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Unsere Leser kommen zu Wort

“0hne Rücksicht auf Verluste“… eben! Rathausquartier: Angeschlagen und ohne Orientierung

Wurde noch die Verwaltungsvorlage zum Rathaus-Quartier in epischer Breite dargelegt, so war der Artikel Rathaus-Quartier: “Inakzeptabel” als Gegendarstellung äußerst schmallippig gehalten und berichtet auch noch mit falschem Impetus. Er dokumentiert geradezu, die Unwilligkeit, den Antrag und die Reaktion von Nachbarn und Betroffenen des Plangebietes Rathausquartier anzunehmen und sich damit auseinander zu setzen. Dabei ist er zulässig, eine Beteiligung gesetzlich geboten und in der Sache erforderlich. Welch ein Rechtsverständnis. Inakzeptabel ist diese Haltung. Verkannt wird, dass es sich um die Würdigung von Interessen von unmittelbar Betroffenen handelt, durch eine Anliegerin, die selbst betroffen ist, die auch autorisiert als Vertreterin einer Interessengemeinschaft auftritt und zudem Anwältin ist. Dies sei angemerkt, um Fehlinterpretationen, die so leicht aus Interessengeleitetheit in dieser Sache auf der Hand liegen, vorzubeugen.

So wirft denn auch der weitsichtige Kommentar eines fachkundigen Redakteurs einer Eschweiler Zeitung noch mehr Schatten als Licht auf die Stadt und das Quartier als die Schuttberge es konnten. Seine eigene Absolution vorweg geschaltet: Recht muss Recht bleiben. Sehrwohl die Rechtslage ist bekannt und offensichtlich, und Eschweiler? Aber dann wird entglitten und jeder Widerspruch niedergemacht. Dazu ist man ja auch legitimiert, um in Einheit auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen. Die Methode kennt man.

Warum hört eigentlich niemand zu, um Lösungen zu finden, die aufgezeigt wurden und rechtmäßig sind?

Nein, jetzt ist es ihm zu eng geworden, dem Schreiber als Fachmann für Einzelhandel, Stadtentwicklung, Architektur und Planungsrecht und Psychologie. Aber wäre er nur bei seinem Leisten geblieben und wäre seinem Handwerk, der objektiven Berichterstattung nachgekommen und hätte die letzten 4 Leserbriefe veröffentlicht, dann hätte man möglicherweise verstanden, worum es geht.

Belanglose Kleinigkeiten, meint der Fachmann, und verständigt sich schnell auf Stigmatisierung,” Klappe zu, Affe tot“. Auch diese Methode kennt man.

Machtspiele und Selbstzweck hat auch die Verwaltung souffliert, der Redakteur als Hofherold.

Stadtplanung ist ein Prozess, mit dem Ringen um die besten Ideen und Konzepte in der Abstimmung Vieler und kein autokratischer Setzungsakt, der der erstbesten Lösung nachjagt, weil man Zeit verpennt hat, Methoden verpennt hat und Verhandlungen verpennt hat.

Nein, “wir” wollen das alles so, alles andere sind Kleinigkeiten, und gehen die Argumente aus, wird es eben persönlich, und da kennen “wir” gar nichts und niemanden. Wir scheuen auch nicht vor Untergangsszenarien zurück, an denen natürlich die anderen schuld sind.

Man ist Besseres von dem Redakteur gewohnt, wo sind nur die Zeiten geblieben? W. Schulze