Bei sommerlichen Temperaturen leiden nicht nur Menschen unter der Hitze, auch bei Vierbeinern ist Vorsicht geboten. Ein abgestelltes Auto kann für zurückgelassene Hunde zur Todesfalle werden. ADAC Untersuchungen zeigen, dass es im Fahrzeug schnell bis zu 60 Grad heiß wird, es droht Lebensgefahr. Auch leicht geöffnete Seitenscheiben verhindern nicht, dass die Temperaturen rasant ansteigen. Der ADAC Nordrhein rät deshalb, auch Tiere niemals im verschlossenen Auto zurückzulassen. Selbst wenn eine schnelle Rückkehr beabsichtigt ist, kann diese durch unvorhergesehene Ereignisse verzögert werden. Bemerken Passanten ein geschwächtes Tier, sollte nach Möglichkeit der Fahrzeughalter ausfindig gemacht werden, zum Beispiel durch Ausrufen im Supermarkt. Gelingt dies nicht, kann sofort die Polizei oder Feuerwehr alarmiert werden. „Während man auf die Rettungskräfte wartet, ist es ratsam, Passanten anzusprechen, die als Zeugen fungieren können“, empfiehlt Rechtsexpertin Alexandra Elhöft vom ADAC Nordrhein.

Hat das Tier bereits das Bewusstsein verloren, ist schnelles Handeln gefragt: Nachdem man sich vergewissert hat, ob alle Fahrzeugtüren tatsächlich verschlossen sind, klar ist, dass Polizei oder Feuerwehr nicht mehr rechtzeitig vor Ort sein können und der Hund sich nicht anders nicht aus dem Auto befreit lässt, darf eine Seitenscheibe eingeschlagen werden. „Weil das den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllt, sollte die Situation vor Ort mit dem Smartphone dokumentiert und die Kontaktdaten von Zeugen notiert werden. Damit lässt sich belegen, dass es sich um einen echten Notfall gehandelt hat“, erklärt Elhöft. Das Tier sollte man anschließend vorsichtig aus dem Fahrzeug holen, an einen kühleren Ort bringen und Fell, Pfoten und Zunge mit Wasser benetzen bis die Feuerwehr bzw. Tierrettung eintrifft. Die Kosten für einen Rettungseinsatz trägt der Tierhalter, der den Hund im Fahrzeug zurückgelassen hat. Außerdem drohen Strafen für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Hunde (bei Hitze) sicher transportieren

Lässt sich das Fahren bei großer Hitze nicht vermeiden, sollte man dem Hund auf jeden Fall regelmäßig Wasser anbieten. Bei längeren Strecken sind Zwischenstopps für das Wohlbefinden des Vierbeiners wichtig. Da Tiere laut Straßenverkehrsordnung in Deutschland als Ladung gelten, müssen sie gesichert werden. Sonst drohen Bußgelder zwischen 30 und 60 Euro. Im Falle eines Unfalls kann auch die Kaskoversicherung Leistungen aufgrund grober Fahrlässigkeit kürzen. Für den Transport des Haustieres eignen sich stabile Transportboxen, die im Fußraum hinter dem Vordersitz platziert und gesichert werden. Größere Boxen kann man in den Kofferraum an die Lehne der Rücksitzbank stellen, am besten quer zur Fahrtrichtung. So verteilen sich die bei einem Crash auftretenden Kräfte gleichmäßiger auf den gesamten Körper des Tieres. Ein stabiles Trenngitter reduziert insbesondere bei schweren Unfällen die Risiken für Mitfahrer auf der Rücksitzbank.