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Pläne zum Rathausquartier heißer diskutiert denn je

Eschweiler. Von einem journalistischen Sommerloch in der Indestadt kann in diesen Tagen absolut keine Rede sein. Die Berichterstattung der Kolleginnen und Kollegen der Tageszeitung brachte in der vorigen Woche die Diskussion über Art und Weise, Sinn und Unsinn und Gut oder Schlecht in Sachen geplantes Rathausquartier gehörig in Fahrt. In nur wenigen Tagen wurde dadurch klar und sehr deutlich, dass die Vorstellung der Ten Brinke- Gruppe über ihre Planungen für das Einkaufs- und PKW-Parkzentrum im Schatten des Rathauses keineswegs auf breite Zustimmung in der Bevölkerung treffen. 

Es schält sich immer deutlicher aus dem oft verwirrend nebulösen Planungsnebel heraus, dass die Pläne des niederländischen Großkonzerns unter dem Diktat der Gewinnmaximierung nach gewinnoptimierten Standards ablaufen. Standardkunden, Standardarchitektur, Standardläden, standardisierter Abverkauf an irgendwelche Investoren nach Fertigstellung. 

Wenn man sich ausführlich mit Ten Brinke befasst, wird man schwerlich etwas über die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in ihre Planungen finden. Äußerungen der Verantwortlichen im Konzern in der Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses vor ein paar Wochen sind zunächst fromme Lippenbekenntnisse.

Da darf es gestattet sein, die so oft als Nörgler und Quertreiber bezeichneten Bürgerinnen und Bürger, die sich mit allen Mitteln gegen die Realisierung dieser Rathausquartierplanung engagieren, auch mal mit anderen Augen zu betrachten.

Eschweiler ist gerade als nachhaltigste Mittelstadt ausgezeichnet worden. Mit Nachhaltigkeit hat ein Einkaufszentrum dieser Art schlicht nichts zu tun. Michael Uhr