderlich.

    12.03.2019

    Rathausquartier: Superlative statt Differenzierungen Verkehrsuntersuchung (W. Schulz vom 12.3.2019)

    Durch das Vorhaben erhöht sich das Verkehrsaufkommen auf ca. 5.200 Fahrten je Werktag. Für ca. 7.800 qm Verkaufsfläche stehen ca. 10.500 qm Verkehrsfläche zur Verfügung. Der Autohof mit ca. 5.700qm Parkplatzfläche, flächendeckend bis an die Gebäude, mit Parksuchverkehren, Kunden-, Beschäftigten- und Wirtschaftsverkehren soll über die Wollenweberstrasse abgewickelt werden, dann in Zweirichtungsverkehr. Für den Vollsortimenter (2800qm) und Discounter (1300qm) sollen separate aufwendige Andienungszonen und Schleifenerschließung mit drei Zufahrten von der Indestrasse bereitgestellt werden, die das Rathaus rechts und links mit ihrem prächtigen Erscheinungsbild zieren. Eine weitere Andienungszone und Rangierverkehre gibt es in der Peilsgasse für den zweiten Discounter (1700qm). So erhöht sich dann auch an den Knotenpunkten Wollenweberstrasse und Peilsgasse vornehmlich in den nachmittäglichen Std. das Verkehrsaufkommen um jeweils ca. 2000 Kfz/h. Die Qualität des Verkehrsablaufs (QSV, mittlere Wartezeiten) verschlechtert sich, in der Wollenweberstraße trotz Zweirichtungsverkehr auf QSV - C mit einem Rückstau von 22m und in der Peilsgasse auf QSV - E (Skala von A-F). Hierbei wurden schon Anpassungen im Signalprogramm vorgenommen. Die Abschätzung des Verkehrsaufkommens aus den Nutzungen basieren nun auf Schätzungen aus 2006 und Angaben des Projektträgers. Die Zahl der Beschäftigten und Besucher werden geschätzt. Die Parameter reduziert man durch gewisse Faktoren wie Mobilitätsabschlag, Individualverkehrsquote, Anwesenheitsfaktor, mittlere Wegehäufigkeit, Pkw-Besetzungsgrad, Kopplungsgrad, Konkurrenzeffekt. Die beiden letzten alleine mit einem Abschlag von 55% im Schnitt. Das zusätzliche Verkehrsaufkommen aus der Wohnnutzung sowie aus einer Kindergartennutzung ist ebenso fragwürdig. Wie groß sind die Wohnungen, wie die Typisierung, wie der Belegungsgrad, MIV-Anteil (Individualverkehr)30%? Selbst unter der Voraussetzung, dass die angegebenen Verkaufsflächen alle zählbaren Flächen einbeziehen, bleiben sowohl die Methode, als auch die fiktiven Bezugsgrößen sowie die tapferen Abschläge äußerst fragwürdig. Bleiben zum Abgleich nur die Abschläge einmal unberücksichtigt, so stellt sich schon bei den Kundenfahrten pro Tag gut die doppelte Anzahl heraus. Also die in Ansatz gebrachte Verkehrsbelastung entspricht nur 46%. Selbst bei einer Halbierung der Differenz sind es nicht 4460 sondern 7060 Fahrten nur der Kunden. Aber wer weiß, ob bei den Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigten berücksichtigt wurden. - Wie ist es nun mit der Verkehrserzeugung, der Verkehrsabwicklung, der Qualität des Verkehrsablaufs, der Koordinierung des Signalprogramms, der Ausformung der Knotenpunkte und den 7 Zufahrten? - Wo sind die anstehenden Umweltgutachten? - Wer bezahlt den Knotenpunktumbau und das neue Signalprogramm, der Vorhabenträger und Verursacher oder die Stadt? - Wo sind die Modelle unterschiedlicher Verkehrserzeugung, damit man auch nur annäherungsweise die richtigen Annahmen trifft? Segmentieren und wegrechnen hilft dem Grunde nach nicht, das Erwachen kommt später. Das Konzept des verkehrsintensiven Vorhabens ist unter Missachtung des vorhandenen Planungsrechts und maximierter Belastung der Angrenzer und des Umfeldes von einer absoluten und geradezu verletzenden Erschließungspriorität zugunsten des Vorhabenträgers geprägt. Dies geht zu Lasten des städtischen Raumes, unterbindet die städtebauliche Verbindungsqualität zwischen Marktplatz Inde und südlicher Innenstadt, zerschlägt die Quartiersmitte in einen Autohof und hat keine straßenrandbildende, noch raum- und platzbildende architektonische Qualität. Die bekannten Aussagen zur Bauqualität tragen auch nicht dazu bei, das Bild zu entkräften, im Gegenteil. Die Verdrängungs- und Suchverkehre in der Dürener- und Marktstraße sowie die hohe Belastung in der Wollenweberstraße sind abzusehen. Der qualitative Rückbau der Indestrasse mit Querung zur Inde an dieser Stelle wird durch die zusätzliche Verkehrsbelastung verpasst. Das einzige Geschäftsmodell im Herzen der Stadt ist die Rendite, die Laufzeit ist ja noch bekannt. Nach mir die Sintflut! Wenn man nichts gelernt hat, dann gute Nacht!

    10.03.2019

    Leserbrief zur Thematik „Rathaus-Quartier“ (M. Kuckelkorn vom 10.03.2019)

    Der Rat der Stadt Eschweiler hat den Bebauungsplan aus den 70er Jahren für das neue Rathaus- Quartier nun angepasst, sodass die Schuttberge am ehemaligen CityCenter endlich beseitigt werden können.

    Es tut sich also etwas beim neuen Rathaus-Quartier, aber was passiert schon wieder?

    Medial wird wieder allerhand Unruhe gestiftet, sodass die Fortschritte in dieser Sache aufs Spiel gesetzt werden, sollte der Investor entnervt aufgeben.

    Diese Unruhe wird auch noch von „lokal-prominenter“ Seite befeuert, nämlich von dem ehemaligen Technischen Beigeordneten der Stadt Eschweiler, Wilfried Schulze. Es werden ständig neue Verschwörungstheorien gegen die Verwaltung entwickelt und dem Bürger suggeriert, dass die Mitarbeiter im Rathaus und der Rat das Recht zumindest abenteuerlich auslegen würden.

    Zum Hintergrund des Viel-Schreibers Schulze sollte man wissen, dass Herr Schulze in seiner aktiven Zeit im Eschweiler Rathaus eine Broschüre herausgab, in der er zum Bauen in Eschweiler aufrief und die Unterstützung von Bauaufsicht und Verwaltung zusagte.

    Auch scheiterte er 2013 in Kerpen drei Mal mit dem Versuch, seine eigene Vorstellung von Baurecht und Bauplanung durchzusetzen. Dies lässt seine baurechtliche Sachkompetenz zumindest fraglich erscheinen, obwohl er gerade diese in der jetzigen Diskussion in Eschweiler in die Waagschale wirft. Auch sollte man in dieser vermeintlich aufgeregten Diskussion hinterfragen, was genau die Ziele der einzelnen Akteure sind. Die Broschüre und Informationen über das besagte Bauvorhaben in Kerpen findet man schon, wenn man Google bemüht.

    Bei all der nach außen getragenen Aufregung und Empörung sollte eine wichtige Tatsache noch einmal betont werden: am zukünftigen Rathaus-Quartier geht es voran, der Schandfleck im Herzen der Innenstadt wird verschwinden und dadurch der Bürgerwille umgesetzt. 

    05.03.2019

    Rathausquartier: Selbstverordnete Scheren im Kopf! (W. Schulze vom 5.3.2019)

    Nicht Karneval und auch keine Satire, um den Spiegel vorzuhalten, aber gesunder Menschenverstand und nicht nur Bürgerbeteiligung im Karneval wären ein Motto!

    Beteiligung von Betroffenen und Angrenzern vor Zulassung von Abweichungen (u.a. Befreiungen) ist sogar gesetzlich geboten und nicht “nur Brauchtum”, Alaaf!

    Es geht um Würdigung nachbarschaftlicher Interessen, das ist das, was hinter dem Spiegel liegt, eben Würde.Wenn sogar in die Rechte Beteiligter eingegriffen wird, haben sie mindestens die Gelegenheit der Äußerung. Dazu haben die Behörden sogar zu benachrichtigen. Nicht nur die Gewissheit, sondern schon die Möglichkeit, dass Belange berührt werden, macht die Beteiligung schon erforderlich.So wie das bei anderen, den kleinen“Häuslebauer”- noch in jüngster Vergangenheit- exzessiv betrieben wurde.

    Nachbarn vertrauen auf den Bestand des Plans. Insofern sind auch nachbarliche Interessen betroffen. Dem liegt ein Gebietserhaltungsanspruch zu Grunde, nachdem jeder Planbetroffene unabhängig von einer konkreten Betroffenheit einen Anspruch hat. Insofern darf ein Bauherr auch nicht zu Lasten der auf den Plan Vertrauenden begünstigt werden; in dem das Vorhaben angeblich in den Bebauungsplan hineinpasst, dann doch nicht plankonform, Befreiungen erteilt werden sollen, dann um Druck aufzubauen, nicht notwendige Beschlüsse gefasst werden, und andererseits die Beteiligung von Betroffenen unterbleibt, sogar eine Benachrichtigung entfällt.Zu jedem verfahrensrelevanten und rechtserheblichen Schritt in dieser Angelegenheit muss die Verwaltung bewegt werden, von amtswegen, ihrem Auftrag als Pflicht - aufgabe zur Erfüllung nach Weisung kommt sie nicht nach. 

    25.02.2019

    "Ohne Rücksicht auf Verluste"… eben! Rathausquartier: Angeschlagen und ohne Orientierung (W. Schulze vom 25.2.2019)

    Wurde noch die Verwaltungsvorlage zum Rathaus-Quartier in epischer Breite dargelegt, so war der Artikel Rathaus-Quartier: “Inakzeptabel” als Gegendarstellung äußerst schmallippig gehalten und berichtet auch noch mit falschem Impetus. Er dokumentiert geradezu, die Unwilligkeit, den Antrag und die Reaktion von Nachbarn und Betroffenen des Plangebietes Rathausquartier anzunehmen und sich damit auseinander zu setzen. Dabei ist er zulässig, eine Beteiligung gesetzlich geboten und in der Sache erforderlich. Welch ein Rechtsverständnis. Inakzeptabel ist diese Haltung. Verkannt wird, dass es sich um die Würdigung von Interessen von unmittelbar Betroffenen handelt, durch eine Anliegerin, die selbst betroffen ist, die auch autorisiert als Vertreterin einer Interessengemeinschaft auftritt und zudem Anwältin ist. Dies sei angemerkt, um Fehlinterpretationen, die so leicht aus Interessengeleitetheit in dieser Sache auf der Hand liegen, vorzubeugen.

    So wirft denn auch der weitsichtige Kommentar eines fachkundigen Redakteurs einer Eschweiler Zeitung noch mehr Schatten als Licht auf die Stadt und das Quartier als die Schuttberge es konnten. Seine eigene Absolution vorweg geschaltet: Recht muss Recht bleiben. Sehrwohl die Rechtslage ist bekannt und offensichtlich, und Eschweiler? Aber dann wird entglitten und jeder Widerspruch niedergemacht. Dazu ist man ja auch legitimiert, um in Einheit auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen. Die Methode kennt man.

    Warum hört eigentlich niemand zu, um Lösungen zu finden, die aufgezeigt wurden und rechtmäßig sind?

    Nein, jetzt ist es ihm zu eng geworden, dem Schreiber als Fachmann für Einzelhandel, Stadtentwicklung, Architektur und Planungsrecht und Psychologie. Aber wäre er nur bei seinem Leisten geblieben und wäre seinem Handwerk, der objektiven Berichterstattung nachgekommen und hätte die letzten 4 Leserbriefe veröffentlicht, dann hätte man möglicherweise verstanden, worum es geht.

    Belanglose Kleinigkeiten, meint der Fachmann, und verständigt sich schnell auf Stigmatisierung,” Klappe zu, Affe tot“. Auch diese Methode kennt man.

    Machtspiele und Selbstzweck hat auch die Verwaltung souffliert, der Redakteur als Hofherold. Stadtplanung ist ein Prozess, mit dem Ringen um die besten Ideen und Konzepte in der Abstimmung Vieler und kein autokratischer Setzungsakt, der der erstbesten Lösung nachjagt, weil man Zeit verpennt hat, Methoden verpennt hat und Verhandlungen verpennt hat. Nein, “wir” wollen das alles so, alles andere sind Kleinigkeiten, und gehen die Argumente aus, wird es eben persönlich, und da kennen “wir” gar nichts und niemanden. Wir scheuen auch nicht vor Untergangsszenarien zurück, an denen natürlich die anderen schuld sind. Man ist Besseres von dem Redakteur gewohnt, wo sind nur die Zeiten geblieben?

    25.02.2019

    Titel der Eschweiler Filmpost vom 20. Februar 2019: Transparenz, bitte (Thomas Widynski vom 25.02.2019)

    Die Schutthaufen vor dem Rathaus sollen jetzt endlich weg. Damit erhebt nun auch der Bürgermeister lautstark diese für jedermann einfach nachzuvollziehende Forderung. Doch wer sich hier jetzt als der Retter der Innenstadt geben möchte, sollte einmal darüber nachdenken, warum es so weit hat kommen müssen, dass man im Überdruss jetzt ein „Hauptsache weg, egal wie!“ als einziges Mittel sieht, den Misstand „Dreckhaufen“ zu beseitigen.

    Genauer betrachtet ist die Schuttwüste vor der Rathaustür doch nur die Folge vieler rat/hausgemachter Fehler. Schon vor mehr als zwei Jahren habe ich öffentlich vor dem gewarnt, was sich in den letzten Monaten immer deutlicher offenbart hat: Investorenverschleiß, Rechtsunsicherheit und Unfrieden in der Bevölkerung. Hätte man schon damals die Dringlichkeit der von mir empfohlenen Änderung des über 42 Jahre alten Bebauungsplanes in Sinne einer modernen Städteplanung erkannt, wäre man jetzt besser aufgestellt. In der Zeit, die seit dem vergangen ist, wäre ein neuer, zukunftsorientierter Bebauungsplan längst rechtskräftig.

    Wie wurde ich für mein Engagement und meine Hinweise in der Sache gescholten. In der Tageszeitung zensiert, von Politikern attackiert und vom Beigeordneten ignoriert, gar als Projektgefährder tituliert. Doch letztendlich sind diejenigen die wahren Totengräber des Investorenprojektes, die gerade noch dabei sind durchzupeitschen, was man besser möglichst rasch und gesenkten Hauptes zu Grabe tragen sollte.

    Was nun?

    Im Sinne einer enkelgerechten Innenstadtentwicklung hilft es nicht, zu lamentieren. Vielmehr muss man einander die Hand reichen und gemeinsam nach vorne schauen. Ersetze Hinterzimmer durch Bürgerforum. Wann endlich findet (nach dem Trauerkaffee) die erste Bürgerversammlung statt, bei der alle Rede und Antwort stehen? Nach den närrischen Tagen hoffentlich, und dann ganz im Sinne der Forderung der Filmpost: „Transparenz, bitte“, viel mehr Transparenz.

    29.01.2019

    Leserbrief Rathausquartier (Wilfried Schulze vom 29.01.2019)

    Vom Kopf auf die Füße, Populismus oder Fakten? Vorsicht: populus = das Volk; populistisch, volksnah, auf das Volk berufend! Man muss sich schon entscheiden, ist meine Adresse die Bürgerschaft oder mein Publikum? Nicht der begründete Beweis, der nicht meiner Meinung entspricht, ist populistisch in dem hier gemeinten negativen Sinne. Wer keine Fakten und keinen Diskurs zulässt und sich in seine Machtstrategie des einmal begonnenen falschen Weges verfängt, ohne die Chance der Rückbesinnung zu nutzen, der bedient sich zu Lasten der erfolgreichen Sache seines Publikums. Es macht eben einen Unterschied, wenn man sagt: Dass der Investor aufgrund des bestehenden Bebauungsplans seine Planungen umsetzen kann, oder dass der Bebauungsplan nicht geändert werden soll und sich die bekannten Projektentwürfe im Rahmen des BP bewegen (“es gibt einen BP, wir können nichts machen“). Entweder handelt es sich um gezielte Finesse oder um pure Unkenntnis. Beides wendet sich gegen die Sache und diffamiert nicht nur diese. Entweder man wollte den BP auf keinen Fall ändern (Augen zu und durch), dann widerspricht aber das Konzept dem Bebauungsplan oder man hat gar nicht erkannt, dass das Konzept nicht in den Bebauungsplan passt. Also entweder ändert die Stadt den Bebauungsplan oder der Investor sein Konzept. Wenn jedoch weitgehend politischer Konsens besteht, dann hätte schon lange der Bebauungsplan geändert werden können. Dies ist ebenso verschlafen worden, wie die Zeit bei der 9jährigen konzeptlosen Suche. Heilig’s Blechle! Demokratischerweise heiligt der Wille eben nicht die Mittel, man sollte schon über den Weg und die Machbarkeit orientiert sein. Ja, es geht um Erneuerung und Innovation und nicht um Geschacher und das Denken von Wahl zu Wahl. Themen, Fachverstand und Lösungswege stehen im Vordergrund und nicht Personen. Der Anspruch muss sein, kompetente Akteure in den Dialog einzubinden, um die beste Lösung zu finden, die die mögliche Komplexität löst und eine erforderliche Nachhaltigkeit einlöst. Nicht irgendeine Lösung ist opportun, weil die Zeit drängt und weil Zeit versäumt worden ist, und man die Probleme nicht sehen kann oder will und nicht mehr einfach nur von Wenigen im Hinterzimmer gefingert werden darf. Parolen in die Köpfe und jegliche demagogische Rhetorik verschmelzen alle gebotene Differenziertheit. Auch mit dem nächsten Coup, “der fälligen Entschädigung“, soll autokratisch unter fragwürdiger Rechtsauffassung, die Zustimmung zum Konzept mobilisiert werden, da intelligente Konzepte Zeit und Mühe kosten würden. Nein, es geht um etwas anderes. Längst ist die Mondlandschaft am Rathaus zu einem gigantischen Symbol verstärkt worden, “des nicht Ordnung schaffen Könnens“, das die Stadtgesellschaft beunruhigt. Und die Beseitigung wäre der ultimative Beweis für die politische Potenz der Verantwortlichen. Für dieses Symbol ist kein Preis zu hoch, weder eine nachhaltige städtebauliche Qualität, noch der Vorwurf des Populismus und Eigennutzes oder der legere Umgang mit Rechtsvorschriften. Gegebenenfalls kann man sich ja bei der aufgebrachten Basis immer noch damit brüsten, alles getan zu haben.

    Dies ist fiktives Engagement zur Bekämpfung einer imaginären Krise. Das Thema und die Sache verdienen keine Kampfwörter und keine Spielereien, sondern vielmehr den freien Blick auf Probleme, die gelöst werden müssen. Noch immer sind nämlich zahlreiche Fragen offen, dabei ist eine schrille, disruptive Weise kaum förderlich. Die ruhige überlegte Antwort auf eine Sachfrage muss sich behaupten. Um so wichtiger ist, dass diejenigen streng konstruktiv bleiben, die besonders viel Verantwortung tragen. 

    23.01.2019

    Kleine giftige Ursache, große Auswirkung (Waltraud Bracke vom 23.01.2019)

    Hallo liebe Raucherinnen und Raucher, die kleine Zigarettenkippe, achtlos aus dem fahrenden Auto geworfen, vom Balkon auf den Bürgersteig entsorgt, beim Zufußgehen durch den Ort oder die Natur einfach in die Umwelt entsorgt und dann die leere Zigarettenschachtel gleich hinterher. Das ist nicht in Ordnung! Die Umweltschäden sind groß. Das Grundwasser, die Bäche, Flüsse, Seen und die Meere werden erheblich geschädigt. Eine Kippe verseucht 40 Liter Wasser. Um die Gifte aus unserem Trinkwasser zu filtern, bedarf es enormer Anstrengung und Kosten. Unser Trinkwasser wird immer teurer. Bezahlen müssen das alle Menschen. Mein Apell an Sie: Die Kippe gehört in den Aschenbecher, wenn Sie im Auto rauchen. Stehen Sie auf Ihrem Balkon, benutzen Sie bitte auch dann einen Aschenbecher. Sind Sie zu Fuß unterwegs, nehmen Sie sich z.B. eine kleine Blechdose für die Kippen mit. Das wäre cool! Die Kippen gehören in den Restmüll. Es ist zwar auch in Deutschland vom Gesetz her strafbar, Kippen wie oben benannt, zu entsorgen; aber leider stören sich viele nicht daran. Das Problem mit dem Plastikmüll finde ich ebenfalls nicht hinnehmbar, da Plastikmüll ca. 500 Jahre braucht, um zu verrotten. Viele Tiere sterben durch Plastikmüll. Da können wir doch nur mit Bewunderung und Hochachtung auf die wunderschöne Schweiz und auf Kanada schauen. Da findet man keinen Plastikmüll und auch keine Zigarettenkippen. Wir müssen uns so verhalten, dass wir ein Vorbild für Andere sind. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. 

    08.01.2019

    Leserbrief zum Thema Rathausquartier im Rat 29.11/18.12.18 (Wilfried Schulze vom 08.01.2019)

    Durch Beharrlichkeit und stetigen Aufklärungswillen in der Eschweiler Zivilgesellschaft kommt Klärung auf, damit sich im Rathausforum doch etwas bewegt.

    Wie durch die Ratssitzung vom 29. November 18 zu hören war:

    - Behauptet die Verwaltung weiterhin und nunmehr auch schriftlich, dass die bekannten Projektskizzen im Rahmen des Bebauungsplans 89 liegen.
    - Über das Verfahren besteht zwischen Investor und der Stadt Einvernehmen.
    - Der Investor strebt kein Verfahren an.
    - In einem Gespräch der Verwaltung wurde vereinbart, dass bei der Entwicklung des

    Areals der Bebauungsplan 89 nicht geändert werden soll.

    Dies ist also das Genehmigungsverfahren. Vor konkreter Prüfung eines Bauantrages schon die Avisierung einer planungsrechtlichen Genehmigung. Was sagen wohl all die nicht genehmigungsfreien Eschweiler Häuslebauer, die öffentlich rechtliche Vorschriften einhalten müssen?

    Aus dem Rat vom 18. Dezember 18 heraus war dann zu lesen:

    - Dass nunmehr beim Rathausquartier für Entscheidungen über Ausnahmen und Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans der Rat für Beratung und Beschlussfassung zuständig ein soll.

    Nunmehr kann der Rat auch nur im Rahmen der öffentlich rechtlichen Vorschriften entscheiden, das, was der Bauordnungsbehörde als untere staatliche Behörde ohnehin schon obliegt. Abweichungen davon sind zu beanstanden, unterliegen der Aufsichtsbehörde oder dem Rechtsweg. Interessanter ist jedoch die Offenbarung, nach all den Dementis, dass die Projektplanung den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht entgegensteht, die Absicht, nunmehr mit Ausnahmen und Befreiungen zu operieren.

    Also entspricht die Planung doch nicht den Festsetzungen des Bebauungsplans! Jetzt muss man jedoch wissen, dass Ausnahmen und Befreiungen kein Willkürinstrument je nach Belieben und nach Gutdünken nach Gutsherrenart sind und auch keinem freien Ermessen unterliegt. Sie sind streng gebunden an gesetzliche Fixierungen und an die herrschende Rechtssprechung.

    - Ausnahmen sind nur zulässig, wenn sie im Bebauungsplan ausdrücklich vorgesehen sind. Im BP 89 sind aber weder nach Art noch nach Umfang Ausnahmen bestimmt.

    - Befreiungen sind, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden und im Einzelfall nur zulässig, wenn:

    • Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung erfordern und mit öffentlichen Belangen vereinbar sind (s.§1BBauG).
    • Städtebauliche Gründe die Abweichungen rechtfertigen, da sie für die geordnete Entwicklung erforderlich sind.
    • Der BP zu einer nicht beabsichtigten Härte führt, wenn das Grundstück anders nicht sinnvoll zu bebauen ist.

    Spätestens hier wir deutlich, dass man von dem Bebauungsplan nicht beliebig Art (Kerngebiet/Wohnnutzung), Maß (Geschossigkeit) sowie zweckgebundene Flächen (Gemeinbedarf, Verkehr, Versorgung) befreien kann, damit ein Konzept aus 2018 in einen Bebauungsplan von 1977 nach dem Bundesbaugesetz von 1976 und der Baunutzungverordnung aus 1968 hineinpasst. Die Grundzüge der Planung werden nicht nur berührt, sondern fundamental verletzt. Es handelt sich auch nicht um Einzelfälle oder darum, dass Grundstücke anders nicht sinnvoll zu bebauen sind, sondern um eine fächendeckende Verletzung der BP-Festsetzungen. Gegebenenfalls unterliegt der Bebauungsplan durch Änderung der tatsächlichen Verhältnisse auch einem Geltungsverlust, der die Verwirklichung der Festsetzungen auf unabsehbare Zeit ausschließt. Also, entweder der Investor ändert die Konzeptplanung, oder die Verwaltung ändert den Bebauungsplan.

    08.01.2019

    Unangenehme Sylvester-Nachwehen (Waltraut Bracke vom 08.01.2019)

    Liebe Eschweiler Bevölkerung,

    jedes Jahr zu Sylvester werden Unmengen von Böllern in die Luft gejagt. Auch dieses Jahr. Bei meinem Spaziergang am 04.01.2019 durch Dürwiss bis hin zum Einkaufszentrum am Ortsanfang habe ich leider sehr viele Rückstände dieser Böller gesehen. Nicht nur auf den Bürgersteigen oder in den Gossen, sondern auch auf den Feldern, den Feldrändern und den Wiesen. Auf den Feldern finde ich es besonders schlimm, weil es über das angebaute Tier- oder Menschenfutter wieder in unseren Mägen landet. Nach Sylvester scheinen auch nicht viele Menschen bereit zu sein, den hinterlassenen Dreck wieder aufzukehren, was ich leider nicht nachvollziehen kann.  Am Feldrand in der Straße „Am Fliess“ steht sogar ein Karton voller Restmüll der Böller-Orgie.

    Das alles hat nichts mehr mit persönlicher Freiheit zu tun. Egal, was ich Negatives tue und es betrifft nur mich selbst, ist es ok. Aber wenn mein Handeln der Umwelt, den Menschen und den Tieren schadet, ist es nicht mehr meine persönliche Freiheit. Die Deutsche Umwelthilfe hat vor Sylvester vor der vermehrten Feinstaubbelastung durch die Sylvester-Böller gewarnt.

    Mein Apell an Sie für nächstes Jahr:

    Bitte schränken Sie Ihre privaten  Böller-Aktivitäten ein oder lassen es besser ganz sein. Man könnte als Alternative ja auch nur ein Feuerwerk pro Stadt oder Ort darbieten und alle Bewohner  kommen zusammen und feiern gemeinsam. Es wäre schön, wenn sich einige Bewohner diesbezüglich mit der Stadt zusammensetzen würden, um so ein Event zu planen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

    18.12.2018

    Tohuwabohu und total verunsichert! (Wilfried Schulze vom 18.12.2018)

    “Wir können nichts machen”, Behauptungen, Dementis, Positionierungen, Verstörungen von allem und jedem. Eine wabernde Verwaltung und taktierende Politik. Die Virtuosität liegt in der Kompetenz, der klaren Haltung, die von rechtlichen Zusammenhängen und know- how getragen und von Verhandlungsgeschick begleitet ist. Mangelnde Methodik, die ausschließlich vom Willen und nicht von Wissen gesteuert wird, löst Fragen des Stils und des fairen Umgangs miteinander aus - auch dem Investor gegenüber.

    Der Reihe nach:

    Ja, man hat 9 Jahre die notwendigen Dinge, die zu tun waren, nicht erkannt.

    Ja, man hat den Bebauungsplan aus 1977 in 2018 falsch interpretiert und eingeschätzt. Ja, das gezeigte Vorhaben widerspricht den Festsetzungen des gültigen Bebauungs- plans (vgl. Bauvoranfrage trotz Bebauungsplan).

    Nein, eine Entschädigung steht nicht an. Wird die Änderung eines vorhandenen BP’s innerhalb von 7 Jahren nach Satzungsbeschluss vollzogen, ist eine erhebliche Wertminderung aufgrund der zul. Nutzung zu entschädigen; es gibt keinen Bauantrag und nach Abriss auch keine ausgeübte Nutzung.

    Nein, das Vorhaben kann in der Verwaltungskonferenz nicht durchgewunken werden. Nein, für Befreiungen von den Grundzügen der Planung ist kein Spielraum. Darüber hinaus unterliegen Befreiungen Gründen nach §31(2), die hier nicht einschlägig sind.

    Deswegen ist es auch nicht erforderlich gesetzlich fixierte Abläufe der Verwaltung zu entziehen. Zur Überprüfung gibt es die Aufsichtsbehörde und den Rechtsweg.

    Es sind jedoch weitere Verfahrensschritte zur Ertüchtigung der planungsrechtlichen Grundlagen (Änderung, Ergänzung, Neuaufstellung, ggf. vorhabenbezogen) erforderlich. Dann ist auch die Politik involviert.

    Entscheiden muss man sich jedoch in welchem Kontext man sich bewegen will, oder sollen wir das Recht des Stärkeren statt das Recht der Stärke zulassen?

    Angesagt ist, mit Mut, Fairness und Klarheit über Fakten und Wege aufzuklären. Und dem, “Wir können nichts machen, es gibt einen Bebauungsplan”, zuzurufen, “Sie müssen etwas machen, es gibt einen Bebauungsplan“.

    11.12.2018

    Leserbrief von Wilfried Berndt zur Titelstory der Filmpost vom 05. Dezember 2018 "Zum Schutz der Innenstadt?" (Wilfried Berndt vom 11.12.2019)

    Sehr geehrter Herr Santosi,

    wie Sie richtig schreiben, verhängte der Stadtrat in der Sondersitzung vom 29.11.18 mit Mehrheit eine sogenannte baurechtliche Veränderungssperre über das Gelände des alten OBI-Marktes. Die CDU hat sich in der Sitzung offen und eindeutig gegen diese Veränderungssperre ausgesprochen. Ich habe der Verwaltung klar und unmissverständlich vorgeworfen, mit zweierlei Maß bei den Gebieten ums Rathaus und am alten OBI-Gelände zu messen. Ob sich noch andere Politiker, wie Sie schreiben „hinter den Kulissen“ über die unterschiedlichen Interpretationen von Wettbewerb seitens der Verwaltung ausgelassen haben, ist mir nicht bekannt. Wir haben es jedenfalls laut und deutlich gesagt, was dem ersten technischen Beigeordneten überhaupt nicht gefiel und zur der Prognose veranlasste, dass bei der Ansiedlung eines Tedoxes auf dem alten OBI-Gelände, die Innenstadt deutlich geschädigt würde. „Dann gute Nacht Eschweiler!“, wie er sich ausdrückte.

    Zur näheren Erläuterung: Bei den ersten Diskussionen ums Rathausquartier vor gut zwei Jahren forderte ich Alternativ-Planungen, aus denen dann die beste Lösung ausgesucht werden könnte. Ich brachte die Möglichkeit einer sogenannten Veränderungssperre und die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes mit aktuellen Vorgaben in die Diskussion ein. Dies wurde von allen anderen im Rat vertretenen Parteien vehement abgelehnt. Sie waren mit den Vorgaben des Bebauungsplanes, der aus dem Jahre 1976 stammt, zufrieden. Außerdem handele es sich bei dem Gebiet um Privateigentum eines privaten Investors, der auf Basis des Bebauungsplanes das Recht hat, sein Projekt zu verwirklichen, so argumentierte die Mehrheit im Rat. Damit war klar, dass die Politik hier kein echtes Mitspracherecht mehr hat bzw. darauf verzichtet wurde. Da Gefahr bestand, dass sich der Investor bei zu großem Widerstand aus der Politik zurückziehen und ggfs. Regressansprüche geltend machen könnte und die Stadt selbst weder die finanziellen noch die fachlichen Ressourcen hatte, um das Projekt in Eigenregie durchzuführen, beschloss die CDU, das Projekt des privaten Investors weiterhin positiv und kritisch zu begleiten.

    Als dann wie Phoenix aus der Asche der neue Investor im September 2018 erschien, haben wir uns sofort konkret mit den modifizierten Plänen auseinander gesetzt. Hierbei nahmen wir u.a. das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Eschweiler zur Hilfe, welches vom Rat in 2016 verabschiedet wurde. Ziel des Konzeptes ist es, die vorhandenen Leitlinien für die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels in Eschweiler zu überprüfen und ggfs. anzupassen. Hierzu wurden u.a. branchenbezogene Entwicklungspotenziale bewertet und Empfehlungen getroffen. Zum Sortiment „Gesundheit, Körperpflege“ wurde z.B. aufgrund der vorhandenen Infrastruktur an Drogeriemärkten, Parfümerien und einer Vielzahl von Apotheken kein akuter Handlungsbedarf seitens der Experten, welche das Konzept erstellt haben, festgestellt. Als wir dies in die Diskussion um den geplanten Besatz des neuen Einkaufszentrums am Rathaus einwarfen, wurde seitens der Verwaltung und der anderen Parteien darauf verwiesen, dass wir schließlich in einer Marktwirtschaft leben würden.

    Zurück zum Thema altes OBI-Gelände: Die Situation am alten OBI stellt sich genau so dar, wie am Rathaus. Es ist ein privates Gelände mit einem privaten Investor und einem vorhandenen Bebauungsplan. Das angebotene Sortiment des Tedoxes würde keine übermächtige Konkurrenz für die Läden in der Innenstadt bedeutet haben. Die Überlappungen im Sortiment würden wir ebenfalls unter Marktwirtschaft verbuchen. Es sind sogar Sortimente vorhanden, die laut Einzelhandels- und Zentrenkonzept in Eschweiler fehlen. Wo ist jetzt der Unterschied zum Rathausquartier?

    Aus meiner Sicht wäre eine zweckmäßige Entwicklung am alten OBI-Gelände möglich gewesen, die jetzt durch die Veränderungssperre zunächst mal auf Eis gelegt wird. Ich will hoffen, dass aufgrund der neuen Pläne konkrete Projekte an diesem Standort möglich und in absehbarer Zeit realisiert werden. Hoffentlich entsteht kein Dominoeffekt, der diese Brache verfestigt und auch noch vergrößert. Dann sage ich: „Gute Nacht Eschweiler!“. 

    11.12.2018

    Si tacuisses, philosophus mansisses (Manfred Waltermann vom 11.12.2018)

    In der Filmpost vom 28. November 2018 habe ich als Manfred Waltermann einen von vielen Bürgern als sachlich beurteilten Leserbrief zur Entwicklung rund um das geplante „Rathaus-Quartier“ sowie zu den zahlreichen kommentierenden Beiträgen in den Presseorganen geschrieben. Ich habe bewusst darauf verzichtet, Namen von Verfassern dieser Beiträge zu erwähnen, wie ich auch meine Stadtratszugehörigkeit und meine Mitgliedschaft in der „Unabhängigen Wählergemeinschaft“ -UWG- ebenso bewusst nicht angeführt habe, um dem Verdacht vorzubeugen, jemandes Interessen zu vertreten ! - Ein altes Sprichwort sagt:“Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an“. - So ist wohl der Beitrag von Herrn Widynski in der Filmpost vom 5. Dezember entstanden, der - mit Unterstellungen und Unwahrheiten garniert – dem Leser vom Verfasser zugemutet wird. „Passt scho“ sagt dazu treffend der Bayer!! - So war ich bereits regelmäßiger Filmpost-Leser, als es für Herrn Widynski noch keinen Bauantrag gab, um mich in seiner Berufssprache zu bewegen. Lesen und Verstehen sind bekanntlich zwei verschiedene Begriffe: Ich habe dem eifrigen Planer für nicht beauftragte Projekte keineswegs „unberufenes, hemmungsloses und besserwisserisches„ Engagement unterstellt. Ich habe ihn gar nicht angesprochen und werde deshalb auch auf weitere Vorwürfe von ihm nicht antworten. - Nach wie vor bleibe ich bei dem von mir veröffentlichten Sachverhalt, zumal Herr Widynski nicht einmal den Versuch unternommen hat, seine alternativen Planungen an der maßgeblichen Stelle – beim Investor – ins Gespräch zu bringen! - Über eine „Alternativplanung“ und einen von ihm als „Probeentwurf“ bezeichneten Plan ist sein Bemühen offenbar bisher nicht hinausgekommen. Oder sollen Investor und die bei der Stadt Eschweiler zuständigen Entscheider den letzten Absatz seines Leserbriefes etwa als „Plan B“ verstehen? Ich zitiere: „Zur Not müssen wir in Eschweiler das Trümmerfeld hinterm Rathaus eben noch eine Zeit lang ertragen, denn ein Nichts ist hier vorerst noch besser als ein Irgendwas.“

    P.S. : Herr Widynski hatte bei der Sondersitzung des Rates am 29. November unter dem Tagesordnungspunkt 1 „Fragestunde für Einwohner“ bedeutungsvoll angekündigt, von der Verwaltung auf von ihm formulierte Fragen Antworten zu verlangen. Es ist üblich, dass der die Fragen stellende Einwohner persönlich anwesend ist. Sicherlich gab es wichtige Gründe, die ihn davon abgehalten haben!

    03.12.2018

    Offener Brief an Manfred Waltermann (Thomas Widynski vom 03.12.2018)

    Sehr geehrter Herr Waltermann,

    wie der letzten Ausgabe der Filmpost zu entnehmen ist, sind Sie, als Ratsmitglied der UWG, erfreulicher Weise auch ein Filmpostleser- und schreiber. 

    In die Diskussion um das sogenannte "Rathausquartier" bringe ich mich nunmehr seit über zwei Jahren uneigennützig als (sachverständiger) Bürger dieser Stadt ein. Erstaunlich, dass Sie mir aber dieses Engagement absprechen wollen und es mit "unberufen, hemmungslos und besserwisserisch" bezeichnen. Zudem halten Sie mir vor, ich wolle gar damit einen "Familienkonzern" bekämpfen.

    Welchen Familienkonzern meinen Sie damit? Den Investor oder die Stadtverwaltung?

    Beide Vermutungen sind abwegig!

    Es ist eine hoheitliche Aufgabe der Kommune, privates Areal zu überplanen. Soetwas nennt man Bauleitplanung. Dies Vorgehen kann ggf. auch hemmungslos wirken. Letzten Donnerstag haben Sie im Rat selber noch die Hand für so etwas gehoben. (Veränderungssperre altes Obigelände)

    Kein Mensch hat bisher die von mir vorgelegte Alternativplanung so gedeutet, dass die Stadt Eschweiler diese als Investor selber bauen möge, wie Sie es jedoch versuchen darzustellen. Auch handelt es sich bei meinem Planvorschlag nicht um ein "Wunschkonzert mit städtebaulichen Extras", wie Sie schreiben. Er ist schlicht ein Probeentwurf, der am Anfang einer jeden Bauleitplanung stehen sollte. Denn diese schulden Sie hier als Ratsmitglied den Eschweiler Bürgern, nicht dem Investor. Und zwar in einer Form, die eine "städtebaulich problematische Entwicklung" der Innenstadt verhindern soll. Letztes Zitat stammt übrigens aus der Ratsvorlage, der Sie, wie bereits oben erwähnt, letzten Donnerstag zugestimmt haben. Und was für ein Gewerbegebiet gilt, sollte doch erstrecht für ein Areal in einer Innenstadt gelten, oder?

    Schon am 01.02.2017 habe ich Ihnen und den anderen Fraktionen im Rat eine Alternativplanung zukommen lassen, um zu zeigen, dass die seinerzeit vorgelegte erste Planung des ehemaligen Investors nicht alternativlos sei. 

    So schrieb ich: "An diesem äußerst wichtigen Ort in Eschweiler muss das beste Konzept verwirklicht werden. Wie will man aber das beste Konzept auswählen, wenn keine Alternativen vorgelegt werden? ..."Nur eine bloße (wie-auch-immer) bauliche Veränderung des Areals, und die verständlicherweise aufkommende Euphorie beim versprochenen Nahen eines Abbruchs, sind noch lange kein Garant für eine dauerhaft gute Entwicklung für Eschweiler an dieser Stelle."

    Heute, fast zwei Jahre danach, fordere ich Sie zusätzlich auf, endlich den Bebauungsplan ums Rathausareal zu ändern, um dort dauerhaft eine unproblematische städtebaulich Entwicklung garantieren zu können! Es tut mir leid, dass Sie jetzt, stellvertretend für alle anderen Ratsmitglieder, diesen "Weckruf" (Entschuldigen Sie bitte die Störung) entgegen nehmen müssen. Aber vielleicht lesen Ihre Ratskollegen ja auch und viel lieber die Filmpost, wenn es um eine objektive Berichterstattung geht.

    Zur Not müssen wir in Eschweiler das Trümmerfeld hinterm Rathaus eben noch eine Zeit lang ertragen, denn ein Nichts ist hier vorerst doch besser als ein Irgendwas. Soll der Investor doch irgendwo anders sein Geld nicht verbrennen und wohltätig werden.

    03.12.2018

    Das Rathausquartier (Wilfried Schmitz vom 3.12.2018)

    Dieses Thema befindet sich wie kein anderes derzeit permanent in den Medien unserer Stadt. Was ist denn da eigentlich los?

    Nach vielen Jahren des Stillstands gibt es einen Investor, der das Grundstück erworben hat und dort eine Menge investieren will. Eigentlich könnte die Geschichte hier schon enden. Stattdessen fängt sie hier erst an. Der Investor hat natürlich eine Vorstellung davon, wie und was er dort bauen möchte. Den Rahmen dafür steckt - wie bei allen Bauprojekten - der Bebauungsplan. Dieser Bebauungsplan wurde in den 70er Jahren von der Politik beschlossen und auch nicht mehr sonderlich verändert.

    Nun kommen aber plötzlich einige politische Parteien daher und finden das was der Bebauungsplan so hergibt plötzlich nicht mehr gut. Sie finden auch nicht gut, was der Investor dort so bauen möchte. Aber auch Architekten, die natürlich alles besser wissen und besser machen würden bei diesem Projekt, unterhalten die Öffentlichkeit mit bunten Bildern von Fantasiequartieren. Bezahlen? Nein, finanzieren können die ihre bunten Pläne nicht. Aber besser wissen und fordern kostet ja erst mal nichts.

    Neben Ideen kommen aber auch Forderungen aufs Tableau. Die Stadt möge doch den Investor drängen, auf sein gutes Recht zu verzichten und sich bitteschön vorschreiben lassen wie er sein Geld auszugeben hat. Klingt komisch? Ist aber so.

    Wenn das alles nicht geht, versucht man wenigstens das ganze Projekt so schlecht wie möglich zu machen. Der Abriss war zu teuer, die Schuttberge lagen zu lange, der erste Investor war überfordert, der jetzige Investor plant nur schlechtes, der Verkehr wird zur Belastung werden, die Parkplätze zu viel, die Aufenthaltsqualität zu schlecht, zu viele Geschäfte, die falschen Geschäfte, die Gebäude zu eckig, die Bürger nicht informiert, an den Bebauungsplänen wurde herum radiert. Noch etwas vergessen? Bestimmt!

    Glaubt man all diesen Leuten, dann verbirgt sich quasi unter jedem Stein der Schuttberge des alten City Centers ein Skandal! Klingt interessant. Ist es aber nicht. Bevor man am Ende noch den guten alten Schandfleck wieder herbei sehnt, sollte vielleicht mal etwas mehr Realismus in diese Debatte einziehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass all diese Selbstdarsteller bald vielleicht ein neues Thema entdecken an dem sie sich abarbeiten können.

    Das Rathausquartier ist eine große Chance für unsere Stadt und alle echten Akteure in diesem Prozess sind dabei, etwas Vernünftiges daraus zu machen. Das mag langweilig klingen, ist aber gut so!

    27.11.2018

    Betreff: Rathaus-Quartier Anspruch und Wirklichkeit (Manfred Waltermann vom 27.11.2018)

    Seit der Schließung und dem Verfall der „Hertie-Immobilie“, die einst vom Karstadt-Konzern geplant und gebaut wurde, sind Jahre vergangen. In dieser langen Zeit war der wirtschaftliche Niedergang des Objektes am Erhaltungszustand und der sich daraus ergebenden mangelhaften Käuferfrequenz abzulesen. Die Schließung der Hertie-Filiale bedeutete faktisch das Ende des einmal als „Filetstück“ angesehenen Zentrums. Viel zu lange war die Brache zum Schandfleck im Herzen von Eschweiler mutiert, ohne dass seitens der Stadt Abhilfe geschaffen werden konnte. Denn das Objekt gehörte zu einer Insolvenzmasse und war im Besitz kaum greifbarer, ausländischer Investoren, die lediglich ihrer Verkehrssicherungs- und Grundsteuerpflicht – meist in letzter Minute – nachkamen. Erst die Investorengruppe um den ehemaligen Rennfahrer Ralf Schumacher ließ Hoffnung aufkommen, nachdem diese das abrissreife Objekt erworben hatte. Angesichts der finanziellen Größenordnung, die eine städtebaulich vertretbare Bebauung des Quartiers rund ums Rathaus mit sich bringen würde, und angesichts der Tatsache, dass die Schumacher-Gruppe nicht selbst als ausführende Baufirma in Frage kam, ist der Besitzerwechsel zur niederländischen Ten-Brinke-Group vollzogen worden. Das Gesamtgeschehen um diese Entwicklung hat zwischenzeitlich in Eschweiler zu wildesten Gerüchten geführt und wurde von oft unberufener Seite negativ heftig kommentiert und mit vagen eigenen Vorstellungen zur Gestaltung und angedachtem Besatz begleitet. Dass dabei hemmungslos im Privatbesitz befindliches Areal überplant wurde und zudem noch - mangels noch nicht eingereichter, konkreter Bauanträge des Investors – eine Diskussion in der Sache nicht möglich war, störte die Kritiker zu keiner Zeit. Habe ich übersehen, dass die „Besserwisser- Pläne“ ohne jede finanzielle Darstellung der Kosten und Erträge präsentiert wurden, wie sie jeder Investor vor der Inangriffnahme einer solchen Mammut-Investition aufstellen muss? „Mit anderer Leute Leder ist gut Riemen schneiden“! Wer weiß das nicht? Aber: Besserwisser sind meist Schlechtermacher! Auch das ist Fakt! Welcher Investor würde nicht gerne kluge Vorschläge in seine Planungen aufnehmen, wenn diese konkret und mit Zahlen unterfüttert an ihn herangetragen werden?! Ist dies geschehen? Da bekämpft man lieber einen renommierten Familien-Konzern, der europaweit gut aufgestellt ist und nachweislich keine Ruinen hinterlassen hat! - Und das alles im Vorfeld der Realisierung, noch ehe der erste Stein bewegt ist! Die finanzielle Wirklichkeit der Stadt Eschweiler, die zum Abschluss des Jahres 2017 lediglich über ein Eigenkapital von ca. 23,2 Mio. Euro verfügte, ist nicht dazu angetan, ein „Wunschkonzert“ an städtebaulichen Extras aus eigenen Finanzmitteln zu realisieren, zumal – wie in diesen Tagen zu lesen war - „jeder siebte Indestädter finanziell am Abgrund steht“. Das geht aus dem Schuldneratlas der Firmengruppe Creditreform hervor! Freuen wir uns doch, dass dennoch ein Investor im Zentrum unserer Stadt einen Schandfleck beseitigen will, den die Stadt aus eigenen Mitteln nicht beseitigen kann! Die derzeitige Trümmerwüste, die bereits ca. 10 Mio. Euro für den Grundstückserwerb und die Abrisskosten verschlungen hat, wird mit einem mehrfachen Finanzaufwand grundsaniert und mit innerstädtischem Leben zu erfüllen sein. - Das ist das gemeinsame Interesse von Investor und Bürgerschaft. Der Investor Ten Brinke wird die Gestaltung des Rathaus-Quartiers in diesem Sinne bürger- und nutzerfreundlich ausgestalten. Er will schließlich nicht sein Geld in Eschweiler verbrannt sehen. 

    27.11.2018

    Leserbrief zum Rathaus-Quartier (Günter Heidemann vom 27.11.2018)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wäre es nicht so peinlich, man könnte darüber lachen. Meine sehr geschätzten Damen und Herren der Stadtverwaltung und derer Ratsmitglieder, in der KW46 wurde eine alternative Planung vorgelegt, die mit Verlaub bei einigen Mitbürgern Gefallen fand. Wie schon in den Leserbriefen mannigfaltig bemerkt und hingewiesen wurde, warum kann / konnte die Stadt keinen ähnlichen Vorschlag unterbreiten! Fehlendes Arrangement – Aussitzmentalität – keinen blassen Schimmer, anders ist der aktuelle Stand vom ehemaligen City-Center, dem baldigen Rathausquartiers nicht zu erklären. Hätte man von Seiten des Rates nicht eine Ausschreibung bei angehenden Architekten ausloben können, mit dem Ziel die drei besten Vorschläge zu prämieren und der Öffentlichkeit durch Medien, wie Printmedien, TV, Internet die Gewinner zu präsentieren. In der AZ vom 5.November wurde über Radierränder im Bebauungsplan gestritten. Auflösung der Diskussionsgrundlage, es wurde rasiert, nicht radiert.... Was sagt es dem mündigen Steuerzahler, man führt im Rat einen Kleinkrieg, der wiederum zu Lasten der Bürger geht. Wie wurde die Überschrift zum Interview unseres Bürgermeister Rudi Bertram betitelt: „Das große Ganze“. Seit 2009 zehrt es ziemlich an den Nerven von unserem Bürgermeister Rudi Bertram, das sind locker 9 Jahre Stress, alle Achtung, dafür hat sich unser Bürgermeister Rudi Bertram gut gehalten. Auch das der aktuelle Standort der Moschee monatelang ungeklärt war – unverständlich! Außerdem fehlten die Kapazitäten für das Betonrecycling – unvorstellbar! Eine Diskussion über Ästhetik der Schuhkarton-Architektur à la Langwahn werde mit dem Investor geführt, der aber das Schlusswort hat – verraten und verkauft! Auch bei dem geplanten Verkehrsfluss, muss man mit dem Land Rücksprache halten – wie Bitte! Die Befürchtungen, das Rathausquartier könne den Einzelhandel der City gefährden. Hier wolle man Anregungen von Seiten des Einzelhandels aus der Graben- und Neustraße einbringen – auf ein Mal! Wer erteilte den Auftrag für den Abriss, da die Stadt sowie das Land NRW außen vor war! Zum Thema Parkplätze, hier wurde von einem Mix gesprochen und wie sieht dieser Mist, sorry Mix aus. Liegen hier Pläne vor oder kann man die Anzahl der Parkplätze heranziehen, die in der Filmpost vom 14.November 2018 dargestellt wurde. Die meines Erachtens bei weitem nicht ausreichen. Auch die SPD Ratsfraktion Eschweiler meldete sich zu Wort. Eine Verständnisfrage, das niederländische Unternehmen Ten Brinke ist Eigentümer vom ehemaligen City-Center und es liegt schon ein Bebauungsplan von dem Unternehmen Ten Brinke vor. Dann ist es so sicher, wie das Amen in der Kirche, dass die Schuhkarton-Architektur das City-Center ersetzen wird. Und man kann davon ausgehen, dass alle Verträge unterschriftenreif der Stadtverwaltung vorliegen. Man sollte den Artikel der SPD Ratsfraktion Eschweiler aus der Filmpost gut aufheben und bei der Fertigstellung des künftigen Rathausquartier heranziehen, um die dann abgeschlossene Baumaßnahme mit dem Artikel zu vergleichen. Das Schwarz auf Weiß Statement der CDU besagt und gibt einen Einblick in den Ratssitzungen preis, dass man als Einäugiger König unter den Blinden sein kann. Es werden von allen Parteien Mutmaßungen geäußert, da man nur im Wohle der Bürger Entscheidungen trifft. Das Fazit: Im Großen und Ganzen peinlich!

    16.11.2018

    Rathausquartier oder Rathausforum (Wilfried Schulze vom 16.11.2018)

    Eben, Forum (öffentliche Diskussion, Aussprache) oder Quartier (Unterkunft, Viertel), nicht nur die Worte machen einen Unterschied auch die Inhalte und die Qualität. Zukunftsfähigkeit gegen Perspektivlosigkeit! Das wär doch was für Eschweiler! Gibt es überhaupt noch eine Vorstellung von Qualität in der Stadt oder nur noch die aus der Ökonomie bekannten Zahleneffekte? Der allgemeine Trend zur Größe erschöpft sich nur allzu schnell in reiner Höhe und Ausdehnung. Wo bleibt die Haltung, die Visitenkarte, die Architektur in Eschweiler? Man merkt der Stadt an, dass vieles egal ist. Der Maßstab scheint verloren gegangen zu sein und dazu scheint jedes Stilmittel recht zu sein. Wo bleibt die Körnung des Stadtgrundrisses, das städtebauliche Einfügen, die Zähmung der kommerziellen anonymen Bausteine? Stadt ist eben immer gebaute gesellschaftliche Haltung. Dies trifft natürlich auch auf den öffentlichen Raum zu, und die Stadt braucht öffentliche Räume und sollte einer Kultur des öffentlichen Raumes eine Perspektive geben. Zwischenräume, Platzräume weiten den Straßenraum auf und haben Aufenthalts- und Begegnungsqualität. So entsteht eine Platz- Wegefolge als Aufwertung des öffentliche Raumes mit Verweil- und Ruhezonen und Orte des Austausches. Dabei spiegelt sich die Bedeutsamkeit solcher Maßnahmen strukturpolitisch in der imagefördernden Wirkung, strukturell bestimmen sie die Aufenthaltsqualität und qualitativ sind sie Multiplikator einer systematischen Stadterneuerungspolitik. Oder geht das wieder nicht, weil nach 9 Jahren planerischem Stillstand nunmehr die Zeit fehlt oder immer noch das Know- how fehlt? Und wie wär’s gegangen? Wo sind die Potentiale und wo die Mängel, die Zielvorstellungen (was wollen wir und wie), Bedarfsanalyse, Gutachten, Testentwürfe und das Umfeld, Auswahl städtebaulicher Vorzugslösungen, Investorenplanungen, Entwicklung eines integrierten Handlungsprogramms, zeitgestaffelte Durchführung, Qualitätskontrolle, Einweihung: viel Glück, noch Fragen? Schau auf diese Stadt. Schaut man nun in das “Rathausforum”, kann man geradezu der Aufenthalts- und Begegnungsqualität nachspüren, den gegliederten Straßenraum erfassen, den sich weitenden Straßenraum zur Platzfläche, das Forum in zentraler Lage, die Raumkanten der Baufelder, die Zwischenräume und Wegebeziehungen an den variierenden Bauclustern und Architekturensemble vorbei. Hier wird eine historische Straßenrandbebauung geradezu nachvollzogen. Es geht also doch, mit qualifizierten Entwurfsvarianten! Natürlich muss dies mit dem Vorhabenträger überein gebracht werden, aber man kennt die bevorzugte Richtung. Und es lohnt sich dafür einen Vorhabenplan zu erstellen; anstatt etwas in einen Bebauungsplan aus einer anderen Zeit hineinzuzwängen, das nicht hineinpasst und so neben der Qualität auch die Rechtmäßigkeit aufs Spiel setzt. 

    13.11.2018

    Leserbrief zum Thema Rathausquartier (Thomas Widynski vom 13.11.2018)

    Stellt man der aktuellen Planung für das so genannte „Rathausquartier“ eine alternative Planung entgegen, die in Ansätzen versucht, den kürzlich hier von verschiedenen Seiten geäußerten Wünschen gerecht zu werden, stellt man schnell fest, welch großes Entwicklungspotential in unserer Innenstadt schlummert. Zurecht fragt man sich, warum man dieses enorme Potential nicht nutzen möchte.

    Gut geplante Stadträume sind jene, die zum Verweilen einladen und die ein abwechslungsreiches und angenehmes Durchwegen ermöglichen. Dabei werden neue Stadträume als angenehm empfunden, wenn diese etwas mit den Größen und Formen der bestehenden anerkannt guten Gebäude und Freiräume, wie z.B. die des Marktviertels, gemeinsam haben. Nur dann können neue Elemente, die Ausdruck von Zeitgeist sind, dort von Bestand sein, ohne als Fremdkörper wahrgenommen zu werden.

    Folglich sind hier eher kleinteilige Strukturen das städtebauliche Mittel der Wahl. Es besteht jedoch die große Herausforderung, das städtebaulich als Fremdkörper wahrgenommene Rathaus in eine neue bauliche Struktur zu integrieren und es mit der Stadt zu „versöhnen“. Welcher gezeigten Planung das am Besten gelingt, ist graphisch schnell ersichtlich.

    Das Wohnen ist Inbegriff und existenzieller Bestandteil von Leben in einer Innenstadt. Natürlich ist die Investition in ein Projekt „Rathausforum“ weitaus höher, als die in das sog. „Rathausquartier“; jedoch wäre letzteres auch nur ein Marktcenter, welches mit seinen Renditeobjekten in erster Linie dem externen Investor dient.

    Die Stadtentscheider müssen wissen, welche Prioritäten sie setzen. Sind sie lieber Steigbügelhalter des Investors oder fühlen sie sich in gleicher Weise auch dem Gemeinwohl und dem heimischen Handel verpflichtet? Wiegt das nicht viel mehr als nur das vordergründige Bedürfnis, schnell und wie auch immer einen Schandfleck zu beseitigen?

    Ich wage zu behaupten, dass das City-Center nicht abgerissen worden wäre, wenn dort seinerzeit auch Wohnungen zum Konzept gehört hätten. Daher muss diesmal oberhalb der neuen Gewerbeflächen neuer Wohnraum geschaffen werden, um der Nachfrage nach innerstädtischen Wohnungen zu entsprechen und zugleich den Fortbestand des neuen Stadtviertels dort garantieren zu können.

    Gerade eine jüngst für Nachhaltigkeit ausgezeichnete Stadt kann sich nicht noch einmal erlauben, Massen von Beton und Ziegelsteinen in 30 Jahren erneut der Abrissbirne preiszugeben.