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Sauberes Eschweiler – auch unsere Aufgabe

Eschweiler. Es gibt ein politisches Aufreger-Thema, dass sich seit Jahren wiederholt und vermutlich auch in den nächsten Jahren weiter wiederholen wird: die Stadtsauberkeit in Eschweiler. Schier zahllos sind die Beispiele für unnötigen Schmutz überall in der Stadt. Angefangen bei Kaugummibelag in der Fußgängerzone, Zigarettenkippen links der Fahrbahn an Ampelanlagen, Müllabwurfregionen an Autobahnabfahrten, Hundehaufendeponien in Baumbeeten, Ablageplätze für jeden nur denkbaren Dreck neben Glas- und Altkleidercontainern bis hin zu den unsäglichen Resten von kleinen und großen Haushaltsauflösungen in Wald, Feld und Flur die man wilde Müllkippen nennt. Diese rücksichtslosen Beispiele für asoziales Verhalten ließen sich noch lange fortsetzen.
In politischen Diskussionen werden, seit es diese Verhaltensweisen gibt, alle nur denkbaren Vorschläge und Ideen entwickelt, was denn von wem zu tun sei, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Von intensiven Aufklärungskampagnen bis hin zu strengen Bußgeldverhängungen ist so ziemlich alles schon mal hier und da ausprobiert worden. Langfristige und dauerhafte Wirkung: Fehlanzeige. Dies gilt nicht nur in Eschweiler, im ganzen Land sieht es mehr oder weniger gleich aus. Punktuelle Erfolge werden mit Müllsammelaktionen auf freiwilliger Basis erreicht. Da man sie aber jährlich wiederholt, zeigt sich, dass sich das Bewusstsein nicht wirklich ändert. Gibt es eine einfache Lösung für diese Misere? Eher nicht. So lange uns das Müllmachen als Folge einer weitgehend ungehemmten Konsumlust so leicht gemacht wird, so lange wir uns der Folgen nicht wirklich bewusst werden, sind letztlich wir es selbst, die die Verantwortung für unser Verhalten haben. Also, tue selbst was für die Sauberkeit in deiner Stadt und schiebe es nicht auf andere ab. Michael Uhr